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Formel-1-Liveticker: Das Qualifying in Malaysia live!

Liveticker

Feierabend

In Sepang ist es bereits 22:00 Uhr und damit sind wir hier am Ende dieses Samstags angekommen. Rennstart in Malaysia morgen ist bereits um 09:00 Uhr MESZ, also passt auf, dass ihr nicht verschlaft!

Habt jetzt erst einmal noch einen schön Rest-Samstag beziehungsweise Feiertag und bis morgen.

Cadillac: Erwartet schwieriges Wochenende

P21 und P22 heute und damit die letzten beiden Plätze. Sergio Perez war dabei mit einem alten Motor unterwegs. "Wir wussten schon vor unserer Ankunft, dass diese Rennstrecke für uns eine Herausforderung sein würde und dass wir Schwierigkeiten haben würden, das Tempo mitzuhalten", erklärt er.

"Das ist auch der Grund, warum wir es für besser hielten, den neuen Motor für ein anderes Rennen aufzuheben, bei dem wir möglicherweise mehr davon profitieren können", so der Mexikaner, der gut drei Zehntelsekunden langsamer als sein Teamkollege war.

Valtteri Bottas selbst erklärt: "Bislang verlief das Wochenende für uns reibungslos. Wenn man sich das Ergebnis ansieht, liegen wir natürlich ganz hinten, was nicht gerade toll ist. Aber ich habe das Gefühl, dass wir an diesem Wochenende das Beste aus allem herausholen konnten."

"Gestern lagen wir bei den Longruns ziemlich gleichauf mit den Williams, also wird das hoffentlich auch morgen so sein und wir können uns ein kleines Rennen mit ihnen liefern", hofft er.

Mekies lobt Motorenabteilung

Und wir bleiben noch einmal bei den Bullen, denn für Red Bull war es die erste Poleposition mit einem komplett eigenen Motor. Laurent Mekies sagt dazu: "Ein fantastisches Ergebnis für das gesamte Team heute."

Es sei "ein besonderer Moment, da es die erste Poleposition für uns als vollwertiger Hersteller mit den Red-Bull-Ford-Antrieben ist. Von Anfang an war dies ein Projekt, das den bahnbrechenden Geist von Red Bull verkörpert."

"Die Entwicklung und den Bau einer Antriebseinheit ins eigene Haus zu verlagern und in nur fünf Jahren ein wettbewerbsfähiges Paket zu liefern, war verrückt, aber Red Bull hat es geschafft."

"Dass ein Antriebshersteller mit seinem ersten neuen Design in den Sport einsteigt und bereits bei seinem 16. Grand Prix die Poleposition erobert, ist eine bemerkenswerte Leistung", betont er.

Hadjar peilt Podium an

Der Franzose wurde heute Dritter, startet wegen seiner Strafe morgen aber nur von P8. Er erklärt: "Ich habe heute gemischte Gefühle. Natürlich können wir mit P1 und P3 sowie der Gesamtleistung des Autos sehr zufrieden sein."

Aber: "Wir waren hier sehr eingeschränkt, was die Anzahl der Runden angeht, die wir in jeder Session fahren konnten. Hätte ich noch ein paar mehr schaffen können, wäre heute sogar P2 möglich gewesen, denn meine letzte Runde war nicht perfekt."

"Andererseits ist es schade, dass ich die Strafe in Kauf nehmen und von P8 starten muss. Sonst hätte ich die Chance gehabt, mich gleich von Beginn an ganz vorne mit zwei mehrfachen Weltmeistern zu messen, und das hätte Spaß gemacht."

"Jetzt muss ich mich erst einmal gegen die Mercedes, die McLarens und Charles [Leclerc] durchsetzen, was nicht einfach werden wird, und versuchen, mich im Feld nach vorne zu arbeiten."

"Aber alles ist möglich, daher strebe ich morgen weiterhin einen Podiumsplatz an", so Hadjar angriffslustig.

Hamilton: Beste Runde des Jahres

Auch der Rekordweltmeister hofft morgen natürlich auf ein Spitzenergebnis. "Das war, das muss ich sagen, eine meiner schönsten Runden des Jahres. Ich glaube, es war wahrscheinlich sogar meine beste Runde des Jahres", jubelt er bei Sky.

