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Formel-1-Liveticker: Macht Ferrari zu viele Fehler für den WM-Titel?

Liveticker

Aston Martin: Müssen Paket noch optimieren

Fernando Alonso punktete gestern bereits, doch laut Mike Krack steckt noch deutlich mehr im "neuen" Aston Martin. "Wir lernen dieses Paket immer besser kennen", erklärt er.

Es werde "einige Sessions dauern, bis wir den Umgang damit und die richtige Einstellung gelernt haben. Und das Gleiche gilt eigentlich auch für die Einführung der [neuen] Powerunit."

"Wir müssen lernen, wie man sie einsetzt, wir müssen lernen, wie man sie optimiert, und ich denke, das wird ein paar Rennen dauern. Aber es war ein guter Schritt nach vorne", so Krack.

Der AMR26 bekam bereits beim letzten Rennen vor der Sommerpause in Budapest ein großes Update, am Zandvoort-Wochenende zog nun Honda mit einem neuen Motor nach.

Leclerc: Prognose für Monza schwierig

Wie wird es für Ferrari beim Heimspiel in zwei Wochen laufen? Charles Leclerc sagt dazu bei Sky: "Natürlich ist Monza für einen Ferrari-Fahrer etwas ganz Besonderes, [...] aber ich weiß nicht so recht, was mich erwartet."

"Wenn ich mir Silverstone und Spa anschaue, sah es dort auf dem Papier ähnlich aus wie in Monza. Wir hatten mit Schwierigkeiten gerechnet und waren viel stärker, als wir erwartet hatten."

"Ich hoffe, dass es in Monza wieder genauso läuft, aber wenn du mich zum jetzigen Zeitpunkt fragst, würde ich sagen, dass es wahrscheinlich ein schwieriges Wochenende wird", so Leclerc.

"Wir werden jedoch einige Upgrades haben, und ich hoffe, dass sie funktionieren werden", betont er auch. Heißt: Eine echte Prognose will er nicht so recht abgeben.

Schumacher: Verstappen wäre ein "Risiko" gewesen

Max Verstappen hat seinen Vertrag bei Red Bull verlängert - was laut Experte Ralf Schumacher nur logisch ist. "Es fehlten wohl die Alternativen", sagt der sechsmalige Grand-Prix-Sieger gegenüber Bild.

"Zuletzt war ja immer wieder McLaren im Gespräch. Aber die haben wohl das Geld nicht zusammenbekommen", so Schumacher. Zudem wäre ein Verstappen-Wechsel "aus Sicht von McLaren [...] ein Risiko gewesen".

Er erklärt: "Wenn Verstappen gewinnt, liegt es am Fahrer. Wenn er verliert, hätte es geheißen, dass nicht mal er mit dem Auto gewinnen kann. Und wir dürfen nicht vergessen, wie es Hamilton nach seinem Wechsel gegangen ist."

"Er hat sich ohne Tests im neuen Auto sehr schwergetan. Ich glaube, dass Max bei Red Bull am besten aufgehoben ist. Das ist ein Team, das er kennt und das alles für ihn tut", so Schumacher.

Spektakuläre Aufholjagden im Titelkampf ...

... findet ihr passend zum Thema in dieser Fotostrecke:

Fotostrecke: SpektakulÀre Aufholjagden im F1-Titelkampf LAT

Foto: LAT

2007 sieht es zwei Rennen vor Saisonende so aus, als könnte Lewis Hamilton gleich in seinem ersten Jahr Weltmeister werden. Doch in China versenkt er seinen McLaren in aussichtsreicher Position ausgerechnet in einem kleinen Kiesbett in der Boxeneinfahrt ...

Bricht Antonelli noch ein?

Nico Rosberg glaubt, dass Kimi Antonelli gegen Ende des Jahres noch mentale Probleme bekommen könnte. "Er ist auch nur ein Mensch", sagt der Weltmeister von 2016 - und verweist auf seine eigenen Erfahrungen.

"Jeder, der sich in seiner Situation befindet, fängt im Laufe der Saison an, sich zu sagen: 'Meine Güte, mein Traum ist zum Greifen nah!' Und die Stimmen in deinem Kopf flüstern dir zu: 'Das darfst du bloß nicht vermasseln.'"

Das sei auch ihm selbst in seinem WM-Jahr passiert. "Ich habe das ganz intensiv durchgemacht, und deshalb hatte ich in den letzten vier Rennen meiner Karriere keine Chance mehr, die Poleposition zu holen oder ein Rennen zu gewinnen."

"Ich konnte es einfach nicht. Mein Kopf war völlig überlastet", so Rosberg, der sich den WM-Titel vor zehn Jahren mit vier zweiten Plätzen in den letzten vier Rennen hauchdünn vor Lewis Hamilton sicherte.

