Formel-1-Liveticker: Die ersten Trainings in Madrid live
Spanien-Freitag: Crashfestival am neuen Madring!
Live-Gesamtwertung
Bericht
Liveticker
Feierabend
Damit sind wir auch am Ende des Trainingsfreitags in Madrid angekommen. Morgen sind wir natürlich mit einem neuen Ticker wieder für euch da, dann stehen FT3 (12:30 Uhr) und das vermutlich wichtige Qualifying (16:00 Uhr) an.
Habt noch einen schönen Abend, kommt gut ins Wochenende und bis dann!
Antonelli: "Noch viel Arbeit vor uns"
Der WM-Leader fuhr heute Bestzeit und resümiert: "Wir hatten hier einen guten ersten Tag, aber vor dem Rest des Wochenendes liegt noch viel Arbeit vor uns. Es wird schwierig werden, am Sonntag auf die Reifen zu achten, und das Überholen dürfte eine echte Herausforderung werden."
"Das macht unsere Arbeit auf einer Runde morgen Vormittag umso wichtiger. Darauf werden wir uns über Nacht konzentrieren, aber wir wollen auch sicherstellen, dass wir am Sonntag ein gutes Auto für das Rennen haben", so Antonelli.
Teamkollege George Russell ergänzt: "Wir sind im ersten Training gut gestartet und das Auto war von Anfang an stark. Für das zweite Training haben wir einige Änderungen am Set-up vorgenommen. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob sich das Auto dadurch verbessert hat."
"Daher werden wir sie über Nacht vielleicht wieder rückgängig machen", kündigt er an.
McLaren: Wertvolle Zeit verloren
Während Lindblad in FT2 lediglich die Schlussphase verpasste, konnte Lando Norris quasi gar nicht fahren. Mark Temple von McLaren betont: "Der heutige Tag stellte uns vor eine große Herausforderung, insbesondere aufgrund des Getriebeproblems, das Lando in FT2 viel Fahrzeit gekostet hat."
"Das ist ein herber Rückschlag auf einer neuen und technisch anspruchsvollen Rennstrecke wie dieser, auf der jede Runde entscheidend für die Datenerfassung ist. Die Bedingungen sind mit hohen Temperaturen und geringem Grip für alle schwierig."
"Daher bringt uns der Verlust dieser Fahrzeit im Vorfeld des Samstags sicherlich ins Hintertreffen", so Temple, der auch davon abgesehen gesteht: "Das Auto ist noch nicht ganz so, wie wir es uns vorstellen. Aber wir haben sowohl was das Chassis als auch den Fahrer betrifft einige konkrete Ideen, die wir ausprobieren wollen."
Die verlorene Zeit will man mit Norris morgen in FT3 so gut wie möglich aufholen.
Racing Bulls trotz Unfall happy
"Wenn man den Crash einmal außer Acht lässt, war es ein absolut großartiger Tag", betont Alan Permane. Denn zwar hatte Arvid Lindblad in FT2 einen Unfall, wurde gleichzeitig aber auch starker Vierter.
"Das Auto ist schnell. Wir hatten von Anfang an ein ordentliches Auto, haben zwischen dem ersten und dem zweiten Training einige Änderungen vorgenommen und es dadurch deutlich verbessert", so Permane.
Damit sei morgen "sicher" ein Ergebnis in den Top 10 möglich, sagt er angriffslustig. Auch Lindblad selbst erklärt: "Insgesamt betrachtet war es ein guter Tag. Wir sind sehr schnell."
Er habe eben nur einmal einen Fehler gemacht.
Überholen unmöglich?
Könnte das Überholen am Sonntag zum Problem werden? Zumindest vermuten einige, dass das Qualifying morgen eine vorentscheidende Rolle spielen könnte - zum Beispiel Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur.
"Es ist mega schwer zu überholen", warnt er und betont: "Das bedeutet, dass die Startposition auf der Strecke entscheidend sein wird. Es bedeutet auch, dass wir unseren Fokus ein wenig verlagern müssen."
"Natürlich ist es besser, ein gutes Tempo für das Rennen zu haben", sagt Vasseur zwar, "aber die Position im Qualifying wird entscheidend sein", prophezeit er.
Heißt: Der Fokus liegt noch etwas mehr als sonst auf dem Qualifying.
