Formel-1-Liveticker: Ecclestone hat "Crashgate" vertuscht!
Live-Gesamtwertung
Bericht
Liveticker
Fortsetzung folgt ...
... so viel steht fest. Denn in dieser Sache ist das letzte Wort garantiert noch nicht gesprochen. Wir bleiben auf jeden Fall dran und legen euch in Kürze einen ausführlichen Bericht zum Ecclestone-Interview und den neuen Massa-Aussagen vor. Also schaut im Nachmittagsverlauf gerne wieder auf unseren Portalen vorbei!
Der Formel-1-Tagesticker endet an dieser Stelle. Stefan Ehlen biegt ab in den Feierabend, am Mittwoch übernimmt hier mein Kollege Kevin Scheuren. Bis bald!
Massa: Armstrong hat seine Titel verloren, also ...
Felipe Massa scheint zu glauben, selbst ein finales Ergebnis muss nicht auf Ewigkeit bestehen, wenn neue Umstände ans Tageslicht kommen. "Wir haben das bei anderen Situationen im Sport schon gesehen, zum Beispiel bei Lance Armstrong [im Radsport]. Ihm wurde Doping nachgewiesen, dann hat er seine Titel verloren." Und deshalb fragt Massa: "Wo ist der Unterschied?"
"Mir geht es nicht um das Finanzielle", so der frühere Formel-1-Fahrer weiter. "Ich will einfach nur Gerechtigkeit walten lassen. Ich denke nämlich: Wenn du für etwas bestraft wirst, was gar nicht dein Verschulden war, und das aus einem Raub heraus, einem gestohlenen Rennen, entstanden ist, dann muss Gerechtigkeit walten."
Was Massa jetzt tun kann
Gibt es überhaupt einen Weg, die WM-Ergebnisse von 2008 anzufechten? Das ist die Frage, mit der sich Felipe Massa jetzt beschäftigt. Doch so einfach scheint das nicht zu sein: Rein formell sind die Resultate ab 14 Tage nach einem Rennen und ab vier Tagen vor der FIA-Preisverleihung am Jahresende final, ohne Einspruchsmöglichkeit.
Die höchste Instanz innerhalb des Automobil-Weltverbands (FIA) ist das Internationale Berufungsgericht. Theoretisch könnte sich Massa auch das Sport-Schiedsgericht (CAS) wenden, doch dessen Befugnis erstreckt sich nicht auf derlei Belange aus dem Zuständigkeitsbereich des Weltverbands. Das Schiedsgericht kann per FIA-Regeln nur im Rahmen der Anti-Doping-Maßnahmen in Anspruch genommen werden.
Mercedes hat sich zum Beispiel nach dem WM-Finale 2021 in Abu Dhabi gegen einen Gang vor das Berufungsgericht entschieden. Mercedes-Teamchef Toto Wolff begründete das so: "Wir glauben, wir hätten eine sehr gute Grundlage gehabt. Rein rechtlich betrachtet und wenn der Fall vor einem normalen Gericht verhandelt worden wäre, dann wäre ein Sieg für uns fast garantiert gewesen."
"Das Problem ist aber, wie das Berufungsgericht strukturiert ist. Die FIA kann sich ja eigentlich nicht selbst die Hausaufgaben kontrollieren. Und es gibt einen Unterschied zwischen Recht haben und Gerechtigkeit erfahren."
2008: Ecclestone hat "Crashgate" vertuscht!
Aus Brasilien meldet mein Kollege Erick Gabriel, dass der frühere Ferrari-Fahrer Felipe Massa rechtliche Schritte in Erwägung zieht, um den Ausgang der Formel-1-Saison 2008 zu prüfen. Auslöser dafür sind Aussagen von Bernie Ecclestone, die der frühere Formel-1-Chef unlängst bei 'F1Insider' getätigt hat.
Ecclestone sagte: "[Der damalige FIA-Präsident] Max Mosley und ich wurden noch während der Saison 2008 darüber informiert, was sich im Rennen in Singapur ereignet hatte. Wir beschlossen, erstmal nichts zu unternehmen. Wir wollten den Sport schützen und vor einem Riesenskandal bewahren."
Das bedeutet also: Ecclestone und Mosley haben die "Crashgate"-Affäre vertuscht. Sie kam erst ein Jahr später an die Öffentlichkeit, nachdem Nelson Piquet jr. ausgepackt hatte. Zuvor hatte Ecclestone laut eigener Aussage noch auf die Piquet-Familie eingewirkt, "erst mal Ruhe zu bewahren", nichts von den wahren Vorgängen zu verraten.
Nun sagt Massa: "Nach 15 Jahren hörst du, dass der Serienchef und der FIA-Präsident noch 2008 dahintergekommen sind und nichts unternommen haben, um dem Image der Formel 1 nicht zu schaden. Es ist sehr traurig zu wissen, dass das Rennergebnis [von Singapur] hätte gestrichen werden müssen und ich einen WM-Titel haben müsste. Denn unterm Strich bin ich der Verlierer bei diesem Resultat. Deshalb gehen wir der Sache jetzt nach."
