Formel-1-Liveticker: Das Qualifying in Spielberg live
Spielberg-Samstag in der Analyse: Russell holt kontroverse Poleposition
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Bericht
Liveticker
Feierabend
Fliegender Wechsel bei uns: Hier ist Feierabend für heute, weiter geht es jetzt mit unserer großen Videoanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de mit Stefan Ehlen und Kevin Scheuren.
Rennstart morgen ist um 15:00 Uhr und wir sind wie gewohnt rechtzeitig wieder mit einer neuen Tickerausgabe für euch am Start. Habt noch einen schönen Abend, kühlt etwas ab und bis dann!
McLaren: Rückstand auch auf den Geraden
Andrea Stella sagt nach P6 und P7 heute, dass der Rückstand auf Mercedes nur zu 70 Prozent aus den Kurven komme. 30 Prozent der Zeit verliere man auf den Geraden, so der Teamchef.
"In den Kurven ist sehr deutlich, warum das so ist. Es liegt daran, dass ihr Auto mehr Abtrieb erzeugt als unseres", so Stella. Doch warum man auch auf den Geraden Zeit verliert, das weiß er nicht so recht.
Schließlich hat McLaren den gleichen Motor wie das Werksteam. "Das könnte mit einem zusätzlichen Luftwiderstand zusammenhängen, den unser Auto aufweist", grübelt er.
Möglich sei aber auch, dass man die Powerunit einfach noch nicht optimal nutze, "da der Geschwindigkeitsrückstand ziemlich groß ist", betont er. Dem müsse man auf jeden Fall auf den Grund gehen.
Alpine: Können nicht zufrieden sein
Steve Nielsen sagt nach P11 und P16: "Wir können mit dem Ergebnis und dem heutigen Verlauf nicht ganz zufrieden sein, denn unser Ziel bleibt jedes Wochenende, beide Autos in die Top 10 zu bringen."
Er gesteht: "Wenn man sich das Tempo der Racing Bulls heute ansieht, glaube ich, dass wir nicht wirklich mit ihnen mithalten konnten, zumindest nicht über eine einzelne Qualifikationsrunde hinweg."
Immerhin betont Pierre Gasly: "Ich bin zufrieden mit dem Fortschritt, den wir seit gestern gemacht haben. Wir haben uns deutlich stärker gefühlt, daher blicke ich optimistisch auf morgen."
Franco Colapinto wurde auf P16 unter Wert geschlagen, weil er in seiner letzten Q2-Runde in Kurve 1 einen Fehler machte. "Ich bin von der Strecke abgekommen und habe die Runde abgebrochen", berichtet er.
Wie es zum Wolff-Funkspruch kam
Nach dem Qualifying sorgt nicht nur die kontroverse letzte Runde von George Russsell, sondern auch ein bestimmter Funkspruch für Aufsehen: "George, fahr einfach", funkte Toto Wolff in Q2 an ihn.
Manche Fans dürften nach der Session gedacht haben, dass Russell sich zuvor am Funk über irgendetwas beschwert haben könnte. In Wirklichkeit war aber alles ganz anders.
Was wirklich hinter dem Funk steckte, das könnt ihr hier nachlesen.
Alonso zufrieden nach P21
Aston Martin belegte auch heute wieder die letzten beiden Plätze. Trotzdem klang Fernando Alonso nach seinem Q1-Aus am Funk sehr positiv und sprach von Fortschritten - die in der Zeitenliste allerdings nicht zu sehen sind.
Der Spanier erklärt: "Seit FT1 haben wir meiner Meinung nach enorme Fortschritte in Bezug auf das Fahrverhalten, das Getriebe, das Herunterschalten, das Hochschalten und die Energie gemacht."
Diese Schritte seien "sehr ermutigend", auch wenn man in der Zeitenliste damit noch immer ganz hinten sei. "Das Team arbeitet immer noch so, als würden wir um Punkte oder Podiumsplätze kämpfen", betont Alonso.
