Formel-1-Liveticker: Horner bremst Verstappen-Gerüchte ein
Spielberg in der Analyse: Antonelli für Verstappen-Crash bestraft
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Bericht
Liveticker
Feierabend
Wir sind am Ende des Spielberg-Wochenendes angekommen - zumindest hier im Ticker. Für euch geht es nachher wie versprochen noch weiter mit der großen Videoanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de und den folgenden Themen:
-Antonelli schießt Verstappen aus der WM
-Ergebnis & WM-Stand
-Dominante McLaren mit heißem Duell
-Strafen für Colapinto & Tsunoda
-Doppelte Punkte für Sauber
-Fragen der Kanalmitglieder
-Meinung zum F1-Film
Hier melden wir uns morgen früh schon wieder mit einer neuen Ausgabe zurück, denn die Königsklasse gönnt uns keine Pause und reist direkt weiter nach Silverstone. Habt noch einen schönen Abend und bis dann!
Horner stichelt gegen Mercedes
Nach den ganzen Gerüchten über einen möglichen Verstappen-Wechsel zu Mercedes lässt es sich Christian Horner nicht nehmen, nach dem heutigen Rennen noch einmal dezent gegen die Silberpfeile zu sticheln.
"Ich denke, sie haben ihre eigenen Probleme. Sie lagen heute 62 Sekunden hinter dem Sieger", betont Horner und ergänzt: "Mercedes hat seine eigenen Probleme, also konzentrieren wir uns einfach auf uns selbst."
"Wir wissen, wie die Situation mit Max ist, wir kennen die Verträge mit Max, und der Rest ist nur Gerede, das nicht von ihm kommt", so Horner.
Erste Punkte für Bortoleto
Erstmals seit 2017 hat heute wieder ein Brasilianer WM-Punkte in der Formel 1 geholt. Zuletzt war das Felipe Massa beim Saisonfinale vor acht Jahren in Abu Dhabi gelungen - gleichzeitig sein letztes Formel-1-Rennen.
Sauber schaffte es derweil zum ersten Mal seit Katar 2023 wieder, beide Autos in die Punkte zu bringen. Damals hieß der Rennstall noch Alfa Romeo und die Fahrer Valtteri Bottas und Guanyu Zhou.
Was Gabriel Bortoleto selbst dazu sagt, das erfahrt ihr hier.
Den Crash zwischen Verstappen und Antonelli ...
... gibt es hier jetzt auch noch einmal im Video:
Alonso: Team hat sich richtig entschieden
Auch der Spanier schaffte es dank der Einstoppstrategie in die Punkte und erklärt: "Es war ohne Frage ein schwieriges Wochenende." Man habe dieses Wochenende nicht "unser bestes Level" abgerufen.
Letztendlich habe man davon profitiert, dass ein Mercedes und ein Red Bull ausgefallen seien. Daher sei er "happy", an einem schwierigen Wochenende noch Siebter geworden zu sein.
"Unsere Einstoppstrategie hat wirklich gut funktioniert. Ich war mir heute Morgen wegen der Hitze noch unsicher, aber es hat sich ausgezahlt und das Team hat die richtige Entscheidung getroffen", lobt er.
Teamkollege Lance Stroll verpasste die Punkte als 14. derweil und erklärt, er habe "früh mit Reifenverschleiß zu kämpfen" gehabt, "weshalb wir unsere Strategie anpassen mussten."
Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen legte er zwei Stopps ein.
Bestes Karriereresultat für Lawson
Liam Lawson wurde heute Sechster und feierte damit das beste Ergebnis seiner bisherigen Formel-1-Karriere. "Es war bislang eine harte Saison, aber mit viel Potenzial", blickt Lawson zurück.
Heute sei man dann endlich einmal schnell gewesen, als es darauf angekommen sei. "Nach der ersten Runde dachte ich, es könnte vorbei sein, aber das Team traf eine mutige Entscheidung mit der Einstoppstrategie", lobt er.
Denn beim Verstappen-Antonelli-Crash wurde auch er leicht getroffen. Während er am Ende aber trotzdem noch ein starkes Ergebnis holte, kam Teamkollege Isack Hadjar nicht über P12 hinaus.
