Formel-1-Liveticker: Die ersten Trainings der Saison in Australien live!
Melbourne-Freitag in der Analyse: McLaren vorne, Aston Martin am Ende
Live-Gesamtwertung
Bericht
Liveticker
Feierabend
Vor Ort in Melbourne bewegen wir uns bereits auf 22:00 Uhr zu. Höchste Zeit also, unseren Ticker für heute abzudrehen. Morgen sind wir dann zu früher Stunde mit einer neuen Ausgabe wieder für euch da.
FT3 steht bereits um 02:30 Uhr MEZ an, das Qualifying dann um 06:00 Uhr. Heute geht es bei uns wie angekündigt noch weiter mit unserer großen Videoanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.
Viel Spaß dort mit den Kollegen Kevin Scheuren und Kevin Hermann und bis morgen!
Cadillac: Premiere mit Problemen
Für Cadillac war es heute der erste offizielle Tag an einem Grand-Prix-Wochenende. Pat Symonds erklärt: "Zwei Autos einzusetzen ist nicht doppelt so schwierig wie ein Auto. Es ist eher viermal so schwierig, weil so viel los ist."
Im Winter konnte Cadillac immer nur mit einem Auto testen, heute waren also erstmals zwei im Einsatz. "Wir hatten einen ziemlich normalen Freitag mit Valtteri [Bottas]", verrät Symonds.
Mit Sergio Perez habe man dagegen "einen sehr schwierigen Tag" erlebt. Zunächst stoppte ihn ein Sensorproblem, später dann ein Hydraulikleck. Trotzdem ist Symonds insgesamt zufrieden mit dem Freitag.
"Wir haben die Antworten bekommen, die wir brauchten. Ich denke, es war ein sehr erfolgreicher Tag", betont er.
Schneller als die Formel 2
Und weil wir gerade schon bei Vergleichen sind: Befürchtungen, dass die Formel 1 in diesem Jahr so langsam wie die Formel 2 sein könnte, haben sich nicht bestätigt. Dort lag die Polezeit von Dino Beganovic heute bei 1:28.695.
Damit war der Ferrari-Junior knapp neun Sekunden langsamer als Oscar Piastri in FT2. Und die Formel 1 wird in ihrem Qualifying morgen ja sicherlich auch noch einmal ein bisschen zulegen können.
Kritisch wird es allerdings bei Aston Martin. Da war Lance Stroll mit seiner schnellsten Runde des Tages nämlich gerade einmal 2,9 Sekunden schneller als Beganovic im Formel-2-Auto ...
Abstand größer geworden
In FT1 lag die Bestzeit ziemlich genau drei Sekunden unter der des Vorjahres. Die Zeiten haben wir ja vorhin bereits verglichen. In FT2 ist dieser Abstand nun etwas größer geworden, denn Piastri fuhr in diesem Jahr eine 1:19.729, Leclerc vor einem Jahr eine 1:16.439. Macht also sogar fast 3,3 Sekunden Unterschied.
Und auch im Vergleich zu 2022 hat die Formel 1 in FT2 etwas "verloren". Damals fuhr Leclerc eine 1:18.978, macht also knapp 0,8 Sekunden Unterschied. In FT1 hatte der Abstand hier nur knapp eine halbe Sekunde betragen.
Urteile im Wortlaut
Warum Colapinto keine Strafe bekam und Russell gleich doppelt verwarnt wurde, das könnt ihr hier in den Einzelurteilen noch einmal im Wortlaut nachlesen:
Colapinto
Russell (Probestart)
Russell (Boxengasse)
Russell doppelt verwarnt
Die Urteile des heutigen Tages sind da. Während Franco Colapinto für das langsame Fahren auf der Ideallinie ohne Strafe davon kommt, erhält George Russell eine Warnung ("Warning") für seinen falsch ausgeführten Probestart.
Zudem gibt es eine Verwarnung ("Reprimand") für den Zwischenfall mit Arvid Lindblad in der Boxengasse. Sportlich hat beides also keine Konsequenzen für dieses Wochenende.