"Wir halten zusammen und alle geben ihr Bestes", versichert er. Das habe er mit seinem Funkspruch zum Ausdruck bringen wollen.
Mekies: Verstappen-Crash war "ungewöhnlich"
Warum flog der Niederländer am Ende von Q3 ab? "Es war etwas ungewöhnlich. Wir warten darauf, dass das Auto zurückkommt, um genau zu verstehen, was passiert ist", so Laurent Mekies bei Sky.
"Ich denke, entscheidend ist, dass es zwar wahrscheinlich nicht für die Pole gereicht hätte, aber wohl gut genug war, um um die erste Reihe mitzukämpfen, was meiner Meinung nach zeigt, dass sich das Auto weiterentwickelt und auf dem richtigen Weg ist", so der Teamchef.
Den Crash könnt ihr euch hier noch einmal im Video ansehen:
Pirelli rechnet mit mindestens zwei Stopps
Regen ist auch morgen nicht in Sicht, weshalb man bei Pirelli im Normalfall mit zwei Boxenstopps rechnet. "Unseren Simulationen zufolge sind Zweistoppstrategien die wettbewerbsfähigsten Optionen", erklärt Motorsportchef Dario Marrafuschi.
Sogar drei Stopps seien möglich, sagt er und erklärt: "Da der Undercut in Spielberg besonders stark ist, könnten einige Fahrer versuchen, ihren Konkurrenten mit einem sehr frühen ersten Boxenstopp zuvorzukommen und dann im weiteren Rennverlauf alle drei verfügbaren Reifenmischungen einzusetzen."
"Diese Strategie ist unter Berücksichtigung des Verkehrs und der erforderlichen Überholmanöver um einige Sekunden langsamer, aber bei freier Fahrt ist sie tatsächlich schneller als die Zweistoppstrategie", verrät er.
"Manche Teams könnten daher bereit sein, dieses Risiko einzugehen. Schließlich ist die Erinnerung daran noch frisch, wie Hamilton mit einem ähnlichen Manöver in Barcelona den Sieg errungen hat", erinnert Marrafuschi.
Williams-Doppelaus in Q1: "Hoffentlich der Tiefpunkt"
Das hatte sich gestern bereits angedeutet. Carlos Sainz erklärt: "Auch wenn es ein hartes Wochenende war, bin ich sehr zufrieden mit meiner letzten Runde in Q1 und hätte es fast in Q2 geschafft. Leider fehlte uns einfach das nötige Tempo."
"Wir hatten das ganze Wochenende über Probleme mit dem Grip und dem Gewicht des Autos, und wenn man das noch mit der Hitze kombiniert, sind das einfach zu viele Probleme, um im Feld nach vorne zu kommen", erklärt er.
"Hoffentlich ist das der Tiefpunkt, und ab Silverstone kehren wir wieder auf den Weg der Verbesserung zurück", so Sainz. Teamkollege Alexander Albon spricht ebenfalls von einem "frustrierenden" Samstag.
"Wir hätten heute nicht viel mehr tun können. Wir haben über das gesamte Wochenende hinweg zwischen den Session positive Veränderungen vorgenommen, aber leider fehlt uns einfach das Tempo", so Albon.
Die Kurven 1 bis 4 seien okay, aber in den High-Speed-Kurven sei man dann (wie auch schon in Barcelona) chancenlos.
Die kontroverse Szene ...
... könnt ihr euch hier jetzt auch noch einmal direkt aus Russells Onboard anschauen:
Verstappen: Gelbe Flagge "verrückt"
Der betroffene Verstappen selbst sieht die Situation am Ende eher wie Frederic Vasseur. "Das ist ziemlich verrückt", sagt er über die Tatsache, dass es nur eine einfache gelbe Flagge gab.
Die FIA selbst erklärt es übrigens so, dass es das Standardvorgehen sei, zunächst einmal eine einfache gelbe Flagge zu zeigen. In den Sekunden danach entschiede man dann, ob Doppelgelb nötig sei.