"Es war ein frustrierender Tag", gesteht der Rookie und betont: "Wir sind ein sehr gutes Rennen gefahren und lagen bis 15 Runden vor Schluss komfortabel in den Punkten." Doch dann habe er sich in Kurve 1 einen Schaden am Unterboden eingefangen.
Der habe dann mehr als eine Sekunde pro Runde gekostet.
Verstappen schaut lieber 24-Stunden-Rennen
Das Ende vom Rennen wollte sich Max Verstappen nach seinem vorzeitigen Aus in Spielberg übrigens gar nicht mehr anschauen. "Ich habe das Rennen gar nicht so richtig verfolgt", winkt er ab.
Sein Interesse galt der Parallelveranstaltung in Spa-Francorchamps, wo das 24-Stunden-Rennen während des Formel-1-Rennens ebenfalls zu Ende ging. Dort hatte Verstappen nämlich ein eigenes Team am Start.
Die komplette Story findet ihr hier.
Haas: War noch mehr drin?
Esteban Ocon fuhr von P17 noch bis auf P10 nach vorne und sicherte seinem Team damit einen WM-Punkt. Das sei "normalerweise ein sehr gutes Ergebnis", weiß auch Teamchef Ayao Komatsu.
"Was nicht so gut ist, ist, dass wir mit Esteban meiner Meinung nach noch besser hätten abschneiden können", so Komatsu, der erklärt, man sei beim ersten Stopp "vielleicht etwas zu früh" an die Box gekommen.
Dadurch habe man sich selbst die Chance genommen, mit nur einem Stopp durchzufahren. Und genau mit dieser Strategie fuhren Lawson und Alonso heute ja auf P6 und P7.
Ocons Teamkollege Oliver Bearman wurde Elfter und verpasste die Punkte damit knapp. Komatsu erklärt, dass der Brite im zweiten Stint auf den harten Reifen einfach "keine Pace" gehabt habe.
"Das verstehen wir noch nicht", gesteht er, weshalb man sich das nun noch einmal ansehen müsse.
Colapinto: Was war da mit Piastri los?
Der Argentinier handelte sich eine Fünf-Sekunden-Strafe ein, weil er Oscar Piastri ins Gras drückte, als dieser ihn gerade überrunden wollte. Wie konnte es zu dieser Situation kommen?
"Ich habe ihn einfach nicht gesehen", erklärt Colapinto, der sich laut eigener Aussage gerade auf sein Duell mit Yuki Tsunoda konzentrierte. "Ich wollte ihn einfach unbedingt überholen", sagt er.
Piastri habe er nicht sehen können. Als er ihn dann bemerkte, sei er "schnell" zur Seite gefahren. Doch mit Punkten hätte es heute so oder so wieder nicht geklappt. "Wir hatten nicht die Pace", betont er.
Colapinto ist damit auch im fünften Rennen nach seinem Comeback weiter ohne Zähler. Teamkollege Pierre Gasly punktete ebenfalls nicht, obwohl er zu Beginn des Rennens sogar einmal Sechster war.
Der Franzose begründet das damit, dass er sich irgendwann einen Schaden an seinem Alpine eingehandelt habe. Danach habe er nicht mehr viel machen können.
Ergebnis final
Die Strafe für Antonelli bleibt übrigens die einzige nach dem Rennen. Die FIA hat eben nämlich das finale Rennergebnis veröffentlicht. Das heißt, dass alle Untersuchungen abgeschlossen sind und es keine weiteren Strafen mehr geben wird.
Zwei Verschiebungen gibt es übrigens in der Konstrukteurs-WM: Ferrari liegt jetzt wieder vor Mercedes auf P2 und die Racing Bulls haben Haas vom sechsten Platz verdrängt. Davon abgesehen bleibt alles unverändert.
Apropos Entschuldigung ...
Auch Kimi Antonelli ist heute persönlich zu Max Verstappen gegangen, um sich für den Unfall in der ersten Runde zu entschuldigen. Der Niederländer hat diese bekanntlich akzeptiert, und auch mit Christian Horner gibt es kein böses Blut.
