Formel-1-Liveticker: Sprint und Qualifying in Katar
Katar-Samstag in der Analyse: Piastri dominiert mit Sprintsieg und Pole
Live-Gesamtwertung
Bericht
Liveticker
Feierabend
In Katar ist es wegen der Zeitverschiebung bereits kurz nach 01:00 Uhr in der Nacht, und damit sind wir an dieser Stelle auch am Ende unseren letzten "Super-Samstags" in der Saison 2025 angekommen.
Für euch geht es gleich wie versprochen noch weiter auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de mit der großen Videoanalyse zum Samstag in Doha mit Kevin Scheuren und Stefan Ehlen.
Rennstart morgen ist um 17:00 Uhr MEZ, und wir sind dann natürlich rechtzeitig wieder mit einem neuen Ticker für euch am Start. Viel Spaß nachher noch mit unserer Liveanalyse und bis dann!
Hadjar "Best of the Rest": Mehr war nicht drin
P6 heute für den Rookie, der erklärt: "Ich denke, wir haben wirklich das Maximum aus dem Auto herausgeholt, denn wir hätten nicht weiter vorne landen können. P6 war heute wirklich unser Maximum."
"Ich fand, dass sich das Auto gut fahren ließ, und ich habe in dieser Session ziemlich schnell das Limit erreicht. Von da an habe ich Runde für Runde nur noch kleine Schritte gemacht", berichtet er.
Teamkollege Liam Lawson schied derweil als Zwölfter in Q2 aus und erklärt: "Das Auto war an diesem Wochenende sehr empfindlich, aber es fühlte sich im Vergleich zu gestern viel besser an, sodass wir Q1 auf einem guten Platz beendet haben."
"Leider machen schon sehr kleine Änderungen das Auto schwierig zu fahren, sodass wir uns in Q2 kaum verbessern konnten", so Lawson, für den das Aus "frustrierend" war. Mal schauen, was im Rennen noch geht.
Stella: Dann machen wir den Champagner auf
Selbst wenn es morgen noch keinen neuen Weltmeister geben sollte, könnte bei McLaren der Champagner fließen. Dann nämlich, wenn sich zumindest Max Verstappen aus dem WM-Rennen verabschieden sollte.
"Ja, in diesem Fall würden wir jede Menge Champagner köpfen. Für uns als Team ist es immer das Ziel, sicherzustellen, dass der Titel zwischen Lando und Oscar entschieden wird", betont Andrea Stella.
Der Teamchef stellt aber auch klar: "Die Realität ist, dass wir mit einem sehr, sehr starken Gegner konfrontiert sind." Man wisse daher, dass es morgen "nicht leicht" werden wird.
Hamilton nach Q1-Aus den Tränen nahe
Im Interview mit F1 TV zeigte der Rekordweltmeister heute deutliche Emotionen, als er gefragt wurde, welche Message er seinen Millionen von Fans nach dem erneuten 18. Startplatz samt Q1-Aus auf den Weg geben wolle.
Auf die Frage folgt ein langes Schweigen mit Kopfschütteln, dabei steigen dem 40-Jährigen die Tränen in die Augen. "Im Moment habe ich keine richtige Botschaft. Es tut mir leid", so Hamilton.
"Aber ich bin unendlich dankbar für die Unterstützung, die ich das ganze Jahr über erfahren habe. Ohne sie hätte ich es nicht durch diese Saison geschafft", so der Ferrari-Pilot.
Die komplette Story findet ihr hier.
Pirelli: Gibt verschiedene Strategien
Weil es morgen zwei Pflichtboxenstopps gibt, befürchten viele, dass am Ende fast alle Fahrer die gleiche Strategie wählen werden. Mario Isola von Pirelli betont jedoch, dass es zumindest in der Theorie verschiedene Optionen gibt.
