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Formel-1-Liveticker: Das Qualifying in Ungarn live!

Liveticker

Feierabend

Wir sind hier am Ende dieses Samstags angekommen. Für euch geht es aber wie versprochen noch weiter mit der Videoanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de und den folgenden Themen:

-Chaos-Finale: Wie kam Norris zur Pole?
-Erstmals in Q2: Aston-Update sorgt für Lust
-"Es war schon schlecht”: Verstappen voller Frust
-Gute Vorbereitung: Jetzt auch Punkte für Hülkenberg?
-Longruns
-Fragen der Kanalmitglieder

Rennstart morgen ist um 15:00 Uhr und wir sind dann rechtzeitig wieder mit einem neuen Ticker für euch am Start. Habt noch einen schönen Abend, viel Spaß mit unserer Analyse und bis dann!

Racing Bulls wieder "Best of the Rest"

Das Red-Bull-B-Team etabliert sich weiter an der Spitze im Mittelfeld. Rookie Arvid Lindblad wurde als Neunter "Best of the Rest" und erklärt zufrieden: "Ich finde, der heutige Tag war wirklich positiv."

"Wir haben im Vergleich zu gestern einen guten Schritt nach vorne gemacht, obwohl wir heute Vormittag den größten Teil des dritten Trainings verpasst haben", erinnert er.

Teamkollege Liam Lawson scheiterte als Elfter ganz knapp in Q2 und berichtet: "Ich bin von meiner Leistung in Q2 enttäuscht. In Q1 waren wir ziemlich gut, aber in der ersten Runde [in Q2] habe ich die Räder blockiert und hatte keine starke zweite Runde."

"Das ist schade, denn das Auto war bisher sehr gut", ärgert er sich. Aber: "Unsere Longruns waren schnell, daher sollten wir für das morgige Rennen ein schnelles Auto haben. Punkte sind definitiv in Reichweite, es ist also noch alles offen."

Haas: Keine Fortschritte bei Bearman

Bei Haas ist es heute das gleiche Bild wie bereits gestern. Heißt: Ocon ist mit dem Auto zufrieden, Bearman nicht. "Die Balance war wirklich unberechenbar, und ehrlich gesagt ist das enttäuschend", so der Brite.

"Nach all den Fortschritten, die wir meiner Meinung nach in Spa gemacht hatten, habe ich jetzt das Gefühl, dass wir wieder ganz am Anfang stehen", ärgert sich Bearman, der bereits in Q1 ausschied.

Ocon wurde immerhin 15. und erklärt: "Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit, die wir an diesem Wochenende geleistet haben. Wir hatten keine seltsamen Probleme mit der Geschwindigkeit auf den Geraden, dem Abtrieb am Heck oder einem merkwürdigen Abtrieb an der Vorderachse, wie wir sie in der Vergangenheit erlebt haben."

"Das Auto zeigte eine konstante Leistung", so der Franzose. Doch selbst in diesem Zustand ist der Haas aktuell deutlich zu langsam für Q3.

Auto unberechenbar: Williams chancenlos

Beide Williams-Piloten schieden heute in Q1 aus. Carlos Sainz berichtet: "Die Balance des Autos war in jeder Session anders, und auf meiner Seite der Box hatten wir einige Probleme am Heck, wodurch das Auto unberechenbar war und es schwierig war, das optimale Set-up zu finden."

Der Spanier gesteht aber auch: "Selbst wenn wir alles optimiert hätten, glaube ich, dass dies heute das Maximum war, was hinsichtlich der Startposition für morgen möglich war." Er wird am Sonntag von P18 ins Rennen gehen.

Alexander Albon landete sogar noch einen Platz weiter hinten und erklärt: "Wir hatten ein schwieriges Wochenende erwartet, aber das Auto fühlte sich ganz anders an als gestern, und wir haben immer noch Schwierigkeiten, den Grund für diese Schwankungen zwischen den Sessions genau zu ermitteln."

"Carlos und ich hatten am Wochenende mit verschiedenen Problemen zu kämpfen, die wir vor dem morgigen Rennen noch genauer unter die Lupe nehmen werden, und wir werden sehen, was wir tun können", so Albon. Sonderlich optimistisch klingt er aber nicht.