"Es war ein Fehler, Er ist ein Neuling, das ist allen schon mal passiert. Er hat sich entschuldigt, er hat seine Schuld eingestanden, die Entschuldigung wurde angenommen", so der Red-Bull-Teamchef.
Trotzdem sei es natürlich "sehr frustrierend", denn Verstappen sah heute zum ersten Mal seit Melbourne 2024 vor mehr als einem Jahr nicht die Zielflagge.
Tsunoda entschuldigt sich für Crash
Der Japaner drehte Franco Colapinto heute einmal um und bekam dafür eine Zehn-Sekunden-Strafe. "Die Kollision mit Franco ist natürlich meine Schuld", räumt er ein und entschuldigt sich dafür.
Es sei "ein ziemlich schlechtes Manöver" gewesen, gesteht er. Und auch davon abgesehen sei seine Pace nicht gut gewesen, räumt er ein. "Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, was ich genau falsch mache", grübelt er.
Für Tsunoda war es bereits das vierte Rennen in Folge ohne Punkt. "Yuki fehlt momentan das Selbstvertrauen", erklärt Helmut Marko bei Sky und ergänzt: "Da müssen wir uns was überlegen, wie wir den stabilisieren."
Einen weiteren Fahrertausch werde es aber nicht geben. "Jetzt wechseln würde überhaupt keinen Sinn machen", winkt Marko ab.
Hamilton: Hatten wieder Bremsprobleme
Der Rekordweltmeister fuhr heute mit P4 sein bislang bestes Ferrari-Resultat ein. Ganz reibungslos lief es allerdings nicht, denn er habe "Bremsprobleme" gehabt, berichtet der Brite.
"Ich musste die Bremsen ziemlich früh managen, was definitiv etwas Zeit gekostet hat", betont er und erklärt, dass man das in den Griff bekommen müsse, weil es nicht zum ersten Mal passiert sei.
Immerhin sei man an diesem Wochenende aber das zweitschnellste Team gewesen, und das Ergebnis sei mit P3 und P4 "wirklich positiv" für Ferrari. "Das Wochenende hat viele positive Aspekte", betont Hamilton.
Zumal er auch näher an Charles Leclerc herangekommen sei, auch wenn der Rückstand auf den Teamkollegen von neun Sekunden im Ziel für seinen Geschmack noch immer zu groß ist.
Durchatmen bei Verstappen
Das frühe Aus hatte heute tatsächlich auch einen positiven Nebenaspekt. Denn durch sein Ausscheiden konnte sich Verstappen auch keine Strafpunkte mehr einhandeln. Und morgen verfallen zwei Zähler auf seiner Lizenz.
Heißt: Für den Weltmeister geht es zurück auf neun Strafpunkte, womit er dann wieder etwas mehr Luft hat und nicht mehr unmittelbar vor einer Rennsperre steht. Zumindest etwas ...
Erstes Formel-1-Podium für Bernie Ecclestone
94 Jahre alt musste Bernie Ecclestone werden, um zum ersten Mal in der Formel 1 auf dem Podium zu stehen - zumindest laut eigener Aussage. Der frühere Formel-1-Boss durfte auf Einladung von FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem Rennsieger Lando Norris in Spielberg die Präsidentenmedaille der FIA überreichen.
Normalerweise übernimmt das Sulayem persönlich, doch in Österreich durfte das Ecclestone stellvertretend für ihn tun. "Da er beim Formel-1-Rennen hier in Österreich nicht anwesend sein konnte, bat er mich, die Medaille in seinem Namen zu überreichen - was ich mit Freude und Ehre getan habe", sagt Ecclestone.
Die komplette Story findet ihr hier.
Foto: LAT Images
Norris: Batterie machte Probleme
Bei Sky hat der Rennsieger erklärt, warum sein Teamkollege ihm das Leben im ersten Stint so schwer machte. "Das DRS ist hier ungefähr sieben Zehntel wert", nennt er einen Faktor.