Am schnellsten geht es laut seiner Aussage mit der Variante Medium-Medium-Soft. "Medium-Hard-Soft ist auf dem Papier die zweitschnellste Taktik", so Isola. Und auch Hard-Medium-Soft sei möglich.
"Kurz gesagt, es liegen zahlreiche Optionen auf dem Tisch", betont er. Hoffen wir mal, dass am Ende nicht doch alle die gleiche wählen ...
Direktvergleich
In diesem Video gibt es die beiden Runden von Lando Norris und Oscar Piastri noch einmal im Direktvergleich. Spannend: Zu Beginn ist Norris noch auf Augenhöhe, erst gegen Mitte der Runde kann sich sein Teamkollege etwas absetzen.
Gasly in Q3: Große Fortschritte gemacht
Dass der Franzose es in Q3 schaffte, war eine der größten Überraschungen heute. "Ich muss sagen, dass ich mit dem Team sehr, sehr zufrieden bin. Wir haben einiges verändert", berichtet er, nachdem Alpine gestern noch Letzter war.
Er verrät: "Wir hatten gestern große Probleme mit Bouncing und einigen anderen Schwierigkeiten. Als wir heute Morgen im Sprintrennen aus der Boxengasse starteten, fühlte sich das Auto viel besser an."
"Und heute Abend war das Auto definitiv einen großen Schritt besser als gestern", freut er sich und erklärt, er habe viel Vertrauen gehabt und sei "einige gute Runden" gefahren. Am Ende wurde es P9.
Teamkollege Franco Colapinto hatte nichts davon, der wurde wieder 20. und Letzter.
Sainz: Sticker beschädigte das Auto
Es sah fast witzig aus, für Williams war es das aber nicht. Der Sticker sorgte nicht nur für die bereits erwähnte Geldstrafe, Carlos Sainz verrät zudem: "Der Aufkleber auf dem Garagenboden klebte an meinem Rad fest und beschädigte die Karosserie, als er sich löste."
"Aber trotzdem gelang mir beim letzten Versuch eine solide Runde und ich sicherte mir eine gute Startposition für morgen", so Sainz, der "happy" mit P7 ist und nach dem achten Platz im Sprint morgen weitere Punkte anpeilt.
Weniger gut lief es bei Alexander Albon, der nur 15. wurde. "Nach dem Sprint haben wir einige Änderungen an der Balance und der Abstimmung vorgenommen, wodurch sich das Auto im Qualifying besser anfühlte, was positiv zu bewerten ist", sagt er zwar.
Aber: "Letztendlich hatten wir heute einfach nicht genug Grip", verrät er und berichtet: "Ich bin ein bisschen herumgerutscht und hatte Mühe, die Reifen in Q2 ins richtige Fenster zu bringen." So wurde er dort Letzter.
Warum fuhr Norris am Ende nicht mehr?
Nachdem er seine letzte Q3-Runde gleich in Kurve 2 verlor, hätte er eigentlich noch genug Zeit für einen weiteren Umlauf danach gehabt. Warum startete er nach seiner abgebrochenen Runde also nicht noch einen Anlauf?
"Ich hatte kein Benzin mehr", verrät er. Ganz simple Erklärung.
Norris: Viel wird nicht passieren
Auch der McLaren-Pilot rechnet morgen nicht mit einem denkwürdigen Rennen. "Es gibt immer Chancen, aber ich glaube nicht, dass es ein Rennen voller Möglichkeiten sein wird", prophezeit er bei Sky.
"Hoffentlich irre ich mich, hoffentlich werde ich eines Besseren belehrt und es wird ein chaotisches Rennen", so Norris, der wegen der zwei Pflichtboxenstopps aber nicht so recht daran glaubt.
"Man gibt [in jedem Stint] Vollgas, und danach passiert eigentlich nichts mehr. Meine Chance ist also die erste Runde, Kurve 1, und dann werde ich sehen, was ich erreichen kann", so Norris.