"Ich hatte nicht damit gerechnet, in der ersten Startreihe zu stehen", gesteht er und ist daher im Hinblick auf das Rennen auch etwas zurückhaltend. "Ich weiß nicht, wie es morgen mit dem Tempo aussehen wird", betont er.

"Was ich weiß, ist, dass wir in Sachen Geschwindigkeit auf den Geraden einen Rückstand haben. Das bedeutet letztendlich, dass wir meiner Meinung nach in den Kurven etwas schneller sind, insbesondere in langsamen Kurven", erklärt er.

"Wir müssen einfach unser eigenes Rennen fahren, egal wie das Tempo dabei aussieht", so Hamilton, der daran erinnert, dass man gut auf die Reifen aufpassen müsse. Daher dürfe man nicht zu hart pushen.

"Wir können nur unser Bestes geben", betont er.

Livestream

Nicht vergessen: Auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de beginnt gleich unsere große Videoanalyse zum Qualifying in Malaysia. Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll haben die folgenden Themen im Gepäck:

-Mercedes-Update ein Flop?
-Red Bull & Ferrari
-PU-Problem bremst Norris
-Fragen der Kanalmitglieder

McLaren hofft noch auf Podium

Teamchef Andrea Stella erklärt nach P6 und P7: "Das heutige Ergebnis kommt nicht überraschend. Wir hatten bereits vergangene Woche gesehen, dass Red Bull einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht hatte, und heute wurde das noch deutlicher."

"Wir wissen unsererseits, dass noch Arbeit nötig ist, um das Potenzial des Autos voll auszuschöpfen, aber auf jeden Fall haben wir ein Ergebnis erzielt, das bedeutet, dass wir im morgigen Rennen mitkämpfen können, was an sich schon wichtig ist."

"Ob die Strecke nun nass oder trocken ist - wir erwarten ein Rennen voller Überraschungen. Der Reifenverschleiß wird für alle ein entscheidender Faktor sein, und nach dem, was wir im freien Training gesehen haben, glauben wir, dass wir gut aufgestellt sind."

"Es wird ein enges Rennen, und unser Ziel ist klar: Wir wollen jede sich bietende Gelegenheit nutzen und um einen Platz auf dem Podium kämpfen", so Stella.

Alpine erneut "Best of the Rest"

Pierre Gasly wurde heute Neunter und führte damit das Mittelfeld an. "Das Auto war heute wieder konkurrenzfähig, und wir haben unser Ziel erreicht, in Q3 zu kommen. Ich bin also froh, dass uns das gelungen ist", so der Franzose.

"Ich bin derzeit mit dem Auto zufrieden. Ich fühle mich gut darin und ist regelmäßig schnell genug für das Q3, wie wir bei den letzten beiden Rennen gesehen haben", sagt er zufrieden.

"Das war wahrscheinlich das Beste, was wir heute erreichen konnten, und das Qualifying verlief ganz nach unseren Erwartungen", bestätigt auch Steve Nielsen. Franco Colapinto muss morgen von hinten starten, was bereits vor dem Qualifying feststand.

"Wir hatten die Möglichkeit, dass er Pierre [in Q2] einen Windschatten gibt, aber wir stellten fest, dass der Leistungsgewinn relativ gering und das Risiko zu groß war", so Nielsen. Daher verzichtete man darauf.

Doppelte Verwarnung für Stroll

Und endlich ist auch das Urteil im Stroll-Fall da. Der Kanadier bekommt gleich zwei Verwarnungen, weil er im Qualifying auch gleich zweimal zu langsam gefahren ist. Das Urteil der Rennkommissare, das in beiden Fällen gleich ist, hier im Wortlaut:

"Der Fahrer und das Team erklärten, dass die Konfiguration der Antriebseinheit eine bestimmte Fahrweise während der Auslaufrunden erfordert. Auf dieser Rennstrecke war es für den Fahrer daher besonders anspruchsvoll, seine Auslaufrunde zu meistern und gleichzeitig die vorgeschriebene SC2-SC1-Zeit so genau wie möglich einzuhalten."