Red Bull: Schwieriger als erwartet
Pierre Wache berichtet nach P6 und P10 heute: "Was die Fahrzeugabstimmung angeht, gibt es sicherlich noch viel zu tun, insbesondere beim mechanischen Grip. Das Fahrverhalten ist anspruchsvoller als gedacht."
"Und was den Energieeinsatz angeht, ist klar, dass wir auch hier noch viel Arbeit vor uns haben", gesteht er. Heißt: So richtig rund läuft es bei Red Bull noch nicht. "Wir haben zwischen FT1 und FT2 bereits ziemlich viele Änderungen vorgenommen", betont Wache.
"Und ich denke, wir werden weiterhin verschiedene Ansätze ausprobieren", sagt er im Hinblick auf FT3 morgen.
Alpine: In Madrid schlechter als in Monza
In Italien fuhr Pierre Gasly sensationell auf Pole. Das wird er morgen aber wohl nicht wiederholen können. "Es ist eine ganz andere Rennstrecke, eine ganz andere Herausforderung", betont Steve Nielsen.
"Und während Monza einige unserer Stärken zur Geltung gebracht hat, werden hier einige unserer Schwächen deutlich", betont er und erklärt: "Es gibt keinen Zauberstaub, der sich von selbst auf diese Strecke streut."
Heißt: Im Normalfall dürfte es für Alpine ein schwierigeres Wochenende werden.
Formel 3: Vorteil für Ugochukwu
Das Qualifying der Formel 3 ist gerade über die Bühne gegangen - und das erstaunlicherweise ohne weitere rote Flagge. Einen Unfall gab es aber auch hier noch einmal, jedoch ganz am Ende der Session, so dass keine rote Flagge mehr nötig war.
Sportlich ging der erste Punktsieg im Titelduell an Ugo Ugochukwu. Er wurde im Qualifying für das erste Hauptrennen Vierter, im zweiten sogar Zweiter. Freddie Slater belegte dagegen nur P17 und P8.
Sieht also nach einem spannenden Titelkampf morgen und am Sonntag aus.
Madrid bald "bestes" Europarennen?
Sergio Perez sagt nach dem ersten Trainingstag in Madrid: "Ein wirklich cooler Kurs, ein wirklich schöner Austragungsort. Ich freue mich riesig, hier in Madrid zu sein. Ich bin mir sicher, dass dies das beste Rennen in Europa werden wird."
Eine steile These, bei der Max Verstappen wohl nicht mitgeht. "Ich bin kein Fan von Straßenkursen, daran wird sich auch nie etwas ändern. Ich werde es immer vorziehen, auf einer Rennstrecke wie Spa zu fahren", erklärt der Niederländer.
"Ich meine, was sie da auf die Beine gestellt haben - wie sie das Ganze aufgebaut haben -, finde ich wirklich gut", sagt er zwar, "aber ich bin eben kein Fan von Straßenkursen".
Russell: Da ist noch deutlich mehr drin
George Russell vermutet, dass sich heute alle Fahrer noch zurückgehalten haben. "Zweifellos ist es eine Strecke mit sehr hohem Risiko, und ich glaube, wahrscheinlich haben sich heute alle Fahrer ein kleines bisschen Spielraum gelassen", so der Mercedes-Pilot.
Heißt: Wenn die Fahrer morgen ans Limit gehen, dürften die Zeiten noch einmal schneller werden. Aber das erhöht dann natürlich auch das Unfallrisiko ...
Wolff: Dachten erst an sechs Boxenstopps
Toto Wolff hat bei Sky verraten, dass der Reifenabbau heute "unglaublich" gewesen sei. "Wie es nach der ersten Session ausgeschaut hat, hat unser Strategiedirektor gesagt: sechs Stopps", berichtet er.
Denn da habe der Abbau satte acht Zehntel pro Runde betragen. "Das haben wir noch nie gesehen", so Wolff. Ganz so dramatisch dürfte es in der Realität aber natürlich nicht werden.
Laut Oscar Piastri war zudem Graining ein Problem. "Es war ein Albtraum, die Reifen trotz Graining im Griff zu behalten", berichtet er, sagt aber auch: "Normalerweise wird es über das Wochenende besser."