"Und das Wichtigste, was man von außen nicht sieht, ist, dass ich einfach Probleme hatte, die Batterie aufzuladen, was bedeutet, dass ich mich nicht verteidigen konnte, als ich es gebraucht hätte", verrät Norris.
"Ich hatte das Deployment nicht an den richtigen Stellen, was mich immer verwundbar machte. Und es war einfach eine Situation, aus der ich nicht herauskam", so Norris. Das habe sich erst nach seinem ersten Stopp geändert.
"Von diesem Zeitpunkt an fühlte ich mich wohl und war etwas entspannter. Aber die ersten 20 Runden waren hart", gesteht er.
Hülkenberg: Wäre noch mehr drin gewesen
Der Deutsche lieferte heute die größte Aufholjagd und fuhr vom letzten Startplatz noch bis auf P9 nach vorne. "Es wäre wahrscheinlich ein bisschen mehr gegangen heute, wenn man da startet, wo man starten soll oder müsste", ärgert er sich bei Sky etwas.
Denn Teamkollege Gabriel Bortoleto wurde sogar Achter, nachdem er es gestern in Q3 geschafft hatte. Für das Team sei es aber natürlich "ein guter Sonntag" gewesen, so Hülkenberg, der zum dritten Mal in Folge in die Punkte fuhr.
"Ich glaube, man hat einfach gut gearbeitet und es wurden in den letzten paar Monaten einfach ein paar Sachen korrigiert, speziell auf der Aerodynamikseite am Unterboden", lobt er sein Team.
Jetzt sei Sauber endlich da, wo man die Saison eigentlich hätte starten wollen.
Wolff: "Heute gibt es nichts Positives"
Lange Gesichter eben auch bei Mercedes, wo Toto Wolff bei Sky erklärt: "Heute gibt es nichts Positives. Erstens, dass Kimi das Auto verliert. Das war ein Rookiefehler, aber der passiert. [...] Und das ist auch erlaubt."
Für die Pace gebe es dagegen "keine Entschuldigung", so Wolff, der erinnert: "Im letzten Jahr haben wir hier gewonnen. Bevor die zwei sich ins Auto gefahren sind, waren wir 16 Sekunden hinter den Leadern, heute eine Minute."
"Wir haben ein paar Experimente gemacht, aber so weit darf man nicht hinten liegen", stellt er selbstkritisch klar und betont, so eine Leistung könne man "nicht akzeptieren".
Marko schreibt die WM (fast) ab
Max Verstappen selbst denkt sowieso laut eigener Aussage nicht an die WM, und Helmut Marko erklärt bei Sky: "Das ist ein ganz schwarzer Tag. Der Rückstand ist fast nicht mehr aufholbar. Wenn also nichts Außergewöhnliches passiert, dann müssen wir davon ausgehen, dass die WM dahin ist."
61 Punkte liegt Verstappen nun bereits hinter Oscar Piastri. Und auch im ORF betont Marko daher, McLaren habe zwar "einmal einen Durchhänger gehabt, das war Kanada, weil sie neue Teile gebracht haben. Auf das kann man sich auch nicht verlassen, also das schaut nicht gut aus."
In der WM werde es jetzt "ganz schwierig".
Russell: Spielberg noch schlimmer als erwartet
Wir bleiben bei Mercedes, wo der zweite Fahrer zumindest ins Ziel kam - allerdings nur auf P5. Am Ende fehlte mehr als eine Minute auf Rennsieger Norris. Wie befürchtet sei mit dem rauen Asphalt und den hohen Temperaturen alles gegen Mercedes gelaufen, erklärt er.
"Ich hatte ein schlechtes Rennen erwartet, aber es war noch schlimmer, als ich es mir vorstellen konnte", winkt er ab und erklärt, dass man einfach komplett abstürze, sobald die Reifen ein bisschen überhitzen.
Letztendlich sei P5 daher "Schadensbegrenzung" gewesen, betont er, denn mehr sei nicht drin gewesen. In Silverstone hofft er bei seinem Heimrennen nächste Woche nun auf kühlere Temperaturen.