"Dies entbindet jedoch weder den Fahrer noch den Teilnehmer von der Verpflichtung, die vorgeschriebene Höchstzeit einzuhalten. Der Fahrer und der Teilnehmer bleiben dafür verantwortlich, das Fahrzeug, einschließlich seiner technischen Konfiguration, so zu betreiben, dass die geltenden Vorschriften und die Anweisungen des Rennleiters eingehalten werden können."

"Die Rennkommissare stellen außerdem fest, dass STR in der Lage war, die vorgeschriebene SC2-SC1-Zeit in mindestens einer weiteren Auslaufrunde während derselben Qualifikationssitzung einzuhalten, während die gleichen allgemeinen Betriebsanforderungen galten."

"Die Rennkommissare waren daher nicht der Ansicht, dass die Konfiguration der Antriebseinheit die Einhaltung unmöglich machte. Nach Abwägung der Umstände des Vorfalls kommen die Rennkommissare zu dem Schluss, dass die Überschreitung einen Verstoß darstellt."

"Unter Berücksichtigung all dieser Punkte und insbesondere der Tatsache, dass die Einhaltung der vorgeschriebenen Zeit weiterhin möglich war, entscheiden die Rennkommissare, dass die Standardsanktion einer Verwarnung angemessen ist."

Racing Bulls wieder nicht in Q3

Lange waren Top-10-Ergebnisse im Qualifying bei den Racing Bulls quasi gesetzt, nun verpasste man nach Baku bereits zum zweiten Mal in Folge Q3. Bei Arvid Lindblad war das bereits vor der Qualifikation klar.

"Angesichts der Strafe wegen Arvids Antriebseinheit entschieden wir uns für einen unkonventionellen Plan, mit dem Ziel, ihn in Q2 zu bringen, wo er Liam mit einem Windschatten helfen könnte", erklärt Mattia Spini.

Der Rookie setzte daher in Q2 gar keine Zeit, sondern versuchte nur, Liam Lawson zu helfen. Dieser verpasste den Sprung in Q3 als Elfter aber trotzdem hauchdünn. Er selbst spricht von einem "frustrierenden" Qualifying.

"Das Auto war an diesem Wochenende bisher konkurrenzfähig, daher werden wir analysieren, wo wir so viel Tempo eingebüßt haben", grübelt er.

Pirelli rechnet mit (mindestens) zwei Stopps

Das hatte sich schon gestern abgezeichnet. Pirelli-Motorsportchef Dario Marrafuschi erklärt: "Der morgige Grand Prix verspricht aus strategischer Sicht besonders spannend zu werden."

"Die meisten Fahrer verfügen über zwei Sätze harte Reifen, die dank ihrer höheren thermischen Beständigkeit und geringeren Abnutzung im Vergleich zu den weicheren Mischungen eine solide Option für längere Stints darstellen dürften."

"Auf dem Papier scheinen die Kombinationen Medium-Hard-Hard und Soft-Hard-Hard zu den wettbewerbsfähigsten zu gehören", so der Italiener. Aber: "Es gibt jedoch einige besondere Situationen, wie beispielsweise die von Verstappen und Leclerc."

Die haben nur noch einen Satz harte Reifen und könnten "möglicherweise andere Vorgehensweisen in Betracht ziehen, indem sie verstärkt auf die weichen und mittleren Mischungen zurückgreifen oder sogar Dreistoppstrategien in Betracht ziehen".

"Dagegen ist es unwahrscheinlich, dass wir Einstoppstrategien sehen werden, die auf dem Papier keinen Vorteil hinsichtlich der Gesamtrennzeit bieten", so Marrafuschi.

Hülkenberg nach Fehler in Q1 raus

Nur P17 heute für den Deutschen, der sich ärgert: "Das Qualifying endete enttäuschend, denn die Runde lief gut, bis es im letzten Sektor zum Verbremser kam. Die Abstände sind derzeit so knapp, dass man jede Kurve richtig fahren muss."

