Formel-1-Liveticker: Sprint und Qualifying in Silverstone live!
Silverstone-Samstag in der Analyse: Antonelli dominiert, Gasly bestraft
Live-Gesamtwertung
Bericht
Liveticker
Feierabend
Wir sind hier am Ende des "Super-Samstags" angekommen, für euch geht es aber wie versprochen noch weiter mit der großen Videoanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de ab 22:00 Uhr.
Rennstart morgen ist dann um 16:00 Uhr MESZ und wir sind rechtzeitig wieder mit einer neuen Tickerausgabe für euch am Start. Habt noch einen schönen Abend, viel Spaß mit unserer Analyse und bis dann!
Sainz: So macht das keinen Spaß
Sportlich gibt es heute nicht viel zu Williams zu sagen. Das Team tritt wie erwartet auf der Stelle. Dafür hat Carlos Sainz relativ deutlich erklärt, dass Silverstone zumindest ihm mit den aktuellen Autos keinen Spaß macht.
"Man kann nicht behaupten, dass es Spaß macht, mit nur 500 PS durch Maggotts und Becketts zu fahren, im Vergleich zu den 1.000 PS, die wir letztes Jahr hatten", so der Spanier.
"Ich vermisse es einfach, zwischen Kurve 9 und 11 Gas zu geben, wieder auf 310 km/h zu beschleunigen und mit 310 in Maggotts und Becketts hineinzufahren, statt mit 270 bis 280, wie wir es derzeit tun", erklärt er.
"Ich glaube nicht, dass irgendein Fahrer das Gefühl hat, diese Autos seien besser oder auch nur annähernd so gut wie letztes Jahr. Hoffentlich wird es nächstes Jahr besser", so Sainz.
Geldstrafe für Racing Bulls
Das letzte Urteil des Tages ist inzwischen auch da. Die Racing Bulls müssen für die unsichere Freigabe von Arvid Lindblad in Q3 eine Geldstrafe in Höhe von 5.000 Euro zahlen. Eine sportliche Strafe gibt es nicht.
Deshalb darf das Team über P9 und P10 jubeln. "Insgesamt war es ein sehr positiver Tag", sagt Rookie Lindblad wenig überraschend. "Ich glaube, wir hatten wieder einmal das schnellste Auto im Mittelfeld", betont er zufrieden.
Da kann man auch die Geldstrafe verschmerzen.
Neues Problem bei Haas
Bei Haas ging heute wieder nicht viel - dieses Mal aber mit einem anderen Problem als zuvor. Laut Oliver Bearman war P14 im Qualifying das absolute Maximum, denn: "Das Auto war unglaublich schwierig zu fahren."
"Die High-Speed-Bereiche waren nicht die größte Herausforderung. Ich habe vor allem bei Einfahrten mit niedriger und mittlerer Geschwindigkeit Probleme", berichtet er.
"Das ist ein anderes Problem als das, womit wir bisher zu kämpfen hatten, und wir haben nach dem Sprint einige Untersuchungen durchgeführt, um etwas mehr Abtrieb am Auto zu erzielen. Aber es sieht nicht so aus, als hätte das funktioniert", grübelt er.
Teamkollege Ocon schied sogar bereits in Q1 aus - ist aber kurioserweise zufriedener als Bearman. "Das Auto lag sehr gut, der Hinterradgrip war deutlich besser, und wir konnten den Hochgeschwindigkeitsabschnitt recht ordentlich bewältigen", berichtet er.
Doch wegen der gelben Flagge schaffte er es dann nicht in Q2.
Pirelli rechnet mit einem Stopp
Zur Abwechselung sieht es morgen mal wieder nach einem Einstopprennen aus. Dario Marrafuschi von Pirelli erklärt: "Alle an diesem Wochenende verfügbaren Reifenmischungen haben sich als sinnvolle Optionen für die Gestaltung der Rennstrategien morgen erwiesen."
"Der heute verzeichnete Reifenverschleiß war insgesamt geringer als erwartet, was wahrscheinlich auch daran liegt, wie die aktuellen Fahrzeuge auf dieser Rennstrecke die Energie managen", so der Italiener.
"Aus diesem Grund ist die Einstoppstrategie unseren Simulationen zufolge etwa 13 Sekunden schneller als eine Zweistoppstrategie", verrät er.
