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Formel-1-Liveticker: Das Rennen in Spielberg live!

Liveticker

Feierabend

Damit sind wir auch am Ende dieses Rennsonntages angekommen. Die Formel 1 meldet sich bereits in der kommenden Woche in Silverstone zurück und wir sind schon morgen wieder mit einem neuen Liveticker für euch da.

Heute geht es für euch außerdem noch weiter mit unserer großen Liveanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de mit Kevin Scheuren und Stefan Ehlen. Viel Spaß mit den Kollegen, schlaft später gut und bis dann!

Verstappen: Silverstone wird ganz anders

Eigentlich hat man sich inzwischen ganz gut an das neue Formel-1-Reglement gewöhnt. Max Verstappen befürchtet allerdings, dass sich das beim kommenden Rennen in Silverstone wieder ändern könnte.

"Ich liebe die Strecke, aber als ich ein paar Runden im Simulator gefahren bin, musste ich einfach lachen. Ehrlich gesagt kam sie mir wie eine ganz andere Strecke vor", berichtet er.

Hintergrund sei, dass die Batterie einfach nicht ausreiche. Er fürchtet deshalb: "Es wird sich ganz anders anfühlen als das, was wir in Silverstone gewohnt sind."

"Hier gibt es lange Geraden und große Bremszonen, sodass man die Batterie wieder aufladen kann", sagt er über Spielberg. Doch in Silverstone werde das ganz anders sein.

Debakel für Cadillac: "Müssen Rennen zu Ende fahren"

Sergio Perez schaffte heute gerade einmal vier Runden, Valtteri Bottas sogar nur zwei. Der Finne vermutet, dass der Verkehr und die höheren Temperaturen dafür sorgten, dass seine Bremsen Feuer fingen. Denn im Training sei alles in Ordnung gewesen.

"Es liegt auf der Hand, dass wir eine Lösung dafür finden müssen", fordert er und erinnert: "Das ist nun schon mein dritter Ausfall in Folge. Wenn wir die Rennen nicht zu Ende fahren, können wir auch nicht wirklich viel über das Auto und das Gesamtpaket lernen."

"Die Priorität in Silverstone ist also jetzt ziemlich klar. Wir müssen das Rennen zu Ende fahren. Erst dann können wir daraus lernen", so Bottas. Auch bei Perez waren überhitzende Bremsen der Grund für das Aus.

Alpine: Schwierigstes Rennen des Jahres

Alpine blieb heute auf P13 und P15 ohne Punkte. Es war das erste Mal in diesem Jahr, dass die Franzosen ein Wochenende ohne Zähler beendeten. Pierre Gasly sagt: "Nach diesem Rennen, das wahrscheinlich das härteste der Saison war, gibt es für uns einiges zu analysieren."

Er habe drei Stopps einlegen müssen, weil seine Reifen zu schnell abgebaut hätten. Zudem habe er auf den Geraden ein Problem mit der Leistung gehabt. Teamkollege Franco Colapinto hatte laut eigener Aussage keinen Grip und keine Pace.

Und Steve Nielsen fasst ganz simpel zusammen: "Ehrlich gesagt fehlte uns an diesem Wochenende das Tempo, um wirklich mithalten zu können, und wir waren nicht in der Lage, bis zur Zielflagge um Punkte zu kämpfen."

Bortoleto zum dritten Mal auf P11

Audi belegte in diesem Jahr bereits fünfmal den undankbaren elften Platz. Gabriel Bortoleto wurde heute sogar zum dritten Mal in Folge(!) Elfter. Das Werksteam steht somit auch weiter bei mageren zwei Pünktchen und auf WM-Rang neun.

Allan McNish betont trotzdem: "Insgesamt war dieses Wochenende für uns als Team ein weiterer wichtiger Schritt nach vorne. Ich denke, wir haben die Leistung des Autos sowohl im Qualifying als auch im Rennen optimal ausgeschöpft."