In diesen Sekunden fuhr Russell aber bereits an der Unfallstelle vorbei.
Russell: Weiß, dass ich Antonelli schlagen kann
Rein sportlich erklärt der Brite nach seiner Pole: "Es ist das achte Rennen der Saison. Es ist meine vierte Poleposition, aber bisher ist es mir noch nie gelungen, daraus ein gutes Ergebnis zu machen. In Momenten wie diesen kehrt mein Selbstvertrauen zurück."
Die Saison sei bislang nicht leicht gewesen, aber er habe das Fahren nicht verlernt. "Kimi hat einfach Tag für Tag eine großartige Leistung gezeigt. Ob ich zuversichtlich bin, ihn schlagen zu können? Ja, zu 100 Prozent", stellt Russell klar.
"Ich muss nur diesen Durchbruch schaffen, wie ich heute wieder festgestellt habe, so wie in Barcelona, in Kanada, in Melbourne und wie ich es in China gezeigt habe. Dann werden die Ergebnisse irgendwann in den Rennen kommen", ist er sich sicher.
Russell: Gelbe Flagge war korrekt
Der Brite selbst ist der Meinung, dass es korrekt war, nur eine einfache gelbe Flagge zu zeigen. "Ich habe das Auto [von Verstappen] gar nicht gesehen, weil der Auslaufbereich so weit entfernt ist", betont er.
"Ich denke, in diesem Fall war eine einzelne gelbe Flagge richtig, denn Doppelgelb bedeutet unmittelbare Gefahr", erklärt Russell. Die habe es in diesem Fall aber nicht gegeben.
Es habe jedenfalls nie die Gefahr bestanden, dass er die Kontrolle über das Auto verliere, weil er ja deutlich vom Gas gegangen sei.
Racing Bulls "Best of the Rest"
Die Racing Bulls brachten beide Autos in Q3 und belegten am Ende P9 und P10. Liam Lawson erklärt als bester Mittelfeldpilot: "Bisher war es ein sehr gutes Wochenende, da sich beide Autos für Q3 qualifiziert haben."
"Das Auto hat sich in allen Sessions stark angefühlt, und ich bin wirklich zufrieden mit der Arbeit, die alle leisten", lobt er und erklärt, dass es "ein starkes Ergebnis" sei, das Mittelfeld anzuführen, obwohl mehrere andere Teams Updates gebracht hätten.
Auch Arvid Lindblad betont: "Es war ein positiver Samstag. [...] Meine letzte schnelle Runde war gar nicht so schlecht. Hätte ich alles perfekt gemacht, hätte ich noch eine Zehntel und eine halbe schneller sein können."
"Aber wenn man bedenkt, wo wir zu Beginn des Wochenendes standen, ist das kein schlechter Ausgangspunkt für das Rennen", so der Rookie.
Hadjar: Kann meine Stärke nicht ausspielen
Der Franzose kam heute nicht über P8 hinaus. Er erklärt, dass sein großes Problem am Wochenende die Bremsen seien. "Ich bin ein Spätbremser", sagt er und erklärt, dass er in Spielberg aber nicht hart auf die Bremse steigen könne.
Wenn er das tue, dann blockierten die Reifen, erklärt er. Zudem sei er auch mit dem Deployment auf den Geraden "nicht sehr happy" gewesen, ergänzt er. Mal schauen, was morgen im Rennen noch geht.
Vasseur warnt vor Folgen der Entscheidung
Frederic Vasseur macht George Russell keinen Vorwurf. "George ist eine fantastische Runde gefahren, und das hatte nichts mit seiner Leistung zu tun", sagt er bei Sky über die Situation am Ende.
Er wundert sich allerdings über die Rennleitung und sagt: "Ich bin ein bisschen überrascht, dass sie keine doppelten gelben Flaggen gezeigt haben." Denn das sei ein gefährliches Signal für die Zukunft.