Aston Martin: Ist Newey Teil des Problems?
Ist Adrian Newey der falsche Mann, um Aston Martin aus der Krise zu führen? Experte Ivan Capelli sagt bei Sky: "Vielleicht zeigt sich hier die Grenze von Newey, den ich nach wie vor als das einzige echte Genie in der Formel 1 in Bezug auf Konstruktion und Technik betrachte."
"Die Grenze von Adrian besteht darin, dass er jetzt auch Teamchef ist und zwei Funktionen ausübt", so der ehemalige Formel-1-Pilot. Zudem sei die Position des Teamchefs auch noch "eine Rolle, die er zuvor noch nie inne hatte", erinnert er.
"Es gibt Anzeichen dafür, dass er mit dieser Doppelfunktion Schwierigkeiten hat", so Capelli, der in der Formel 1 in seiner aktiven Zeit bei March beziehungsweise Leyton House auch selbst einige Jahre mit Newey zusammengearbeitet hat.
Mercedes: In FT1 zurückgeworfen
"Insgesamt verlief der Tag recht ordentlich, unsere erste Session war allerdings sehr chaotisch", verrät Andrew Shovlin und erklärt: "Wir hatten einige Konfigurationsprobleme auf der Seite der Powerunit, deren Behebung mehrere Runs in Anspruch nahm."
"Hinzu kam, dass die Balance des Autos für keinen der beiden Fahrer optimal war. Das beeinträchtigte unsere Kurvengeschwindigkeiten, was sich wiederum auf den Energieeinsatz auswirkte", erklärt er.
In FT2 bekam man das jedoch in den Griff. "Die Powerunit funktionierte wie vorgesehen und das Auto reagierte nach einigen Set-up-Änderungen viel besser", berichtet Shovlin und spricht davon, dass man "ordentliche Longruns" absolvieren konnte.
"Das Auto fühlte sich [in FT2] besser an", bestätigt auch George Russell und erklärt: "Damit sind wir für den Rest des Wochenendes gut aufgestellt."
Honda: Wertvolle Daten gesammelt
Für Aston Martin war es eigentlich ein Tag zum Vergessen, doch Shintaro Orihara von Honda erklärt: "Das zweite Training heute war für uns sehr wertvoll, da wir die Auswirkungen unserer Gegenmaßnahmen sehen konnten."
"Lance und Fernando haben zusammen 31 Runden absolviert, sodass wir die notwendigen Daten sammeln konnten, um festzustellen, dass die Maßnahmen, die wir zuerst auf dem Prüfstand umgesetzt haben, auch auf der Strecke funktionieren."
"Laut unserer Analyse, die wir während der Session gesammelt haben, treten dadurch weniger Batterievibrationen auf", so Orihara. Immerhin etwas.
Russell und Mercedes zerlegen die Konkurrenz
In der Zeitenliste war heute Oscar Piastri ganz vorne. Bei den Longruns dagegen hatte Mercedes klar die Nase vorn. Das mag angesichts der Rundenzeiten in beiden Trainings zunächst überraschend wirken.
Doch ein Blick in die Daten zeigt, dass Mercedes in den Qualifying-Simulationen wohl deutlich weniger Motorleistung genutzt hat als die Konkurrenz.
Unsere komplette Longrunanalyse findet ihr hier!
Kleinere Probleme bei Red Bull
Von Max Verstappen haben wir ja vorhin schon gehört, dass Red Bull aktuell noch nicht ganz vorne mitkämpfen kann. Zudem verlor der Niederländer zu Beginn des zweiten Trainings mehrere Minuten in der Garage.
Chefingenieur Paul Monaghan erklärt, dass das Auto in einem Gang festgesteckt habe, weshalb man es zunächst zurück an die Box holen musste. "Max ist auch kurz ins Kiesbett geraten, aber alles ist reparierbar", betont er.
Bei dem Ausritt in Kurve 10 war zu sehen, dass einige Teile vom Auto abgeflogen waren. Über das Kräfteverhältnis sagt Monaghan: "Es ist schwer zu sagen, wer morgen ganz vorne liegen wird."
