Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Formel-1-Liveticker: Das Rennen in Ungarn live!

Liveticker

Feierabend

Wir sind am Ende des Tages und damit am Ende der ersten Saisonhälfte 2026 angekommen. Die Formel 1 verabschiedet sich in die Sommerpause und meldet sich in einem Monat mit dem Großen Preis der Niederlande in Zandvoort zurück.

Für euch geht es heute wie versprochen noch weiter mit unserer Videoanalyse zum Rennen, und auch während der Sommerpause versorgen wir euch natürlich täglich mit allen News aus der großen Welt der Königsklasse.

Viel Spaß jetzt noch mit unserer Analyse, genießt den Sommer und bis bald!

Honda-Motor debütiert am Mittwoch

Und noch eine kleine News von Honda. Dort wird der überarbeitete Motor sein Debüt nicht erst beim ersten Rennen nach der Sommerpause in Zandvoort geben - sondern bereits am Mittwoch in Ungarn.

Shintaro Orihara verrät nach dem heutigen Grand Prix: "Wir werden nun den wichtigen Schritt unternehmen, unsere Powerunit der neuen Spezifikation in den Niederlanden einzuführen."

"Zuvor werden wir am Mittwoch beim Filmtag den neuen Motor zum ersten Mal im AMR26 testen, bevor die Sommerpause beginnt", kündigt der Japaner an.

Mercedes: Titelkampf noch nicht durch

Kimi Antonelli geht mit 50 Punkten Vorsprung auf Lewis Hamilton in die Sommerpause, bei den Konstrukteuren hat Mercedes 72 Zähler Vorsprung auf Ferrari. Sieht gut aus, doch Toto Wolff bleibt gewohnt zurückhaltend.

"Wir gehen mit einem Punktevorsprung in beiden Weltmeisterschaften in die Sommerpause, mit dem wir zu Saisonbeginn zufrieden gewesen wären", sagt der Teamchef zwar und betont: "Das ist gut."

"Aber wir wissen, dass wir nach der Pause weiter pushen, die Entwicklung vorantreiben und unsere Zuverlässigkeit verbessern müssen. Das wird der Schlüssel sein, wenn wir nicht nur um beide Weltmeisterschaften kämpfen, sondern sie auch gewinnen wollen", so Wolff.

Auch Andrew Shovlin betont: "Die Zuverlässigkeit steht auch weiterhin im Mittelpunkt und wir werden die Pause nutzen, um die erste Saisonhälfte zu analysieren und sicherzustellen, dass wir nach der Sommerpause für einen hart umkämpften Endspurt bis zum Jahresende bereit sind."

Vasseur: Strafe geht auf Hamiltons Konto

Auch das hat der Ferrari-Teamchef noch verraten. "Er hat wahrscheinlich versucht, beim Verlassen der Boxengasse den optimalen Zeitpunkt zu erwischen - und war dabei etwas zu früh dran", so Vasseur.

Hamilton hat den Begrenzer für die Boxengasse also einfach zu früh ausgeschaltet - wenn auch nur minimal. Besonders bitter: Es brachte nichts, denn die Position verlor er am Ausgang trotzdem an Antonelli.

Anschließend verzichtete Ferrari dann darauf, Leclerc einzubremsen, damit Hamilton trotz Strafe Vierter bleibt. "Es wäre Charles gegenüber unfair gewesen, ihn zu bitten, langsamer zu machen", betont der Teamchef.

Vasseur: Haben zu viele Fehler gemacht

Der Ferrari-Teamchef will das schlechte Ergebnis heute nicht auf die reine Pace zurückführen. Stattdessen sagt er: "Es ist kein guter Sonntag, denn wenn man am Freitag auf P1 und P2 liegt, erwartet man viel mehr als P5."

"Obendrein haben wir heute zu viele Fehler gemacht, angefangen beim Start, über die Strafe [für Hamilton], bis hin dazu, dass Max uns auf der Strecke überholt hat", so Vasseur.