Die schnellste Strategie ist dabei auf dem Papier die Variante Medium-Hard. Medium-Soft mit einem späteren Stopp könnte aber laut Marrafuschi ebenfalls möglich sein.
F1 Academy: Sieg für Felbermayr
Grund zur Freude gibt es für Audi in der F1 Academy. Da hat die Österreicherin Emma Felbermayr eben ihren zweiten Saisonsieg geholt. Mathilda Paatz aus Deutschland kam nicht über P16 hinaus.
Wildcard Chiara Bättig aus der Schweiz landete im Rennen mit umgekehrter Startaufstellung auf P8. Sie wird morgen von der Pole aus ins zweite Rennen am Wochenende starten.
Gasly nachträglich bestraft
Weniger Glück hat Pierre Gasly. Er muss in der Startaufstellung drei Plätze zurück, weil er Lance Stroll in Q1 einmal aufgehalten hat. Damit fällt er von P12 auf P15 zurück, alle Piloten dahinter rücken eine Position vor.
Die aktualisierte Startaufstellung findet ihr hier.
Keine Strafe für Ocon
Das erste Urteil ist da. Esteban Ocon bekommt für die Gelb-Situation in Q1 keine nachträgliche Strafe. Hier die Begründung der Rennkommissare im Wortlaut:
"Der Fahrer erklärte, dass er vor Kurve 10 weiter vorne weißen Rauch beobachtet habe und daher bereits damit gerechnet habe, dass eine gelbe oder möglicherweise eine rote Flagge gezeigt werden könnte."
"Er sah die gelbe Lichtaanzeige auf der rechten Seite kurz vor Kurve 12 und reagierte darauf, indem er früher als in einer vergleichbaren repräsentativen Runde vom Gas ging und das Gaspedal länger nicht betätigte."
"Die Telemetriedaten bestätigten, dass der Fahrer früher vom Gas ging, einen höheren Bremsdruck ausübte als in seiner vergleichbaren schnellen Runde (Runde 6) und im relevanten Gelbflaggen-Sektor eine erkennbare Geschwindigkeitsverringerung im Vergleich zu dieser repräsentativen Runde unter ähnlichen Bedingungen zeigte."
Daher gab es keine Strafe - ähnlich wie bei George Russell in Spielberg.
Audi: Getriebeproblem bei Bortoleto
Der Brasilianer verpasste Q3 als Elfter lediglich um 0,032 Sekunden. Dabei hätte er in Q1 zunächst fast gar nicht fahren können. "Zu Beginn von Q1 hatten wir ein kleines Problem mit dem Getriebe", berichtet er. Das konnte das Team rechtzeitig beheben.
"In Q2 habe ich in Kurve 6 einen Fehler gemacht, der mich ziemlich viel Zeit gekostet hat, und damit war es für mich vorbei", ärgert er sich. Denn er glaubt, "dass heute ein Einzug ins Q3 möglich gewesen wäre."
Trotzdem ist er "mit unserer Endplatzierung recht zufrieden", betont er.
Colapinto versteht Abflug nicht
Der Argentinier flog überraschend in Q1 raus. Nach einem Dreher war Feierabend für ihn. Er erklärt: "Warum ich das Auto verloren habe, verstehe ich ehrlich gesagt nicht so recht."
"Ich habe dasselbe gemacht wie zuvor, aber das Heck war schon sehr, sehr früh in der Kurve völlig außer Kontrolle", berichtet er.
Das sei "ein bisschen enttäuschend, denn das Auto fühlte sich etwas besser an als zuvor und als im Sprint-Qualifying", so Colapinto.
Seinen Abflug gibt es hier noch einmal im Video:
Hadjar: Mehr war nicht drin
Der Franzose landete zwei Plätze vor Max Verstappen - was man erst einmal schaffen muss. Wenig überraschend erklärt er daher, dass P5 heute das Maximum für Red Bull gewesen sei.
"Ich fühle mich wohl in meinem Auto, nur fehlt uns überall ein bisschen Tempo", berichtet er. Man habe beim Deployment "einen viel besseren Job" als an den vergangenen Wochenende gemacht, so Hadjar.