"Nico und Gabi haben alles herausgeholt, was unser Paket zu bieten hatte", betont er. Bortoleto selbst bestätigt: "Ich glaube, wir haben heute unser Bestes gegeben."

"Ich habe den Alpine vor mir überholt, und wir hatten fast das ganze Rennen über ein wirklich gutes Tempo, aber ich habe es einfach nicht in die Punkteränge geschafft, da die VCARBs an diesem Wochenende einfach schneller waren als wir."

Und weil aus den Topteams keiner ausfiel, wurde es eben wieder einmal P11.

Frust bei Haas: "Das ist unsere Pace"

Die beiden Haas-Piloten landeten weit von den Punkterängen entfernt auf P14 und P16. Oliver Bearman erklärt: "Das ist das, wo wir stehen. [...] Das ist unsere Pace." Doch warum hat Haas aktuell solche Schwierigkeiten?

Laut Bearman fehlt einfach Abtrieb, "besonders hinten", berichtet er. "Schnelle Kurven waren ein Albtraum, das Herausfahren aus den Kurven war ein Albtraum. Es war wirklich schwer, die Reifen zu schonen."

Teamkollege Esteban Ocon hat noch einmal andere Probleme und erklärt: "Wir wissen, dass es ein Problem mit dem Auto gibt, aber ich denke, das Positive daran ist, dass wir an diesem Wochenende alles gegeben haben."

"Wir haben das Maximum aus dem Auto herausgeholt und versucht, jede Komponente zu tauschen, die wir ändern konnten. Aber wir haben immer noch mit demselben Problem zu kämpfen", zuckt er die Schultern.

Für Haas war es nach Barcelona die zweite Nullnummer in Folge.

McLaren: Stella mit P4 zufrieden

P4 und P7 heute für McLaren. Das ist nicht der Anspruch des Teams, doch Teamchef Andrea Stella betont: "Heute war ein positiver Schritt nach vorne. Wir haben gegenüber dem Qualifying deutliche Fortschritte gemacht."

"Wir müssen unsere aktuelle Situation jedoch realistisch einschätzen. Wir sind derzeit nicht in der Lage, allein aufgrund unserer Geschwindigkeit um Siege und Podiumsplätze zu kämpfen", weiß er.

"Das heutige Rennen hat dies gezeigt, aber es hat auch unsere Stärken deutlich gemacht", so Stella, der betont, dass man noch immer "ein paar Zehntel" hinter der Spitze liege.

In Silverstone werde McLaren "kleine Updates" bringen, um diese Lücke etwas zu schließen.

Williams: Keine Chance auf Punkte

P17 für Alexander Albon, Carlos Sainz sah die Zielflagge gar nicht. Teamchef James Vowles gesteht: "Wir waren einfach nicht in der Lage, um Punkte zu kämpfen." Bei Sainz habe dann zudem ein Problem mit dem Antrieb zum Ausfall geführt.

Auch Albon stellt unmissverständlich klar: "Insgesamt war es ein schlechtes Wochenende. Uns fehlte einfach das Tempo, um mit dem Mittelfeld mithalten zu können." Man habe mit dem Reifenverschleiß zu kämpfen gehabt und sei in den mittelschnellen und schnellen Kurven zu langsam gewesen.

"Wir hatten heute ein besseres Renntempo als im Training, aber letztendlich sind wir immer noch ziemlich weit vom Tempo unserer Konkurrenten entfernt", stellt auch Teamkollege Sainz klar.

Teamchef Vowles verrät: "Silverstone ist eines der Rennen, bei denen wir kleine Verbesserungen mitbringen und hoffen, im Vergleich zum Rest des Feldes einen Schritt nach vorne zu machen."

Das wäre dringend nötig.

Verstappen: Erstmals 2026 siegfähig

Der Niederländer ist mit P2 heute zufrieden und betont: "Was mich besonders gefreut hat, war, dass ich zum ersten Mal das Gefühl hatte, tatsächlich um den Sieg kämpfen zu können."