Budgetcap: Welche Rolle spielen Katar und Abu Dhabi?

Vorhin haben wir schon kurz über die Budgetobergrenze gesprochen. Es gibt allerdings einen wichtigen Faktor, den Frederic Vasseur dabei noch genannt hat: die beiden Rennen in Katar und Abu Dhabi am Saisonende.

Noch ist nicht klar, ob diese wirklich stattfinden können. Dazu sagt der Ferrari-Teamchef: "Die Kosten für die Reise nach Abu Dhabi und Katar, um dort zwei Rennen zu bestreiten, sind enorm."

"Wenn man nicht dorthin fährt, kann man das Geld vielleicht vorher anderweitig ausgeben, zum Beispiel für die Entwicklung oder Ähnliches", so Vasseur: Heißt: Werden die Rennen abgesagt, könnte plötzlich Geld übrig sein.

"Irgendwann werden wir eine Entscheidung treffen müssen", betont Vasseur und erklärt, dass man aus logistischen Gründen ohnehin "bis September" entscheiden müsse, ob die Rennen stattfinden können.

Fahrer kritisieren FIA-Entscheidung

Nach dem gestrigen Rennen haben mehrere Fahrer die Entscheidungen rund um das Startprozedere kritisiert. Die Einführungsrunde hinter dem Safety-Car zu absolvieren und anschließend einen stehenden Start durchzuführen, empfanden nicht alle Piloten als die richtige Herangehensweise.

Pierre Gasly zum Beispiel wäre lieber "einfach eine normale Einführungsrunde gefahren, damit wir etwas schneller hätten fahren können". Auch Liam Lawson erklärt: "Einen stehenden Start zu machen und gleichzeitig eine Runde hinter dem Safety-Car zu fahren, ergibt keinen Sinn."

Wie die FIA ihre Entscheidung erklärt, das erfahrt ihr hier.

Norris: War klar, dass wir 2026 zurückfallen

Hätte McLaren einen besseren Saisonstart gehabt, könnte man jetzt mittendrin sein im WM-Kampf. Doch Lando Norris erklärt: "Es war klar, dass wir in dieser Saison einen Rückstand haben würden, weil wir uns im letzten Jahr so sehr darauf konzentriert hatten."

Weil McLaren durch den WM-Kampf 2025 bis zum Ende der Saison pushen musste, sei es "unvermeidlich" gewesen, "dass wir in dieser Saison nicht von Anfang an die Pace haben würden", so der Weltmeister.

Der Sieg in Zandvoort habe zwar einmal mehr bestätigt, wie stark die Weiterentwicklung des Autos gewesen sei. Trotzdem leidet man im Hinblick auf die WM noch immer unter dem schlechteren Start.

Die Noten sind da!

Auch an diesem Wochenende haben wir als Redaktion und unser Experte Marc Surer die Fahrer wieder für ihre Leistung bewertet. Was dabei herausgekommen ist, das erfahrt ihr jetzt in unserer Fotostrecke.

Hier könnt ihr außerdem noch eure eigenen Noten abgeben.

Fotostrecke: Zandvoort: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion Sutton Images

Foto: Sutton Images

Franco Colapinto (Marc Surer: 5) - "Er fuhr ohne die Updates, aber zweimal Gelb missachten ist nicht zu entschuldigen!"

Verstappen: Werden 2026 nicht mehr retten

Ganz unabhängig von seinem Unfall gestern erklärt der Niederländer bei Sky, dass Red Bull in diesem Jahr wohl nicht mehr die ganz große Wende gelingen wird. "Wenn man den Durchschnitt betrachtet, waren wir die gesamte Saison über die viertschnellsten", erklärt er.

Das habe sich auch in Zandvoort wieder gezeigt. In Monza werde man zwar "vielleicht" etwas näher dran sein, doch am Gesamtbild würde das auch nicht viel ändern. "Man muss auch schon an das nächste Jahr denken", erklärt Verstappen daher.

Er verrät: "Ich glaube, es gibt ein paar Dinge am Auto, die wir uns gerade ansehen und die erst im nächsten Jahr geändert werden können, um wirklich deutlich mehr Leistung herauszuholen."

In der restlichen Saison 2026 werde man daher "einfach versuchen, mit diesem Auto das Beste herauszuholen, was möglich ist", so Verstappen.

Wolff warnt vor McLaren

Zwei Rennen in Folge hat Lando Norris jetzt gewonnen, er liegt aber noch immer 83 Punkte hinter WM-Leader Kimi Antonelli. Trotzdem warnt Toto Wolff nach den jüngsten Ergebnissen vor McLaren.

"Ich bin mir der Bedrohung absolut bewusst. Es geht nicht nur um Norris, sondern auch darum, dass man sich selbst bei einem Vorsprung von 50 Punkten Sorgen machen muss", betont der Mercedes-Teamchef.