Aber insgesamt reicht es für die Bullen eben einfach noch nicht, um ganz vorne anzugreifen.
Auch Russell fehlt Topspeed
Auch der Brite zählt nach P4 eher zu den Verlierern der Qualifikation. Bei Sky sagt er über seinen Q1-Abflug: "Ich fahre hier schon seit zwölf Jahren Rennen und habe in dieser Kurve noch nie die Reifen blockiert."
"Wir haben ein paar Änderungen am Set-up vorgenommen. Die waren wahrscheinlich extremer, als wir dachten. Ich weiß nicht, was passiert ist, aber es war seltsam", grübelt er.
Davon abgesehen berichtet er: "Das ganze Wochenende über hatten wir Probleme mit der Geschwindigkeit auf den Geraden." Er sei dort langsamer als die anderen Mercedes-Autos, berichtet er.
Den Grund dafür kenne man nicht. Und wenn man das im Rennen nicht lösen könne, dann habe er morgen keine Siegchance, fürchtet er.
F1 Academy live
Falls ihr noch Lust auf ein bisschen Racing am Abend habt, könnt ihr euch hier kostenlos das erste Rennen der F1 Academy ansehen, das gerade in Silverstone läuft:
"Peinlich": Verstappen schonungslos nach P7
Kein gutes Haar an der eigenen Red-Bull-Leistung lässt Max Verstappen nach P7. Bei Sky erklärt er: "Die Balance im Auto war schlecht, aber auch die Gerade auf meiner Seite von der Garage."
Er habe keinen Topspeed gehabt, "und dann verbrauchst du natürlich auch mehr die Batterie in der Runde. Und dann im letzten Sektor hast du eigentlich keine Batterie mehr", erklärt er.
"Und da verlierst du natürlich auch viel Zeit damit", so Verstappen, der schonungslos sagt: "Das ist peinlich, schlecht. [...] Wenn wir so ins Rennen reingehen, dann hat das eigentlich nicht viel Sinn."
Hülkenberg "nicht zufrieden" mit P13
Auch der Deutsche ist heute nicht happy und erklärt bei Sky, dass er "nicht zufrieden" sei. "Q1 lief gut, im Q2 lief es dann nicht mehr gut. Irgendwie ein bisschen den Faden verloren, keine sauberen Runs gehabt", berichtet er.
"Der letzte Run war ein bisschen komisch, weil das Auto, das direkt vor mir war, ist auf einmal in die Box gefahren. Und dann hatte ich niemanden mehr vor mir", so Hülkenberg.
"Auf der Runde habe ich auf der Graden ziemlich viel verloren", erklärt er, "weil natürlich dann irgendwo dieser indirekte Windschatten ein bisschen fehlt."
"Das war ein bisschen komisch und unerwartet, was auch gekostet hat und nicht ideal war. Insgesamt war das Q2 nichts", winkt er ab.
McLaren: Uns fehlt die Effizienz
Lando Norris erklärt nach P6 im Qualifying bei Sky: "Wir verlieren in den Kurven, und auch auf den Geraden verlieren wir ziemlich viel. Aber das ist einfach eine Frage der Effizienz. Es geht darum, dieses Auto und seine Fahrdynamik zu verstehen."
"Die beiden Teams, die das besser verstehen als alle anderen - Ferrari und Mercedes -, liegen weit vorne", so Norris, der selbstkritisch erklärt: "Wir wissen, dass wir noch nicht gut genug sind, aber die Jungs und Mädels geben ihr Bestes."
Leicht wird es aber nicht, denn: "Wir müssen acht Zehntel aufholen", so Norris, dem heute 0,766 Sekunden auf die Pole fehlten. "Wir müssen das Auto jetzt verstehen und so schnell wie möglich neue Teile bringen", fordert er.
Teamkollege Oscar Piastri ergänzt nach P8: "Wir hatten einfach große Probleme mit dem Grip am Heck. Wir dachten, wir hätten für das Qualifying einige ziemlich sinnvolle Änderungen vorgenommen."
"Aber die hatten wohl einfach nicht ganz die Wirkung, die wir uns erhofft hatten", so Piastri.
