Nach BoP-Anpassung: Corvette selbst von starker Bathurst-Pace überrascht
Die kurzfristige BoP-Anpassung veränderte alles - Die Corvette Z06 GT3.R überrascht in Bathurst - Selbst die Piloten staunen über ihre unerwartete Pace
Schlussendlich sorgte eine gebrochene Radaufhängung für den Ausfall
Foto: Gruppe C Photography
Unmittelbar vor dem Start der 12h Bathurst wurde die Balance of Performance angepasst. Die SRO Motorsports Group reagierte damit kurzfristig auf die Dominanz von Mercedes AMG im Qualifying. Sie mussten fünf Kilogramm zusätzliches Gewicht zuladen.
Andererseits wurden Corvette, Aston Martin, McLaren und Ferrari neu eingestuft, um sie wettbewerbsfähiger zu machen. Corvette durfte zehn Kilogramm ausladen. Zudem wurde der minimale Heckflügelwinkel von 6,5 auf 6,2 Grad reduziert.
Das half beim wichtigen Topspeed auf der langen Geraden (Conrod Straight). Es stellte sich heraus, dass Corvette von der neuen BoP am meisten profitierte. Die JMR-Corvette #2 war ein überraschender Siegkandidat und zugleich eines der stärksten Fahrzeuge im Feld.
Die BoP-Änderung spielte der Corvette Z06 GT3.R stark in die Karten. Das führte sogar während des Rennens zu verärgerten Kommentaren der Konkurrenz. Die schnellste Runde von 2:02.307 Minuten war viereinhalb Zehntelsekunden schneller als die aller anderen Fahrzeuge.
Die Corvette #2 wurde von Earl Bamber, Nicky Catsburg und Alexander Sims gefahren. Dass sie nach dem schwachen Qualifying mit lediglich Startplatz 25 im Rennen so stark aufzeigen konnten, kam für sie selbst überraschend.
"Ehrlich gesagt", meint Sims, "hätte ich nicht gedacht, dass unsere Rennpace so stark ist. Es schien so, als würden die Reifen wirklich zum Leben erwachen, sobald wir viele Runden am Stück fuhren. Diese Performance hatten wir im Training eigentlich nicht gesehen."
"Vielleicht lag das daran, dass wir dort viele kürzere Runs gemacht haben. Im Qualifying war es dasselbe, das war auch kein Longrun." Ähnlich schätzt die Situation auch Catsburg ein, der sagt: "Das Problem war, dass wir für das Training kaum Reifen hatten."
"Wir mussten das Auto quasi nur mit einem Satz vorbereiten. Die Ingenieure haben großartig gearbeitet, und wir haben die richtigen Entscheidungen für das Rennen getroffen. Wir hatten definitiv ein schnelles Auto. Ich habe das Gefühl, wir hätten um den Sieg kämpfen müssen."
Rund eineinhalb Stunden vor Rennende platzte die Überraschung. Auf Platz drei liegend steuerte die #2 Corvette die Boxengasse an, doch das Auto rollte auf den letzten Metern mit leerem Tank aus. Das kostete wertvolle Zeit.
Nach dem Boxenstopp war Bamber Zwölfter, als im Streckenabschnitt Skyline die linke Hinterradaufhängung brach. Das Auto drehte sich schlagartig und prallte mit der Motorhaube gegen die Streckenbegrenzung. Das bedeutete den Ausfall für einen der Siegkandidaten.
"Das ist echt schade", bedauert Catsburg, der das bittere Ende von der Box aus verfolgt hatte, "aber gehört eben dazu. So ist der Sport. Hier gehen wir mit dem Material nicht gerade zimperlich um. Wir prügeln die Autos über die Curbs und fahren gegeneinander. So etwas passiert eben."
Auch Bamber ist schlussendlich "stolz", dass "wir mit der Corvette - beim ersten Einsatz hier - so viele Runden in Führung lagen. Wir haben unglaublich viel gelernt, und ich bin wahnsinnig stolz darauf."
Die Schwester-Corvette vom JMR-Team, die von Ben Green, Prince Abu Bakar Ibrahim, Prince Jefri Ibrahim und Jordan Love in der Pro-Am-Klasse gefahren wurde, erreichte das Ziel. Sie belegte in der Gesamtwertung Platz 14.
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