Deswegen habe der Fehler "leider viel Rundenzeit gekostet", erklärt er. Renndirektor Allan McNish muntert ihn auf: "Angesichts des Renntempos, das er gezeigt hat, und seiner Fähigkeit, sich nach vorne zu kämpfen, glaube ich, dass wir morgen zwei Autos haben, die voll im Rennen sind."

Trotzdem sieht es für Gabriel Bortoleto nach P10 heute natürlich erst einmal deutlich besser aus. "Ich bin sehr glücklich. Ich glaube, das war eine mega Runde. Insgesamt waren alle Runden im Qualifying sehr gut", sagt er zufrieden.

"Nach einem schwierigen Wochenende in Baku halte ich das für eine sehr starke Reaktion, und es zeigt, wie gut das von uns mitgebrachte Upgrade-Paket ist", betont der Brasilianer.

Mal schauen, ob davon morgen auch noch Hülkenberg profitieren kann.

P13: Williams sieht "Fortschritte"

Zumindest ein Auto brachte man heute in Q2. Teamchef James Vowles erklärt: "Es war ein gutes Qualifying für Carlos, und es war toll zu sehen, wie er an die Tür zu Q3 klopfte, auch wenn er es nicht ganz geschafft hat - und das auf einer Strecke, von der wir wissen, dass sie unserem Auto nicht liegt."

Am Ende wurde Sainz 13. es fehlten aber sieben Zehntel zum Q3-Einzug. Trotzdem betont Vowles: "Das ist ein weiteres Zeichen dafür, dass wir Fortschritte gemacht haben, aber noch nicht genug, um auf dem Niveau zu sein, das wir brauchen, um um Punkte zu kämpfen."

Für Alexander Albon war dagegen schon in Q1 Feierabend. "Es war ein hartes Qualifying und nicht das Ergebnis, das wir uns gewünscht hatten. Wir haben für diese Session einige Änderungen am Auto vorgenommen, doch diese haben uns nicht die Leistung gebracht, auf die wir gehofft hatten", erklärt er.

Doppeltes Q1-Aus für Haas

In Baku noch in den Punkten, heute mit beiden Autos in Q1 raus. "Es war offensichtlich ein sehr hartes Qualifying. Ich habe das Gefühl, dass die Streckencharakteristik von Sepang unter all diesen Bedingungen unsere Schwächen wirklich deutlich gemacht hat", so Ayao Komatsu.

"Wenn man sich das Feld ansieht, sind wir die einzigen, die in Q1 drei Runden fahren, und unser Rundenprofil unterscheidet sich von dem der anderen, was zeigt, dass wir ein ganz spezifisches Problem haben, das die anderen nicht haben", so der Teamchef.

"Es ist nicht so einfach zu sagen, dass wir nicht genug Grip haben. Das spielt natürlich eine Rolle, aber bestimmte Bereiche des Autos sind nicht besonders stark, und das wurde im heutigen Qualifying wirklich deutlich", betont er.

"Auf meiner Seite waren wir das ganze Wochenende langsam", sagt Oliver Bearman und ergänzt: "Ich glaube nicht, dass wir besser sind als P15, aber ich bin mir sicher, dass ich es in Q2 geschafft hätte, wenn ich ein reibungsloses Wochenende gehabt hätte."

Aston Martin: Bestes Qualifying des Jahres

Fernando Alonso erklärt nach P12: "Es war unser bisher bestes Qualifying in dieser Saison, und in Q2 lagen wir etwa 1,5 Sekunden hinter der Spitze. So nah waren wir das ganze Jahr über noch nie dran."

"Das Auto ist das gleiche wie in den vergangenen Rennen, und es ist klar, dass uns auf den Geraden Leistung fehlt", betont er. Doch insgesamt scheine das Paket besser zur Strecke in Sepang zu passen.

Teamkollege Lance Stroll ergänzt nach P14: "In der zweiten schnellen Runde in Q1 hat es bei mir 'Klick' gemacht, und es lief viel besser. Ich habe mich im Qualifying im Auto wohler gefühlt als in den Trainings, auch wenn mir in Q2 einige Fehler unterlaufen sind."