"Ich glaube, der Nachteil daran ist, dass bei der nächsten Qualifikation, wenn man einen Unfall hat, alle anderen weiter Gas geben werden", so Vasseur.
Zwar ging Russell heute vom Gas, aber ein leichtes Lupfen reichte aus, um die Pole behalten zu dürfen. Das ist laut Vasseur kein gutes Zeichen.
"Aber es gibt einen Rennleiter, der macht seinen Job, und ich mache meinen", zuckt er die Schultern.
Hülkenberg: Strecke liegt uns nicht
Beide Audis schieden heute in Q2 aus. Nico Hülkenberg erklärt nach P14: "Ich glaube, das Wochenende war aus Sicht des Autos etwas anspruchsvoller. Ich finde, Barcelona - diese schnelle, flüssige Strecke - hat sich irgendwie vertrauter und angenehmer angefühlt als hier."
"Der Stop-and-Go-Charakter der Strecke hier ist für uns meiner Meinung nach etwas anspruchsvoller", so Hülkenberg, der sich allerdings nicht ganz erklären kann, warum er mehr als drei Zehntel hinter dem Teamkollegen auf P12 landete.
"Um ehrlich zu sein, war meine letzte Runde ziemlich sauber, also weiß ich nicht so recht. Ich habe noch keine Daten gesehen", grübelt er. Q3 wäre aber wohl sowieso nicht erreichbar gewesen.
McLaren: Viel mehr war nicht drin
P6 und P7 waren für McLaren eine kleine Enttäuschung im Qualifying. Lando Norris erklärt: "Ich habe das Gefühl, dass wahrscheinlich alle mehr erwartet haben." Und auch McLaren selbst habe auf etwas mehr gehofft.
Doch letztendlich habe sich seine Runde "ziemlich gut angefühlt", weshalb wohl einfach nicht viel mehr möglich war. "Wir sind also genau dort, wo wir hingehören", glaubt der Weltmeister.
Oscar Piastri bestätigt: "Ich habe das Gefühl, dass wir es über das Wochenende hinweg gut geschafft haben, das Maximum aus dem Auto herauszuholen."
Das Ergebnis sei für ihn grundsätzlich "keine Überraschung", denn: "Wir wissen, dass uns insgesamt noch einiges fehlt und wir es finden müssen."
Bereits nach dem guten Freitag habe man bei McLaren daher geahnt, dass Ferrari heute wieder stärker sein würde.
Ferrari: Nicht mit erster Reihe gerechnet
Charles Leclerc sagt nach P2: "Ich bin mit dem heutigen Tag relativ zufrieden. Natürlich waren die letzten Wochenenden ziemlich hart, deshalb wollte ich einfach ein reibungsloses Wochenende und vor allem ein reibungsloses Qualifying."
"Von Platz zwei zu starten, ist eine gute Ausgangsposition. Das Team hat enorm daran gearbeitet, in Barcelona und auch an diesem Wochenende Upgrades einzuführen, und das zahlt sich aus", zeigt sich Leclerc zufrieden.
"Wenn ich ganz ehrlich bin, hätte ich bis zum Qualifying nicht gedacht, dass wir aus der ersten Startreihe starten würden. Es ist also eine schöne Überraschung, dass wir so weit vorne stehen", betont er.
Auch Teamkollege Lewis Hamilton betont: "Dass die beiden Ferraris den zweiten und dritten Platz belegen, ist fantastisch und spiegelt die großartige Arbeit wider, die in der Fabrik geleistet wird."
"Ich habe in Q3 einen Fehler gemacht und die erste Runde nicht geschafft, aber ich bin wirklich glücklich", so der Rekordweltmeister.
Den Verstappen-Unfall ...
... könnt ihr euch hier auch noch einmal im Video ansehen:
Wie kam es zum Verstappen-Crash?
Der Unfall des Niederländers löste das ganze Chaos am Ende aus. Er selbst erklärt dazu bei Sky: "Schon beim Einfahren in Kurve 6 gab es in dieser Runde einen heftigen Moment. Das war schon etwas seltsam, denn das ganze Wochenende über ist mir so etwas noch nie passiert."