Er fürchtet allerdings, dass McLaren mit diesem Problem mehr als andere zu kämpfen haben könnte.
Verwarnung für Albon
Kleine Randnotiz: Erwartungsgemäß hat Alexander Albon eine Verwarnung kassiert, weil er in FT1 in Kurve 6 einmal falsch zurück auf die Strecke gefahren ist. Dazu auch noch eine kleine Korrektur: Arvid Lindblad war hier lediglich als Zeuge vorgeladen, nicht wegen eines eigenen Vergehens.
Keine Chance für McLaren?
Die Zeitenliste am Freitag erzählt in der Regel nie die ganze Geschichte. Trotzdem glaubt Experte Alexander Wurz, dass es McLaren an diesem Wochenende schwer haben wird.
"Ich sehe McLaren nicht als Anwärter, um die Pole mitzufahren", sagt er im ORF und erklärt: "Bei den Onboards siehst du, dass das Auto nicht versucht, den Grip aufzubauen, wenn der ans Gas geht, sondern gleich mal beim Heck ausbricht."
"Das heißt, das ist kein mechanisch einfaches Auto. Vielleicht aerodynamisch top auf den 'normalen' Strecken, aber hier scheint es mir eher schwierig zu sein für die McLaren-Piloten", so Wurz.
Oscar Piastri landete in FT2 nur auf P7, Lando Norris fuhr wegen seines Getriebeproblems gar keine repräsentative Rundenzeit.
Crashfestival am Freitag
Der Unfall von Arvid Lindblad in FT2 war nur die Spitze des Eisbergs. Rechnet man die Zwischenfälle in Formel 2 und Formel 3 dazu, gab es heute bislang sechs rote Flaggen am Madring.
Und das Ende der Fahnenstange ist damit womöglich noch nicht erreicht, denn das Qualifying der Formel 3 steht jetzt noch auf dem Plan ...
Übersicht FT2
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt dann auch das zweite Formel-1-Training in Madrid und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal wieder in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende des Trainings geht es an dieser Stelle wie üblich weiter mit den Stimmen zum Freitag.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Spanien-Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Formel-2-Qualifying mit drei roten Flaggen
Das ist jetzt eher das gewesen, was einige vor dem Wochenende befürchtet hatten. Die Formel 2 hat es eben geschafft, in ihrem gerade einmal 30-minütigen Qualifying in Madrid drei rote Flaggen zu produzieren. Außerdem ist Cadillacs Colton Herta ganz am Ende auch noch gecrasht.
Verletzt wurde glücklicherweise niemand und die Pole ging am Ende an Ferrari-Junior Dino Beganovic. Oliver Goethe landete nur auf P15.
Teams planen für Katar und Abu Dhabi
Weiterhin ist nicht klar, ob die Formel 1 am Saisonende in Katar und Abu Dhabi fahren kann. "Momentan planen wir, dorthin zu reisen", betont Permane. Denn schließlich stünden die beiden Rennen aktuell noch im Kalender.
Sollte sich das ändern, dann müsse man seine Pläne eben anpassen, so der Racing-Bulls-Teamchef, der klarstellt, dass man aktuell noch nicht unter Zeitdruck stehe, eine Entscheidung treffen zu müssen.
Auch Krack betont, dass die Formel 1 schon mehrfach bewiesen habe, dass sie "flexibel" sei. "Man braucht immer einen Plan B", weiß er. Aber aktuell sieht auch er die Lage noch recht entspannt.
Damit endet die heutige PK auch schon ohne größere Themen oder Streitpunkte.
Racing Bulls: Lassen uns Zeit
Noch ist offen, wer 2027 für das Team fahren wird. Geht es mit Arvid Lindblad und Liam Lawson weiter? Permane sagt in der PK, dass es noch "zu früh" für eine Entscheidung sei. Dann die Racing Bulls geben ihre Paarung traditionell erst etwas später im Jahr bekannt.
Letztendlich sei es ohnehin ein Luxusproblem, betont Permane. Dann mit Nikola Tsolov hat man ja auch noch den aktuell Meisterschaftsführenden in der Formel 2 in der Hinterhand.
Nächste rote Flagge in der Formel 2
In der Formel 1 ging in FT1 alles glatt, aber in der Formel 2 gab es eben im Qualifying schon wieder eine rote Flagge. Macht insgesamt bereits die dritte des Tages in den beiden Nachwuchsserien.