"Wir haben keinen Einfluss darauf, was die anderen machen. Wir können nur das Beste aus unserem Auto herausholen und sehen, wo wir landen", betont er.
Williams: Noch viel Luft nach oben
Williams fand sich heute mit P15 und P17 eher im hinteren Teil des Mittelfelds wieder. Zudem gab es mehrere Probleme und Carlos Sainz konnte in FT2 lediglich zehn Runden fahren.
Teamkollege Alexander Albon erklärt: "Das erste Rennwochenende mit den neuen Regeln war von vornherein eine Herausforderung, daher verlief der Tag für uns nicht ganz reibungslos."
Vor allem am Energiemanagement müsse man noch arbeiten, sagt Albon - wobei das für die meisten Teams gilt. "Es gibt noch viel, was wir vor dem Qualifying verbessern können, aber das gehört alles zum Lernprozess dazu", so Albon.
James Vowles spricht ebenfalls von einem "schwierigen Tag". Man habe aber morgen noch ein weiteres Training, um Fortschritte zu machen, so der Teamchef.
Unter den aktuellen Umständen sieht Williams aber eher nicht wie ein Punktekandidat am Sonntag aus.
Software-Problem bei Racing Bulls
Die Racing Bulls waren heute im Mittelfeld in beiden Sessions ganz vorne. Lediglich in FT1 verlor Arvid Lindblad etwas Zeit an der Box. "Wir haben heute Morgen im ersten Training mit Arvid aufgrund eines Softwarefehlers etwas Zeit verloren", so Alan Permane.
"Aber das schien ihn nicht zu stören, er hat es gelassen hingenommen", lobt der Teamchef. Lindblad selbst erklärt: "Es war ein guter erster Tag hier in Melbourne. Heute Morgen, bevor ich ins Auto stieg, war ich etwas nervös, da es mein erster Tag als offizieller Formel-1-Fahrer bei einem Grand Prix war."
Davon merkte man auf der Strecke aber nicht viel. "Es war ein positiver Tag", so der Rookie, und auch Teamkollege Liam Lawson bestätigt: "Wir hatten heute einen sehr produktiven Tag. Wir haben unseren Plan so gut wie vollständig umgesetzt, und insgesamt bin ich mit unserer Geschwindigkeit zufrieden."
Teamchef Permane ergänzt schließlich noch: "Wir müssen noch daran arbeiten, die Balance zu verbessern, aber das Auto reagiert gut auf Änderungen." Klingt also alles recht zuversichtlich.
Verstappen: Reicht noch nicht für ganz vorne
Der Niederländer landete heute auf P6 und erklärt: "Wir sind zufrieden mit dem, was wir bisher erreicht haben. Aber wir wissen auch, dass wir schneller sein müssen, wenn wir wirklich ganz vorne mitkämpfen wollen."
"Wir hatten eine recht ordentliche Vorsaison. Es war eine steile Lernkurve, aber wir sind gut gefahren, wir haben viele Runden absolviert, sodass es eigentlich nicht viel gibt, was wir uns besser gewünscht hätten", so Verstappen.
"Was die Leistung angeht, denke ich, wir haben noch einiges zu tun, um ganz vorne mit dabei zu sein", sagt der Red-Bull-Fahrer, betont aber auch, dass er ohnehin schon damit gerechnet habe.
Haas aus dem Stand schnell
Wir haben ja vorhin schon darüber gesprochen, dass Haas heute an der Spitze des Mittelfelds dabei war. Teamchef Ayao Komatsu berichtet: "Da wir so viel Zeit mit dem Energiemanagement verbracht haben, haben wir eigentlich nicht so viel an der Leistung des Autos gearbeitet."
"Aber das Gute daran ist, dass die Leistung des Autos ordentlich ist und beide Fahrer recht zufrieden mit dem Auto waren", so Komatsu. Heißt: Obwohl man kaum an der Performance gearbeitet hat, war der Haas direkt schnell.