Wolff: Antonelli "in einer eigenen Liga"
Der Mercedes-Teamchef ist wieder einmal begeistert vom 19-Jährigen und jubelt bei Sky: "Kimi wieder in einer eigenen Liga, muss ich sagen. Dass er es dann auf eine Runde so hinbringt, ist beeindruckend, wirklich beeindruckend."
"Was George betrifft, ist das Wochenende wieder so ein bisschen durchwachsen. Und deswegen ist für mich P4 am Ende Schadensbegrenzung. Von P4 kann man das Rennen gewinnen, von P4 kann man aufs Podium fahren", so Wolff.
Das Russell-Ergebnis sei daher "nicht so schlecht", betont er. Doch für die Highlights sorgte heute eindeutig der Teamkollege.
Antonelli: Druck im letzten Run
Der Polesitter gesteht, dass er am Ende "ein bisschen gestresst" war, "weil ich beim letzten Run nie gerne als Erste auf die Strecke gehe", erklärt er.
Zufrieden betont er jedoch: "Die letzte Runde war sehr sauber. Ich muss ehrlich sagen, da hat einfach alles gepasst. Der Wind hat es sehr schwierig gemacht, weil er sehr böig und unberechenbar war."
Daher sei es "sehr befriedigend", die Pole geholt zu haben. Experte Jenson Button lobt bei Sky: "Das war großartig, wirklich beeindruckend. Man hat das Gefühl, dass ihn nichts aus der Ruhe bringt."
Ferrari setzt auf Strategie
Lewis Hamilton glaubt nicht, dass Ferrari das Rennen morgen mit der reinen Pace gewinnen kann. Er erklärt: "Wir hatten einfach nicht das Tempo von Mercedes, was schon seit einiger Zeit so ist."
"Es ist auf jeden Fall toll, dass wir beide hier sind. Ob wir mit Kimi voll mithalten können, wird sich zeigen, aber hoffentlich können wir mit der Strategie spielen und als Team zusammenarbeiten, um zu versuchen, sie zu schlagen."
Teamkollege Charles Leclerc sagt nach P2: "Ich bin zufrieden. Es waren ein paar harte Rennen, bei denen das Gefühl nicht ganz stimmte und ich Mühe hatte, alles unter einen Hut zu bringen."
Heute habe er endlich mal wieder ein gutes Gefühl gehabt. "Aber gleichzeitig weiß ich, wie schwer es mir in letzter Zeit gefallen ist, konstant zu bleiben. Es ist also erst der Anfang, aber ein guter Schritt in die richtige Richtung", so der Monegasse.
Mehrere Untersuchungen
Nach dem Qualifying gibt es noch drei Untersuchungen. Einmal muss sich Pierre Gasly bei den Rennkommissaren verantworten, weil er Lance Stroll in Q1 im Weg gestanden haben soll.
Dann soll Esteban Ocon ebenfalls in Q1 gelbe Flaggen missachtet haben, und schließlich wird noch eine unsichere Lindblad-Freigabe bei den Racing Bulls untersucht.
Sollte es hier noch Strafen geben, dann erfahrt ihr das in den kommenden Stunden natürlich bei uns.
Übersicht Qualifying
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt das Qualifying in Silverstone und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal wieder in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende der Qualifikation geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Samstag.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Perez vs. Alonso ...
... im Sprint könnt ihr euch jetzt hier auch noch einmal im Video ansehen. Danach legen wir dann unseren vollen Fokus auf das Qualifying, das in 20 Minuten beginnt.
Brundle: Antonelli jetzt WM-Favorit
Experte Martin Brundle erklärt bei Sky, dass der Sprint vorhin noch einmal unterstrichen habe, warum Kimi Antonelli jetzt der große WM-Favorit in dieser Saison ist.
"Kimi hat im Sprint seinen Verstand eingesetzt. Das zeugt von einer Reife, die weit über sein Alter hinausgeht", lobt der ehemalige Formel-1-Pilot.
"Er ist zweifellos der Fahrer, den es in dieser Meisterschaft zu schlagen gilt", so Brundle. George Russell dagegen rät er: "George muss einfach einen kühlen Kopf bewahren."
"Er hält sich dank seiner Erfahrung und seines Gespürs im Rennen, nicht dank seiner reinen Geschwindigkeit", sagt er und erklärt: "Er muss irgendwo Zeit finden, vor allem in den längeren Stints."
"Aber damit tut er sich schwer. Wir haben mittlerweile mehr als ein Drittel der Saison hinter uns, und er hat noch keine Antwort gefunden", so Brundle.
Formel 2: Nächster Sieg für Red-Bull-Junior
Das Sprintrennen in der Formel 2 hat eben Red-Bull-Junior Nikola Tsolov gewonnen. Der Bulgare holte damit bereits seinen fünften Sieg in dieser Saison.
In der letzten Rennrunde schnappte er Alpines Gabriele Mini den Sieg noch weg - und holte sich damit auch die Führung in der Meisterschaft.
Oliver Goethe verpasste die Punkte als 16. nach einem bislang schwierigen Wochenende.
Die Szene ...
... zwischen Hadjar und Lawson könnt ihr euch hier übrigens noch einmal im Video ansehen:
Hülkenberg verliert P13
Eine Strafe gab es dafür noch gegen Nico Hülkenberg, weil sich der Deutsche abseits der Strecke einen Vorteil gegen Esteban Ocon verschafft hat. Dafür gab es fünf Strafsekunden, die Hülkenberg von P13 auf P15 zurückwerfen. Auch hier das Urteil im Wortlaut:
"In Runde 1 verteidigte Wagen 27 in Kurve 9 seine Position gegen Wagen 31. Dabei fuhr Wagen 27 mit etwas höherer Geschwindigkeit in die Kurve als in vergleichbaren Runden und kam am Ausgang von Kurve 9 von der Strecke ab."
"Wagen 27 gab die Position nach dem Abkommen von der Strecke nicht ab, obwohl Wagen 31 ihn eine Runde später in einem regelkonformen Überholmanöver überholte. Der Fahrer von Auto 27 erklärte, dass Auto 31 beim Einlenken einen Überholversuch auf der Innenseite unternahm und er versucht habe, eine Kollision zu vermeiden und Auto 31 Platz zu lassen."
"Die Rennkommissare erkennen an, dass die Vermeidung eines Kontakts mit Auto 31 ein relevanter Faktor war, und berücksichtigen dies als mildernden Umstand. Nach Prüfung der Beweislage stellen die Rennkommissare jedoch fest, dass Auto 27 mit überhöhter Geschwindigkeit in die Kurve fuhr und dass dies der Hauptgrund dafür war, dass das Auto die Strecke verließ."
"Die Rennkommissare stellen daher fest, dass Auto 27 die Strecke verließ und sich einen dauerhaften Vorteil verschaffte, indem es seine Position behielt. Angesichts des mildernden Umstands, dass der Fahrer zudem versuchte, eine Kollision mit Fahrzeug 31 zu vermeiden, verhängen die Rennkommissare eine Zeitstrafe von fünf Sekunden."
Das aktualisierte Ergebnis findet ihr hier.
Keine Strafe für Lawson
Liam Lawson darf den letzten Punkt im Sprint behalten. Er hat für die Aktion gegen Isack Hadjar lediglich eine Verwarnung bekommen. Hier das Urteil der Rennkommissare im Wortlaut:
"Der Vorfall betraf das defensive Manöver von Wagen 30 im Anfahrbereich zur Kurve 15 in Runde 16, als er seine Position gegen Wagen 6 verteidigte."
"Der Fahrer von Wagen 30 gab an, dass er zum maßgeblichen Zeitpunkt noch Vollgas gegeben habe und noch nicht mit dem Bremsen begonnen habe, und dass die Bewegung des Wagens Teil der Verzögerung und der Vorbereitung auf die Kurve gewesen sei und keine Bewegung während des Bremsvorgangs."
"Der Fahrer von Wagen 6 erklärte, dass das Manöver von Wagen 30 zwar abrupt gewesen sei, aber dennoch ausreichend Platz gelassen worden sei und eine Berührung vermieden worden sei. Seiner Ansicht nach rechtfertigte der Vorfall keine Strafe. Er verwies zudem darauf, dass sich die beiden Wagen auf unterschiedlichen Energieleveln befanden, was die Beurteilung der Annäherungsgeschwindigkeit erschwerte."
"Die Rennkommissare erkennen an, dass es sich nicht um eine wesentliche Richtungsänderung handelte, nachdem die Bremsphase eindeutig begonnen hatte, und erkennen ebenfalls an, dass Wagen 30 Wagen 6 ausreichend Platz gelassen hat, um sicherzustellen, dass es zu keinem Kontakt kam."
"Die Rennkommissare erkennen zudem an, dass die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der beiden Wagen es dem Fahrer von Wagen 30 erschwerten, die Annäherungsgeschwindigkeit in die Kurve einzuschätzen."
"Die Rennkommissare waren jedoch der Ansicht, dass das defensive Manöver von Wagen 30 so spät und abrupt erfolgte, dass es eine formelle Verwarnung rechtfertigte. Obwohl die Rennkommissare nicht davon überzeugt waren, dass die Umstände eine strengere Strafe rechtfertigten, waren sie der Ansicht, dass das Manöver geringfügig über die Grenze dessen hinausging, was bei der Verteidigung in einer Kurve akzeptabel ist."
"Dementsprechend verhängen die Rennkommissare eine Verwarnung gegen den Fahrer von Wagen 30."
Schaden bei Piastri
Nicht nur der Cadillac von Sergio Perez wurde zu Beginn des Sprints beschädigt. McLaren-Boss Zak Brown verrät bei Sky: "Oscar hat sich dort einen kleinen Schaden eingehandelt."
Ins Detail geht er nicht, aber davon abgesehen ist er mit dem Sprint zufrieden. Er betont jedoch auch: "Wir haben etwas an Tempo zugelegt, aber Kimi und Lewis waren immer noch eine Klasse für sich."
Mal schauen, wie das nachher im Qualifying aussieht. In weniger als zwei Stunden geht es bereits weiter in Silverstone.
Warum Perez bestraft wurde
Der Mexikaner wurde heute Letzter und bekam zudem noch eine Zehn-Sekunden-Strafe. Die Rennkommissare erklären dazu:
"Auto 11 [Perez] versuchte, Auto 14 [Alonso] auf der Innenseite von Kurve 3 zu überholen. Allerdings hatte Auto 11 seine Vorderachse vor und am Scheitelpunkt der Kurve nicht mindestens auf Höhe des Außenspiegels von Auto 14 positioniert."
"Auto 11 berührte die rechte Hinterseite von Auto 14, wodurch Auto 14 sich drehte. Die Rennkommissare stellten fest, dass Auto 11 die alleinige Schuld an der Kollision trug, und verhängten daher die übliche Zehn-Sekunden-Zeitstrafe."
Foto: LAT Images
Leclerc: Andere Strategie bei der Energie
Der Monegasse glaubt, dass das Rennen phasenweise auch deshalb so chaotisch war, weil alle Teams ihre Energie unterschiedlich eingesetzt haben. "Es war sehr seltsam", berichtet der Ferrari-Pilot bei Viaplay.
Eigentlich habe es "seit Anfang des Jahres" eine Konvergenz beim Deployment gegeben, berichtet er. "Heute hat jeder etwas völlig anderes gemacht. Das machte es etwas schwierig, den Kampf einzuschätzen und zu verstehen", erklärt er.
Zu seinem eigenen Rennen sagt er noch, dass er einen "sehr, sehr schlechten Start" gehabt habe. "Wir haben dort drei Plätze verloren, und danach war es ziemlich schwer, wieder aufzuholen", so Leclerc.
Piastri: Erste Runde war "gefährlich"
Die erste Runde war für die Fans spektakulär, doch Oscar Piastri hatte im Auto keinen so großen Spaß. "Runde 1 war in Sachen Energieverbrauch das reinste Chaos. Um ehrlich zu sein, war es an manchen Stellen ziemlich gefährlich", berichtet er.
Bei Sky präzisiert er: "Meistens versuchst du einfach nur, nicht auf andere von hinten aufzufahren." Er geht davon aus, dass es morgen im Rennen ebenfalls wieder "chaotisch" werden wird.
Hadjar versteht Startprobleme nicht
Der Franzose verlor auch heute wieder zahlreiche Positionen beim Start. Gegenüber Viaplay sagt er: "Wir verstehen das einfach nicht. Es macht keinen Sinn, zu einem Rennen zu fahren, wenn man weiß, dass man sofort vier Plätze verliert."