Mercedes: Podium wird schwierig

Erleben wir morgen das erste Rennen in diesem Jahr ohne Mercedes-Podium? Zumindest betont man bei den Silberpfeilen selbst, dass es von P6 und P7 aus alles andere als leicht werden wird.

"Die Rennpace war am Freitag stark, was uns hoffentlich morgen die Möglichkeit geben wird, Plätze gutzumachen", sagt Andrew Shovlin zwar. Aber: "Angesichts der Tatsache, dass Überholen hier schwierig ist, rechnen wir jedoch damit, dass es sehr schwer werden wird, um Podiumsplätze zu kämpfen."

Auch Toto Wolff erklärt: "Das morgige Rennen wird eine Herausforderung. Hier ist Überholen schwierig und von den Startplätzen sechs und sieben aus zu starten, ist alles andere als ideal."

"Unsere Rennpace war am Freitag jedoch stark und hoffentlich können wir Gelegenheiten nutzen, um davon zu profitieren", so der Teamchef.

Verwarnung für Antonelli

Und auch das letzte Urteil ist da. Für das zu langsame Fahren am Ende von Q3 bekommt Antonelli eine Verwarnung - also keine weitere Strafe. Auch hier das Urteil im Wortlaut:

"Der Fahrer befand sich auf einer Inap, und seine Zeit zwischen SC2 und SC1 überschritt das für diese Veranstaltung vorgeschriebene Maximum. Auto 12 wurde von keinem anderen Auto überholt."

"Der Fahrer räumte ein, dass er das Delta überschritten hatte. Er erklärte, er sei durch seine schnelle Runde abgelenkt gewesen, da diese durch eine gelbe Flagge beeinträchtigt worden sei, und habe sich nicht ausreichend darauf konzentriert, das Delta einzuhalten."

"Das Team erklärte, dass es mit einem Problem bei Wagen 63 zu tun hatte und den Fahrer hätte daran erinnern müssen, das Tempo zu erhöhen."

"Die Rennkommissare stellten fest, dass der Fahrer unnötig langsam fuhr, indem er sich nicht an das Delta hielt, stellten jedoch fest, dass kein anderes Fahrzeug davon betroffen war."

"In Übereinstimmung mit früheren Verstößen dieser Art, bei denen kein anderes Fahrzeug betroffen war, verhängten die Rennkommissare eine Verwarnung."

Russell profitiert

Die Antonelli-Rückversetzung hat eine direkte Auswirkung auf den WM-Kampf, denn der Italiener fällt dadurch auf P7 im Grid zurück - und damit hinter seinen Teamkollegen und WM-Rivalen George Russell.

Zudem profitieren Oscar Piastri und Max Verstappen gleich doppelt. Sie rücken einmal durch die Hamilton-Strafe vor und dann noch einmal durch die Antonelli-Strafe.

Die aktualisierte Startaufstellung findet ihr hier.

Begründung

Die Rennkommissare erklären die Strafe so:

"Der Fahrer von Wagen 12 gab an, dass er beim Erblicken der gelben Flagge und der Leuchttafel früher vom Gas gegangen sei als in seiner vorherigen schnellen Runde. Dies wurde durch die Telemetriedaten bestätigt."

"Die Verringerung der Geschwindigkeit hielt jedoch nur sehr kurz an, und tatsächlich war die Geschwindigkeit des Wagens beim Passieren der Unfallstelle von Wagen 3 sogar etwas höher als in der vorherigen schnellen Runde."

"Die Zeit in diesem Minisektor lag nur 0,03 Sekunden hinter seiner Bestzeit für diesen Minisektor, und obwohl er, da er 16 Meter früher vom Gas gegangen war, bei der Einfahrt in den Gelbflaggen-Sektor 14 km/h langsamer war, war er beim Passieren der Unfallstelle dank geringerer Bremskraft bei der Einfahrt in die Kurve 3 km/h schneller."

"Die FIA-Vertreter stellten fest, dass die Geschwindigkeitsverringerung in diesem Minisektor weniger als 1 Prozent betrug."