Oliver Bearman ergänzt: "Es war ein positiver Tag, da wir viel gelernt und viele Erkenntnisse gewonnen haben, auf einer Strecke, die sich stark von der in Bahrain unterscheidet, an die wir gewöhnt waren."
Und Teamkollege Esteban Ocon erklärt: "Die Balance fühlt sich gut an. Es gibt noch ein paar kleine Details zu verbessern, aber es fehlt nicht viel."
Norris: Habe etwas Rückstand
Der Weltmeister konnte mit einem Getriebeproblem in FT1 lediglich sieben Runden fahren. In FT2 landete er als Siebter dann eine Sekunde hinter seinem Teamkollegen, der die Tagesbestzeit fuhr.
"Ein schwieriger erster Tag", sagt er und erklärt: "Aufgrund von Zuverlässigkeitsproblemen konnten wir heute Vormittag nicht so viel fahren, wie wir wollten, sodass wir in Bezug auf das Fahren und Lernen etwas hinterherhinken."
"Mit diesen neuen Regeln ist die Zeit im Auto sehr wichtig, daher müssen wir heute Abend noch einiges tun, um aufzuholen", betont er und kündigt an: "Wir werden heute Abend hart arbeiten und versuchen, diese Lücke zu schließen."
Kein optimaler Start in die neue Saison.
Leclerc: Mercedes macht jetzt ernst
Charles Leclerc setzte in FT1 die Bestzeit, in FT2 landete Ferrari aber nur auf P4 und P5. Der Monegasse erklärt: "Ich denke, Mercedes zeigt langsam etwas mehr von seinem Potenzial, und in FT2 haben wir gesehen, wo wir im Vergleich zu ihnen noch Defizite haben."
"Sie sind eindeutig sehr stark, insbesondere was das Renntempo angeht. Ich weiß nicht, wie viel Luft bei ihrem Qualifying-Tempo noch ist, aber beim Renntempo scheinen sie im Vergleich zu uns sehr stark zu sein", fürchtet er.
"Ich hoffe, ich irre mich und wir sind morgen viel schneller, aber im Moment scheint Mercedes einen Schritt voraus zu sein, gefolgt von Red Bull, McLaren und uns", grübelt Leclerc.
Ferrari habe daher noch "eine Menge Arbeit" vor sich. "In FT2 habe ich etwas ziemlich Aggressives ausprobiert, was nicht funktioniert hat. Deshalb werde ich morgen wieder in einem vernünftigeren Fenster zurückkommen und sehen, wie es aussieht", so Leclerc.
Domenicali: Halten uns alle Optionen offen
Formel-1-Boss Stefano Domenicali hat bei Sky über die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien gesprochen und betont: "Unser Ansatz ist in erster Linie die Sicherheit aller relevanten Interessengruppen, sowohl der Menschen als auch des Veranstalters selbst."
"Wir möchten heute keine Stellungnahme abgeben, da sich die Lage derzeit so schnell verändert, dass wir noch Zeit haben, die richtige Entscheidung zu treffen. Diese Entscheidung wird gemeinsam getroffen werden", betont er.
Heißt: Man wird zunächst einmal abwarten, wie sich die Lage entwickelt.
"Positiv": Audi im Mittelfeld vorne dabei
Während Alpine sich im Mittelfeld etwas weiter hinten einsortierte, ist man bei Audi mit P12 und P14 zufrieden. Er sei "ziemlich happy", sagt Gabriel Bortoleto, für den der Freitag "positiv" gewesen sei.
Natürlich müsse man abwarten, ob die anderen Teams am Samstag noch zulegen können, "aber ehrlich gesagt sieht es gar nicht so schlecht aus", erklärt der Brasilianer vorsichtig optimistisch.
"Wir sind froh, dass wir jetzt eine Ausgangsbasis haben", sagt er und erklärt, das Ergebnis sei gar nicht so wichtig. Man müsse auf sich selbst schauen und weitere Fortschritte machen.
Knapp vor Audi lagen heute Haas und die Racing Bulls an der Spitze des Mittelfelds.
"Viele Probleme" bremsen Alpine ein
Nur P16 und P18 heute für die Franzosen. In Bahrain lief es noch deutlich besser für Alpine, die damit eher zu den Enttäuschungen des Tages gehören. "Wir haben 20 Minuten vor Schluss in FT2 angehalten, und auch in FT1 hatten wir viele Probleme", berichtet Pierre Gasly.
Er habe daher nicht so viele Runden wie gehofft gehabt, und es sei "ein sehr schwieriger Freitag" gewesen. "Wir haben festgestellt, dass wir einige Probleme beheben müssen, die wir bei den Tests nicht wirklich entdeckt haben", so der Franzose.
"Die Hälfte davon war wahrscheinlich zu erwarten. [...] Die andere Hälfte war ziemlich unerwartet und erfordert definitiv weitere Untersuchungen, und ich habe einfach das Gefühl, dass wir noch sehr weit von dem entfernt sind, was wir in Bahrain erreicht haben", so Gasly.
"Das Wichtigste ist, das Auto in ein Fenster zu bringen, in dem wir pushen und das volle Potenzial ausschöpfen können. Davon sind wir noch ziemlich weit entfernt", gesteht er und erklärt, es sei einfach "kein guter Freitag" gewesen.
Hadjar: Jede Runde ist anders
Die Formel-1-Piloten müssen sich noch an die neuen Autos gewöhnen. Isack Hadjar erklärt nach dem heutigen Tag zum Beispiel: "Die Zuverlässigkeit war gut, aber was die Konstanz angeht, war jede Runde in FT2 ziemlich schwierig."
Er erklärt: "Man muss ständig seine Bremspunkte anpassen, weil man nie mit derselben Geschwindigkeit ankommt. Die Dynamik des Autos ändert sich ebenfalls, daher ist es sehr knifflig."
Oscar Piastri erklärt sogar: "Ich glaube, [FT1] war mit Abstand die schwierigste und komplizierteste Session, die ich je erlebt habe." In FT2 sei es dann aber schon etwas besser gelaufen, so der Lokalmatador.
Alonso: Könnten das Rennen fahren
Der Spanier stellt klar, dass er das Rennen am Sonntag in der Theorie fahren könnte. "Wir können es. Die Frage ist eher, ob Honda genug Teile hat", so der Spanier im Hinblick auf die angespannte Batteriesituation bei Sky.
Er stellt zudem klar, dass die Stimmung hinter den Kulissen nicht so schlecht sei, wie es von den Medien dargestellt werde. "Wir stehen vor einer großen Herausforderung, aber alle im Team nehmen diese Herausforderung gerne an", betont er.
Man mache durchaus Fortschritte, "also hoffen wir, dass sich das so schnell wie möglich in den Rundenzeiten widerspiegelt", so Alonso.
Untersuchungen
Drei Untersuchungen laufen nach FT2 noch. Bei der ersten geht es um eine Kollision zwischen George Russell und Rookie Arvid Lindblad in der Boxengasse. Bei dieser wurde der Frontflügel am Mercedes beschädigt.
Russell muss sich zudem bei den Rennkommissaren dafür verantworten, dass er einen Probestart falsch ausgeführt haben soll. Und schließlich gibt es noch eine Untersuchung gegen Franco Colapinto, der einmal zu langsam auf der Ideallinie gefahren ist.
Behalten wir natürlich alles im Auge.
Hydraulikproblem bei Cadillac
Sergio Perez brachte es in FT2 lediglich auf zwei Runden und rollte dann aus. Das Team meldet, dass es vermutlich ein Problem mit der Hydraulik gab. Davon abgesehen hinterließ Cadillac aber einen ganz soliden Eindruck.
Valtteri Bottas landete auf P19 und hatte 3,9 Sekunden Rückstand auf die Piastri-Bestzeit. Für ein komplett neues Team ist das kein so schlechtes Resultat - zumal er beide Aston-Martin-Piloten hinter sich lassen konnte.