Er ergänzt: "In der ersten Hälfte des Rennens waren wir konkurrenzfähiger, denn aus irgendeinem Grund fühlte sich in der zweiten Hälfte etwas am Heck des Autos nicht ganz richtig an."

"Das ist zwar ein bisschen schade, aber dass wir so knapp am Sieg vorbeigeschrammt sind, zeugt meiner Meinung nach von einer großartigen Leistung des Teams", betont er zufrieden.

P2 ist sein bislang bestes Ergebnis in dieser Saison.

Geht Ferrari das Geld aus?

Toto Wolff wundert sich über die Menge an Updates, die Ferrari in diesem Jahr bereits eingeführt hat. Er erklärt: "Wir sind ein bisschen überrascht, dass Ferrari das Auto auf diese Weise mit solch umfangreichen Upgrades ausstatten kann."

"Meiner Meinung nach muss ihnen bald das Geld ausgehen", sagt er im Hinblick auf die Budgetobergrenze. Denn zumindest Mercedes könne nicht in diesem Tempo Updates einführen, stellt Wolff klar.

"Uns fehlt einfach der Spielraum bei der Kostenobergrenze", erklärt der Teamchef. Der Logik nach, so Wolff, müsse Ferrari bei den Updates also bald deutlich auf die Bremse treten.

Leclerc: Bin nur "herumgerutscht"

Während Lewis Hamilton immerhin noch Fünfter wurde, landete Charles Leclerc nur auf P8. Er erklärt bei Sky: "Ich ging gestern in eine Set-up-Richtung, die dem, womit ich mich letztes Jahr wohlgefühlt habe, etwas ähnlicher war."

"Aber dieses Jahr hat es nie funktioniert. Das Heck war einfach nie da", berichtet er und erklärt: "Ich bin einfach nur herumgerutscht und habe die Hinterreifen stark überhitzt. Daher war es sehr schwierig."

"Ich glaube, am vergangenen Wochenende in Barcelona gehörten wir am Sonntag wahrscheinlich zu den stärksten Autos", erinnert er. Doch in Spielberg sei einfach gar nichts gegangen.

"Ich glaube nicht, dass das alles allein am Upgrade dieses Wochenendes liegt. Ich glaube, es liegt einfach daran, dass diese Autos sehr, sehr empfindlich sind", so Leclerc.

"Sobald man mit dem Set-up nicht ganz richtig liegt, zahlt man dafür einen hohen Preis. Und heute war ein sehr gutes Beispiel dafür", vermutet er.

Vasseur: Haben heute "einige Fehler" gemacht

Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur spricht bei Sky über die heutige Pleite und gesteht: "Wenn man auf P2 und P3 startet, rechnet man nicht damit, auf P5 und P8 ins Ziel zu kommen."

"Ich glaube, wir haben heute einige Fehler gemacht. Erstens haben wir versucht, gegen Mercedes und Max zu kämpfen, obwohl wir dafür nicht schnell genug waren", betont er.

Dadurch habe man die falsche Strategie gewählt und auch die Reifen zu hart rangenommen. "Und am Ende haben wir die Rechnung gegen McLaren bezahlt", so Vasseur.

"Das ist schade, denn für die Meisterschaft sind das verlorene Punkte. Aber lasst uns versuchen, das gründlich und detailliert zu analysieren, damit wir nächste Woche besser abschneiden", so der Teamchef.

Heute sei man aber natürlich "enttäuscht".

Hülkenberg: "Rechnung ging nicht ganz auf"

Pech für Audi heute mit den undankbaren Positionen elf und zwölf. Nico Hülkenberg erklärt bei Sky: "Ich glaube, man hat gesehen, wie die Hackordnung hier am Wochenende war."

"Die Topteams natürlich vorneweg mit richtig großem Abstand. Dann die Racing Bulls und wir und Alpine relativ nah beieinander", so der Deutsche. Und weil dieses Mal vorne niemand ausfiel, gab es eben nur noch zwei Plätze in den Top 10 zu vergeben.