Weiter sagt er: "Jedes Mal, wenn wir einen Boxenstopp eingelegt haben, haben wir eine Position um 0,2 oder 0,3 Sekunden verloren, und dann steckt man hinter den anderen fest. Es ist alles schiefgelaufen."

Letztendlich sie die Ausführung des Rennens einfach "sehr schlecht" gewesen, gesteht er. Das habe aber nichts mit der reinen Pace zu tun.

Verwarnung für Perez

Eine kleine Randnotiz noch: Sergio Perez bekam eine Verwarnung von den Rennkommissaren, weil er seinen Teamkollegen Valtteri Bottas während der Einführungsrunde überholt hatte. Hier das Urteil im Wortlaut:

"Am Ende der Einführungsrunde lag Wagen 11 an der SC1-Linie vor Wagen 77."

"Der Fahrer von Auto 11 erklärte, dass er aufgrund der relativ kurzen Boxengasse auf dieser Rennstrecke und der Nähe des letzten Autos in der Startaufstellung zum Boxeneingang darauf konzentriert war, die Boxenausfahrtsampel so schnell wie möglich zu erreichen, um das vorgeschriebene Startverfahren in der Boxengasse innerhalb des erforderlichen Zeitrahmens abzuschließen."

"Infolgedessen war ihm nicht bewusst, dass er sich vor dem Überqueren der SC1-Linie vor Auto 77 geschoben hatte. Nach Prüfung des Sachverhalts kamen die Rennkommissare zu dem Schluss, dass dies einen Verstoß gegen Artikel B5.6.4 des FIA-F1-Sportreglements darstellte."

"Die Rennkommissare stellten jedoch auch fest, dass Wagen 11 in die Boxengasse einfuhr, um das Rennen von dort aus zu starten, und daher die vorgeschriebene Strafe eines Starts aus der Boxengasse überflüssig war."

"Unter diesen Umständen hielten die Rennkommissare eine Verwarnung für die angemessene Strafe."

Das Endergebnis ist inzwischen übrigens auch final. Heißt: Es gab keine weiteren nachträglichen Strafen mehr.

Red Bull: Auto fühlte sich nie gut an

Obwohl Max Verstappen heute Zweiter wurde, betont Laurent Mekies: "Wir haben es nie geschafft, Max und Isack ein Auto zu geben, mit dem sie pushen konnten." Das Auto habe sich am ganzen Wochenende nie wirklich gut angefühlt.

"Am Freitag und Samstag war es im Vergleich zu heute sicherlich am schlimmsten, aber dennoch muss ich sagen, dass [das Auto] den Fahrern heute wahrscheinlich kein besonders gutes Gefühl vermittelt hat", gesteht der Teamchef.

Verstappen selbst bestätigt: "Ich hatte immer noch mit denselben Problemen wie gestern zu kämpfen, das Auto hat also extrem übersteuert." Er verstehe daher "immer noch nicht so recht, warum wir Zweiter sind."

Trotz P2 betont auch Mekies: "Rechnet nicht damit, dass ich sage, wir seien zufrieden, denn das sind wir nicht. Wir werden erst dann zufrieden sein, wenn wir wieder einen Rennwagen haben, der das Tempo mitbringt, um aus eigener Kraft zu gewinnen."

Racing Bulls überholen Alpine

Im Kampf um P5 in der WM sind die Racing Bulls heute an Alpine vorbeigezogen. Während die Jungbullen wieder doppelt punkteten, gab es für Alpine die zweite Nullnummer des Jahres nach Spielberg.

Flavio Briatore räumt ein: "Wir müssen einfach zugeben, dass sie in dieser Phase des Jahres bessere Arbeit geleistet haben." Bei Alpine hofft man daher auf die Updates, die nach der Sommerpause kommen sollen.

"Wir müssen dieses Gefühl in Enstone als zusätzliche Motivation nutzen, um das Blatt zu wenden. In letzter Zeit waren wir nicht gut genug, aber die Saison ist erst zur Hälfte vorbei, und was am meisten zählt, ist, wo wir beim letzten Rennen stehen", so Briatore.