Da lautet die größte Frage wohl, ob man morgen überhaupt die 107-Prozent-Marke knacken wird. Alonso schaffte das heute mit einer 1:24.662, obwohl er damit 4,9 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit hatte.
Die 107-Prozent-Zeit lag in FT2 bei 1:25.310.
Aston Martin: Auch 2027 in Gefahr?
Experte Timo Glock erklärt bei Sky, dass es für Aston Martin und Honda "ein desaströser Beginn" in diesem Jahr gewesen sei. Und noch schlimmer: Er befürchtet, dass sich das auch schon auf 2027 auswirken könnte.
"Das ist ja ein grundlegendes Problem, dass man diese Vibrationen hat [...] und dass man einfach meilenweit hinter den anderen Herstellern ist. Und das holst du dieses Jahr auf keinen Fall mehr auf", so Glock.
"Und auch im nächsten Jahr ist man da schon im Hintertreffen", fürchtet er und erklärt, dass die ganze Situation "eine Vollkatastrophe" für Aston Martin sei.
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Ihr fragt euch, wie es bei Aston Martin und Honda weitergeht? Und ob McLaren nach der Piastri-Bestzeit auch 2026 die Nase vorn hat? Dann holt euch jetzt Sky und verpasst keine Session der neuen Formel-1-Saison!
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Übersicht FT2
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt das zweite Formel-1-Training in Melbourne und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende des Trainings geht es an dieser Stelle wie üblich weiter mit den Stimmen zum Freitag.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Auftakt-Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Formel 2: Ferrari-Junior auf Pole
In der Formel 2 hat sich eben Ferrari-Junior Dino Beganovic die Poleposition gesichert. In der Session gab es mehrere rote Flaggen. Oliver Goethe landete als einziger deutscher Formel-2-Pilot in dieser Saison auf P8.
In der Formel 3 schnappte sich bereits zuvor Theophile Nael die Pole. Auch dort wurde das Qualifying zwischenzeitlich mit einer roten Flagge unterbrochen, weil McLaren-Junior Matteo De Palo gecrasht war.
Livestream
Ein Hinweis in eigener Sache: Heute um 12:00 Uhr MEZ wird es auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de wieder eine große Videoanalyse zu den Trainings in Melbourne geben. Kevin Scheuren und unser Datenexperte Kevin Hermann melden sich live bei euch.
Unsere Videoanalyse zum gestrigen Medientag findet ihr hier.
Was passiert mit Bahrain und Saudi-Arabien?
Noch immer ist offen, ob die beiden Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien im April wie geplant stattfinden können. Zak Brown hat dazu heute erklärt: "Stefano [Domenicali] hat für Samstag ein Meeting einberufen, bei dem es meiner Meinung nach nicht speziell um dieses Thema gehen wird, aber es wird sicherlich ein Thema sein."
"Wir müssen einfach abwarten, wie sich die Dinge entwickeln, und dann die richtige Entscheidung für die Gesundheit aller Beteiligten treffen", so Brown, der erklärt, dass finanzielle Aspekte in so einem Fall nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Denn jedes ausgefallene Rennen kostet die Formel 1 und damit auch die Teams Geld. In diesem Fall steht die Sicherheit aber natürlich im Vordergrund.
Newey: Gibt keine weiteren Batterien
Gegen Ende der PK wird noch die Frage gestellt, ob Honda nicht einfach weitere Batterien nach Melbourne einfliegen könne. Das geht laut Newey aber nicht. Heißt: Man muss das gesamte Wochenende mit nur zwei Batterien bestreiten.
Ich würde mein Geld aktuell nicht unbedingt darauf setzen, dass wir am Sonntag zwei grüne Autos in der Startaufstellung sehen ...
Honda hat viele Ingenieure verloren
Newey liefert noch einen weiteren spannenden Hintergrund zur Honda-Krise. Er verrät nämlich, dass viele erfahrene Ingenieure, die für den erfolgreichen Formel-1-Motor der Vergangenheit verantwortlich waren, heute gar nicht mehr Teil des Projekts seien.