Abseits der Strecke in Madrid geht es in zehn Minuten weiter mit der Pressekonferenz der Teamvertreter. Folgende Teilnehmer sind heute dabei:
Mike Krack (Aston Martin)
Marcin Budkowski (Cadillac)
Alan Permane (Racing Bulls)
Sollte es dort spannende Aussagen geben, lest ihr die wie üblich hier bei uns.
Albon und Lindblad vorgeladen
eiden könnte nach FT1 nach Ärger drohen, weil sie nach einem Ausritt in Kurve 6 jeweils unvorschriftsmäßig zurück auf die Strecke gefahren sind. Sie müssen sich dafür jetzt bei den Rennkommissaren verantworten.
Wird vermutlich eine Verwarnung geben, wir behalten es aber mal im Auge.
Noch kein Termin für Hadjar-Comeback
Laurent Mekies hat bei Sky eben verraten, dass es eine leichte Entscheidung gewesen sei, hier noch einmal auf Isack Hadjar zu verzichten. "Er hatte das Gefühl, nicht zu 100 Prozent fit zu sein, und das ist das einzige Kriterium, nach dem wir uns richten", erklärt der Teamchef.
Dementsprechend ist auch noch unklar, wann der Franzose ins Cockpit zurückkehren wird. "Wir haben immer gesagt, dass es für uns vorrangig ist, dass er zu 100 Prozent fit zurückkommt. Es ergibt keinen Sinn, ihn auf eine Strecke wie die heutige zu schicken, wenn er sich nicht gut fühlt", so Mekies.
"Wir haben noch ein bisschen Zeit bis Baku. Ehrlich gesagt läuft seine Genesung reibungslos, alles verläuft nach Plan. Manche Dinge brauchen ihre Zeit, und wir werden uns vor Baku die Zeit nehmen, die Situation zu beurteilen und ihn in den Simulator zu setzen", kündigt er an.
Experten loben Piloten
FT1 ging (anders als in Formel 3 und Formel 2) ohne rote Flagge über die Bühne. Experte Martin Brundle lobt bei Sky: "Ich finde, dass alle Fahrer vernünftig gefahren sind, denn es ergibt keinen Sinn, sein Auto zu schrotten, wenn man dadurch FT2 verpasst."
Auch Kollege und Ex-Formel-1-Pilot Anthony Davidson betont: "Ich bin wirklich beeindruckt davon, wie sie diese brandneue Rennstrecke in Angriff genommen haben."
Schauen wir mal, ob das auch nachher im zweiten Training so bleibt.
Perez doppelt bestraft
Cadillac muss doppelt blechen. Sergio Perez war in FT1 in der Boxengasse gleich zweimal zu schnell. Einmal wurde er mit 86,7 km/h geblitzt, dann sogar noch einmal mit 96,7. Erlaubt sind lediglich 80.
Macht einmal 700 Euro und einmal die Höchststrafe in Form von 1.000 Euro für das Team. Im Rennen gibt es für so ein Vergehen bekanntlich eine sportliche Strafe.
Alonso ausgerollt
Nach dem Ende von FT1 gab es noch einen kleinen Zwischenfall. Fernando Alonso ist auf dem Weg zurück in die Box ausgerollt, nachdem er zuvor ein Problem am Auto gemeldet hat. Ein bisschen Arbeit also für die Aston-Mechaniker vor FT2 am Abend.
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt das erste Training in Madrid. Wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende des Trainings geht es an dieser Stelle ganz regulär weiter.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Spanien-Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Eine Runde in Madrid
Am Morgen haben wir ja schon einen Blick auf den Filmtag von Ferrari im Sommer geworfen. Kurz vor dem Start von FT1 haben wir jetzt auch noch einmal eine Runde in Madrid unter Wettbewerbsbedingungen für euch.