Pierre Gasly gesteht nach P12 heute ebenfalls: "Uns fehlte das Tempo, um mit den Racing Bulls oder den beiden Audi-Fahrzeugen mithalten zu können." Franco Colapinto wurde sogar nur 15.

Auch Williams erwartungsgemäß chancenlos

P17 und P18 heute für Williams mit zwei Runden Rückstand. Teamchef James Vowles erklärt: "Wir wussten schon vor Beginn dieses Rennens, dass es all unsere Schwächen offenbaren würde."

So kam es dann auch. Alexander Albon erklärt: "Wir hatten das ganze Wochenende über Probleme mit der Balance, und heute hat uns der Wind stark beeinträchtigt. Wir hatten Untersteuern und konnten durchweg keine konstante Leistung zeigen."

Carlos Sainz ergänzt: "Ich bin heute ein starkes Rennen gefahren und habe mich mit den Haas-Autos gemessen, die gestern noch eine halbe Sekunde schneller waren." Die Piastri-Szene und die Strafe warfen ihn allerdings zurück.

Für Punkte hätte es aber auch bei ihm so oder so nicht gereicht.

Haas-Krise geht weiter

Nach einem guten Saisonstart gab es heute bereits im fünften Rennen in Folge keine Punkte für das US-Team. Teamchef Ayao Komatsu erklärt: "Es war ein sehr schwieriger Tag. Letztendlich fehlt dem Auto einfach das Tempo."

"Wir wissen, wo wir uns verbessern müssen, und das wird auch bald geschehen. Ich glaube, das ist die längste Phase in den letzten zweieinhalb Saisons, in der wir kein Auto hatten, mit dem wir etwas erreichen oder um Punkte kämpfen konnten", sagt er.

Besonders Oliver Bearman ist nach P19 frustriert und erklärt: "Das fehlende Qualifying-Tempo verschärfte sich im Rennen noch, da es so viel Rutschen und einen hohen Reifenverschleiß gab."

"Abgesehen davon konnte ich einfach nicht überholen, sodass ich feststeckte und ohnehin kein Tempo hatte. Wir müssen verstehen, warum es in Spa so gut lief und dieses Wochenende so schlecht war."

"Das Fahrgefühl war das genaue Gegenteil, und ich habe jegliches Vertrauen in das Auto verloren. Ich bin dieses Wochenende keine einzige Runde im Auto gefahren, bei der ich mich gut gefühlt habe", so der Brite.

"Wir müssen also herausfinden, warum das so ist, und die Dinge gründlich unter die Lupe nehmen", so Bearman. In der WM geht Haas auf P7 in die Sommerpause.

Hülkenberg: Endlich einmal belohnt

Der Deutsche holte heute seine ersten Punkte in diesem Jahr und erklärt bei Sky: "Es war ein bisschen mühsam bisher, kann man so sagen. Eigentlich war die erste Möglichkeit schon im zweiten Rennen in China, wo wir es haben liegen lassen."

"Und dann war immer irgendwie irgendwas, immer unterschiedliche Sachen, aber irgendwie immer was im Weg. Das war das erste Mal, dass es so wirklich rund gelaufen ist, gestern und heute. Und da kam dann auch die Belohnung", so Hülkenberg.

Teamkollege Gabriel Bortoleto versuchte im Gegensatz zu Hülkenberg einen Einstopper, verpasste die Punkte damit als Elfter aber knapp. "Ich steckte ziemlich lange hinter Ocon fest", berichtet er.

Dadurch verlor er viel Zeit und versuchte es schließlich mit einer Einstoppstrategie, die am Ende aber eben nicht aufging.

Warum ging bei Ferrari nichts?

P4 und P5 am Ende sind ohne Frage ein enttäuschendes Ergebnis für die Scuderia. Charles Leclerc sagt auch selbst, dass er "definitiv nicht" zufrieden sei. Aber warum war man heute nicht schnell genug?