Kritik von Teamchef Franz Tost lässt Ingenieure kalt
Wisst ihr noch, wie Franz Tost vor einiger Zeit gesagt hat, er vertraue seinen Ingenieuren nicht mehr? Mein Kollege Adam Cooper hat AlphaTauri-Technikchef Jody Egginton nun mit diesen Aussagen konfrontiert. Und so hat Egginton darauf geantwortet:
"Franz kennt unser Ingenieursteam seit sehr langer Zeit. Es ist das gleiche Ingenieursteam, das die Autos 2019, 2020 und 2021 gebaut hat, und mit diesen Autos haben wir Podestplätze erzielt."
"Franz' Aussagen wurden womöglich etwas aus dem Kontext gerissen und sie geben eigentlich nicht das wahre Bild wieder. Wir arbeiten als ein Team zusammen, wir besprechen Dinge mit Franz und wir machen weiter."
"Es ist, wie es ist. Franz hat Interviews gegeben und ein paar Vorschläge gemacht, aber wir machen weiter. Das ändert nichts. Jeder weiß, was wir zu tun haben, und wir machen weiter."
Die komplette Story zur Williams-Klage
Vorhin haben wir über das Gerichtsverfahren gesprochen, das Ex-Sponsor RoKiT gegen Williams anstrebt. Jetzt hat mein Kollege Ruben Zimmermann in diesem Artikel die Details dazu aufgeschrieben. Dringende Leseempfehlung für alle, die noch tiefer einsteigen wollen in den Fall. Mit weiteren O-Tönen, die unser Kollege Adam Cooper beigetragen hat.
Mittagspause: vorbei!
Und damit nochmals hallo hier im Formel-1-Tagesticker! Wir biegen ein in den Nachmittag mit der Info, dass die deutschsprachigen TV-Sender gute Werte erzielt haben beim Australien-Grand-Prix, zumindest was den Marktanteil anbelangt. Da haben Sky in Deutschland und ServusTV in Österreich jeweils Rekorde aufgestellt. Die genauen Zahlen könnt ihr unserer Quoten-Übersicht übernehmen, die wir nach jedem Rennwochenende aktualisieren!
Interessant an unserer Zusammenstellung sind natürlich auch die jeweiligen Vorjahreswerte. Ein Blick in die Liste lohnt sich also garantiert!
Neues Video!
Es wird hitzig diskutiert: Ging es beim Grand Prix von Australien nur um die Show? Hat Fernando Alonso eine Chance auf die WM 2023? Und was sagt Toto Wolff über die Renaissance des Mercedes-Teams?
Den beliebten Formel-1-Podcast "Starting Grid" gibt's jetzt auch als Video - erstmals in voller Länge! Host Sophie Affeldt diskutiert mit Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll über das Rennen im Albert Park und was danach passiert ist.
Dieser Podcast wurde am Montagabend (3. April) nach dem Grand Prix von Australien in Melbourne aufgezeichnet - und landet pünktlich zur Mittagspause am Dienstag hier im Formel-1-Liveticker. Gute Unterhaltung damit!
Es wird hitzig diskutiert: Ging es beim Grand Prix von Australien nur um die Show? Hat Fernando Alonso eine Chance auf die WM 2023?
Überhöhte Geschwindigkeit: Tödlicher Verkehrsunfall in Monaco
Normalerweise berichten wir ja nicht über Verkehrsunfälle, aber dieser hier hat eine gewisse Relevanz für unser Thema Motorsport. Denn: In Monaco ist es am Freitag zu einem Unfall mit Todesfolge gekommen, und zwar an einer Stelle, die Formel-1-Fans wohlbekannt ist - im Tunnel. Dort ist ein SUV vermutlich aufgrund "überhöhter Geschwindigkeit" eingeschlagen, was die drei Insassen nicht überlebt haben, so meldet es 'Monaco Matin' mit Verweis auf Polizei-Berichte. Die weiteren Untersuchungen zur Unfallursache dauern an.
Der Tunnel Larvotto, durch den der Boulevard Louis II führt, ist auch ein Teil des Circuit de Monaco, den die Formel 1 für ihren Grand Prix verwendet. Und auch in der Formel 1 ist es dort wiederholt zu Unfällen gekommen: 2010 ist zum Beispiel der damalige Williams-Fahrer Nico Hülkenberg links in die Tunnel-Leitplanken gekracht und ausgeschieden.
Manchmal geht es vor Gericht ...
Dass Geschäftsverbindungen in der Formel 1 nicht immer "gut" zu Ende gehen, ist bekannt. Manchmal ziehen die beteiligten Parteien auch vor Gericht. Nur zwei Beispiele: Ex-Haas-Fahrer Nikita Masepin hat den Rennstall nach seinem Formel-1-Aus verklagt. Und der frühere Haas-Sponsor Rich Energy hat einen Rechtsstreit über sein Logo verloren.