Antonelli muss drei Plätze zurück
Das Urteil ist schon da und wenig überraschend wurde Kimi Antonelli für den Crash mit Max Verstappen bestraft. In Silverstone muss er nächste Woche drei Plätze in der Startaufstellung nach hinten. Hier das Urteil im Wortlaut:
"Der Fahrer von Auto 12 blockierte in Kurve 3 die Hinterräder und kollidierte mit Auto 1. In der Anhörung gab der Fahrer zu, einen Fehler gemacht zu haben, da er bei seinem üblichen Bremspunkt die Hinterräder blockierte, wies jedoch auch darauf hin, dass er eine Kollision mit Auto 30 vor ihm vermeiden musste und dafür die Bremsen kurzzeitig löste."
"Das Ausweichmanöver führte dazu, dass sich sein Auto auf der schmutzigen Innenseite befand und dadurch weniger Grip hatte, weshalb er das Auto nicht ausreichend abbremsen konnte, um die Kollision mit Auto 1 zu verhindern."
"Die Sportkommissare stellten fest, dass - obwohl der Vorfall in Runde 1 geschah - keine anderen Fahrzeuge Einfluss auf den Vorfall hatten und der Fahrer von Auto 12 die volle Schuld trägt. Daher wurde in diesem Fall nicht der üblicherweise mildere Bewertungsmaßstab für Vorfälle in Runde 1 angewendet."
"Sie erkennen jedoch auch an, dass es sich nicht um ein klares Divebomb-Manöver handelte, sondern um die Folge eines Ausweichversuchs nach dem Blockieren der Räder."
"Da der Fahrer das Rennen nicht fortsetzen konnte, wird eine Rückversetzung in der Startaufstellung für das nächste Rennen ausgesprochen."
Was war bei Williams los?
Beide Fahrer sahen heute nicht die Zielflagge, aus den Gründen dafür macht man aber ein Geheimnis. "Ein sehr enttäuschender Tag", sagt Teamchef James Vowles und betont: "Wir hatten die Pace, um heute locker Sechster zu werden."
"Wir hatten zwei verschiedene Probleme, die verstanden werden müssen, um sicherzustellen, dass wir sie in Zukunft beheben können", so der Teamchef, der jedoch nicht näher darauf eingeht.
Auch Alexander Albon sagt lediglich: "Wir haben ein Problem bekommen, das dem in Kanada ähnelt." Womöglich habe es an den hohen Temperaturen in Montreal und Spielberg gelegen.
In den vergangenen drei Rennen holte Williams lediglich einen Punkt.
Stella: Piastri ist "etwas zu weit" gegangen
Der McLaren-Teamchef hat bei Sky über den Fast-Crash in Kurve 4 gesprochen und erklärt, dass es im Rennen "natürlich stressige Momente" gegeben habe. "Aber wir vertrauen Oscar und Lando und verlassen und auf sie", betont er.
"Wir sind sehr glücklich und sehr stolz darauf, wie sie mit der Situation umgegangen sind", sagt er über seine beiden Fahrer. Nur in Kurve 4 sei Piastri einmal "etwas zu weit" gegangen.
Das habe der Australier aber auch eingesehen, und er sei "stolz", dass dieser sich nach dem Rennen am Funk direkt entschuldigt habe. Letztendlich sei es "ein guter Tag" für McLaren gewesen.
Leclerc: McLaren war zu schnell
Der Ferrari-Pilot verlor gleich beim Start eine Position an Oscar Piastri und erklärt, er habe über einen Angriff auf Lando Norris nachgedacht, "aber Lando hat die Tür geschlossen. Und dann blieb die Tür für Oscar offen."
"Ich habe dort den zweiten Platz verloren. Aber ich glaube, sie waren sowieso zu schnell für uns, um auf dem zweiten Platz zu bleiben", gesteht er und betont: "Der dritte Platz war also das Beste, was wir erreichen konnten."
"Ich bereue nicht viel von dem, was wir heute gemacht haben. Ich glaube, wir haben unser Maximum gegeben, nur war das Tempo nicht ausreichend", so Leclerc, der zum vierten Mal in diesem Jahr auf dem Podium stand.