"Es war ein enttäuschendes Wochenende. Und ich denke, was mir nach den letzten drei Rennen besonders auffällt, ist, dass wir bei zwei der letzten drei Rennen, bei denen wir mit Schwierigkeiten gerechnet hatten, den ersten und zweiten Platz belegt haben."

"Und bei dem Rennen, bei dem wir uns gute Ergebnisse erhofft hatten, sind wir Vierter und Fünfter geworden", grübelt er und erklärt, dass man das jetzt verstehen müsse.

Letztendlich sei der schlechte Start heute entscheidend gewesen, und davon habe er sich nicht mehr erholt. "Allerdings haben wir zu keinem Zeitpunkt des Rennens besonders geglänzt", gesteht er auch.

Letztendlich sei man einfach nicht konstant schnell gewesen, und daran müsse man arbeiten.

Schumacher: Strafe für Sainz zu mild

Damit noch einmal zurück zur Sainz-Piastri-Szene, für die der Williams-Fahrer eine Fünf-Sekunden-Strafe bekam. Experte Ralf Schumacher erklärt bei Sky, dass er diese für viel zu gering hält.

"Da geht es ja um die goldenen Ananas", sagt er zu dem von Sainz erwähnten Duell mit Alonso. "Keiner ist um die Punkte gefahren. Dann kommt der Führende des Rennens [...] und er fährt ihm dann ins Auto", so Schumacher.

Das sei "ein absolutes No-Go aus meiner Sicht", sagt er und erklärt: "Eine normale Zehn-Sekunden-Strafe wird gar nicht reichen. Für mich gehört Carlos Sainz auch noch fürs nächste Rennen mitbestraft."

"Weil das macht ja Schule. Das darf gar nicht passieren", warnt Schumacher, weshalb er sich ein härteres Durchgreifen gewünscht hätte.

P14: Alonso zufrieden mit Fortschritten

Aston Martin ist endlich nicht mehr am Ende des Feldes. Fernando Alonso lag heute sogar ganz kurz in den Top 10 und erklärt nach P14: "Es war ein guter Schritt nach vorne, sowohl was das Qualifying als auch das Rennen angeht."

Das Team habe jetzt "eine neue Ausgangsbasis, auf der wir in der zweiten Jahreshälfte aufbauen können", sagt er zufrieden und berichtet, die Updates für den AMR26 hätten "mehr oder weniger" wie erwartet funktioniert.

"Die Korrelation ist gut, und die Leistungssteigerung ist da - genau wie wir es erwartet haben", so Alonso. Beim kommenden Rennen wird dann zudem auch noch Honda ein Update für den Motor bringen.

Wolff: Geht auf unsere Kappe

Der Mercedes-Teamchef betont, dass Russell beim schlechten Start keine Schuld treffe. "Das hat nichts mit George zu tun, sondern es wurde ihm einfach zu viel Gas-Input gegeben", erklärt er bei Sky.

Er ärgere sich darüber, denn das dürfe natürlich nicht passieren. "Ich muss ehrlich sagen, das einzige Positive an dem Wochenende ist, wie Kimi dann am Ende gefightet hat. Das war wirklich gut", lobt der Teamchef.

"Wenn alles besser geht, dann fighten wir mit zwei Autos für ein Podium oder vielleicht sogar besser", so Wolff. Stattdessen wurden es P3 und P7. "Das ist halt einfach nicht gut genug", ärgert er sich.

Russell: Wieder ein Rennen für die Tonne

"Ich bin jetzt irgendwie über den Punkt der Enttäuschung hinaus", sagt der Brite nach P7 heute, "denn wenn ich mich weiterhin über alles, was so passiert, ärgern würde, wäre ich einfach jeden Tag der Woche enttäuscht."

Er müsse daher versuchen, positiv zu bleiben, sagt er. "Natürlich war es wieder einmal ein technisches Problem, das das Rennen komplett ruiniert hat", ärgert er sich, aber zumindest die Pace habe gepasst.