"Und dann kam ich in Kurve 9 an, bin eingelenkt und sofort aus der Kurve geflogen. Es war also nicht einmal eine kleine Korrektur. Das Lenkrad war fast bis zum Anschlag eingeschlagen. Das ist schon etwas merkwürdig, aber wir werden uns das mal ansehen."
"Realistisch" hätte er laut eigener Aussage auf P3 fahren können, wenn er seine Runde beendet hätte. So ist es P5 geworden.
Antonelli bestätigt: Habe Doppelgelb vermutet
Der WM-Leader bestätigt bei F1 TV, dass er mit doppelt gelben Flaggen rechnete. Dazu heißt es nämlich im Reglement:
"Bei einem Sprint-Qualifying oder einem Qualifying wird jedem Fahrer, der einen Abschnitt durchfährt, in dem die gelbe Flagge doppelt geschwenkt wird, diese Rundenzeit gestrichen."
Deswegen brach Antonelli seine Runde komplett ab - was rückblickend ein Fehler war.
Was sagt das Reglement?
Wörtlich heißt es in Artikel 1.8.4.a im Sportlichen Reglement der Formel 1: "Jeder Fahrer, der einen Abschnitt durchfährt, in dem eine gelbe Flagge geschwenkt wird, muss seine Geschwindigkeit verringern und darauf vorbereitet sein, die Fahrtrichtung zu ändern."
"Damit die Rennkommissare davon überzeugt sind, dass ein solcher Fahrer diese Anforderungen erfüllt hat, wird von ihm erwartet, dass er im betreffenden Abschnitt früher gebremst und/oder seine Geschwindigkeit deutlich verringert hat."
Das sahen die Rennkommissare bei Russell offenbar als gegeben an. Anders wäre die Situation bei Doppelgelb gewesen.
Wolff bestätigt: Russell ging vom Gas
Auch der Mercedes-Teamchef ist nicht überrascht, dass Russell die Pole behalten darf. Der Brite sei für 100 Meter vom Gas gegangen, stellt er klar und erklärt, Russell habe rund anderthalb Zehntel verloren.
"Es war eine unglaubliche Runde", lobt er Russell und erklärt, man sehe auch an den Daten, dass er vom Gas gegangen sei. Doch warum brach Antonelli vor Russell dann seine Runde ab?
"Ich glaube, er war der Meinung, es handele sich um eine doppelte gelbe Flagge", vermutet Wolff. Deswegen habe der Italiener deutlich mehr verlangsamt als Russell.
Russell: Bin deutlich vom Gas gegangen
Der Brite darf die Pole behalten, obwohl es während seiner schnellsten Runde eine gelbe Flagge gab. Er selbst betont: "Ich habe die gelbe Flagge gesehen und bin in der Kurve stark vom Gas gegangen."
Er sei "mit fünf Zehnteln Vorsprung hineingefahren und mit zweieinhalb Zehnteln Vorsprung wieder herausgekommen", so Russell. Heißt: Er verlor dort rund zweieinhalb Zehntel.
Das war für die Kommissare offenbar genug, um seine Zeit nicht zu streichen.
Übersicht Qualifying
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt das Qualifying in Spielberg und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal wieder in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende der Qualifikation geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Samstag.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr das Österreich-Rennen am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Warum tut sich Russell schwerer?
Der Brite fuhr zwar Bestzeit in FT3, schaffte das aber erst mit seinem letzten Versuch. Bis dahin war Antonelli der schnellere Mercedes-Pilot. Experte Anthony Davidson erklärt bei Sky: "George hat einen ganz anderen Fahrstil als Kimi."
"Er fährt geschmeidiger, geht in der Einlenkphase etwas sanfter vor und möchte ein Auto, das beim Einfahren etwas präziser ist", erklärt er. "Dafür muss man sich dann aber damit auseinandersetzen, dass das Heck beim Herausfahren aus der Kurve eher zum Problem wird."