"Die Rennkommissare waren der Ansicht, dass sich dieser Vorfall von anderen Vorfällen unterscheidet, die zu keinen weiteren Maßnahmen geführt haben, da im Gegensatz zu diesen Fällen kein signifikantes Geschwindigkeitsdifferenz im Minisektor im Vergleich zur zuvor erzielten Bestzeit des Fahrers unter ähnlichen Umständen vorlag."

"Die gemäß den Strafrichtlinien empfohlene Strafe für diesen Verstoß ist ein Rückversetzen um fünf Startplätze. Zur Milderung der Strafe haben wir jedoch berücksichtigt, dass der Fahrer zwar eine Geschwindigkeitsreduzierung vorgenommen hat, diese nach unserer Einschätzung jedoch unzureichend und nicht nachhaltig war."

"Zudem standen dem Fahrer nur begrenzte Zeit und Strecke zur Reaktion zur Verfügung. Daher wird eine geringere Strafe verhängt."

Auch Antonelli bestraft

Das zweite Urteil ist da. Auch Kimi Antonelli muss in der Startaufstellung drei Plätze zurück. Mehr gleich bei uns!

Warum verbesserte sich Leclerc nicht?

Beide Ferrari-Piloten konnten sich im zweiten Q3-Run nicht verbessern. Charles Leclerc gesteht: "Die letzte Runde in Q3 ist mir nicht besonders gut gelungen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass wir etwas an Grip verloren hatten."

"Wir müssen also prüfen, ob wir auf der Outlap etwas anders gemacht haben, denn manchmal kommt es auf ganz kleine Details an", so Leclerc, der zudem insgesamt mit seinem Qualifying nicht zufrieden ist.

"Ich würde sagen, es ist uns ab Q1 entglitten. Als ich ins Auto stieg, war das Gefühl nicht besonders gut, und dann war es insgesamt einfach eine unsaubere Session", berichtet der Monegasse.

Vor allem in den Kurven 1 und 12 habe er Schwierigkeiten gehabt, "und ich habe keine wirkliche Lösung dafür gefunden", gesteht er.

Norris: Runde teilweise "eine Lotterie"

Obwohl er den McLaren auf Pole stellte, sagt Lando Norris: "Es war nicht meine beste Leistung. Ehrlich gesagt ist es hier einfach schwierig, eine Runde hinzubekommen - bei dem neuen Asphalt, der an manchen Stellen griffig ist und an anderen wieder nicht."

"Manchmal kommt es mir in bestimmten Kurven ein bisschen wie eine Lotterie vor. Aber ich bin auf jeden Fall einen Großteil der Runde gut gefahren - so gut wie noch nie zuvor", betont er.

"Ich hatte das Selbstvertrauen, immer weiter zu pushen", verrät er, gesteht aber auch, dass er dadurch "an ein paar Stellen etwas Zeit verloren" habe. "Wenn ich also einen dritten Run gehabt hätte, hätte ich sicherlich noch ein gutes Stück besser abschneiden können", so Norris.

Doch es reichte ja auch so zur Pole.

Mercedes setzt auf Rennpace

Das Qualifying lief nicht nach Wunsch, doch George Russell betont nach P7: "Ich glaube, unsere Einschätzung nach dem zweiten Training gestern war, dass wir beim Qualifying-Tempo etwa sieben Zehntel zurücklagen, dafür aber das schnellste Renntempo hatten."

"Das zeigt also, dass es kein Problem mit dem Auto ist, sondern ein Reifenproblem. Und ich denke, morgen werden wir die Frage beantworten können, ob wir die richtige Balance zwischen der Reifenaufwärmung für das Qualifying und dem Rennen gefunden haben."

Heißt: Das Kräfteverhältnis könnte sich am Sonntag noch einmal komplett umkehren. Allerdings weiß auch Russell: "Von Platz 7 aus zu starten, wird schwierig werden." Vor allem in Budapest ...

Motorwechsel bei Russell

Nach dem Defekt im Qualifying bekommt George Russell für den Sonntag einen neuen Motor. Eine Strafe gibt es allerdings nicht, weil es sich dabei um die gleiche Spezifikation handelt, die er auch in der Qualifikation verwendet hat.

Er darf seinen siebten Startplatz also behalten. Zu den beiden Antonelli-Untersuchungen gibt es noch keine Urteile.

Neue Startaufstellung

Durch die Rückversetzung von Hamilton profitieren Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc, Kimi Antonelli und Oscar Piastri, den der Brite aufgehalten hat. Alle rücken eine Position auf.

Die aktualisierte Startaufstellung findet ihr hier.

Begründung

Die Rennkommissare begründen die Hamilton-Strafe so:

"Bei der Anfahrt auf Kurve 1 befuhr Wagen 44 die Ideallinie mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit, während sich Wagen 81 auf einer Push-Runde näherte."

"Der Fahrer von Wagen 44 erklärte, er habe gerade eine schnelle Runde absolviert und die Funkmeldung seines Teams bezüglich des sich nähernden Wagens 81 erst empfangen, als dieser sich bereits in unmittelbarer Nähe befand."

"Er gab ferner an, dass er aufgrund der Position seines Wagens auf der Strecke das Auto Nr. 81 in seinen Spiegeln nicht sehen konnte."

"Das Auto Nr. 81, das sich auf einer schnellen Runde befand, war gezwungen, Ausweichmanöver durchzuführen, indem es weit nach außen fuhr und die Runde abbrechen musste."

"Nach Prüfung der vorliegenden Beweise kamen die Rennkommissare zu dem Schluss, dass das Auto Nr. 44 das Auto Nr. 81 während des Qualifyings unnötig behindert hat."

"In Übereinstimmung mit dem FIA-F1-Reglement und den geltenden Strafrichtlinien für diese Art von Verstoß im Qualifying verhängen die Rennkommissare eine Strafversetzung um drei Startplätze gegen den Fahrer von Auto 44."

Hamilton zurückversetzt

Das erste Urteil ist da: Lewis Hamilton muss in der Startaufstellung erwartungsgemäß drei Plätze zurück. Mehr gleich bei uns!

Hülkenberg: "Ein bisschen mehr erhofft"

Der Deutsche schaffte es heute in Q3 und erklärt bei Sky zufrieden: "Grundsätzlich ist es ja immer okay, im Q3 zu landen." Gleichzeitig sei er aber auch nicht ganz happy, weil der Rückstand auf Lindblad auf P9 recht groß sei.

"Da hatte ich mir persönlich [...] ein bisschen mehr erhofft oder dass wir näher dran sind irgendwie. Aber es hat dann doch einfach nicht gereicht", so Hülkenberg über Q3, wo einfach der Speed gefehlt habe.

"Es ist natürlich eine kurvenreiche Strecke hier, wie wir alle wissen, und es ist einfach ein Ritt auf der Rasierklinge", erinnert er und betont: "Es war sauber, aber wie gesagt: Ich glaube, die anderen haben vielleicht ein bisschen mehr noch in petto."

Teamkollege Gabriel Bortoleto schied als 14. bereits in Q2 aus und erklärt: "Für mich war es ein enttäuschendes Qualifying. Ich habe nicht alles unter einen Hut gebracht und ein paar Fehler gemacht, sodass ich das Potenzial unseres Pakets heute nicht voll ausschöpfen konnte."

"Wir lagen das ganze Wochenende über unter den Top 10, daher glaube ich, dass definitiv noch mehr drin gewesen wäre", ärgert er sich.

Vasseur: Geht auf unsere Kappe

Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur betont, dass Hamilton bei der Piastri-Szene keine Schuld treffe. "Wir haben es ihm gesagt, aber viel zu spät. Wenn es einen Fehler gibt, dann ist es unser Fehler", gesteht er bei Sky.

Hamilton selbst ergänzt: "Ich erwarte immer das Schlimmste. Morgen geht es vielleicht darum, den Schaden zu begrenzen." Denn weil das Überholen in Ungarn traditionell schwierig ist, täte eine Startplatzstrafe gleich doppelt weh.

Was war bei Russell los?

Bei dem ganzen Chaos am Ende ging fast etwas unter, dass der Brite seinen Mercedes in Kurve 1 abstellen musste. Toto Wolff verrät bei Sky: "George hatte Pech mit einem vermeintlichen Wasserleck."

Es sei insgesamt "eine eher enttäuschende Session" gewesen, gesteht der Mercedes-Teamchef nach P4 und P7 und verrät: "Das Wasserleck trat auf, als er über einen Randstein fuhr."

Russell selbst ergänzt noch: "Daumen drücken, dass das morgen keine Auswirkungen hat."

Zweite Untersuchung gegen Antonelli

Kurios: Nachdem einmal untersucht wird, ob Antonelli zu schnell gefahren ist, gibt es nun noch eine zweite Untersuchung - weil er womöglich zu langsam war. Er hat wohl einmal die maximal erlaubte Rundenzeit im Qualifying überschritten.

In der Regel gibt es in solchen Fällen wegen mildernder Umstände keine Strafe. Behalten wir aber natürlich trotzdem im Auge. Hier ist die Anhörung für 18:25 Uhr angesetzt.

Antonelli: Bin vom Gas gegangen

Während Hamilton einer Strafe wohl kaum entgehen kann, betont Antonelli bei Sky: "Die gelbe Flagge wurde geschwenkt, als ich gerade in die Kurve einfuhr. Also habe ich mein Bestes gegeben, vom Gas zu gehen."

Ohne die gelbe Flagge wäre er seiner Meinung nach mindestens auf P3 gelandet, "aber ich denke nicht, dass es die Poleposition geworden wäre", gesteht er auch. Denn seine Runde sei "nicht gut genug für die Pole" gewesen.

Von einer Strafe geht er aber nicht aus.

Untersuchungen

Kleine Randinfo: Hamilton muss sich um 18:00 Uhr bei den Rennkommissaren verantworten, Antonelli ist um 18:15 Uhr vorgeladen. Erfahrungsgemäß dürfte es also noch etwas dauern, bis wir die Urteile bekommen.

Experte rechnet mit Hamilton-Strafe

Martin Brundle sagt zu der Hamilton-Piastri-Szene bei Sky: "Er wird eine Strafe bekommen. In der Regel sind es drei Plätze, es sei denn, man bremst jemanden absichtlich aus - was er nicht getan hat."

Dadurch dürfte es für Hamilton keine härtere Strafe geben. Um die drei Plätze kommt er laut Brundle allerdings nicht herum. "Lewis hat über Funk offensichtlich keine Ansage bekommen", so der Experte.

"Aber das heißt noch lange nicht, dass man mit einer Behinderung davonkommt."

McLaren-Pole "eine schöne Überraschung"

Teamchef Andrea Stella sagt bei Sky: "Das ist eine schöne Überraschung. Wir haben hier einige Upgrades gebracht und festgestellt, dass sie gut funktionieren. Wir haben das Auto um ein paar Zehntel schneller gemacht."

"Aber wir hätten nie gedacht, dass das ausreichen würde, um die Poleposition zu holen", so der Teamchef, der aber trotzdem klarstellt: "Auch morgen gelten die Ferraris weiterhin als Favoriten."

"Wir nehmen die ermutigenden Anzeichen, die sich aus dem Ergebnis ergeben, zur Kenntnis, bleiben aber realistisch. Es liegt noch eine ganze Menge Arbeit vor uns, um dauerhaft die Position zu halten, in der wir uns heute befinden", so Stella.

Hamilton: Wusste nicht, dass jemand kommt

Der Rekordweltmeister weiß, dass ihm noch eine Strafe droht. "Ich wusste gar nicht, dass [hinter mir] jemand kommen würde", sagt er über die Szene, bei der er Piastri ziemlich deutlich in Kurve 1 im Weg stand.

Davon abgesehen ärgert er sich über die verpasste Pole, denn: "Wir waren während des gesamten Qualifyings die Schnellsten", betont er. Man habe es also am Ende selbst vermasselt.

"Wir haben das ganze Wochenende über großartige Arbeit geleistet. Ich habe mich während des gesamten Qualifyings gut gefühlt, und aus irgendeinem Grund sind wir [im zweiten Run] als Erste auf die Strecke gegangen."