Zu viel riskieren muss er allerdings sowieso nicht, denn er liegt in der WM ja noch immer 22 Punkte vor Piastri und sogar 25 Zähler vor Verstappen.
Alonso: Nicht mit Q3 gerechnet
Der Spanier erklärt nach P8: "Ich war ziemlich überrascht, dass wir heute Abend wieder um Q3 kämpfen konnten, und ich bin mit P8 zufrieden. Wir hatten nur vier Sätze neuer Soft-Reifen für das Qualifying."
"Also haben wir uns entschieden, sie alle in Q1 und Q2 zu verwenden, was bedeutete, dass wir am Ende in Q3 nur noch gebrauchte Reifen hatten", so Alonso, der dort trotzdem noch Pierre Gasly und Charles Leclerc hinter sich ließ.
Teamkollege Lance Stroll wurde 19. und Vorletzter und grübelt: "Ich habe das Gefühl, dass ich mit dem Grip am Limit bin und keine weitere Pace mehr herausholen kann. Ich habe mich im Auto ziemlich wohl gefühlt, aber die Rundenzeit will hier einfach nicht kommen."
"Ein frustrierender Tag", winkt er ab.
Bearman: Kostete falsche Strategie Q3?
Der Haas-Pilot berichtet nach P13: "Wir haben mit dem Auto fürs Qualifying einen großen Schritt gemacht, was positiv ist. Ich hatte ein viel besseres Gefühl als gestern um diese Zeit."
"Leider haben wir in Q2 meiner Meinung nach den falschen Ansatz gewählt. Ich bin am Ende zwei Runden gefahren, wobei ich im Nachhinein denke, dass die Reifen in der ersten Runde ihren Peak erreicht hatten", so Bearman.
Für Teamkollege Esteban Ocon war bereits in Q1 Feierabend. "Wir haben immer noch das grundlegende Problem, dass wir nicht mit mehr Frontflügel fahren können. Das Auto ist am Eingang immer noch sehr instabil, und ich habe weiterhin Schwierigkeiten beim Bremsen", berichtet er.
So geht es für Haas morgen von P13 und P16 ins Rennen.
Tsunoda versteht Q1-Aus nicht
Gestern noch Fünfter und vor Verstappen, heute raus in Q1. "Ich habe keine Ahnung, was passiert ist, denn die Runde war ziemlich ordentlich", wundert sich Tsunoda und sagt, er sei eigentlich eine ähnliche Runde wie gestern gefahren.
"Das Auto war so ziemlich dasselbe. Wir haben eine Sache geändert, aber das sollte keinen großen Einfluss haben. Ich habe keine Ahnung. Plötzlich habe ich den Grip oder das Tempo verloren", grübelt er.
Denn Fehler habe er auf seiner Runde nicht gemacht.
Geldstrafe für Williams
Das Team muss 5.000 Euro für den Vorfall in Q3 zahlen, der die rote Flagge auslöste. Hier das Urteil der Rennkommissare im Wortlaut:
"Das Team gab an, dass es diesen Bodenaufkleber seit der Mitte der Saison verwendet habe und bisher keine Probleme damit aufgetreten seien, dass er sich vom Boden löst."
"Dennoch ist das Team letztlich dafür verantwortlich sicherzustellen, dass das Fahrzeug nicht in einem unsicheren Zustand freigegeben wird. Videomaterial zeigte, dass der Fahrer erhebliche Schwierigkeiten hatte, das Fahrzeug zu kontrollieren."
"Daher kommen die Sportkommissare zu dem Schluss, dass eine unsichere Situation vorlag."
Keine Strafe gibt es derweil für einen Vorfall mit Alexander Albon in Q1. Da war eine mögliche unsichere Freigabe gegen Esteban Ocon untersucht worden. Letztendlich heißt es hier aber "No further action".