"Ich sehe da zwar auch positive Aspekte, aber es ist einfach unglaublich, was in dieser Saison alles passiert ist", so Russell, der gleich beim Start ans Ende des Feldes zurückfiel.

Das Problem schildert er so: "Ich war auf dem Gas, um die Drehzahl konstant zu halten, und dann, ganz plötzlich, etwa vier Sekunden bevor die Lichter ausgingen, fing der Motor einfach an, völlig unkontrolliert hoch und runter zu drehen."

Damit war natürlich kein normaler Start mehr möglich.

Hamilton: Hätten nicht stoppen sollen

Der Brite ärgert sich über seinen Stopp unter dem VSC und erklärt bei Sky: "Ich bin definitiv der Meinung, dass wir den Boxenstopp nicht hätten machen sollen. Die Anweisung kam buchstäblich kurz vor der Einfahrt in die Boxengasse."

"Ich hatte keine Zeit, darüber zu diskutieren. Man muss darauf vertrauen, dass eine Entscheidung getroffen wurde, aber im Nachhinein waren meine Reifen völlig in Ordnung", betont er.

"Ich hätte wahrscheinlich gegen Max den Kürzeren gezogen, aber ich glaube, ich hätte [ohne Stopp] zumindest den dritten Platz halten können", vermutet er. So wurde es wegen der Strafe am Ende nur P5.

Piastri sauer auf Sainz: "Inakzeptabel"

Der Australier lässt das Problem mit dem FIA-System nicht als Ausrede durchgehen. Er erklärt: "Ich konnte kaum glauben, was da passiert ist. Von einem überrundeten Auto gerammt zu werden, gehört definitiv nicht zu den Dingen, mit denen man im Rennen rechnet."

"Heute war es jedoch so. Es ist mir eigentlich egal, ob er mich nicht gesehen hat. Die Tatsache, dass er mich nicht gesehen hat und niemand ihn darauf hingewiesen hat oder dass es an der nötigen Aufmerksamkeit gemangelt hat, ist inakzeptabel", ärgert er sich.

Dem Team macht er daher keinen Vorwurf, dass er beim Boxenstopp hinter Lando Norris zurückfiel. "Das war nicht die Schuld des Teams. Es war Carlos' Schuld", so Piastri. Spielte letztendlich aber ja eigentlich auch keine Rolle, weil er später sowieso ausschied.

Sainz: Keine blauen Flaggen gesehen

Der Spanier bestätigt, dass das Problem mit dem FIA-System zu der Situation mit Piastri geführt habe. "Wir hatten keine blauen Lichter am Lenkrad, die uns normalerweise in solchen Duellen, in denen wir um Positionen kämpfen, dabei helfen zu erkennen, ob wir überrundet werden oder nicht", erklärter.

"Zu diesem Zeitpunkt hatte ich also keine Ahnung, dass ich gleich überrundet werden würde, und obendrein lieferte ich mir ein heftiges Duell mit Fernando [Alonso]", berichtet er und ergänzt: "Ich hätte nicht damit gerechnet, dass Oscar dort sein würde."

Und selbst wenn er damit gerechnet hätte, "befand er sich in meinem toten Winkel, sodass es mir unmöglich war, es zu verhindern", so Sainz.

Verstappen: Nicht mit Podium gerechnet

Der Niederländer erklärt nach P2: "Ich hätte nicht gedacht, dass ich heute auf dem Podium stehen würde." Das ging wohl auch vielen Experten so. "Aber wir haben hart dafür gearbeitet", betont er.

Wichtig sei es gewesen, Lewis Hamilton nach seinem Boxenstopp direkt wieder zu überholen. "Dann ging es einfach darum, auf den Reifen zu überleben und auch strategisch die richtigen Entscheidungen zu treffen", erklärt er.

Er sei unter den gegebenen Umständen "sehr zufrieden" mit P2.

