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Formel-1-Kalender: Wird Bahrain oder Saudi-Arabien nachgeholt?

Während Rechteinhaber Liberty Media seine Ergebnisse aus dem ersten Quartal 2026 vorlegt, äußern sich die Serienchefs zum aktuellen Kalenderproblem der Formel 1

Liberty bestätigt: Bahrain oder Saudi-Arabien könnte nachgeholt werden

Kann die Formel 1 in diesem Jahr doch noch in Saudi-Arabien fahren?

Foto: LAT Images

Liberty-Media-CEO Derek Chang hat verraten, dass die Formel-1-Verantwortlichen "Überstunden" machen, um Notfallpläne für die Rennen im Nahen Osten zu entwickeln. Verschiedene Optionen liegen auf dem Tisch, abhängig vom weiteren Kriegsverlauf im Iran.

Die Formel 1 war gezwungen, im April die beiden Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien infolge des Kriegs in der Region abzusagen, während weitere Unsicherheiten über der endgültigen Gestaltung des Formel-1-Kalenders 2026 schweben.

Die Lage im Nahen Osten hat die Formel 1 dazu veranlasst, verschiedene Notfallpläne zu entwickeln, je nachdem, wann und wie der Konflikt gelöst wird.

Im optimalen Szenario könnte entweder Bahrain oder Dschidda wieder in den Kalender aufgenommen werden, wobei das freie Wochenende zwischen den Läufen in Baku im September und Singapur die einzige realistische Option ohne weitere Störungen des Kalenders darstellt.

Da Abu Dhabi vertraglich als Saisonfinale am 6. Dezember festgelegt ist, könnte die Formel 1 andernfalls den Grand Prix dort um ein Wochenende verschieben, um ein Rennen zwischen Katar und dem Event in Yas Marina einzuschieben.

Das würde jedoch zusammen mit Las Vegas erstmalig einen "Quadrupel-Header" schaffen und eine ohnehin schon anstrengende Phase am Ende des Jahres noch härter machen.

Formel 1 will "Spekulationen vermeiden"

All das basiert auf dem bestmöglichen Ausgang im Iran. Da jedoch kaum eine klare Strategie der beteiligten Parteien erkennbar ist, muss die Formel 1 auch ein Worst-Case-Szenario berücksichtigen, in dem die Rennen in Katar und Abu Dhabi zunehmend infrage gestellt werden, je länger der Konflikt andauert.

"Wir werden umsichtig vorgehen und den Kalender in diesem Jahr kontinuierlich bewerten. Es könnte möglich sein, ein Rennen gegen Ende der Saison neu anzusetzen", so Chang im Gespräch mit Wall-Street-Analysten zu den Finanzergebnissen von Liberty Media im ersten Quartal 2026.

"Wir prüfen alle verschiedenen Alternativen und versuchen, rechtzeitig Entscheidungen zu treffen, die uns möglichst viel Vorlaufzeit geben, falls wir Änderungen vornehmen müssen. Aber ich überlasse Stefano die Details, da er und sein Team Überstunden machen, um Schritt zu halten", betont er.

Formel-1-Boss Stefano Domenicali selbst ergänzt, dass er nicht über mögliche Lösungen spekulieren wolle, versichert den Investoren jedoch, dass verschiedene Pläne bereitliegen, abhängig von der weiteren Entwicklung, mit klar definierten Stichtagen für Entscheidungen.

"Um Spekulationen zu vermeiden, kann ich nur sagen, dass wir Pläne haben, die wir hoffentlich nicht anwenden müssen, weil wir wirklich hoffen, dass sich die Situation für die Welt, nicht nur für den Rennsport, wieder normalisiert", erklärt Domenicali.

"Natürlich haben wir Pläne. Die Vorlaufzeit oder der Stichtag unterscheidet sich je nachdem, ob wir das, was im April nicht stattfinden konnte, nachholen können oder was möglicherweise Ende November, Anfang Dezember passieren könnte oder nicht."

"Wir stimmen uns selbstverständlich mit den Teams und den Veranstaltern ab, da dies eine große Kettenreaktion auslöst. Zu gegebener Zeit werden wir alle informieren", kündigt Domenicali an.

Formel 1 steigert Umsatz um 53 Prozent

Liberty Media gab zudem bekannt, dass der Umsatz der Formel 1 im ersten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 53 Prozent auf 617 Millionen US-Dollar gestiegen ist, gegenüber 403 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Das operative Ergebnis der Formel 1 stieg auf 107 Millionen Dollar, mit einem operativen Kernergebnis (OIBDA) von 172 Millionen Dollar. Die Zahlen für Q1 wurden jedoch dadurch verzerrt, dass in diesem Jahr drei Grands Prix im ersten Quartal stattfanden, darunter Japan, im Vergleich zu zwei im Jahr 2025.

Gleichzeitig hat die Formel 1 ihre Einnahmen durch neue Sponsorenverträge gesteigert, darunter Standard Chartered, und zeigt sich optimistisch hinsichtlich steigender Erlöse durch den erweiterten Paddock Club und andere Hospitality-Angebote.

Die Einnahmen im zweiten Quartal werden dagegen durch das Fehlen der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien beeinträchtigt, da in diesem Quartal nur fünf Rennen stattfinden, verglichen mit neun im Vorjahr.

"Liberty Media ist stark ins Jahr 2026 gestartet, mit anhaltender Dynamik in der Formel 1 und der Umsetzung unserer langfristigen Strategie für die MotoGP", betont Chang.

"Die Formel 1 zeigt weiterhin die Stärke ihrer globalen Plattform, mit wachsenden Zuschauerzahlen und zunehmender Fanbindung, die eine robuste Nachfrage in allen kommerziellen Bereichen antreiben."

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