Wolff nicht zufrieden mit P4 und P5
George Russell verpasste die Top 3 dieses Mal, und Toto Wolff sagt bei Sky: "Der gute Teil ist, dass die Zeiten konkurrenzfähig waren". Trotzdem ärgere er sich, weil die Abstände so gering seien.
Tatsächlich fehlten Russell auf P4 lediglich 0,011 Sekunden auf Verstappen auf P3. Dadurch steht er nun auf der schlechteren Seite, was laut Wolff "nicht ideal" ist.
Im Hinblick auf das Rennen ergänzt er außerdem: "Alles hängt davon ab, wie man vom Start wegkommt. Dann glaube ich, kann man die Position halten oder ein gutes Ergebnis einfahren."
"Aber wenn man natürlich nach dem Start nicht vorne dabei ist, wird es ganz schwierig", so Wolff.
Hamilton: Auto besser, Ergebnis nicht
Nach seinem nächsten Q1-Aus erklärt der Ferrari-Pilot bei Sky: "Das Auto fühlte sich viel besser an. Das spiegelte sich nur nicht in den Zeiten wider." Er habe einfach die letzte Runde nicht hinbekommen.
Teamkollege Charles Leclerc schaffte es zwar in Q3, wurde dort aber Letzter und erklärt, dass von Unter- bis Übersteuern alles dabei gewesen sei. "Es war ein unglaublich schwieriges Wochenende", betont er.
Er habe genug damit zu tun, "das Auto auf der Strecke zu halten", berichtet er und ergänzt: "Es ist frustrierend, dass selbst bei maximalem Risiko und einer guten Runde immer noch nur P10 herauskommt."
Er stimme Hamilton zwar zu, dass sich das Auto "okay" anfühle. Die Performance sei aber einfach nicht da.
Red Bull: Was fürs Rennen Hoffnung macht
Helmut Marko sagt bei Sky, dass er mit P3 von Max Verstappen "zufrieden" sei. "Aber noch zufriedener sind wir mit der Zeitdifferenz. Wir waren das ganze Wochenende ungefähr eine halbe Sekunde hinter [McLaren], jetzt sind es nur noch zwei Zehntel", so Marko.
"Und wenn man dann berücksichtigt, dass wir mit der gelben und der weißen Mischung, also mit den härteren Mischungen, deutlich besser zurechtgekommen sind, daraus schöpfen wir die Hoffnung, dass wir im Rennen mitfahren können", betont er.
Zudem erinnert er daran, dass Verstappen morgen beim Start etwas mehr riskieren könne, weil er nichts zu verlieren habe. "Und wenn man weiß, dass da Max neben einem ist, dann werden die meisten Fahrer nervös", so Marko.
"Piastri hat hier sozusagen eine Auferstehung hingelegt. In diesem Sinn ist es für uns auch besser, dass der Piastri vorne ist. Ich meine, das wird hart werden, ganz klar. Und ich glaube, wir können uns auf ein sehr spannendes Rennen freuen", betont er.
Hoffen wir mal, dass er in Sachen Spannung recht hat.
Hülkenberg befürchtet nächsten Langweiler
Der Sprint war nicht gerade ein Klassiker. Und Nico Hülkenberg befürchtet, dass es morgen ganz ähnlich laufen wird. "Der Sprint war sehr, sehr statisch, sehr, sehr zäh. Ich glaube, das wird morgen eine Fortsetzung davon werden", sagt er bei Sky.
Der Reifenabbau sei zu gering, dazu gebe es die zwei Pflichtboxenstopps. "Also ich glaube, nach der ersten Runde ist da nicht allzu viel Spannung zu erwarten. Also besorgt euch irgendwie Popcorn oder irgendwas zum Entertainment nebenbei", grinst er.
Mit P11 heute im Qualifying ist er übrigens "schon zufrieden", betont er, sagt aber auch, dass es "zugleich natürlich ärgerlich" gewesen sei, Q3 um lediglich 0,003 Sekunden verpasst zu haben.