P3: Antonelli freut sich über Schadensbegrenzung

"Es war ein hartes Rennen", sagt der WM-Leader, der von P7 noch auf P3 nach vorne fuhr. "Es war wirklich schwer zu überholen, also mussten wir strategisch etwas versuchen", berichtet er.

"Zunächst haben wir versucht, mit einem Boxenstopp auszukommen", verrät er, "aber dann haben sie mir gesagt, dass der Reifen schon zu sehr am Limit sei, also haben wir gestoppt."

"Während des virtuellen Safety-Cars fuhren die beiden Ferraris an die Box. Ich wusste, dass es sehr schwer werden würde, da ich auf harten Reifen fuhr und sie auf weichen. Aber glücklicherweise konnten wir sie hinter uns halten."

"Ich glaube, heute ging es vor allem darum, den Schaden so gering wie möglich zu halten", sagt er zufrieden.

Warum Leclerc nicht bestraft wurde

Auch gegen den zweiten Ferrari-Piloten gab es eine Untersuchung, weil er gelbe Flaggen missachtet haben sollte. Anders als bei Hamilton gab es schließlich aber keine Strafe. Hier die Begründung der Rennkommissare im Wortlaut:

"Als sich Wagen 16 (Charles Leclerc) Kurve 2 näherte, wurde eine einzelne gelbe Flagge gezeigt, da sich Wagen 87 (Oliver Bearman) nach dem Scheitelpunkt von Kurve 2 gedreht hatte."

"Der Sektor mit gelber Flagge war nur 90 Meter lang. Wagen 16 hatte bereits mit dem Bremsen für Kurve 2 begonnen, als der Fahrer die gelbe Flagge erstmals hätte sehen können."

"Auto 16 verlangsamte seine Fahrt durch Kurve 2 und holte keinen Vorsprung auf ein vor ihm fahrendes Auto auf, als er an Auto 87 vorbeifuhr."

"Angesichts der sehr kurzen Vorwarnzeit, die der Fahrer bezüglich der gelben Flagge hatte, waren die Rennkommissare überzeugt, dass der Fahrer den Erwartungen an einen Fahrer unter den gegebenen Umständen ausreichend entsprochen hatte."

Problem mit FIA-System?

Offenbar gab es heute ein Problem mit dem System, das die blauen Flaggen anzeigt. Das würde vielleicht erklären, wie es zu der Situation zwischen Carlos Sainz und Oscar Piastri bei der Überrundung kommen konnte.

Valtteri Bottas berichtet beispielsweise, dass das System ihm zweimal blaue Flaggen angezeigt habe, "aber es wir niemand hinter mir", so der Finne. Auch Teamkollege Sergio Perez sagt, dass die Situation "ein kleines Desaster" gewesen sei.

Jetzt Fahrer bewerten

Wir atmen erst einmal durch, denn auch an diesem Wochenende habt ihr bei uns wieder die Möglichkeit, die Piloten für ihre Leistung zu bewerten. Wer waren eurer Meinung nach die besten Fahrer in Ungarn? Jetzt abstimmen!

Zum offiziellen Fahrer des Tages wurde übrigens Max Verstappen gewählt.

Strafe kostet Hamilton P4

Bereits gestern nach dem Qualifying wurde Lewis Hamilton bestraft, heute hat es ihn schon wieder erwischt. Weil der Rekordweltmeister in der Boxengasse einmal zu schnell war, bekam er eine Fünf-Sekunden-Strafe.

Dadurch rutscht er im Endergebnis von P4 hinter seinen Teamkollegen Charles Leclerc auf P5. In der Weltmeisterschaft liegt er nun 50 Punkte hinter Spitzenreiter Kimi Antonelli.

Fährt Ferrari davon?

Auch Experte Anthony Davidson glaubt, dass es beim Start bereits eine Vorentscheidung geben könnte. Bei Sky sagt der ehemalige Formel-1-Pilot, wenn Leclerc in Kurve 1 die Führung übernehme, "kann ich mir nicht vorstellen, dass ihn noch jemand schlagen kann."