Die gingen schließlich beide an die Racing Bulls. Hülkenberg habe versucht, mit einem späteren ersten Stopp "was anderes zu machen, um später mit frischen Reifen was zu bewirken", erklärt er.

"Aber dann kamen am Ende die ganzen blauen Flaggen von den Leadern", berichtet er und betont: "Da ist man dann relativ schnell schachmatt gestellt. Von daher ging die Rechnung leider nicht ganz auf."

Mekies: Qualifying war entscheidend

Hätte Max Verstappen das Rennen gewinnen können, wenn er früher zum zweiten Boxenstopp gekommen und einen Undercut gegen Russell versucht hätte? "Das werden wir natürlich prüfen", betont Laurent Mekies bei Sky.

Der Teamchef erklärt: "Man kann wohl mit Fug und Recht sagen, dass Kimi wahrscheinlich der Schnellste auf der Strecke war und dass Max vielleicht ein kleines bisschen schneller war als George und knapp hinter Kimi lag."

"Aber die Startpositionen sind wichtig, und wir haben ein wenig dafür bezahlt, dass wir gestern etwas weiter von der Poleposition entfernt gelandet sind", erinnert er.

Grundsätzlich gehe es aber "in die richtige Richtung", stellt er klar und betont: "Zum ersten Mal in dieser Saison hatten wir das Tempo, um ganz nah am Sieg dran zu sein."

Und damit sei er natürlich zufrieden.

Norris: Ferrari-Pace war ein "Schock"

Ferrari gehörte mit P5 und P8 zu den Verlierern heute. Lando Norris erklärt nach P7: "Ich würde sagen, unser Tempo schien ein bisschen besser zu sein, als wir es wohl für den Sonntag erwartet hätten."

"Der Schock war heute wohl Ferrari, die so große Schwierigkeiten hatten. Ehrlich gesagt tut es mir leid für sie", so Norris, denn: "Wenn man keine Power hat, muss man auf den Geraden und in den Kurven wie verrückt Gas geben."

"Und das geht mit solchen Reifen einfach nicht", weiß Norris, der über sein eigenes Rennen außerdem sagt, es sei entscheidend gewesen, am Anfang eine Position an seinen Teamkollegen zu verlieren.

Dadurch hatte Piastri später beim Boxenstopp den Vorzug und Norris fiel durch seinen späteren Stopp noch weiter zurück.

Wolff: Antonelli hätte gewinnen können

Der Mercedes-Teamchef erklärt bei i#Sky#, dass George Russell "fehlerfrei" gefahren sei. Doch auch Kimi Antonelli hätte mit einem besseren ersten Stint seiner Meinung nach gewinnen können.

Die Fehler am Anfang, die Antonelli selbst eingeräumt hat, hätten "vielleicht den Unterschied gemacht", das Rennen gewinnen zu können, so Wolff.

Der Italiener wäre "definitiv um den Sieg gefahren", ist sich der Teamchef sicher. Doch stattdessen wurde es "nur" der dritte Platz.

In der WM liegt Antonelli noch immer 40 Punkte vor Russell.

Untersuchung gegen Piastri

Kleine Randnotiz: Gegen Oscar Piastri wurde eine Untersuchung eingeleitet, weil er auf dem Weg in die Startaufstellung zu langsam gewesen sein soll.

Auch gegen Liam Lawson gibt es noch eine Untersuchung, weil er seinen Probestart vor dem Rennen falsch ausgeführt haben soll.

In beiden Fällen rechnen wir aber nicht mit einer sportlichen Strafe.

Antonelli: Mir ging die Zeit aus

Der WM-Leader war am Ende des Rennens der schnellste Mann auf der Strecke. Er erklärt: "In den ersten paar Runden war ich etwas zu aufgeregt. Ich bin definitiv nicht gut gefahren."

"Ich habe zu viele Fehler gemacht und im ersten Stint auf den Medium-Reifen dadurch drei oder vier Sekunden verloren. Ich hatte Probleme mit den Bremsen", berichtet er.

"Nachdem ich die Reifen gewechselt hatte, habe ich mich neu sortiert, und das Tempo am Ende war sehr stark. Schade, dass ich erst etwas zu spät mitmischen konnte", so Antonelli.

Denn ansonsten hätte er wohl echte Siegchancen gehabt.

Russell: Musste jede Runde pushen

Der Brite stellt klar, dass sein Sieg kein Kinderspiel war. "Ich musste in jeder einzelnen Runde pushen, und ich wusste, wie schnell die Jungs hinter mir waren", betont der Sieger.

"Kimi war in dieser Saison außergewöhnlich schnell, deshalb habe ich in jeder Runde auf die Zeitentafel geschaut", verrät Russell. Auch Red Bull sei "unglaublich schnell" gewesen.

Max Verstappen selbst sagt derweil: "Ich glaube, ich war in der ersten Hälfte des Rennens in einem ziemlich guten Fenster."

"Dann traten jedoch ein paar Probleme mit dem Auto auf, die mich daran hinderten, meinen Rhythmus zu finden", so der Niederländer.

"Aber Zweiter zu werden und so knapp am Sieg vorbeigeschrammt zu sein, ist äußerst positiv", betont er.

Jetzt Fahrer bewerten

Wir atmen erst einmal durch, denn auch an diesem Wochenende habt ihr bei uns wieder die Möglichkeit, die Piloten für ihre Leistung zu bewerten. Wer waren eurer Meinung nach die besten Fahrer in Spielberg? Jetzt abstimmen!

Zum offiziellen Fahrer des Tages wurde übrigens Max Verstappen gewählt.

Alle im Grid

Tatsächlich haben es alle 22 Autos in die Startaufstellung geschafft. Liam Lawson hat sich allerdings eine Untersuchung eingehandelt, weil er seinen Übungsstart am Boxenausgang offenbar falsch ausgeführt hat. Da sollte er aber mit einer Verwarnung davonkommen.

In einer halben Stunde geht es los.

Neue Teile bei Verstappen

Das Auto von Max Verstappen musste nach dem Unfall im Qualifying natürlich umfangreich repariert werden. Unter anderem hat er einen neuen Frontflügel und Heckflügel und neue Teile an Aufhängung und Getriebe bekommen.

All diese Teile durften straffrei getauscht werden, weshalb er seinen fünften Startplatz behält. Die komplette Liste aller neuen Teile findet ihr hier.

Keine Gridstrafen

Die FIA hat eine Stunde vor Rennbeginn die finale Startaufstellung für den Österreich-GP veröffentlicht. Tatsächlich sollen heute alle 22 Autos das Rennen aus dem Grid aufnehmen. Es gab keine nachträglichen Gridstrafen, und aus der Boxengasse muss auch niemand losfahren.

Aber warten wir erst einmal noch ab, ob es wirklich auch alle 22 Autos an den Start schaffen. Das war in diesem Jahr bislang nicht immer der Fall ...

Wetterupdate

Ein kleines Update: In Spielberg dominiert auch knapp 90 Minuten vor Rennstart weiterhin die Sonne. Allerdings: Regen ist in den kommenden Stunden weiterhin möglich - wenn auch nicht übermäßig wahrscheinlich. Wir behalten die Lage weiter im Auge.

Verstappen: Gerüchte interessieren mich nicht

Die "Silly Season" läuft langsam richtig an - doch Max Verstappen interessiert das laut eigener Aussage alles nicht. Zuletzt kamen Gerüchte auf, dass er Red Bull verlassen und zu McLaren wechseln könnte.

"Ich schenke dem keine Beachtung", winkt er ab, als er darauf angesprochen wird. Auf die Frage, was denn nötig sei, damit er bei Red Bull bleibe, antwortet er: "Sie wissen es, aber ich muss nicht allzu viel darüber reden."