"In meinem Fall habe ich sogar noch mehr verloren. Das ist jedes Mal wieder schockierend", so Hadjar, der auf Nachfrage noch einmal betont, dass er keine Ahnung habe, warum das so sei.
"Sonst hätte ich diese Probleme ja nicht. Letztes Jahr hatte ich bei 24 Starts 24 gute Starts. Jetzt, mit diesen neuen Vorschriften und dem Motor, scheinen wir das nicht zu verstehen", zuckt er die Schultern.
Norris: Spritsparen sorgt für Ärger
Der Weltmeister ist mit P3 zufrieden, ärgert sich aber darüber, dass er am Ende etwas vom Gas gehen musste, um Sprit zu sparen. "Wir mussten das Tempo ein wenig drosseln, weil wir Benzin sparen mussten", bestätigt Andrea Stella bei Sky.
Das sei bereits "das zweite Mal in Folge" passiert, gesteht der Teamchef und betont: "Das ist nicht gut genug, wir müssen als Team besser werden." Letztendlich habe Norris P3 aber trotzdem "auf brillante Art" gehalten.
Verstappen: Höherer Reifenverschleiß
Der Niederländer kämpfte lange mit um eine bessere Position, wurde am Ende aber nur Sechster und erklärt bei Sky, dass er unter dem Strich einfach "zu langsam" gewesen sei.
"Wir hatten mehr Reifenverschleiß als die Autos um mich herum und wurden vor allem bei hohen Geschwindigkeiten auseinandergenommen. Ich konnte einfach nicht mit ihnen mithalten", so Verstappen.
Beim Versuch sei er dann ins Rutschen gekommen - und habe die Reifen dadurch noch mehr ruiniert. Zu seinem schlechten Start sagt er bei Viaplay zudem, dass er einfach Wheelspin gehabt habe.
Russell: P3 am Anfang verloren
Der Brite sagt nach P4 bei Sky: "Wenn ich nach der ersten Runde den dritten Platz hätte halten können, dann hätte ich das Rennen wohl problemlos auf P3 beendet." Denn eigentlich habe er eine etwas bessere Rennpace gehabt.
Daher habe auch das Qualifying gestern eine Rolle spielt. "Das Qualifying ist meiner Meinung nach entscheidend. Wenn ich ein paar Plätze weiter vorne gestanden hätte, wäre es ein ganz anderes Rennen geworden", so Russell.
Schauen wir also mal, ob er das Qualifying nachher besser hinbekommt.
Norris: Hamilton und Antonelli zu schnell
Der Weltmeister hatte einen guten Sprint und fuhr bis auf P3 nach vorne. Gegen Hamilton und Antonelli war er aber chancenlos. "Das war ein sehr gutes Rennen. Ich bin sehr, sehr glücklich", betont er.
"Ich hatte zwar nicht das Tempo, um mit diesen beiden mitzuhalten, aber ich habe einen guten Kampf mit George und den anderen hinter mir geliefert", erklärt Norris.
Er sei "angenehm überrascht" vom Ergebnis, sagt er, "aber es war ja nur der Sprint, und jetzt müssen wir das Ganze noch einmal machen", betont er im Hinblick auf den Grand Prix am Sonntag.
Antonelli: Overtake-Modus machte den Unterschied
Der Sprintsieger sagt über sein entscheidendes Überholmanöver gegen Lewis Hamilton: "Als ich den Überholmodus bekam, wusste ich, dass sich mir bald eine Chance bieten würde."
Und auch Hamilton auf der anderen Seite betont, sobald Antonelli innerhalb des Sekundenfensters gewesen sei, "wusste ich, dass das kommen würde".
"Die ersten zehn Runden mit Lewis haben richtig Spaß gemacht. Wir haben beide alles gegeben", so Antonelli. Nachdem er einmal vorbei war, konnte der Ferrari dann aber nicht mehr kontern.
Untersuchung gegen Lawson
Das Ergebnis im Sprint steht noch unter Vorbehalt. Gegen Liam Lawson läuft eine Untersuchung, weil er im Duell mit Isack Hadjar einmal die Spur in der Bremsphase gewechselt haben soll. Das ist verboten. Wir behalten die Untersuchung natürlich im Auge.
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