Verstappen: Kein Vorwurf an Antonelli
Der Weltmeister macht Antonelli nach dem Crash keinen Vorwurf. "So etwas passiert", betont er und ergänzt: "Jeder Fahrer hat schon einmal so einen Fehler gemacht." Antonelli sei "ein sehr großes Talent" und werde daraus lernen.
Die Sache sei daher für ihn schon abgehakt, betont er. Und an die Meisterschaft habe er sowieso nie gedacht, ergänzt Verstappen. "Wir gehen es einfach Rennen für Rennen an", stellt der (Noch-)Weltmeister klar.
Der Speed von McLaren sei aktuell "verrückt", weshalb er in Silverstone zwar ein besseres Wochenende erwartet, sich auch dort aber nicht unbedingt als Favorit sieht.
Norris: War ein hartes Stück Arbeit
"Es war ein hartes Rennen", atmet der Sieger durch und erklärt, er habe die ganze Zeit pushen müssen. "Wahrscheinlich das beste Comeback nach Kanada", freut sich Norris, betont aber, dass es harte Arbeit gewesen sei.
"Wir hatten einen großartigen Kampf", ergänzt er und betont: "Für mich war es sehr stressig, aber es hat viel Spaß gemacht. [...] Hoffentlich war es für alle schön anzusehen. Aber im Auto war es hart, besonders als er im DRS war."
"Das DRS ist hier so mächtig, dass es schwer ist, ihn aus der Lücke zu bekommen. Aber sobald ich das geschafft hatte, konnte ich die Situation ziemlich gut kontrollieren", so Norris über das Duell mit seinem Teamkollegen.
Antonelli erklärt Unfall
Der Italiener schildert die Szene im Sky-Gespräch so: "Ich habe nicht unbedingt zu spät gebremst, aber als ich gebremst habe, musste ich natürlich hart bremsen, weil ich hinter anderen Autos war."
"In dem Moment habe ich die Hinterräder blockiert und konnte das Auto einfach nicht mehr verzögern, weil die Hinterachse blockiert war und ich das Auto verloren habe", so der Mercedes-Pilot.
Er habe dann noch Lawson ausweichen müssen, "aber da war es schon zu spät", meint Antonelli. "Dann haben auch die Vorderräder angefangen zu blockieren, und anstatt langsamer zu werden, habe ich das Auto im Prinzip beschleunigt."
Seine kompletten Aussagen findet ihr hier.
Jetzt Fahrer bewerten!
Wir atmen einmal ganz kurz durch, denn auch an diesem Wochenende habt ihr bei uns natürlich wieder die Möglichkeit, die Piloten für ihre Leistung zu bewerten. Wer waren eurer Meinung nach die besten Fahrer in Spielberg? Jetzt abstimmen!
Zum offiziellen Fahrer des Tages wurde nach seinem ersten Top-10-Ergebnis übrigens Gabriel Bortoleto gewählt.
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Antonelli droht Strafe
Der Rookie muss nach der Kollision mit Max Verstappen um 17:10 Uhr zu den Rennkommissaren. Eine Gridstrafe für das nächste Rennen in Silverstone scheint unausweichlich.
Verstappen liegt nach der heutigen Nullnummer in der WM jetzt 61 Punkte hinter Spitzenreiter Oscar Piastri. Womöglich haben sich seine Titelträume damit endgültig zerschlagen.
Übersicht
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt dann auch der elfte Grand Prix des Jahres und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach der Zieldurchfahrt geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen aus Spielberg.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Österreich-Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier.
Alle im Grid
Die Boxengasse ist zu und alle Autos sind in der Startaufstellung. Zum ersten Mal seit Monaco sehen wir wieder 20 Autos im Grid, zuletzt in Spanien und Kanada waren es jeweils nur 18.
Verstappen war auf dem Weg in die Startaufstellung in Kurve 3 einmal neben der Strecke. Ist aber nicht ungewöhnlich, denn die Fahrer nutzen diese Runden natürlich auch, um noch einmal das Limit zu finden.