Heißt im Umkehrschluss: Norris muss die Führung seiner Meinung nach unbedingt halten.

Wetterupdate

Kurzes Wetterupdate noch vor dem Start: Regen ist nicht in Sicht. Im Gegenteil. Mit knapp 30 Grad haben wir heute sogar die wärmsten Temperaturen am gesamten Wochenende. Es sieht also eher nach Hitze- als Regenschlacht aus.

In fünf Minuten öffnet die Boxengasse.

Erste Kurve entscheidend

Weil das Überholen in Ungarn traditionell schwierig ist, wird laut Damon Hill die erste gleich Kurve wichtig. Bei F1 TV erklärt der Weltmeister von 1996: "Wenn man einen guten Start hat, kann man die Strategie diktieren."

"Man kann den anderen das Leben schwer machen", so Hill. Juan Pablo Montoya stimmt zu und ergänzt, dass der Weg zur ersten Kurve hier in Budapest extrem lang sei.

"Wenn man nach innen geht, ist die Strecke dreckig. Wenn man nach außen geht, ist man auf der sauberen Seite, aber jemand könnte innen reinsteichen. Man muss diese erste Kurve überleben", so Montoya.

ANZEIGE: Europas Drag-Racing-Elite am Hockenheimring

Euch zieht es bei diesen guten Temperaturen selbst einmal wieder an die Rennstrecke? Vom 21. bis zum 23. August 2026 verwandeln die NitrOlympX den Hockenheimring erneut in Europas Hotspot für Drag Racing.

Als offizieller Lauf zur FIA und FIM Drag Racing Europameisterschaft treten mehr als 250 Teams in über 20 Klassen an. Auf der Rico Anthes Quartermile sorgen Top Fuel Dragster und Bikes mit über 10.000 PS, Beschleunigungswerten unter vier Sekunden und Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 500 km/h für Motorsport der Extraklasse.

Ergänzt wird das Programm durch das offene Fahrerlager, Hot Seats, Händlermeile sowie die spektakuläre Nightshow am Samstag mit Jet-Dragstern, Pyrotechnik und Lichtshow.

Mehr Informationen und Tickets findet ihr hier!

Norris glaubt an Siegchance

Der Polesitter gibt sich vor dem Start selbstbewusst und erklärt, dass es darum gehe, "keine Fehler" zu machen. "Wir haben eine gute Pace im Auto. Es ist ein langes Rennen, der Reifenverschleiß könnte hoch sein", erklärt er.

Daher brauche er zunächst einmal einen "guten Start", und dann werde er weitersehen. Zudem erinnert er daran, dass McLaren in den vergangenen Jahren in Ungarn immer stark gewesen sei.

Perez startet aus der Box

Die Startaufstellung hat sich noch einmal verändert. Am Cadillac von Sergio Perez wurde das Set-up nach dem Qualifying umgebaut. Deswegen muss der Mexikaner aus der Boxengasse starten. Er war im Qualifying aber sowieso 22. und damit Letzter geworden.

Die aktualisierte Startaufstellung findet ihr hier.

Kein Einzelfall

Dass der Große Preis von Bahrain in Malaysia ausgetragen wird, ist natürlich auf den ersten Blick seltsam. Unsere Fotostrecke zeigt allerdings, dass es in der Geschichte der Königsklasse bereits ähnliche Fälle gab:

Fotostrecke: Die außergewöhnlichsten Grand-Prix-Bezeichnungen Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Der Große Preis von Bahrain findet 2026 in Malaysia statt. Weil im Wüstenstaat wegen des Krieges in der Region nicht gefahren werden kann, wird das Rennen nach Sepang "verlegt" und als "Großer Preis von Bahrain in Malaysia" ausgetragen. Not macht erfinderisch, das zeigt auch ...
Mehr laden

Von: Ruben Zimmermann

Veröffentlicht: