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Formel-1-Liveticker: Auf Lawson "war der Druck zu groß"

Liveticker

Feierabend

In Suzuka ist es gleich bereits 21:00 Uhr und damit machen wir hier den fliegenden Wechsel. Im Ticker war es das für heute, weiter geht's mit unserer großen Liveanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.

Morgen melden wir uns um 04:30 Uhr MESZ zunächst in unserem Session-Ticker zum dritten Training und anschließend dann auch hier im Paddock-Ticker mit einer neuen Ausgabe zurück.

Das Qualifying beginnt dann um 08:00 Uhr MESZ. Jetzt aber erst einmal noch viel Spaß mit unserer Analyse, kommt gut ins Wochenende und bis morgen!

Villeneuve: Doohan ist "verzweifelt"

Jacques Villeneuve ist der Meinung, dass der Druck, unter dem Jack Doohan bei Alpine steht, zum Fehler heute beigetragen hat. "Das Problem ist, dass er schon vor dem ersten Rennen wusste, dass er die Saison wahrscheinlich nicht beenden würde", so Villeneuve bei Sky.

"Er wurde von Flavio Briatore unter enormen Druck gesetzt", betont der Weltmeister von 1997, der daran erinnert, dass Franco Colapinto als möglicher Nachfolger bereits "in den Startlöchern" stehe.

"Seine Fahrweise hat gezeigt, dass er verzweifelt ist und beweisen muss, dass er zumindest besser ist als [Pierre] Gasly, damit sie ihn behalten sollten", so der Kanadier. Man merke Doohan an, dass er sich nicht wohlfühle.

"Und wenn sich ein Fahrer in dieser psychologischen Situation befindet, ist das Fahren nicht mehr natürlich und es passieren kleine Fehler", erklärt der Experte.

Leclerc: McLaren "auf einem anderen Planeten"

Der Ferrari-Pilot ist trotz der schwierigen Bedingungen zufrieden mit seinem Tag. "Ich fand ihn ziemlich positiv. Ich habe heute so viele Dinge ausprobiert, und deshalb war es ein sehr aufschlussreicher Tag", erklärt der Monegasse.

Im Hinblick auf die eigene Konkurrenzfähigkeit stellt er allerdings auch klar: "Wir müssen vorsichtig sein, denn McLaren scheint auf einem anderen Planeten zu sein."

Die kompletten Aussagen von ihm und Lewis Hamilton findet ihr hier.

Drei Unfälle in drei Rennen

Doohans größtes Problem ist aktuell seine Unfallquote. Denn beim gerade einmal dritten Saisonrennen hatte er jetzt schon den dritten Crash - und dieses Mal seinen heftigsten.

Beim Auftakt in Melbourne flog er gleich in der ersten Runde im Regen ab, in China gab es dann im Sprint eine Kollision mit Bortoleto, für die er auch noch eine Strafe bekam.

Und heute dann eben der bislang größte (und damit teuerste) Unfall. Die Frage, wie lange man sich das noch anschaut, ist daher zumindest nicht komplett aus der Luft gegriffen.

Jack Doohan Alpine Alpine F1 ~Jack Doohan (Alpine) ~

Foto: Getty Images

Unfall war Doohans Fehler

Bei Alpine hat man inzwischen aufgelöst, wie es zum schweren Doohan-Unfall kommen konnte. Teamchef Oliver Oakes bestätigt, dass es sich um einen Fehler des Australiers gehandelt hat.

"Es war eine Fehleinschätzung, das DRS in Kurve 1 nicht zu schließen", erklärt er. Denn das DRS schließt sich vor Kurve 1 nur dann automatisch, wenn man auf die Bremse steigt.

Weil Doohan aber eben nicht bremste, blieb das DRS offen - und er flog ab. "Das ist etwas, aus dem man lernen kann", so Oakes.

Kritiker stellen allerdings bereits die Frage, wie viel Zeit zum "Lernen" Alpine Doohan wohl noch einräumen wird ...?

Sauber: Nicht viele Informationen gesammelt

Das Schweizer Team hat an diesem Wochenende bekanntlich ein Update dabei. Da hilft es natürlich nicht, dass mehr als die Hälfte von FT2 diversen roten Flaggen zum Opfer gefallen ist.

Nico Hülkenberg erklärt: "Der Freitag war okay. FT2 war natürlich sehr eingeschränkt. Wir konnten wegen der vier roten Flaggen nicht so viele Runden fahren wie geplant. Aber das ist für alle gleich."