Deshalb sei vielleicht sogar noch etwas mehr drin gewesen. "Aber wir werden sehen, was morgen bringt", so Stroll.

Leclerc: Hinterreifen haben überhitzt

Der Ferrari-Pilot wurde Fünfter und startet morgen von P4. Er erklärt: "In Q1 war ich sehr zufrieden. In Q2 hatte ich dann aufgrund der Überhitzung der Hinterreifen etwas mehr zu kämpfen."

"Ich war mit dem Set-up ziemlich aggressiv und mir war das bewusst. Als es dann ins Q3 ging, wurden die Hinterreifen leider umso mehr überhitzt, je mehr ich das Tempo hochschraubte."

So landete er am Ende drei Plätze hinter seinem Teamkollegen, betont jedoch: "Der vierte Platz [beim Start] reicht aus, um vorne mitzukämpfen." Er hofft noch immer auf ein Spitzenergebnis.

Denn im Rennen könnte sich das Bild durch Reifenmanagement und Co. noch einmal verändern.

Antonelli: Verstappen zu weit weg

Der Italiener sagt über seinen Fehler in Q2 bei Sky: "Es ist natürlich schade wegen des Fehlers, aber alles in allem glaube ich ehrlich gesagt, dass bei einem fehlerfreien Qualifying [...] vielleicht P2 oder P3 möglich gewesen wäre."

Oder anders gesagt: Max Verstappen hätte er sowieso nicht bekommen. Das hat ja auch Toto Wolff schon gesagt. "Alles in allem müssen wir zufrieden sein, denn es hätte viel schlimmer kommen können", betont Antonelli daher.

"Wir werden uns auf morgen konzentrieren", kündigt er an und erklärt: "Es wird spannend. Ich glaube allerdings, dass Max in Sachen Tempo immer noch einen kleinen Vorsprung hat, und auch der Ferrari sah ziemlich stark aus."

Letztendlich wolle er einfach das bestmögliche Ergebnis holen. "Wenn wir gewinnen können, werden wir es versuchen. Wenn wir uns mit P2 oder P3 begnügen müssen, werden wir das tun", so Antonelli.

Russell rätselt über Rückstand

Bei Mercedes lief es nicht gut, aber George Russell war dann auch noch einmal schlechter als sein Teamkollege. Warum das so war, das weiß der Brite selbst nicht. "Nein", grübelt der WM-Zweite.

"Was die Rauheit des Asphalts angeht, ist diese Rennstrecke offensichtlich ein kleiner Sonderfall", betont er und erklärt: "An bestimmten Stellen der Strecke hat man das Gefühl, auf Schotter zu fahren."

"Das gilt für alle gleichermaßen. Allerdings macht sich das bei uns deutlich stärker bemerkbar als bei anderen", glaubt er. Zudem sei es ein "großes Fragezeichen", wie viel Zeit noch im Update stecke.

"Alle Zahlen deuten auf eine Verbesserung [durch das Update] hin. Aber natürlich ist es ein Sport, bei dem wir uns an den Rundenzeiten orientieren müssen und nicht daran, was die Zahlen sagen", weiß Russell.

Was war bei McLaren los?

Nur P6 und P7 heute für McLaren und Lando Norris erklärt, dass seine Q3-Runde eigentlich "sehr stark" gewesen sei. Die Probleme liegen also auf den Geraden, erklärt er.

"Ich habe auf jeder einzelnen Geraden das Nachsehen, sodass ich jedes Mal, wenn ich gut aus der Kurve komme, am Ende der Geraden einfach langsamer bin", berichtet er.

"Ich sollte weiter oben stehen, nicht unbedingt, weil ich meine Arbeit besser hätte machen können, sondern einfach, weil wir nicht das volle Potenzial aus dem Auto herausholen, das wir bräuchten", erklärt der Weltmeister.

Und Teamkollege Oscar Piastri ergänzt: "Ich glaube nicht, dass wir hier besonders konkurrenzfähig waren. Im ersten Training lagen wir noch weit zurück, aber ich denke, wir haben uns im Laufe des Wochenendes ein wenig verbessert."