Diese Runde ist Ugo Ugochukwu vorhin im Training der Formel 3 gefahren:
Sonderdesign
Wundert euch gleich in FT1 nicht, wenn der Williams nicht blau ist. Das Traditionsteam aus Grove ist an diesem Wochenende mit einem Sonderdesign am Start. Mehr dazu in dieser Fotostrecke:
Fotostrecke: Die Formel-1-Sonderdesigns in der Saison 2026
Foto: Williams
Madrid: Williams erinnert mit seinem Sonderdesign an seine eigene Formel-1-Vergangenheit. Die Farben sind vom FW07C aus der Saison 1981 abgeleitet - damals gewann das Team die Konstrukteurswertung.Leclerc wieder fit
Der Monegasse klagte nach seinem Crash in Monza kurzzeitig über Sichtprobleme. Vor dem Madrid-Wochenende berichtet er: "Mit dem rechten Auge konnte ich nicht besonders gut sehen, aber jetzt ist alles in Ordnung."
Das habe ihm "beim Aussteigen aus dem Auto am meisten Sorgen bereitet", verrät er, doch inzwischen habe er keine Probleme mehr. "Ich wusste, dass es ein heftiger Crash war, und das ist natürlich nie gut für den Körper", betont Leclerc.
Doch schon kurz nach dem Crash habe er wieder ganz normal sehen können.
Updates
Während die Formel 2 auf der Strecke fährt (oder aktuell eben auch nicht fährt), hat die FIA die Liste mit allen Formel-1-Updates an diesem Wochenende veröffentlicht. Die fällt dieses Mal allerdings eher übersichtlich aus.
Fünf der elf Teams haben gar keine neuen Teile dabei, und auch bei den anderen sind es lediglich kleinere Upgrades. McLaren hat zum Beispiel ein Mini-Update für den Heckflügel dabei und Ferrari eine leicht überarbeitete Hinterradaufhängung.
Die komplette Liste findet ihr hier.
Heftiger Unfall im Formel-2-Training
In der Formel 3 ging es noch recht gesittet zur Sache, im Formel-2-Training gab es dagegen jetzt nach gerade einmal rund einer Viertelstunde einen heftigen Unfall. Glücklicherweise ist Tasanapol Inthraphuvasak in Ordnung - sein Auto dagegen nicht.
War das jetzt doch der erste Vorgeschmack auf ein chaotisches Wochenende?
Formel-3-Training fast ohne Zwischenfall
Endet das erste Madrid-Wochenende wirklich im Chaos? Aktuell gibt es noch keine übermäßig großen Anzeichen dafür, denn die Formel 3 hat eben bereits ihr Training auf dem Madring absolviert - mit nur einem größeren Zwischenfall.
Erst in der allerletzten Minute sorgte Monza-Sieger Nicola Lacorte mit einem Unfall für eine rote Flagge. Für die Formel-3-Piloten ist Madrid an diesem Wochenende bereits das Saisonfinale.
Um den Titel kämpfen dort Audi-Junior Freddie Slater (141 Punkte) und der ehemalige McLaren-Junior Ugo Ugochukwu (126). Im Training hatte Ugochukwu mit P4 erst einmal die Nase vorn, Slater landete auf P6.
Hamilton: Will nur das Beste fürs Team
Der Rekordweltmeister kritisierte Ferrari zuletzt, weil es keine klaren Spielregeln für den internen Kampf zwischen ihm und Charles Leclerc gebe. Nun hat Hamilton jedoch betont, dass er solche Regeln nur zum Wohle des Teams haben wolle - und nicht zu seinem eigenen Vorteil.
Denn er habe keinesfalls gefordert, dass Leclerc ab jetzt für ihn fahren solle. "Das ist eigentlich nicht das, worum ich gebeten habe", stellt er klar und ergänzt: "Es geht wirklich nur darum, sicherzustellen, dass wir unsere Leistung bringen, um das beste Ergebnis für das Team zu erzielen."
"Anstatt gegeneinander zu arbeiten und Vierter und Fünfter zu werden, könnten wir vielleicht zusammenarbeiten und einen Podiumsplatz erreichen sowie mehr Punkte holen", so Hamilton.
Schauen wir mal, ob dieses Wochenende ohne weiteres Ferrari-Drama über die Bühne geht.
Ocon: Fahrer sind nicht das Problem
Bekommt Esteban Ocon bei Haas einen neuen Vertrag für 2027 oder nicht? Bereits seit Monaten gibt es Gerüchte darüber, dass der Franzose seinen Platz verlieren könnte - und diese haben zuletzt noch einmal neue Nahrung erhalten.