Williams und RoKiT: Die Hintergründe
Wir blättern mal etwas im Archiv, weil die Story mit Williams und RoKiT schon ein paar Jahre zurückliegt. Hier unser Bericht aus dem Jahr 2020, als Williams zwei Botschaften auf einmal überbrachte - einerseits die überraschende Trennung von RoKiT, andererseits den geplanten Verkauf des Teams.
Ex-Titelsponsor verklagt Williams auf Schadenersatz
Der frühere Williams-Titelsponsor RoKiT zieht gegen das englische Traditionsteam vor Gericht und fordert Schadenersatzzahlungen in Höhe von (umgerechnet) über 135 Millionen Euro ein - was ungefähr einem kompletten Jahresbudget entspricht.
Der Vorwurf: Williams habe RoKiT vor der Vertragsunterzeichnung signalisiert, es werde 2019 ein konkurrenzfähiges Auto haben - aber in dem Wissen, das genau das nicht eintreten könne.
Tatsächlich erwies sich der Williams FW42 als Reinfall, das Team holte nur einen Punkt, und das auch nur beim Chaos-Grand-Prix in Deutschland mit viel Glück.
Williams bezeichnet die Vorwürfe auf Nachfrage als "fadenscheinig" und befürchtet keinen Schuldspruch. RoKiT-Chef Jonathan Kendrick wiederum sieht sich im Recht und meint: "Ich will das nicht tun, aber wir glauben, man hat uns reingelegt." Sein Unternehmen könne falsche Versprechungen seitens des Teams nachweisen. Dabei setzt RoKiT auch auf Zeugen: "Frühere Angestellte sind auf uns zugekommen und haben uns wichtige Informationen geliefert."
Randnotiz: Williams hat inzwischen den Besitzer gewechselt. Die Familie Williams hat ihren Rennstall im August 2020 an Dorilton Capital verkauft. Der Vorfall mit RoKiT fällt demnach noch in eine Zeit, als Williams-Tochter Claire Williams als (offiziell) stellvertretende Teamchefin agierte. Formell war immer noch der inzwischen verstorbene Frank Williams der Teamchef, damals im Alter von 78 Jahren. Er starb im Winter 2021.
Wann die Gerichtsverhandlung im Fall RoKiT vs. Williams erfolgt, ist noch unklar.
Warum Hülkenberg ausgerollt ist
Uns hat die Frage erreicht, aus welchem Grund Nico Hülkenberg nach der Zieldurchfahrt in Australien ausgerollt ist. Er selbst hatte nach dem Rennen nur Vermutungen dazu angestellt, wie in diesem Artikel zu lesen ist.
Tatsächlich hat Haas bisher keine weiteren Details preisgegeben. Etwas Aufschluss aber gibt der Funkverkehr Hülkenbergs bei der Zieleinfahrt: Demnach gab es ein technisches Problem an seinem Haas VF-23, wenngleich unklar bleibt, was genau die Ursache dafür war und mit welcher Konsequenz. Hülkenberg wird schließlich angewiesen, das Auto sicher abzustellen.
"Extrem positives Rennen" für McLaren
Abgesehen von der Kritik, die Lando Norris an der Formel 1 lautmacht: McLaren ist zufrieden mit dem Ausgang des Australien-Grand-Prix. Teamchef Andrea Stella lobt vor allem Oscar Piastri, der erstmals in seiner Formel-1-Laufbahn in die Punkte gefahren ist, und noch dazu bei seinem Heimrennen in Melbourne, seiner Heimatstadt.
"Sein Rennen ist extrem positiv [verlaufen]", sagt Stella. "Oscar hat sich in einem komplexen Grand Prix aus allem rausgehalten, selbst in einer Situation in Kurve 1, als er eingeklemmt wurde. Er ist ruhig geblieben und hat auch gut überholt."
Die Aufgabenstellung, "weiter Fortschritte zu machen, im Rennen zu bleiben, keine unnötigen Risiken einzugehen und zum Schluss [von etwaigen Ereignissen] zu profitieren", die habe Piastri in Australien mustergültig erfüllt.
Mit Norris auf Platz sechs und Piastri auf Platz acht hat McLaren erstmals in diesem Jahr gepunktet. Es ist zugleich das beste McLaren-Resultat sei Singapur 2022, als Norris und Piastri-Vorgänger Daniel Ricciardo beide in die Top 5 gefahren waren. Und: Im gesamten Jahr 2022 hat McLaren nur in drei Fällen mehr Punkte geholt als jetzt in Australien. Mehr dazu in der Formel-1-Datenbank!
Video-Kommentar von Kevin Scheuren
Auch unser Video-Host Kevin Scheuren hat sich nochmal mit dem Grand Prix von Australien 2023 befasst und einen Video-Kommentar dazu eingesprochen. Hier ist das Teil, schaut es euch gerne an!
Rennleiter Niels Wittich musste sich schon viel Kritik gefallen lassen. Die Formel 1 ist ein Haifischbecken, in Australien war er aber kein Futter!
Norris ist nicht der einzige Kritiker ...
Der Australien-Grand-Prix mit seinen diversen Rotphasen und stehenden Restarts hat für viel Wirbel gesorgt, nicht nur bei den Fans, sondern auch bei den Fahrern wie Lando Norris. Nach dem Rennen haben sich auch andere Formel-1-Beteiligte kritisch über die Vorgänge geäußert. Das könnt ihr in diesem Artikel nachlesen.
Lando Norris: Formel 1 muss sich "überdenken"
McLaren-Fahrer Lando Norris hat sich nach dem Australien-Grand-Prix kritisch geäußert. Konkret störte ihn die Art und Weise, wie die Rennleitung mit dem Rennverlauf umgegangen ist.
Norris sagte: "Ich weiß nicht, was im Rennen alles passiert ist, aber ich hatte den Eindruck, es hatte genug Action gegeben. Dass dann rote Flaggen gezeigt wurden, das fühlt sich so an, als habe man eine Show machen wollen. Und ich im Auto hätte ohne Grund wirklich Pech haben und zum Beispiel am Ende mit Hülkenberg kollidieren können."
Gerade in der Schlussphase nach dem erneuten stehenden Start ist es zu wilden Szenen in der ersten Kurve gekommen. "Die Leute sind überall abgeflogen, man musste plötzlich ausweichen", meint Norris.
"Wir sind um die halbe Welt gereist und haben 55 oder 56 Runden lang hart gearbeitet und perfekt unser Pensum abgespult. Und dann, nur weil man denkt, eine Show bieten zu müssen, kannst du Pech haben und dir wird alles weggenommen. Diese Facette sollte man nochmal überdenken, finde ich. Ich glaube nicht, dass man Änderungen braucht, aber man sollte es überdenken."
Neue Fotos in der Bildergalerie
Apropos Australien-Grand-Prix: Unsere Kollegen bei Motorsport Images haben nochmals einige schöne Aufnahmen nachgelegt. Ihr findet sie jetzt in unserer großen Formel-1-Bildergalerie zum Rennwochenende in Melbourne. Klickt euch gerne mal durch!
Mit dabei sind auch Fotos von der Unfallstelle von Alexander Albon, der bei seinem frühen Crash im Rennen zum Glück unverletzt geblieben ist. Sein Auto wiederum ... - aber seht einfach selbst!
Die Luft wird dünner für Aston Martin
Ja, die Plätze drei und vier für Aston Martin machen sich gut. Auf dem Papier. Denn der reinen Leistung in Australien entsprechen diese Endpositionen vermutlich nicht.
So äußert sich zumindest Lance Stroll nach dem dritten Saisonrennen: "Wir waren nicht ganz so schnell wie in den ersten Rennen. Alpine war in Melbourne wirklich gut unterwegs, auch vor mir. Carlos [Sainz im Ferrari] hatte ebenfalls ein starkes Rennen. Ich denke nicht, dass wir dieses Mal vor unseren direkten Gegnern lagen. Aber ja, es war trotzdem ein ordentliches Wochenende."
Oder in nackten Zahlen ausgedrückt: Aston Martin war im Qualifying dritte Kraft hinter Red Bull und Mercedes. Fernando Alonso fehlten auf P4 vier Zehntel auf die Spitze und nicht ganz zwei Zehntel auf den schnelleren Mercedes von George Russell. Stroll belegte gut eineinhalb Zehntel hinter Alonso P6 in der Startaufstellung.
Im Rennen wurde das erneute Alonso-Podest vom Ausfall Russells begünstigt. Auch über die Distanz war Aston Martin wohl höchstens dritte Kraft, wenngleich der Speed von Mercedes, Aston Martin und Ferrari phasenweise sehr ähnlich erschien.
Andererseits: Melbourne als Stadtkurs muss kein Gradmesser für den weiteren Saisonverlauf sein. Also abwarten!
Lance Stroll: Ein Bier für Charles Leclerc!
Treffen sich zwei Formel-1-Fahrer vor Kurve 3 in Melbourne, aber weder Charles Leclerc im Ferrari noch Lance Stroll im Aston Martin fanden diese Szene witzig in der ersten Rennrunde.
Nach dem Grand Prix sagte Leclerc, er mache Stroll für die Situation keinen Vorwurf. Darauf sagte Stroll: "Oh, das ist aber nett von ihm, dann gebe ich ihm ein Bier aus!"
Er halte den Zwischenfall genau wie Leclerc für einen "Rennunfall" und meint weiter: "Die Strecke wird schmaler hin zu Kurve 3. Ich bremste zwischen ihm und Fernando [Alonso], bewegte mich nicht und wurde praktisch eingeklemmt. Dann kam es zur Berührung. Charles hatte Pech und ich hatte Glück, dass ich keinen Schaden davontrug. Das Auto fühlte sich okay an."
Und während Leclerc an Ort und Stelle im Kiesbett strandete, fuhr Stroll ins Ziel und erzielte mit P4 sein bisher bestes Saisonergebnis. Da kann man dann auch schon mal ein Kaltgetränkt springen lassen!
Der Dienstag im Formel-1-Liveticker
Guten Morgen! Wir starten in den Formel-1-Dienstag im Ticker, heute mal mit Stefan Ehlen. Und wir haben einiges vor, also lasst uns die "Aufwärmrunde" kurz und knackig halten!
Wie immer: Schreibt mir gerne auf Twitter und/oder nutzt dort den Hashtag #FragMST für eure Fragen, Anregungen und Kommentare, dann taucht das vielleicht hier im Ticker auf. Alternativ könnt ihr gerne das Kontaktformular auf unseren Webseiten verwenden und landet dann mit eurer Nachricht ebenfalls in der Redaktion.
Und damit: Let's go racing!
Fortsetzung folgt ...
... so viel steht fest. Denn in dieser Sache ist das letzte Wort garantiert noch nicht gesprochen. Wir bleiben auf jeden Fall dran und legen euch in Kürze einen ausführlichen Bericht zum Ecclestone-Interview und den neuen Massa-Aussagen vor. Also schaut im Nachmittagsverlauf gerne wieder auf unseren Portalen vorbei!
Der Formel-1-Tagesticker endet an dieser Stelle. Stefan Ehlen biegt ab in den Feierabend, am Mittwoch übernimmt hier mein Kollege Kevin Scheuren. Bis bald!
Massa: Armstrong hat seine Titel verloren, also ...
Felipe Massa scheint zu glauben, selbst ein finales Ergebnis muss nicht auf Ewigkeit bestehen, wenn neue Umstände ans Tageslicht kommen. "Wir haben das bei anderen Situationen im Sport schon gesehen, zum Beispiel bei Lance Armstrong [im Radsport]. Ihm wurde Doping nachgewiesen, dann hat er seine Titel verloren." Und deshalb fragt Massa: "Wo ist der Unterschied?"
"Mir geht es nicht um das Finanzielle", so der frühere Formel-1-Fahrer weiter. "Ich will einfach nur Gerechtigkeit walten lassen. Ich denke nämlich: Wenn du für etwas bestraft wirst, was gar nicht dein Verschulden war, und das aus einem Raub heraus, einem gestohlenen Rennen, entstanden ist, dann muss Gerechtigkeit walten."
Was Massa jetzt tun kann
Gibt es überhaupt einen Weg, die WM-Ergebnisse von 2008 anzufechten? Das ist die Frage, mit der sich Felipe Massa jetzt beschäftigt. Doch so einfach scheint das nicht zu sein: Rein formell sind die Resultate ab 14 Tage nach einem Rennen und ab vier Tagen vor der FIA-Preisverleihung am Jahresende final, ohne Einspruchsmöglichkeit.
Die höchste Instanz innerhalb des Automobil-Weltverbands (FIA) ist das Internationale Berufungsgericht. Theoretisch könnte sich Massa auch das Sport-Schiedsgericht (CAS) wenden, doch dessen Befugnis erstreckt sich nicht auf derlei Belange aus dem Zuständigkeitsbereich des Weltverbands. Das Schiedsgericht kann per FIA-Regeln nur im Rahmen der Anti-Doping-Maßnahmen in Anspruch genommen werden.
Mercedes hat sich zum Beispiel nach dem WM-Finale 2021 in Abu Dhabi gegen einen Gang vor das Berufungsgericht entschieden. Mercedes-Teamchef Toto Wolff begründete das so: "Wir glauben, wir hätten eine sehr gute Grundlage gehabt. Rein rechtlich betrachtet und wenn der Fall vor einem normalen Gericht verhandelt worden wäre, dann wäre ein Sieg für uns fast garantiert gewesen."
"Das Problem ist aber, wie das Berufungsgericht strukturiert ist. Die FIA kann sich ja eigentlich nicht selbst die Hausaufgaben kontrollieren. Und es gibt einen Unterschied zwischen Recht haben und Gerechtigkeit erfahren."
2008: Ecclestone hat "Crashgate" vertuscht!
Aus Brasilien meldet mein Kollege Erick Gabriel, dass der frühere Ferrari-Fahrer Felipe Massa rechtliche Schritte in Erwägung zieht, um den Ausgang der Formel-1-Saison 2008 zu prüfen. Auslöser dafür sind Aussagen von Bernie Ecclestone, die der frühere Formel-1-Chef unlängst bei 'F1Insider' getätigt hat.
Ecclestone sagte: "[Der damalige FIA-Präsident] Max Mosley und ich wurden noch während der Saison 2008 darüber informiert, was sich im Rennen in Singapur ereignet hatte. Wir beschlossen, erstmal nichts zu unternehmen. Wir wollten den Sport schützen und vor einem Riesenskandal bewahren."
Das bedeutet also: Ecclestone und Mosley haben die "Crashgate"-Affäre vertuscht. Sie kam erst ein Jahr später an die Öffentlichkeit, nachdem Nelson Piquet jr. ausgepackt hatte. Zuvor hatte Ecclestone laut eigener Aussage noch auf die Piquet-Familie eingewirkt, "erst mal Ruhe zu bewahren", nichts von den wahren Vorgängen zu verraten.
Nun sagt Massa: "Nach 15 Jahren hörst du, dass der Serienchef und der FIA-Präsident noch 2008 dahintergekommen sind und nichts unternommen haben, um dem Image der Formel 1 nicht zu schaden. Es ist sehr traurig zu wissen, dass das Rennergebnis [von Singapur] hätte gestrichen werden müssen und ich einen WM-Titel haben müsste. Denn unterm Strich bin ich der Verlierer bei diesem Resultat. Deshalb gehen wir der Sache jetzt nach."
Kritik von Teamchef Franz Tost lässt Ingenieure kalt
Wisst ihr noch, wie Franz Tost vor einiger Zeit gesagt hat, er vertraue seinen Ingenieuren nicht mehr? Mein Kollege Adam Cooper hat AlphaTauri-Technikchef Jody Egginton nun mit diesen Aussagen konfrontiert. Und so hat Egginton darauf geantwortet:
"Franz kennt unser Ingenieursteam seit sehr langer Zeit. Es ist das gleiche Ingenieursteam, das die Autos 2019, 2020 und 2021 gebaut hat, und mit diesen Autos haben wir Podestplätze erzielt."
"Franz' Aussagen wurden womöglich etwas aus dem Kontext gerissen und sie geben eigentlich nicht das wahre Bild wieder. Wir arbeiten als ein Team zusammen, wir besprechen Dinge mit Franz und wir machen weiter."
"Es ist, wie es ist. Franz hat Interviews gegeben und ein paar Vorschläge gemacht, aber wir machen weiter. Das ändert nichts. Jeder weiß, was wir zu tun haben, und wir machen weiter."
Die komplette Story zur Williams-Klage
Vorhin haben wir über das Gerichtsverfahren gesprochen, das Ex-Sponsor RoKiT gegen Williams anstrebt. Jetzt hat mein Kollege Ruben Zimmermann in diesem Artikel die Details dazu aufgeschrieben. Dringende Leseempfehlung für alle, die noch tiefer einsteigen wollen in den Fall. Mit weiteren O-Tönen, die unser Kollege Adam Cooper beigetragen hat.
Mittagspause: vorbei!
Und damit nochmals hallo hier im Formel-1-Tagesticker! Wir biegen ein in den Nachmittag mit der Info, dass die deutschsprachigen TV-Sender gute Werte erzielt haben beim Australien-Grand-Prix, zumindest was den Marktanteil anbelangt. Da haben Sky in Deutschland und ServusTV in Österreich jeweils Rekorde aufgestellt. Die genauen Zahlen könnt ihr unserer Quoten-Übersicht übernehmen, die wir nach jedem Rennwochenende aktualisieren!
Interessant an unserer Zusammenstellung sind natürlich auch die jeweiligen Vorjahreswerte. Ein Blick in die Liste lohnt sich also garantiert!
Neues Video!
Es wird hitzig diskutiert: Ging es beim Grand Prix von Australien nur um die Show? Hat Fernando Alonso eine Chance auf die WM 2023? Und was sagt Toto Wolff über die Renaissance des Mercedes-Teams?
Den beliebten Formel-1-Podcast "Starting Grid" gibt's jetzt auch als Video - erstmals in voller Länge! Host Sophie Affeldt diskutiert mit Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll über das Rennen im Albert Park und was danach passiert ist.
Dieser Podcast wurde am Montagabend (3. April) nach dem Grand Prix von Australien in Melbourne aufgezeichnet - und landet pünktlich zur Mittagspause am Dienstag hier im Formel-1-Liveticker. Gute Unterhaltung damit!
Es wird hitzig diskutiert: Ging es beim Grand Prix von Australien nur um die Show? Hat Fernando Alonso eine Chance auf die WM 2023?
Überhöhte Geschwindigkeit: Tödlicher Verkehrsunfall in Monaco
Normalerweise berichten wir ja nicht über Verkehrsunfälle, aber dieser hier hat eine gewisse Relevanz für unser Thema Motorsport. Denn: In Monaco ist es am Freitag zu einem Unfall mit Todesfolge gekommen, und zwar an einer Stelle, die Formel-1-Fans wohlbekannt ist - im Tunnel. Dort ist ein SUV vermutlich aufgrund "überhöhter Geschwindigkeit" eingeschlagen, was die drei Insassen nicht überlebt haben, so meldet es 'Monaco Matin' mit Verweis auf Polizei-Berichte. Die weiteren Untersuchungen zur Unfallursache dauern an.