"Aber meiner Meinung nach zeigt diese Strecke besonders deutlich, welche Herausforderungen wir haben, wenn es darum geht, das Beste aus diesem Auto herauszuholen."

Er sei daher "keine große Überraschung, dass wir dort stehen, wo wir stehen".

Vasseur: Punkte werden morgen vergeben

Der Ferrari-Teamchef erklärt nach P2 von Lewis Hamilton bei Sky: "Es war ein gutes Qualifying, aber der Erfolg kommt erst am Sonntag, niemals schon am Samstag."

"Wir wissen, dass es in diesem Rennen vor allem um den Reifenverschleiß, das Renntempo, das Reifenmanagement und vieles mehr gehen wird als nur um eine gute Startposition."

Trotzdem nehme er "ein gutes Qualifying" natürlich mit. "Aber ehrlich gesagt müssen wir uns jetzt voll und ganz auf das Rennen und das Rennmanagement konzentrieren", so Vasseur.

Untersuchung gegen Stroll

Für Aston Martin war es mit P12 und P14 eine erfolgreiche Qualifikation. Allerdings droht Lance Stroll womöglich noch eine Strafe. Er muss sich bei den Rennkommissaren verantworten, weil er in Q1 und Q2 jeweils unnötig langsam gefahren sein soll.

Bei so einem Verstoß gibt es in der Regel nur eine Verwarnung, aber bei Stroll scheint es gleich um mehrere Vorfälle zu gehen. Wir behalten das natürlich im Auge.

Mercedes-Update ein Reinfall?

Toto Wolff findet klare Worte, nachdem Mercedes heute im Qualifying chancenlos war. "Wir haben ein Upgrade aufs Auto gegeben, das überhaupt nicht funktioniert", so der Teamchef bei ServusTV.

"Wir verlieren auf allen Geraden. Das heißt, wir haben zu viel Luftwiderstand", erklärt er und betont, dass das "nicht absehbar" gewesen sei. "Also da sind einige Hausaufgaben zu machen", grübelt er.

Im Hinblick auf die gestrichene Antonelli-Zeit in Q2 sagt er noch, dass er ohne den Fehler "vielleicht" in Q3 ein paar Zehntel schneller gewesen wäre. "Aber trotzdem: Die Verstappen-Zeit hätten wir nicht erwischt", stellt er klar.

Auf den Sieg sieht er daher auch "keine Chance" morgen.

Hamilton: Änderung zahlte sich aus

Der Rekordweltmeister ist ebenfalls happy mit P2 und erklärt: "Ich bin meinem Team wirklich sehr, sehr dankbar. Wir haben in all den Trainingssitzungen so viele Änderungen vorgenommen."

"Da die Autos ins Rutschen geraten und die Reifen überhitzen, war es wirklich schwer, eine gute Balance zu finden. Wir haben vor dem Qualifying noch eine letzte Änderung vorgenommen."

"Und ich glaube, wir haben den Sweet Spot getroffen", berichtet er und ergänzt: "Es ist großartig, dass ich den Rückstand auf Max, der das ganze Wochenende über so schnell war, auf zwei oder drei Zehntel verkürzen konnte."

Im Rennen morgen gehe es dann vor allem darum, auf die Reifen aufzupassen.

Verstappen: Lange auf Pole gewartet

Erstmals seit 2025 steht der Niederländer wieder auf der Pole. "Es ist fantastisch", sagt er und erklärt: "Wir haben bei vielen Grands Prix versucht, die Poleposition zu holen."

"Manchmal waren wir näher dran als bei anderen, aber dass wir sie nun endlich geholt haben - wenn man bedenkt, wo wir zu Beginn der Saison standen -, ist ziemlich unglaublich."

"Ich bin zufrieden mit dem heutigen Tag und werde natürlich versuchen, morgen zu gewinnen. Wenn man von Platz eins startet, ist das das Ziel", kündigt er an.

Es wäre dann auch der erste Saisonsieg für Red Bull.

Red Bull: Müsste alles perfekt laufen

Haben die Bullen gleich eine Chance auf die Poleposition? Teamchef Laurent Mekies erklärt bei F1 TV, dass seiner Meinung nach "sechs oder sieben Autos" um einen Platz in der ersten Startreihe kämpfen werden.