Verstappen: Noch immer "Einschränkungen"
Der Niederländer darf morgen nicht hinter Norris ins Ziel kommen, sonst war es das mit seiner WM-Chance. Zu seinem Pech funktioniert der Red Bull noch immer nicht so, wie er sich das vorstellt.
"Dieses Qualifying war etwas besser", sagt er nach P3 zwar. "Wir waren aber immer noch ziemlich weit entfernt", betont er auch und erklärt: "Ich fühlte mich besser, aber es gab immer noch einige Einschränkungen, die uns daran hinderten, noch mehr zu pushen."
"Aber zumindest sind wir auf P3, und das schafft bessere Möglichkeiten", so Verstappen. Gleichzeitig erinnert er aber auch daran, dass das Überholen hier schwierig sei. Der Start könnte also seine beste Chance sein.
Norris: Untersteuern in Kurve 2
Der Brite hat seine entscheidende Runde in Q3 nicht hinbekommen. Er berichtet: "Ich weiß nicht, ich hatte einfach ein bisschen Untersteuern und wäre fast von der Strecke abgekommen. Also musste ich [die Runde] abbrechen."
"Das war schade, aber so ist es nun mal", so Norris, der gesteht: "Oscar ist eine gute Runde gefahren. Er ist das ganze Wochenende über gut gefahren." Er könne sich daher nicht beschweren.
Er habe einfach seine Runde nicht hingebracht.
Übersicht Qualifying
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt dann auch das Qualifying in Katar und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal wieder in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende der Qualifikation geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Samstag.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
"Sprint-Weltmeister"
Übrigens: P4 vorhin hat Max Verstappen gereicht, um die inoffizielle "Sprint-WM" 2025 zu gewinnen. Mehr dazu in dieser Fotostrecke:
Fotostrecke: Die inoffizielle "Sprint-WM" der Formel 1 2025
Foto: Sutton Images
Shanghai 2025: Ferrari-Fahrer Lewis Hamilton bestimmt den ersten Sprint des Jahres von der Pole kommend und erzielt seinen ersten Formel-1-Sieg in Rot. Stand: Hamilton (8), Piastri (7), Verstappen (6), Russell (5), Leclerc (4), Tsunoda (3), Antonelli (2) und Norris (1).Brundle: Piastri bleibt Favorit
Nachdem der Australier bereits gestern die Pole und heute den Sprintsieg holte, sagt Experte Martin Brundle bei Sky: "Piastri sieht sehr souverän und schnell aus."
"Wir wissen, dass Oscar diese Strecke liebt, sein Fahrstil passt hierher, das Auto sieht gut aus", so Brundle, der aber auch Lando Norris noch nicht abschreiben will.
Es werde "ein engerer Kampf um die Poleposition als gestern", prophezeit er und betont: "Auch Verstappen und Russell darf man nie außer Acht lassen."
"Aber Piastri ist zweifellos der Mann, den es für den Rest des Wochenendes zu schlagen gilt", so Brundle.
Vorentscheidung im Qualifying?
Rechnet man die Sprints dazu, dann gab es seit der Sommerpause jetzt elf Rennen. Und bei diesen elf Rennen hat zehnmal der Pilot gewonnen, der von der Pole gestartet ist. Einzige Ausnahme: Vor einer Woche in Las Vegas siegte Max Verstappen von P2 aus.
Dazu kommt, dass ein Grand Prix in Katar noch nie von außerhalb der ersten Startreihe gewonnen wurde. Das zeigt, wie wichtig das Qualifying jetzt gleich wird.
Verstappen im McLaren schon Weltmeister? "Schwachsinn"
Lando Norris wehrt sich klar gegen eine Aussage von Max Verstappen. Dieser vertritt die Meinung, die Fahrer-WM 2025 wäre längst entschieden, hätte er ein ähnlich starkes Auto wie McLaren.