"Das bedeutet, dass wir nur eine begrenzte Menge an Daten und Informationen haben, aber das Auto fühlte sich gut an und ein bisschen besser als in FT1", so Hülkenberg nach P12 im zweiten Training.

"Heute war ein positiver erster Tag auf der Strecke", ergänzt Teamkollege Gabriel Bortoleto, auch wenn er gesteht: "Wir haben es nicht geschafft, unser Programm für die Session abzuschließen. Aber ich bezweifle, dass das jemand geschafft hat."

Er beendete FT2 als 13. und damit eine Position hinter Hülkenberg.

Livestream

Nicht vergessen: In rund einer Stunde beginnt unsere große Liveanalyse zum Trainingstag in Japan auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de. Folgende Themen haben die Kollegen für euch geplant:

-Doohan-Crash
-Longrun-Analyse
-Franz Tost über Lawson
-Technik-Updates
-Fragen der Kanalmitglieder

Heute vor 43 Jahren ...

... feierte Niki Lauda den ersten Formel-1-Sieg nach seinem Comeback. Nachdem der Österreicher die Königsklasse während der Saison 1979 verlassen hatte, kehrte er zur Saison 1982 zurück.

Gleich sein drittes Rennen in Long Beach konnte er dabei gewinnen - und damit nach 3 Jahren, 6 Monaten und 25 Tagen wieder einen Grand-Prix-Sieg feiern.

In der ewigen Bestenliste liegt er mit dieser Wartezeit von gut 3,5 Jahren aber "nur" auf Rang elf. Die komplette Top 10 findet ihr hier:

Fotostrecke: Top 10: Die längste Zeit zwischen Rennsiegen LAT

Foto: LAT

Platz 10: Mike Hawthorn (3 Jahre, 8 Monate, 12 Tage zwischen Spanien 1954 und Frankreich 1958)

FIA-Statement

Die FIA hat sich derweil zu den Grasbränden geäußert, die im zweiten Training heute für gleich zwei rote Flaggen sorgten. Wörtlich heißt es in dem Statement:

"Während wir die Brände, die sich während FT2 ereignet haben, weiter untersuchen, werden wir uns bis morgen darauf konzentrieren, Präventivmaßnahmen zu ergreifen."

"Das Gras wurde so kurz wie möglich geschnitten, und loses, getrocknetes Gras wurde aus den betroffenen Bereichen entfernt."

"Vor den morgigen Sessions wird das Gras angefeuchtet, und spezielle Einsatzteams werden rund um die Strecke stationiert sein."

Drücken wir mal die Daumen, dass dann nichts mehr passiert.

Longruns Japan: Red Bull im Niemandsland

In der Zeitenliste sortierten sich die Racing Bulls heute vor Red Bull ein. Doch ist das an diesem Wochenende in Suzuka wirklich ein realistisches Bild?

Auffallend: Die Racing-Bulls-Piloten waren in den Longruns in FT1 rund drei Zehntel pro Runde schneller als Yuki Tsunoda und nur zwei Zehntel langsamer als Max Verstappen.

Im zweiten Freien Training war man sogar im Schnitt schneller als Red Bull - auch wenn die geringe Rundenanzahl direkte Vergleiche erschwert.

Unsere komplette Longrunanalyse mit allen Daten findet ihr hier!

Racing Bulls "auf dem richtigen Weg"

Bei den Racing Bulls ist die Stimmung nach dem Freitag gut. "Es war mehr als ein ermutigender Freitag", jubelt Isack Hadjar nach P3 und erklärt: "Ich habe mich im Auto gut gefühlt, und ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg, morgen ein gutes Ergebnis zu erzielen."

Sein neuer Teamkollege Liam Lawson ergänzt nach P5: "Es war ein guter Tag. Es ist schön, wieder da zu sein." Über das Auto sagt er, dass es sich natürlich "anders" als der Red Bull anfühle - aber "gut".

"Das Fenster, das die Jungs im Moment haben, ist sehr, sehr gut", betont er und ergänzt: "Das Auto ist bisher in dieser Saison ziemlich schnell, hoffentlich können wir das auch morgen wiederholen."

Im Red Bull ist der Neuseeländer in Australien und China im Qualifying jeweils in Q1 ausgeschieden.

Verwarnung für Hamilton und Stroll

Inzwischen sind auch die beiden Urteile der FIA da. Für Stroll und Hamilton (und jeweils auch die Teams) gibt es eine Verwarnung. Beide Piloten haben in der Boxengasse in FT2 mehrere Autos überholt und dabei die "Fast Lane" verlassen.

Das war ein Verstoß gegen die "Event Notes" des Rennleiters, daher die Verwarnungen.

Nur ein Stopp am Sonntag?

China war zuletzt überraschend ein Einstopprennen. Dieses Mal will man diese Möglichkeit bei Pirelli explizit nicht ausschließen. "In gewisser Hinsicht war dieser Tag schwierig zu bewerten", betont Chefingenieur Simone Berra.

Er erinnert: "Im zweiten Training konnte wegen der vier roten Flaggen niemand mit einer gewissen Kontinuität fahren. Dennoch konnten wir einige wichtige Schlussfolgerungen ziehen."

Besonders spannend: "Das Level des Abbaus, das heute bei den Longruns zu beobachten war, ist geringer als erwartet, was darauf hindeuten könnte, dass eine Einstoppstrategie konkurrenzfähiger sein könnte als eine Zweistoppstrategie."

Denn vor dem Wochenende galt diese eigentlich als die schnellste Variante. Wir werden sehen, wie sich die Situation entwickelt, auch unter Berücksichtigung des Wetters, da für die Nacht von Samstag auf Sonntag Regen vorhergesagt ist", so Berra.

Gasly: Alpine sollte kämpfen können

P9 heute für ihn und er erklärt: "Es ist ziemlich viel passiert, aber ich denke, dass wir insgesamt trotzdem eine Menge lernen konnten. FT1 war sehr interessant."

"Wir haben viele Dinge ausprobiert und im FT2 haben wir das Set-up stark verändert, und das Gefühl im Auto war viel besser", berichtet er zufrieden.

"Natürlich wären wir gerne etwas mehr gefahren, aber wir sitzen alle im selben Boot", weiß er nach dem Unfall von Teamkollege Jack Doohan.

Er glaube aber, dass Alpine im Kampf um die Punkte dabei sei, wobei allerdings bereits einige Zehntel im engen Feld einen großen Unterschied ausmachen könnten.

Große Fehler könne man sich daher nicht leisten.

Leclerc: Sind besser als auf dem Papier

Der Monegasse selbst berichtet: "Es war ein konstruktiver Tag. Wir haben in den Trainings viele verschiedene Abstimmungen ausprobiert, und ich habe das Gefühl, dass ich viel über unser Auto gelernt habe und wie wir in den kommenden Rennen das Beste aus ihm herausholen können."

"Wir haben nicht alles zusammengebracht, denn FT2 wurde durch mehrere rote Flaggen und Verkehr unterbrochen", so Leclerc, "aber ich denke, dass unsere Leistung besser ist, als sie jetzt auf dem Papier aussieht."

"Es wird interessant sein zu sehen, wie sich die veränderten Bedingungen, insbesondere die Windrichtung, auf die morgigen Sessions auswirken werden", ergänzt er. Und am Sonntag könnte es ja sogar regnen ...

Hamilton: Die Basis passt zumindest

„Es war ein wirklich schöner Tag. Diese Strecke ist fantastisch", berichtet der Rekordweltmeister und erklärt, dass die beiden Trainings für ihn "gut" gelaufen seien.

"Wir haben das ganze Programm abgespult", verrät er und erklärt: "Wir sind im Moment nicht die Schnellsten, aber ich denke, es ist eine gute Ausgangsbasis."

Er beendete den Tag auf P4, Teamkollege Charles Leclerc wurde Siebter.

Russell: Gibt noch einige Fragezeichen

"Für uns war es ein positiver Tag", resümiert der Brite nach P6 und erklärt: "Wenn wir die Leistung erbringen, von der wir wissen, dass wir dazu im Stande sind, bin ich zuversichtlich, dass wir im Qualifying um die ersten beiden Startreihen kämpfen können."

Er betont jedoch auch: "Nach den vielen Unterbrechungen im FT2 gibt es vor dem Rennen am Sonntag noch einige Unbekannte. Wir konnten nur vier Runden mit den harten Reifen fahren."

"Für den Renntag besteht auch ein gewisses Regenrisiko, was die Sache interessant machen könnte. Wichtig ist jedoch, dass wir am Freitag konkurrenzfähig waren und damit eine gute Basis haben, auf der wir aufbauen können", betont er.

Teamkollege Andrea Kimi Antonelli ergänzt: "Das erste Freie Training war eine solide Session für uns und ich konnte einige ordentliche Runden fahren. Das zweite Freie Training war viel turbulenter und von meiner Seite aus etwas chaotisch."

"Ich habe keine saubere Runde hinbekommen und habe im ersten Sektor nicht das Optimum aus dem Auto herausgeholt. Wir werden über Nacht daran arbeiten, die Daten analysieren und morgen stärker zurückkommen", so der Italiener.

Williams hofft wieder auf Zähler

Schafft es das Traditionsteam auch im dritten Rennen des Jahres in die Punkte? Carlos Sainz und Alexander Albon landeten heute nur auf P10 und P11, doch Albon ist trotzdem einigermaßen optimistisch.

"Wir waren vielleicht nicht so schnell, wie wir wollten", gesteht er zwar, betont jedoch auch: "Wir wissen aber, wo wir uns verbessern müssen, also werden wir über Nacht noch ein wenig an der Abstimmung arbeiten."

"Ich fühle mich gut im Auto. Ich bin zuversichtlich und hoffe, dass wir an diesem Wochenende einige Punkte holen können", so Albon, und auch sein Teamkollege ist vorsichtig optimistisch.

Er habe zumindest den Eindruck, dass man "in die richtige Richtung" arbeite, so Sainz.

Ärger für Ferrari und Aston Martin?

Ferrari und Aston Martin mussten nach FT2 noch zu den Rennkommissaren. Hintergrund ist ein möglicher Verstoß gegen die "Event Notes" des Rennleiters.

Konkret geht es in diesem Fall um das Herausfahren der Autos aus der Garage und das Einsortieren in die "Fast Lane".

Schauen wir mal, ob es da noch eine Strafe gibt.

Verstappen fehlt noch das Vertrauen

"Heute war es ziemlich schwierig für mich", gesteht der Weltmeister bei Sky und erklärt: "Wir haben viele verschiedene Dinge mit dem Auto ausprobiert, aber es scheint, dass viele Dinge im Moment nicht richtig funktionieren."

"Daher ist es ziemlich schwierig, eine Runde zusammenzubringen", sagt er und erklärt, dass man in Suzuka "viel Selbstvertrauen" brauche. Doch genau das vermittelt ihm das Auto aktuell wohl noch nicht.

Auch Teamkollege Yuki Tsunoda erklärt nach seinem ersten Freitag für Red Bull, dass er noch "viel Arbeit" vor sich habe. FT1 sei zunächst noch "besser als erwartet" gewesen.

Doch in FT2 konnte er später keine repräsentative Rundenzeit setzen. Insgesamt sei es "okay", aber auch er brauche noch mehr Vertrauen ins Auto, erklärt er.

Haas: Neuer Unterboden funktioniert

P18 und P19 heute nur in der kombinierten Zeitenliste für die beiden Haas-Piloten. "Im Vergleich zu China ist es derzeit schwieriger. Hier und da fehlt uns noch etwas", gesteht Esteban Ocon.

Er betont aber auch: "Ich denke, wir haben mit dem Unterboden Fortschritte gemacht. Ich denke, es geht in die richtige Richtung." Auch Ayao Komatsu betont noch einmal, dass sich die Probleme aus Melbourne nicht wiederholt hätten.

Spannend: Oliver Bearman fühlte sich etwas wohler als sein Teamkollege. "Sein Auto ist besser konfiguriert, also werden wir uns die Daten ansehen und Estebans Unterboden heute Abend auf Ollies Spezifikation aktualisieren", so Komatsu.

Insgesamt erklärt auch der Teamchef, dass Haas noch "etwas mehr Performance" finden müsse.

Wind und rote Flaggen machen es schwierig

Oscar Piastri fuhr heute die Bestzeit, eine leichte Session war es aber auch für ihn nicht. Er erklärt: "Wenn es böig ist, hat man nie zwei Runden hintereinander das gleiche Auto. Also war es ein kniffliger Tag."

Neben dem Wind bereiteten den Piloten in FT2 zudem die ständigen Unterbrechungen Schwierigkeiten. "Es war schwer, in einen Rhythmus zu kommen. Aber am Ende des Tages fühlte es sich einigermaßen angenehm an", so Piastri.

Sein Fazit: "Ich muss noch einige Feinabstimmungen vornehmen. Mit einigen Dingen war ich heute zufrieden, aber insgesamt war es nicht ganz einfach."

Keine Gehirnerschütterung bei Doohan

Ein kleines Update zu Jack Doohan, der nach seinem Crash ja ziemlich mitgenommen wirkte. Nach Angaben des Teams zog er sich laut Sky glücklicherweise keine Gehirnerschütterung zu.

Der Abflug bei 300 km/h und der darauffolgende Einschlag waren natürlich trotzdem nicht ohne. Aktuell prüft man bei Alpine die Daten und analysiert, was zu dem Unfall führte.

Die besten Bilder des Tages ...

... findet ihr natürlich auch heute wieder in unserer Fotogalerie. Klickt euch durch, während wir auf weitere Stimmen aus Japan warten.

Norris: McLaren aktuell vorne

Kommen wir damit wieder zurück zum sportlichen Geschehen heute. "Es war ziemlich gut", berichtet Lando Norris nach P2 und der McLaren-Doppelführung und erklärt: "Wir sind in einer guten Position."

"Wir haben einige Schritte nach vorne gemacht, aber es gibt noch einige Dinge, die wir für morgen verbessern müssen", so Norris, der "für einen Freitag" aber insgesamt "zufrieden" ist.

Er sieht McLaren aktuell vorne, wobei aber auch Mercedes gut aufgestellt sei. "George [Russell] war heute Morgen sehr schnell, genau so schnell wie wir", betont er.

"Red Bull ist ein bisschen weiter weg", glaubt er, betont aber auch, dass die Bullen im Qualifying traditionell dann doch meistens wieder etwas näher dran seien.

Er erwarte daher, "dass es morgen eng wird und ein enger Kampf stattfindet [...] Ich bin mir sicher, dass zumindest Mercedes [...] uns morgen herausfordern wird."

V10-Treffen in Bahrain

Kommt der V10 wirklich zurück in die Formel 1? Zumindest soll es in Bahrain in der kommenden Woche ein Treffen zwischen der FIA und den Motorenherstellern in der Königsklasse geben, um genau das zu besprechen.

Inhaltlich wird es wohl erst einmal darum gehen, ob es für den Plan grundsätzlich eine Mehrheit gäbe. In einem weiteren Schritt müsste dann geklärt werden, ab wann eine V10-Rückkehr erfolgen könnte.

Im Raum stehen hier (ganz regulär) 2031 oder bereits ein vorgezogenes Comeback ab 2028. Wird auf jeden Fall spannend.

Red-Bull-Vergangenheit

Wusstet ihr eigentlich, dass Jack Doohan früher mal Red-Bull-Junior war und Franz Tost ihn daher ziemlich gut kennt? Mehr dazu in dieser Fotostrecke:

Fotostrecke: Schon gewusst? Diese Fahrer waren einmal Red-Bull-Junioren! Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Ob Sebastian Vettel, Max Verstappen oder Daniel Ricciardo: Red Bull hat schon vielen bekannten Namen in die Formel 1 geholfen - aber auch viele Fahrer verschlissen. Und bei manchen Fahrern denkt man sich: Echt? Der war mal Red-Bull-Junior? Und genau auf letztere Fälle wollen wir in dieser Fotostrecke einmal schauen.

Tost wundert sich über Doohan-Crash

Franz Tost ist an diesem Wochenende Experte im ORF. Dort sagt der langjährige Toro-Rosso-Teamchef, dass er den Crash von Jack Doohan nicht wirklich verstehen könne.

Aus der Onboard höre es sich so an, "als würde er da überhaupt fast nicht vom Gas gehen. Und diese Kurve, vor allem in dieser Phase des Trainings, musst du anbremsen."

"Da kannst du nicht so schnell reinfahren", betont Tost er erklärt: "Da musst du früher bremsen. Und da sieht man keine Verzögerung. Aus welchen Gründen auch immer."

"Ich bin da völlig überrascht. Wenn es ein Fahrfehler war, dann war es ein sehr schwerwiegender, muss ich sagen", so der Österreicher.

Aston Martin: "Alles läuft normal weiter"

Vor dem Großen Preis von Japan hat Aston Martin Lagonda angekündigt, dass man plant, seine Anteile am Formel-1-Team zu verkaufen. Teamchef Andy Cowell wiegelt mögliche Bedenken hinsichtlich der Zukunft des Rennstalls jedoch ab und macht sich keine großen Sorgen.

"Keine Sorge, alles läuft ganz normal weiter", sagt er und betont: "Das zeigt nur, wie stark sich Lawrence Aston Martin - sowohl bei den Straßenfahrzeugen als auch beim Formel-1-Team - verpflichtet fühlt. Dieses Engagement besteht schon seit vielen Jahren. Wir werden noch lange als Aston Martin in der Formel 1 fahren."

Die komplette Story findet ihr hier.

Sonderdesigns

Falls ihr FT1 nicht gesehen habt, dann wundert euch gleich im zweiten Training nicht darüber, dass der Red Bull an diesem Wochenende weiß ist. Das hat alles seine Richtigkeit. Mehr dazu in dieser Fotostrecke:

Fotostrecke: Die Formel-1-Sonderdesigns in der Saison 2025 Red Bull Content Pool

Foto: Red Bull Content Pool

Suzuka: Im Abschiedsjahr von Honda als Antriebspartner von Red Bull greift das Team beim Honda-Heimrennen in Japan die klassischen Honda-Farben von 1965 auf - und das Jahr ist nicht zufällig gewählt.

In Zukunft weniger Safety-Cars?

Die FIA führt ab diesem Wochenende eine neue Streckengrafik in die Event Notes ein, die vor dem GP an die Teams verschickt wird. Mit dieser neuen Grafik soll die Notwendigkeit von Safety-Car-Einsätzen verringert werden, wenn Fahrer ihre Autos auf der Strecke abstellen müssen.

Nach einer umfassenden Analyse aller Safety-Car-Phasen der Formel-1-Saison 2024 über den Winter kam die FIA zu dem Schluss, dass es überraschend viele Fälle gab, in denen ein Safety-Car hätte vermieden werden können - vorausgesetzt, das Auto wäre an einem anderen Ort zum Stillstand gekommen.

Alle Hintergründe könnt ihr hier nachlesen.

Feierabend

Damit endet diese PK auch. Die ganz großen Erkenntnisse waren ehrlich gesagt nicht dabei. Hoffen wir, dass es die vielleicht später auf der Strecke noch gibt. In genau einer Stunde beginnt das zweite Training in Suzuka.

Shovlin: Andere Herangehensweise bei Antonelli

In den letzten Minuten wurde eine Menge über die Rookies im Feld gesprochen. Shovlin hat dabei über den größten Unterschied zwischen Russell und Antonelli gesprochen und erklärt, dass dieser in der Herangehensweise an ein Wochenende liege.

Russell kenne alle Strecken und könnte daher überall von Anfang an schnell sein. Antonelli dagegen müsse sein Wochenende ohne Vorerfahrung anders aufbauen und sich deutlich langsamer an das Limit tasten.

Mekies: Tsunoda ein Leader geworden

Der Racing-Bulls-Teamchef spricht noch einmal über Tsunoda und erklärt, dass dieser eine "360-Grand-Wandlung" durchgemacht und sich quasi in allen Bereichen verbessert habe.

Er sei ruhiger geworden, sein Feedback habe sich verbessert, und dadurch sei auch sein Speed im Auto besser geworden. Zudem sei er im Team vor seinem Wechsel zu Red Bull zu einem echten Leader geworden.

Komatsu: Keine Probleme in FT1

Spannend: Obwohl Haas in FT1 am hinteren Ende des Feldes zu finden war, hat sich das Problem aus Melbourne laut Komatsu hier nicht wiederholt. Zwar heiße das nicht, dass das Problem endgültig behoben sei.

Zumindest hier sei es bislang aber nicht aufgetreten. Das heißt, dass Haas hier aus einem anderen Grund bislang eher langsam unterwegs ist.

Shovlin: Keine größeren Probleme

Der Mercedes-Mann zeigt sich zufrieden mit dem bisherigen Saisonstart. Es sei zwar klar, dass man einen Rückstand auf McLaren habe. Aber das Wichtige sei, dass es keine größeren Probleme mit dem Auto gebe.

Der Rückstand auf McLaren sei ein normaler, bei dem es lediglich um die Entwicklung des Autos gehe. Anders als in den Vorjahren habe man aber kein fundamentales Problem mit dem eigenen Boliden.

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Von: Ruben Zimmermann

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