Bei einem sogenannten TPC-Test setzte das US-Team mehrere Nachwuchsfahrer ein, darunter Leonardo Fornaroli von McLaren und Rafael Camara von Ferrari. Könnte einer dieser Piloten Ocon ablösen?
"Das Team darf alle Fahrer testen, wenn es das möchte", gibt sich Ocon selbst ganz entspannt und betont: "Es ist innerhalb des Teams klar, dass die Fahrer nicht das Problem sind."
"Wir ziehen alle gemeinsam an einem Strang, um zu versuchen, mehr aus dem Auto herauszuholen. Und wenn wir ein Auto haben, das Leistung bringt, dann schaffen Ollie [Bearman] und ich das auch", so Ocon.
Haas ist in der Formel 1 inzwischen seit mehr als drei Monaten punktlos. Das letzte Top-10-Ergebnis holte man noch beim Großen Preis von Monaco Anfang Juni.
Abu Dhabi kündigt Konzerte an
Noch eine kleine Randnotiz, die nichts mit Madrid zu tun hat: Abu Dhabi hat inzwischen bekanntgegeben, welche Künstler dort im Rahmen des Saisonfinals 2026 auftreten sollen. Mit dabei sind unter anderem Zara Larsson und die Imagine Dragons.
Das Problem: Eigentlich gehen viele Beobachter davon aus, dass das Rennen wegen der Situation in der Region abgesagt wird. Umso erstaunlicher ist da, dass man nun trotzdem ein Rahmenprogramm verkündet.
Könnte aber natürlich auch eine bewusste Taktik sein. Denn wie immer geht es bei so etwas hinter den Kulissen einfach auch um eine Menge Geld, das bei einer Rennabsage verloren geht ...
Hadjar fällt weiter aus
Eine wichtige Information noch vor dem Start ins Wochenende: Isack Hadjar ist zwar an der Strecke, aber auch dieses Mal nicht im Auto. Er fällt weiter aus, den Red Bull übernimmt erneut Liam Lawson. Bei den Racing Bulls bekommt Yuki Tsunoda dafür eine weitere Chance.
Foto: LAT Images
Sieger auf neuen Formel-1-Strecken
In den vergangenen Jahren gab es immer wieder neue Strecken im Formel-1-Kalender. Wer bei der jeweiligen Premiere gewonnen hat, das erfahrt ihr in dieser Fotostrecke:
Fotostrecke: Die letzten 20 Sieger auf neuen Formel-1-Strecken
Foto: Denis Doyle (Getty Images)
Am Wochenende findet das erste Formel-1-Rennen auf dem brandneuen Madring statt. Die Strecke in Madrid wird die insgesamt 78. im Formel-1-Kalender sein. In dieser Fotostrecke wollen wir schauen, wer die letzten DebÃŒtrennen auf einer neuen Strecke fÃŒr sich entschieden hat.Wetter
Einige Beobachter befürchten ja, dass das Rennen in Madrid ziemlich chaotisch werden könnte. Sollte das passieren, hätte das Wetter aber auf jeden Fall keinen Anteil daran, denn es soll am gesamten Wochenende trocken in der spanischen Hauptstadt bleiben.
Wie auch schon in Monza vor einer Woche werden dabei Temperaturen von mehr als 30 Grad erreicht. Hitze- statt Regenschlacht also. Könnt ihr alles auch in unserer großen Wetterprognose nachlesen.
Test ein Vorteil für Ferrari?
Der Filmtag in Madrid wirft natürlich die Frage auf, ob Ferrari dadurch an diesem Wochenende einen Vorteil im Hinblick auf Set-up und Co. hat. Lewis Hamilton streit das allerdings ab.
"Ich glaube, es gibt so gut wie nichts", sagt er im Hinblick auf mögliche Vorteile und erklärt: "Es war super, super staubig, es gab null Grip. Wir könnten nicht am Auto arbeiten, weil es kein Test war, sondern Filmtag."
Tatsächlich gibt es bei einem solchen strenge Vorgaben, weshalb Hamilton betont: "Wir sind in vielen Kurven nicht einmal Vollgas gefahren, wir hatten einfach zu wenig Leistung und zu wenig Grip."
Daher habe Ferrari keinen echten Vorteil nach dem Test.
Von: Ruben Zimmermann