"In Kombinationskurven führt das dazu, dass die Hinterreifen überhitzen", so Davidson. Daher sei es für Russell "schwieriger, die richtige Balance zu finden".
Formel 2: Pech für Goethe
Die Formel 2 hat eben ihr Sprintrennen in Spielberg abgehalten - das für Oliver Goethe leider schnell vorbei war. Er wurde gleich in der ersten Runde in Kurve 3 auf P4 liegend in einen größeren Unfall verwickelt.
An der Spitze war es dafür spannend bis zum Ende. John Bennett schnappte Sebastian Montoya (Sohn von Juan Pablo Montoya) den Sieg in der letzten Runde noch weg.
In weniger als einer Stunde steht dann auch das Formel-1-Qualifying an.
Wolff: Planen mit Russell und Antonelli
Der Mercedes-Teamchef hat eben bei Sky klarstellt, für 2027 nichts an der Fahrerpaarung ändern zu wollen. "Wir wollen nichts ändern, und das haben wir auch George gesagt", so Wolff.
"Ich finde, diese Paarung ist gut für uns. Ich bin sehr zufrieden mit den beiden", betont er. Im Hinblick auf Russells Bestzeit in FT3 sagt er: "Es ist immer schön, die Session an der Spitze der Zeitliste zu beenden."
Das gelte vor allem, weil es für Russell "in den vorherigen Runs nicht ganz rund gelaufen ist", erinnert Wolff und erklärt, die Änderungen an Russells Auto hätten offenbar funktioniert.
Sind wir mal gespannt, wie es im Qualifying nachher aussieht.
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt das dritte und letzte Training in Spielberg. Wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende des Trainings geht es an dieser Stelle ganz regulär weiter.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Österreich-Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Viel Abwechslung in Spielberg
Ich habe gerade einmal in unserer großen Datenbank nachgesehen und festgestellt, dass es in Spielberg seit 2020 sechs verschiedene Rennsieger gab. Der einzige Fahrer, der in diesem Zeitraum mehrfach auf dem Red Bull Ring gewann, ist Max Verstappen (zweimal 2021 und 2023).
Dazu kommen Valtteri Bottas (2020), Lewis Hamilton (2020), Charles Leclerc (2022), George Russell (2024) und zuletzt Lando Norris (2025). 2020 und 2021 gab es jeweils zwei Grands Prix in Spielberg - und damit in insgesamt acht Spielberg-Rennen seit 2020 sechs unterschiedliche Sieger.
Heute vor 27 Jahren ...
... gewann Heinz-Harald Frentzen den Großen Preis von Frankreich 1999. Der Jordan-Pilot setzte sich damals überraschend vor dem späteren Weltmeister Mika Häkkinen im McLaren durch.
In den sozialen Medien hat er nun ein Geheimnis zu seinem ersten Sieg für Jordan verraten. Er schreibt: "Das Geheimnis, das ich nie verraten habe: Am Samstagabend habe ich Bourbon-Schnecken (Escargots à la Bourguignonne) gegessen!"
"Wer nicht wagt, der nicht gewinnt", so Frentzen mit einem Augenzwinkern. Auf der Strecke war er dann alles andere als eine Schnecke ...
Sperrstunde gebrochen
Mercedes und Audi haben in der vergangenen Nacht die Sperrstunde gebrochen. Eine Strafe gibt es allerdings für beide Teams nicht, denn Audi zog den zweiten von vier erlaubten Jokern, Mercedes den ersten.
Spannend wäre natürlich noch die Information, warum die Sperrstunde überhaupt gebrochen wurde. Das geht aus dem offiziellen FIA-Dokument nicht hervor. Wir forschen natürlich mal nach.
Formel 3: Sieg für Red-Bull-Junior
Der erste "Heimsieg" für Red Bull an diesem Wochenende: Junior Ernesto Rivera hat eben das Formel-3-Sprintrennen in Spielberg gewonnen. Für den Mexikaner war es zugleich der erste Formel-3-Sieg überhaupt.