Der Tunnel Larvotto, durch den der Boulevard Louis II führt, ist auch ein Teil des Circuit de Monaco, den die Formel 1 für ihren Grand Prix verwendet. Und auch in der Formel 1 ist es dort wiederholt zu Unfällen gekommen: 2010 ist zum Beispiel der damalige Williams-Fahrer Nico Hülkenberg links in die Tunnel-Leitplanken gekracht und ausgeschieden.
Manchmal geht es vor Gericht ...
Dass Geschäftsverbindungen in der Formel 1 nicht immer "gut" zu Ende gehen, ist bekannt. Manchmal ziehen die beteiligten Parteien auch vor Gericht. Nur zwei Beispiele: Ex-Haas-Fahrer Nikita Masepin hat den Rennstall nach seinem Formel-1-Aus verklagt. Und der frühere Haas-Sponsor Rich Energy hat einen Rechtsstreit über sein Logo verloren.
Williams und RoKiT: Die Hintergründe
Wir blättern mal etwas im Archiv, weil die Story mit Williams und RoKiT schon ein paar Jahre zurückliegt. Hier unser Bericht aus dem Jahr 2020, als Williams zwei Botschaften auf einmal überbrachte - einerseits die überraschende Trennung von RoKiT, andererseits den geplanten Verkauf des Teams.
Ex-Titelsponsor verklagt Williams auf Schadenersatz
Der frühere Williams-Titelsponsor RoKiT zieht gegen das englische Traditionsteam vor Gericht und fordert Schadenersatzzahlungen in Höhe von (umgerechnet) über 135 Millionen Euro ein - was ungefähr einem kompletten Jahresbudget entspricht.
Der Vorwurf: Williams habe RoKiT vor der Vertragsunterzeichnung signalisiert, es werde 2019 ein konkurrenzfähiges Auto haben - aber in dem Wissen, das genau das nicht eintreten könne.
Tatsächlich erwies sich der Williams FW42 als Reinfall, das Team holte nur einen Punkt, und das auch nur beim Chaos-Grand-Prix in Deutschland mit viel Glück.
Williams bezeichnet die Vorwürfe auf Nachfrage als "fadenscheinig" und befürchtet keinen Schuldspruch. RoKiT-Chef Jonathan Kendrick wiederum sieht sich im Recht und meint: "Ich will das nicht tun, aber wir glauben, man hat uns reingelegt." Sein Unternehmen könne falsche Versprechungen seitens des Teams nachweisen. Dabei setzt RoKiT auch auf Zeugen: "Frühere Angestellte sind auf uns zugekommen und haben uns wichtige Informationen geliefert."
Randnotiz: Williams hat inzwischen den Besitzer gewechselt. Die Familie Williams hat ihren Rennstall im August 2020 an Dorilton Capital verkauft. Der Vorfall mit RoKiT fällt demnach noch in eine Zeit, als Williams-Tochter Claire Williams als (offiziell) stellvertretende Teamchefin agierte. Formell war immer noch der inzwischen verstorbene Frank Williams der Teamchef, damals im Alter von 78 Jahren. Er starb im Winter 2021.
Wann die Gerichtsverhandlung im Fall RoKiT vs. Williams erfolgt, ist noch unklar.
Warum Hülkenberg ausgerollt ist
Uns hat die Frage erreicht, aus welchem Grund Nico Hülkenberg nach der Zieldurchfahrt in Australien ausgerollt ist. Er selbst hatte nach dem Rennen nur Vermutungen dazu angestellt, wie in diesem Artikel zu lesen ist.
Tatsächlich hat Haas bisher keine weiteren Details preisgegeben. Etwas Aufschluss aber gibt der Funkverkehr Hülkenbergs bei der Zieleinfahrt: Demnach gab es ein technisches Problem an seinem Haas VF-23, wenngleich unklar bleibt, was genau die Ursache dafür war und mit welcher Konsequenz. Hülkenberg wird schließlich angewiesen, das Auto sicher abzustellen.
"Extrem positives Rennen" für McLaren
Abgesehen von der Kritik, die Lando Norris an der Formel 1 lautmacht: McLaren ist zufrieden mit dem Ausgang des Australien-Grand-Prix. Teamchef Andrea Stella lobt vor allem Oscar Piastri, der erstmals in seiner Formel-1-Laufbahn in die Punkte gefahren ist, und noch dazu bei seinem Heimrennen in Melbourne, seiner Heimatstadt.
"Sein Rennen ist extrem positiv [verlaufen]", sagt Stella. "Oscar hat sich in einem komplexen Grand Prix aus allem rausgehalten, selbst in einer Situation in Kurve 1, als er eingeklemmt wurde. Er ist ruhig geblieben und hat auch gut überholt."
Die Aufgabenstellung, "weiter Fortschritte zu machen, im Rennen zu bleiben, keine unnötigen Risiken einzugehen und zum Schluss [von etwaigen Ereignissen] zu profitieren", die habe Piastri in Australien mustergültig erfüllt.
Mit Norris auf Platz sechs und Piastri auf Platz acht hat McLaren erstmals in diesem Jahr gepunktet. Es ist zugleich das beste McLaren-Resultat sei Singapur 2022, als Norris und Piastri-Vorgänger Daniel Ricciardo beide in die Top 5 gefahren waren. Und: Im gesamten Jahr 2022 hat McLaren nur in drei Fällen mehr Punkte geholt als jetzt in Australien. Mehr dazu in der Formel-1-Datenbank!
Video-Kommentar von Kevin Scheuren
Auch unser Video-Host Kevin Scheuren hat sich nochmal mit dem Grand Prix von Australien 2023 befasst und einen Video-Kommentar dazu eingesprochen. Hier ist das Teil, schaut es euch gerne an!
Rennleiter Niels Wittich musste sich schon viel Kritik gefallen lassen. Die Formel 1 ist ein Haifischbecken, in Australien war er aber kein Futter!
Norris ist nicht der einzige Kritiker ...
Der Australien-Grand-Prix mit seinen diversen Rotphasen und stehenden Restarts hat für viel Wirbel gesorgt, nicht nur bei den Fans, sondern auch bei den Fahrern wie Lando Norris. Nach dem Rennen haben sich auch andere Formel-1-Beteiligte kritisch über die Vorgänge geäußert. Das könnt ihr in diesem Artikel nachlesen.
Lando Norris: Formel 1 muss sich "überdenken"
McLaren-Fahrer Lando Norris hat sich nach dem Australien-Grand-Prix kritisch geäußert. Konkret störte ihn die Art und Weise, wie die Rennleitung mit dem Rennverlauf umgegangen ist.
Norris sagte: "Ich weiß nicht, was im Rennen alles passiert ist, aber ich hatte den Eindruck, es hatte genug Action gegeben. Dass dann rote Flaggen gezeigt wurden, das fühlt sich so an, als habe man eine Show machen wollen. Und ich im Auto hätte ohne Grund wirklich Pech haben und zum Beispiel am Ende mit Hülkenberg kollidieren können."
Gerade in der Schlussphase nach dem erneuten stehenden Start ist es zu wilden Szenen in der ersten Kurve gekommen. "Die Leute sind überall abgeflogen, man musste plötzlich ausweichen", meint Norris.
"Wir sind um die halbe Welt gereist und haben 55 oder 56 Runden lang hart gearbeitet und perfekt unser Pensum abgespult. Und dann, nur weil man denkt, eine Show bieten zu müssen, kannst du Pech haben und dir wird alles weggenommen. Diese Facette sollte man nochmal überdenken, finde ich. Ich glaube nicht, dass man Änderungen braucht, aber man sollte es überdenken."
Neue Fotos in der Bildergalerie
Apropos Australien-Grand-Prix: Unsere Kollegen bei Motorsport Images haben nochmals einige schöne Aufnahmen nachgelegt. Ihr findet sie jetzt in unserer großen Formel-1-Bildergalerie zum Rennwochenende in Melbourne. Klickt euch gerne mal durch!
Mit dabei sind auch Fotos von der Unfallstelle von Alexander Albon, der bei seinem frühen Crash im Rennen zum Glück unverletzt geblieben ist. Sein Auto wiederum ... - aber seht einfach selbst!
Die Luft wird dünner für Aston Martin
Ja, die Plätze drei und vier für Aston Martin machen sich gut. Auf dem Papier. Denn der reinen Leistung in Australien entsprechen diese Endpositionen vermutlich nicht.
So äußert sich zumindest Lance Stroll nach dem dritten Saisonrennen: "Wir waren nicht ganz so schnell wie in den ersten Rennen. Alpine war in Melbourne wirklich gut unterwegs, auch vor mir. Carlos [Sainz im Ferrari] hatte ebenfalls ein starkes Rennen. Ich denke nicht, dass wir dieses Mal vor unseren direkten Gegnern lagen. Aber ja, es war trotzdem ein ordentliches Wochenende."
Oder in nackten Zahlen ausgedrückt: Aston Martin war im Qualifying dritte Kraft hinter Red Bull und Mercedes. Fernando Alonso fehlten auf P4 vier Zehntel auf die Spitze und nicht ganz zwei Zehntel auf den schnelleren Mercedes von George Russell. Stroll belegte gut eineinhalb Zehntel hinter Alonso P6 in der Startaufstellung.
Im Rennen wurde das erneute Alonso-Podest vom Ausfall Russells begünstigt. Auch über die Distanz war Aston Martin wohl höchstens dritte Kraft, wenngleich der Speed von Mercedes, Aston Martin und Ferrari phasenweise sehr ähnlich erschien.
Andererseits: Melbourne als Stadtkurs muss kein Gradmesser für den weiteren Saisonverlauf sein. Also abwarten!
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