Das habe man bei Aston Martin aber lange Zeit gar nicht gewusst. Erst im November 2025 habe man erfahren, dass Honda viele erfahrene Ingenieure verloren hat. Klingt jetzt auch nicht nach der besten Kommunikation ...
Wolff: Wird eine gute Show
Viel wurde im Vorfeld über die neuen Formel-1-Regeln gesprochen. Toto Wolff glaubt aber nicht, dass diese der Show auf der Strecke schaden werden. Er erklärt, dass für das Rennen in Melbourne rund 500.000 Fans im Albert Park erwartet werden.
Er mache sich keine Sorgen, dass man diesen auch eine gute Show liefern könne.
Newey: Keine schnelle Lösung
Der Aston-Martin-Teamchef stellt zudem klar, dass es keine schnelle Lösung für die aktuellen Probleme gebe. Honda arbeite daran, aber dafür müssten einige grundlegende Dinge angepasst werden, erklärt er.
Er fühle sich etwas "machtlos", gesteht Newey zudem. Denn solange es die Probleme gebe, könne man auch nicht daran arbeiten, dass Auto besser zu machen, betont er.
Wolff: Keine größeren Probleme
Mercedes blieb in FT1 etwas unter den Erwartungen. Toto Wolff hat gerade aber bestätigt, dass es keine größeren Probleme gab. Es gebe einige Herausforderungen, aber das sei nicht ungewöhnlich, betont er.
Man hoffe, dass man am Sonntag um das Podium oder sogar den Sieg mitkämpfen könne, so der Mercedes-Teamchef. Das sei aber keinesfalls sicher, stellt er auch klar.
Newey: Probleme mit der Batterie
Der Aston-Martin-Teamchef macht auch direkt den Anfang und erklärt, dass man in FT1 "fortlaufende Probleme mit der Batterie" gehabt habe. Das größere Problem seinen aber weiterhin die Vibrationen.
Man habe nur noch zwei Batterien übrig, verrät er und sagt, es sei "ein großes Problem", weil man "sehr vorsichtig" sein müsse. Denn wenn man eine weitere Batterie verliere, dann sei es das für einen Fahrer gewesen.
Am Stroll-Auto habe man eine "andere Lösung" ausprobiert, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Die Analyse dazu laufe noch, so Newey. Man werde schauen, wie man für FT2 weitermache.
Teamchef-PK
In zehn Minuten beginnt in Melbourne die obligatorische Pressekonferenz der Teamchefs, die es auch 2026 wieder an jedem Formel-1-Freitag geben wird.
Die könnte heute besonders spannend werden, weil unter anderem Adrian Newey daran teilnehmen und ein Update zur Situation bei Aston Martin geben wird.
Außerdem sind Graeme Lowdon (Cadillac) und Toto Wolff (Mercedes) angekündigt. Die wichtigsten Aussagen liefern wir euch wie gewohnt hier im Ticker.
Drei Sekunden langsamer
Die Bestzeit von Charles Leclerc in FT1 war eine 1:20.267. Im vergangenen Jahr war Lando Norris im ersten Melbourne-Training der schnellste Mann mit einer 1:17.252. Die Königsklasse ist unter dem neuen Reglement also drei Sekunden langsamer gewesen.
Komplett fair ist dieser Vergleich aber nicht, weil die Autos unter dem alten Reglement natürlich deutlich ausgereifter waren. Fairer wäre daher eher ein Vergleich mit 2022, als es zum letzten Mal komplett neue Regeln in der Formel 1 gab.
Und da fuhr Carlos Sainz im Ferrari im ersten Melbourne-Training Bestzeit in 1:19.806. Das war weniger als eine halbe Sekunde schneller als die heutige Leclerc-Bestzeit.
Ganz so langsam wie befürchtet ist die Formel 1 unter dem neuen Reglement also nicht geworden. Zumal wir in FT2 später noch einmal deutlich schnellere Zeiten erwarten.
Von: Ruben Zimmermann