Mal schauen, wie viele Red-Bull-Siege am Wochenende noch folgen ...
Audi: Funktionieren die Upgrades?
Die Audi-Piloten landeten gestern auf P10 und P14. Nico Hülkenberg erklärt: "Insgesamt war es ein solider Tag. [...] Heute habe ich auch zum ersten Mal das neue Updatepaket getestet."
"Es ist immer schwierig, direkte Vergleiche zwischen verschiedenen Rennstrecken anzustellen, aber der erste Eindruck war positiv. Wir haben einige nützliche Informationen gesammelt", so der Deutsche.
Teamkollege Gabriel Bortoleto ergänzt: "Wir bringen dieses Wochenende einige Upgrades, und es sieht so aus, als würden sie ihren Zweck erfüllen, aber für ein endgültiges Urteil ist es noch zu früh."
Man müsse sich jetzt die Daten ansehen, um ein klareres Bild zu bekommen. Welche Updates Audi genau gebracht hat, das könnt ihr hier nachlesen.
Haas: Wieder ein besseres Wochenende?
Auch Haas hatte in Barcelona kein gutes Wochenende und blieb ohne Punkte. Dort gibt man sich nach dem Freitag aber optimistischer als bei Williams. "Insgesamt war es ein positiver Tag", sagt Oliver Bearman nach P13.
"Ich bin ehrlich gesagt mit den Fortschritten zufrieden", verrät er und erklärt: "Nach Barcelona gab es ein paar Dinge, auf die wir uns konzentrieren mussten, und ich glaube, das Auto befindet sich derzeit in einem guten Bereich."
Esteban Ocon ergänzt: "Der Reifenverschleiß scheint hier trotz der Hitze deutlich geringer zu sein als in Barcelona, was durchaus positiv ist. Wir haben eine klare Vorstellung davon, in welche Richtung wir morgen gehen wollen und was wir verbessern müssen."
Williams: Größere Probleme als erwartet
Eigentlich hatte man bei Williams gehofft, für Spielberg besser aufgestellt zu sein als zuletzt in Barcelona. Allerdings landete man gestern wieder nur auf P17 und P18.
"Wir hatten nicht damit gerechnet, auf dieser Strecke so große Schwierigkeiten zu haben, aber auch die Hitze hat zum Reifenverschleiß beigetragen", erklärt Alexander Albon.
"Es liegt nicht daran, dass sich das gesamte Team nicht genug Mühe geben würde, und wir probieren verschiedene Dinge aus. Aber wir haben die richtige Balance noch nicht gefunden", so Albon.
Auch Carlos Sainz spricht von einem "schwierigen Freitag" und gesteht: "Leider liegen wir noch sehr weit zurück, und wir müssen über Nacht einen Leistungssprung hinlegen, wenn wir eine Chance auf Q2 haben wollen."
Alles Gute!
Glückwünsche gehen zu Beginn des Tages erst einmal raus an Nico Rosberg. Der Weltmeister von 2016 feiert heute seinen 41. Geburtstag. Zur Feier des Tages habe ich diese Fotostrecke noch einmal aus dem Archiv gekramt:
Fotostrecke: Nico Rosbergs letzter Renntag in der Formel 1
Foto: Paul Ripke
Beim Saisonfinale der Formel-1-Saison 2016 in Abu Dhabi krönte sich Nico Rosberg am 27. November erstmals zum Weltmeister in der Königsklasse.Longruns
Welches Team hat im Training in Spielberg die besten Longruns hingelegt? Das erfahrt ihr in unserer Videoanalyse zum gestrigen Freitag, die ihr euch jetzt noch einmal im Re-Live ansehen könnt.
Auch heute wird es am Abend natürlich wieder einen Livestream auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de geben. Kevin Scheuren und Stefan Ehlen melden sich um 21:00 Uhr mit der Analyse zum Qualifying.
Von: Ruben Zimmermann