Der Brite nennt die These "Schwachsinn" - und sieht darin ein typisches Verhaltensmuster von Red Bull. "Das ist Red Bulls Art: diese aggressive Herangehensweise, oft ohne echte Grundlage", so Norris.
"Wir als Team konzentrieren uns auf uns selbst und versuchen, die Arbeit auf der Strecke zu erledigen", betont er.
Seine kompletten Aussagen findet ihr hier.
Stella: Gute Reaktion des Teams
Der McLaren-Teamchef betont, dass der heutige Sieg "eine starke Reaktion" nach der Doppel-Disqualifikation in Las Vegas gewesen sei. Diese Reaktion habe bereits abseits der Rennstrecke in der Vorbereitung begonnen.
"Ich muss sagen, ich bin sehr stolz", so Stella, der glaubt, dass man sogar "stärker" aus der Situation herausgekommen ist. Diese gute Reaktion habe man dann an diesem Wochenende auch auf die Strecke übertragen.
Zwar müsse man sich vor dem Qualifying noch in einigen Bereichen "verbessern", so der Teamchef. Insgesamt ist er aber ziemlich zufrieden.
Ferrari-Debakel: Auch bei Leclerc geht nichts
Von Lewis Hamilton haben wir ja eben schon eine erste Reaktion gehört. Und Charles Leclerc sagt bei Sky, dass sich das Auto auch für ihn heute "definitiv" noch einmal schlechter angefühlt habe.
"Ich habe keine Ahnung, wie das vom Qualifying bis heute passiert ist", so Leclerc. Denn sein Auto wurde ja gar nicht mehr umgebaut. Trotzdem habe "das Gefühl" sich "komplett" verändert, berichtet er.
Das Auto sei "extrem schwer zu fahren" gewesen, weshalb er gleich nach dem Start mehrere Plätze verlor. Hamilton selbst ergänzt noch einmal, dass auch er überhaupt keine Stabilität gehabt habe.
Das Auto rutsche viel, breche aus und habe auch Bouncing. Mitte der Kurve untersteuere es dann. "Es ist ein Kampf, wie man ihn sich kaum vorstellen kann", so Hamilton.
Wolff: Mercedes ist "schnell" in Katar
Der Mercedes-Teamchef resümiert bei Sky nach P2 von George Russell: "Pace war gut. Beide Autos schnell." Allerdings sei McLaren "im Moment" wohl noch etwas zu schnell für die Silberpfeile.
Zudem ärgert er sich etwas über die Strafe von Kimi Antonelli am Ende. "Weil wenn es eine weiße Linie gibt, dann muss man innerhalb von dieser weißen Linie bleiben. So sind die Regeln", so Wolff.
"Es ist ein Rookie-Fehler. [...] Da muss man die Augen aufmachen", kritisiert er. Durch die Strafe fiel Antonelli von P5 auf P6 zurück.
Verstappen: Noch immer große Probleme
Der Niederländer selbst erklärt nach dem Sprint bei Sky: "Bisher war es schwierig. Der Start war natürlich gut, und ich glaube, in den ersten drei Runden habe ich einfach etwas mehr gepusht als die Fahrer vor mir."
Trotzdem kam er nicht an Norris vorbei - und musste schließlich abreißen lassen. Er habe "die gleichen Probleme" wie im Qualifying bekommen, berichtet er und erklärt: "Das hat uns dann im Grunde auch daran gehindert, ihnen wirklich zu folgen."
Er sei sein "eigenes Rennen gefahren", so Verstappen, der betont: "Wir müssen versuchen, das Bouncing, Springen und Untersteuern in den langen Kurven generell zu beseitigen. Das ist immer noch ein großes Problem."
Auch Laurent Mekies spricht von "Schadensbegrenzung" im Sprint und erklärt, dass man sich für das Qualifying noch steigern und das Auto verbessern müsse.