Boxengasse offen
40 Minuten noch bis zum Start und damit öffnet die Boxengasse in Spielberg. Zehn Minuten haben die Fahrer wie immer, um sich auf den Weg in die Startaufstellung zu machen.
Der Asphalt ist mit inzwischen mehr als 50 Grad noch einmal heißer als gestern. Wie angekündigt ist der Sonntag also der wärmste Tag an diesem Wochenende.
Wem spielen die höheren Temperaturen hier in die Karten?
20 Autos im Grid
Aus der Boxengasse startet heute niemand. Die FIA hat eben die finale Startaufstellung mit allen 20 Autos im Grid veröffentlicht.
Zwar wurden auch dieses Mal nach dem Qualifying wieder einige Teile an den Autos getauscht, die Wechsel erfolgten aber alle straffrei.
Hier die komplette Liste.
Hat Ferrari heute eine Chance?
Mit P2 und P4 lieferte Ferrari gestern das beste Qualifying in diesem Jahr ab. Doch kann die Scuderia heute auch um den Sieg mitkämpfen? "Wir glauben, dass McLaren ein besseres Renntempo hat", bremst Experte Karun Chandhok die Erwartungen.
"Oscar konnte seine letzte [Q3-]Runde nicht fahren, da eine gelbe Flagge gezeigt wurde. Daher denken wir, dass Oscar schneller sein sollte als Charles und dass der Kampf um den Sieg zwischen den beiden McLarens ausgetragen werden sollte", sagt er bei Sky.
Ferrari könne "zufrieden" mit dem bisherigen Wochenende sein. Aber unter normalen Umständen dürfen Charles Leclerc und Lewis Hamilton eher keine Kandidaten für den Sieg sein.
Verstappen braucht historische Aufholjagd
Der Weltmeister geht nur von P7 ins Rennen. Von so weit hinten gewann in Spielberg zuletzt McLaren-Pilot David Coulthard vor 24 Jahren. Beim Grand Prix im Jahr 2001 siegte er noch auf dem "alten" A1-Ring ebenfalls von P7 aus.
Seitdem kam der Gewinner in Spielberg fast immer aus den Top 3. Einzige Ausnahme: Verstappen siegte 2018 einmal vom vierten Startplatz aus.
Heißt: Seit fast einem Vierteljahrhundert kam der Spielberg-Sieger zuletzt immer aus einer der ersten beiden Startreihen. Kann man auch alles in unserer Datenbank nachlesen.
Kran rammt Werbeinstallation
Ein kurioser Zwischenfall hat in Spielberg eben für Aufregung gesorgt. Nach dem Formel-2-Rennen rammte ein Bergekran eine quer über die Strecke montierte Werbeinstallation.
Zuschauer konnten mitverfolgen, wie der Kran eines österreichischen Abschleppunternehmens, der seit vielen Jahren am Red-Bull-Ring mithilft, die Tafel einfach niederriss.
Das anschließende Porsche-Supercup-Rennen musste wegen der erforderlichen Arbeiten um mehr als eine halbe Stunde verschoben werden.
Alle Hintergründe könnt ihr hier nachlesen.
Fahrerparade
Zwei Stunden noch bis zum Start und in Spielberg hat gerade die Fahrerparade begonnen. Wer ein bisschen von der Atmosphäre am Red Bull Ring mitnehmen will, der kann sich die Parade hier kostenlos anschauen:
Ecclestone glaubt nicht an weiteren Hamilton-Titel
Gewinnt Lewis Hamilton noch einen achten WM-Titel? "Nein", antwortet der langjährige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ohne zu zögern, als er von Sky genau diese Frage gestellt bekommt.
Als Hamilton die Formel 1 dominierte, da habe es "nicht so viel Wettbewerb" gegeben, findet Ecclestone und erklärt, dass es Hamilton daher "etwas leichter" als heutzutage gehabt hätte.
"Er kann den Job noch immer erledigen", betont Ecclestone zwar. Aber ein achter WM-Titel sei noch einmal "eine komplett andere Geschichte".
Von: Ruben Zimmermann