Heißt: Sollte Red Bull seine internen Ziele in diesem Jahr erreichen, wird Verstappen auf jeden Fall bleiben. Wie genau diese Ziele aussehen, das verrät er aber nicht.

Mercedes: Haben Ferrari auf der Rechnung

Trotz der Pole erwartet Mercedes heute keinen Selbstläufer. Es werde "vor allem auf die Rennpace und den Reifenabbau ankommen", sagt Andrew Shovlin und betont: "Wir haben am Freitag genug gesehen, um zu wissen, dass es ein enger Kampf zwischen allen Teams an der Spitze werden wird."

Zudem würden "die hohen Temperaturen den Autos und Reifen stark zusetzen", warnt er. Teamchef Toto Wolff stellt klar: "Wir wissen, dass unsere Konkurrenten uns dicht auf den Fersen sein werden. Sie haben diese Pace bereits unter Beweis gestellt, daher liegt morgen noch ein harter Kampf vor uns."

Und auch George Russell betont: "Es wird ein enges Rennen werden. Ferrari und McLaren haben stark ausgesehen, und Max wird immer ein Faktor sein. Wir müssen unsere Leistung gut umsetzen, fehlerfrei bleiben und jede Gelegenheit optimal nutzen."

Analyse: Wo wäre Antonelli gelandet?

Der WM-Spitzenreiter startet nachher von P4, nachdem er seinen letzten Angriff auf die Poleposition gestern vorzeitig abgebrochen hatte. Antonelli hatte die gelbe Flagge nach dem Unfall von Max Verstappen fälschlicherweise als Doppelgelb interpretiert.

Doch wo wäre der Italiener andernfalls gelandet? Tatsächlich war Antonelli bis dahin etwas langsamer als sein Teamkollege, der in den ersten beiden Sektoren seiner Pole-Runde 16,424 und 29,620 Sekunden benötigte.

Da hatte sich Antonelli bereits einen Rückstand eingehandelt, der im letzten Sektor nur schwer aufzuholen gewesen wäre. Unsere komplette Analyse findet ihr hier.

Mercedes- oder Ferrari-Sieg

Geht es nach der Statistik, dann gewinnt heute auf jeden Fall Mercedes oder Ferrari. Denn seit der Red Bull Ring 2014 in den Formel-1-Kalender zurückkehrte, wurde das Rennen nie von außerhalb der ersten zwei Startreihen gewonnen.

Von weiter hinten kam der Sieger zuletzt vor 25 Jahren. 2001 gewann David Coulthard für McLaren, nachdem er nur von P7 gestartet war - und als die Strecke noch A1 Ring hieß.

Kann man alles in unserer großen Datenbank nachlesen.

David Coulthard Red Bull Red Bull Racing F1McLaren McLaren Honda F1 ~David Coulthard ~

Foto: LAT

Regen?

Auch das heutige Rennen in Spielberg dürfte wieder eine Hitzeschlacht bei mehr als 30 Grad werden. Aber: Anders als an den Vortagen ist heute tatsächlich Regen am Nachmittag beziehungsweise am frühen Abend möglich.

Wir behalten die Lage natürlich im Auge, aber in den kommenden Stunden ist erst einmal noch kein abkühlendes Gewitter in Sicht.

Verstappen: Unfallursache war das Auto

Ausgelöst wurde die ganze Kontroverse am Ende der Qualifikation von einem Unfall von Max Verstappen. Red Bull hat inzwischen allerdings klargestellt, dass der Crash nicht vom Niederländer selbst verursacht wurde.

"Die Dynamik des Vorfalls war ziemlich ungewöhnlich", erklärt Laurent Mekies und ergänzt: "Wir haben an der Hinterachse an Aerodynamik-Performance verloren, was Max keine Chance ließ, das Auto abzufangen."

Mehr Hintergründe dazu gibt es hier.

Max Verstappen Mercedes Mercedes F1Red Bull Red Bull F1 ~Max Verstappen (Red Bull) ~

Foto: circuitpics.de

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Von: Ruben Zimmermann

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