Das sei "nicht die richtige Entscheidung" gewesen, so Hamilton, der nach dem ersten Run in Q3 noch vorne lag.

Untersuchungen gegen Hamilton und Antonelli

Das könnte noch Ärger geben. Lewis Hamilton stand Oscar Piastri am Ende von Q3 in Kurve 1 im Weg und Kimi Antonelli könnte gegen die von Max Verstappen verursachte gelbe Flagge verstoßen haben.

In beiden Fällen gibt es eine Untersuchung. Sollte hier noch eine nachträgliche Strafe folgen, erfahrt ihr es natürlich bei uns.

Fortschritte bei Mercedes

Kann Mercedes gleich um die Pole mitkämpfen? Andrew Shovlin erklärt nach den gestrigen Schwierigkeiten: "Wir haben heute ein ziemlich anderes Auto." Und die Änderungen scheinen seiner Meinung nach auch zu funktionieren.

"Es ist vorne verdammt eng mit Ferrari und McLaren", weiß er. Trotzdem sagt Shovlin selbstbewusst: "Hoffentlich können die Autos wieder um die erste Reihe kämpfen."

Schreibt Hamilton Geschichte?

Lewis Hamilton stand auf dem Hungaroring bereits neunmal auf Pole. Das ist Rekord in der Formel 1. Der Brite könnte damit nachher der erste Fahrer in der Geschichte der Königsklasse werden, der auf einer Strecke zehn Poles holte.

Leicht wird das aber nicht, denn die zehn bisherigen Polepositions in diesem Jahr gingen alle an Hamiltons Ex-Arbeitgeber Mercedes. Endet diese Serie heute? Es scheint zumindest nicht ausgeschlossen zu sein.

Livestream

Ein Hinweis schnell in eigener Sache: Heute und morgen gibt es auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de am Abend jeweils eine große Videoanalyse zum Geschehen in Budapest. Geplante Startzeit ist immer 21:00 Uhr.

Ein oder zwei Stopps?

Bei Pirelli ist man sich aktuell noch nicht sicher, auf welche Strategie es am Sonntag hinauslaufen wird. Nach den Eindrücken vom Freitag erklärt Simone Berra: "Die Erkenntnisse aus den ersten beiden Stunden des Trainings deuten darauf hin, dass noch Ungewissheit darüber herrscht, wie viele Boxenstopps wir im Rennen am Sonntag voraussichtlich sehen werden."

"Angesichts des stärkeren Reifenverschleißes, der während der zweiten Session zu beobachten war, als die Fahrer mehr pushten, scheint eine Zweistoppstrategie einen Vorteil gegenüber einem Einstopprennen zu bieten", sagt Berra zwar.

"Allerdings muss auch die Schwierigkeit des Überholens auf dem Hungaroring berücksichtigt werden, da die Position auf der Strecke auf dieser Rennstrecke nach wie vor ein entscheidender Faktor ist", so der Chefingenieur.

Heißt: Beide Varianten sind möglich und können zum Erfolg führen.

Sperrstunde gebrochen

Kleine Randnotiz noch aus Ungarn: Ferrari und die Racing Bulls haben in der vergangenen Nacht die Sperrstunde gebrochen. Eine Strafe gibt es in beiden Fällen allerdings nicht.

Ferrari hat seinen ersten Joker in diesem Jahr gezogen, die Racing Bulls den zweiten. Insgesamt gibt es davon vier. Warum genau man die Sperrstunde brechen musste oder wollte, das wissen wir noch nicht.

Pole gar nicht so wichtig

Der Hungaroring wird häufig mit Monaco verglichen, weil das Überholen hier so schwer ist. Tatsächlich wurde aber keines der vergangenen fünf Rennen in Budapest von der Poleposition aus gewonnen.

Zuletzt gelang das Lewis Hamilton 2020. Seitdem kam der Sieger immer von weiter hinten, 2022 triumphierte Max Verstappen sogar einmal von P10 aus. 2025 startete Sieger Lando Norris von P3.

Kann man alles in unserer großen Datenbank nachlesen.

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Von: Ruben Zimmermann

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