Auf die Frage, ob man selbst eine Chance auf die Pole habe, antwortet er mit einem Lachen: "Wenn wir alles perfekt machen und Kimi nicht alles perfekt macht, dann haben wir eine Chance, darum zu kämpfen."

Heißt: Seiner Meinung nach ist Antonelli hier der Pole-Favorit.

Wo findet das Finale statt?

Heute sind Aussagen von Formel-1-Boss Stefano Domenicali aufgetaucht, die viele Medien aufgegriffen haben. Dort wurde es so dargestellt, dass das Saisonfinale 2026 nun definitiv in Abu Dhabi stattfinden wird.

Faktisch ist das aber noch immer nicht sicher. Eine Einordnung der Domenicali-Aussagen findet ihr hier.

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Foto: Hockenheim-Ring GmbH

Gridstrafen

Zur Erinnerung: Für Franco Colapinto und Arvid Lindblad geht es nachher im Qualifying quasi um nichts. Colapinto muss wegen seiner Strafe aus Baku und einer zusätzlichen Motorenstrafe morgen 15 Plätze in der Startaufstellung nach hinten.

Lindblad muss wegen einer Motorenstrafe sogar ganz vom Ende des Feldes starten. Für Isack Hadjar geht es ebenfalls wegen einer Motorenstrafe fünf Plätze zurück. Damit ist für ihn aber zumindest noch immer ein Start aus den Top 10 möglich.

Red Bull jetzt zweite Kraft?

In der WM liegt Red Bull nur auf P4. Doch Experte Anthony Davidson glaubt, dass die Bullen inzwischen zumindest bei den einzelnen Rennen der größte Gegner für Mercedes sein könnten.

"Red Bull hätte sich zwar gewünscht, näher an den Mercedes heranzukommen, aber sie liegen wieder einmal mehr oder weniger auf Augenhöhe", sagt der ehemalige Formel-1-Pilot bei Sky.

"Sie entwickeln sich rasch zu dem Team, das an jedem Rennwochenende die größte Bedrohung für Mercedes darstellt", so Davidson.

Tatsächlich holte Red Bull in den vergangenen drei Rennen vier Podestplätze. Bei McLaren war es lediglich einer - und bei Ferrari sogar gar keiner.

Livestream

Ein Hinweis in eigener Sache: Auch an diesem Wochenende sind wir natürlich wieder mit Livestreams auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de für euch da. Los geht es heute mit der Analyse zum Qualifying.

Wegen der Zeitverschiebung melden sich Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll nachher bereits um 15:00 Uhr MESZ bei euch.

Sperrstunde gebrochen

Eine kleine Randnotiz zu Beginn des Tages: Audi hat in der Nacht die Sperrstunde gebrochen. Vermutlich hängt das mit dem Getriebeproblem zusammen, das Gabriel Bortoleto gestern am Ende von FT2 hatte.

Eben in FT3 war er aber schon wieder ganz normal mit dabei und eine Strafe gibt es für Audi auch nicht, denn das Team hat den dritten von vier Jokern in diesem Jahr beim Brechen der Sperrstunde eingesetzt.

Qualifyingtag

Guten Morgen und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Formel-1-Livetickers. Es ist Samstag und in Malaysia steht heute das Qualifying zum Großen Preis von Bahrain auf dem Programm.

Das dritte und letzte Training liegt wegen der Zeitverschiebung bereits hinter uns, die Qualifikation steht um 10:00 Uhr MESZ an. Hier im Ticker versorgen wir euch wie gewohnt den ganzen Tag lang mit Bildern, Infos und Stimmen direkt aus dem Fahrerlager.

Ruben Zimmermann begleitet euch an dieser Stelle durch den Tag und bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden könnt ihr unser Kontaktformular verwenden. Außerdem findet ihr uns auf Facebook, X, Instagram und YouTube.

Hier gibt es unseren gestrigen Liveticker noch einmal zum Nachlesen.

Von: Ruben Zimmermann

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