Stella warnt vor Verstappen
Gestern hatte der Niederländer im Sprint-Qualifying Probleme, doch McLaren-Teamchef Andrea Stella warnt bei Sky, dass die Startaufstellung für das Hauptrennen erfahrungsgemäß ganz anders aussehen könnte.
So habe er neben George Russell eben auch Max Verstappen als Gegner auf dem Zettel. "Gestern, bis er das Auto in Q3 beschädigt hat, lag er im gleichen Zehntelsekundenbereich wie unser Auto", so Stella.
"Daher gehe ich davon aus, dass Verstappen um die Poleposition kämpfen wird", warnt er. Das Qualifying beginnt um 19:00 Uhr MEZ.
Hamilton: Auto war noch schlechter
Lewis Hamilton ist extra aus der Box gestartet, um das Auto noch einmal umbauen zu können. Offenbar hat man das Set-up dabei aber genau in die falsche Richtung geändert.
Nach dem Sprint sagte er am Funk: "Ich weiß nicht, wie wir das Auto schlechter gemacht haben." Im Qualifying hat er nachher dann noch einmal eine Chance.
Und viel schlechter kann es offenbar nicht mehr werden ...
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Norris hat es weiter in der Hand
In der WM ist Oscar Piastri durch seinen Sieg bis auf 22 Punkte an Lando Norris herangerückt. Max Verstappen hat einen Zähler verloren und liegt nun 25 Punkte hinter dem Briten.
Das heißt, dass sich an der Ausgangslage grundsätzlich nichts verändert hat: Norris ist weiterhin der einzige Fahrer, der aus eigener Kraft Weltmeister werden kann.
Zudem wird er morgen im Hauptrennen den ersten Matchball haben.
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt der Sprint in Katar und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach der Zieldurchfahrt geht es an dieser Stelle ganz regulär weiter.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Boxengasse offen
Noch 30 Minuten bis zum Start und damit öffnet jetzt die Boxengasse in Katar. Im Sprint geht alles etwas schneller, daher haben die Piloten jetzt lediglich fünf Minuten, um sich auf den Weg in die Startaufstellung zu machen.
Wer auf welchen Reifen fährt, das erfahren wir wie immer erst unmittelbar vor dem Start.
Droht die große Langweile?
Mehrere Piloten befürchten, dass sich der Sprint gleich bereits beim Start entscheiden könnte. Zumindest vorne im Feld gehen fast alle davon aus, dass das Überholen im Laufe der 19 Runden quasi unmöglich sein wird.
George Russell hat daher bereits vorgeschlagen, die einzige DRS-Zone für das Rennen noch einmal zu verlängern. Warten wir aber erst einmal ab, ob der Sprint wirklich so öde wie befürchtet wird.
F1-Academy: 2026 wieder eine deutsche Fahrerin
Gute Nachrichten gibt es von der F1-Academy, wo es 2025 keine deutsche Stammpilotin gab. Das ändert sich 2026, dann wird Mathilda Paatz nämlich dort für Aston Martin an den Start gehen. Die 17-Jährige absolvierte in diesem Jahr bereits einen Wildcard-Einsatz.
Sie selbst sagt: "Ich habe unglaublich hart dafür gearbeitet und konzentriere mich jetzt darauf, mich auf die kommende Saison vorzubereiten. Es gibt viel zu lernen, darunter auch mehrere neue Rennstrecken."
Trotzdem gehe sie "zuversichtlich" in ihre erste Saison als Stammfahrerin. Wir drücken natürlich die Daumen!
Nur 16 Autos im Grid
Noch etwas mehr als eine Stunde bis zum Sprint, bei dem dann lediglich 16 Autos im Grid stehen werden. Lance Stroll, Lewis Hamilton, Pierre Gasly und Franco Colapinto starten alle freiwillig aus der Box, weil ihr Auto noch einmal umgebaut wurde.
Die aktualisierte Startaufstellung findet ihr hier.
Von: Ruben Zimmermann