"Es wird hart werden, und es könnte noch knapper werden. Wir müssen einfach in jeder einzelnen Session, an jedem einzelnen Wochenende die optimale Leistung bringen", fordert er.

Bester Nicht-Mercedes-Pilot in der WM ist weiterhin Lewis Hamilton mit 59 Punkten Rückstand auf Antonelli.

"Wirklich cool": Lob für Hülkenberg

Der Deutsche wurde gestern als Achter "Best of the Rest" - und bekommt dafür ein Sonderlob von Audi-Rennleiter Allan McNish: "Er ist ein brillantes Rennen gefahren. Einige der Überholmanöver waren wirklich cool."

"Es war toll, das zu sehen. Ich wusste zwar, dass er zurückkommen würde, aber wenn ich ganz ehrlich bin, hätte ich nicht erwartet, dass er so aggressiv zurückkommen würde", so McNish, nachdem Hülkenberg zuvor ein eher schwieriges Wochenende hatte.

"Zwei Rennen in Folge mit Punkten sind sehr gut", betont er. Denn nachdem Hülkenberg in den ersten zehn Rennen des Jahres keinen einzigen Punkt geholt hatte, landete er jetzt zum zweiten Mal in Folge in den Top 10.

Norris zieht mit Ascari gleich

Lando Norris holte gestern seinen 13. Grand-Prix-Sieg in der Formel 1. Damit steht er in der ewigen Bestenliste jetzt auf Platz 23, zusammen mit Alberto Ascari und David Coulthard.

Vergleichbar sind diese Zahlen aber natürlich nicht wirklich, weil es zu Ascaris (und auch zu Coulthards) Zeiten noch deutlich weniger Rennen gab.

Bei seinem 14. Erfolg würde Norris als nächstes mit Graham Hill, Jack Brabham und Emerson Fittipaldi gleichziehen. Kann man auch alles in unserer großen Datenbank nachlesen.

Hamilton: Verlieren weiter zu viel auf den Geraden

Ist der Motor die größte (und vielleicht einzige) Schwäche am aktuellen Ferrari-Paket? Zumindest Lewis Hamilton hat auch gestern wieder einmal betont, dass man einfach zu viel Zeit auf den Geraden verliere.

"Wir verlieren hier [auf Mercedes] allein auf den Geraden etwa vier Zehntel pro Runde", so der Rekordchampion, der betont: "Das lässt sich auf den anderen Streckenabschnitten nur sehr schwer aufholen."

Gleichzeitig zeige das aber auch, "dass wir ein wirklich gutes Auto haben", sagt Hamilton und ergänzt, man müsse es eben nur schaffen, auch den Motor noch ein bisschen zu verbessern.

Passenderweise soll es ja schon beim nächsten Rennen in Monza ein Update geben.

Warum bringt Mercedes nicht mehr Updates?

Diese Frage stellen sich sicher viele Fans. Denn während die Konkurrenz gefühlt Updates am laufenden Band bringt, gehen die Silberpfeile 2026 sehr sparsam mit neuen Teilen um.

Toto Wolff erklärt dazu bei Sky: "Vom Budgetcap sind wir einfach alle eingeschränkt bis zu einem gewissen Grad. Und bei uns ist das so, dass wir noch einige Rennen warten müssen auf das [nächste] Upgrade."

Man habe einfach "nicht das Geld, um Weiterentwicklungen am Auto vorzunehmen. Ich habe bereits gesagt, dass wir versuchen, dies über die Saison hinweg gleichmäßig zu verteilen", so Wolff.

"Aber wir können nun einmal nicht tun, was wir nicht tun können", zuckt er die Schultern. Das wirft natürlich zwangsläufig die Frage auf, ob den Gegnern, die bereits deutlich mehr Updates gebracht haben, nicht bald das Geld ausgehen müsste ...

Schlecht geschlafen?

Bei Ferrari dürfte man nach dem gestrigen Rennen auch nicht unbedingt die beste Nacht gehabt haben. In unserer beliebten Montagskolumne hat sich Christian Nimmervoll dieses Mal aber für einen anderen "Protagonisten" entschieden.

Unsere Kolumnen und die Videoanalyse zum Zandvoort-Rennen findet ihr hier:

Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat: Oscar Piastri

Wer letzte Nacht am besten geschlafen hat: Liam Lawson

Videoanalyse Zandvoort 2026

Macht Ferrari zu viele Fehler für den WM-Titel?

Rechnerisch hat Ferrari in diesem Jahr noch immer Chancen auf den ersten Fahrertitel seit 2007. Lewis Hamilton liegt aktuell 59 Zähler hinter WM-Leader Kimi Antonelli. Das kann man theoretisch noch aufholen.

Allerdings muss Ferrari dafür bessere Wochenenden abliefern. Das weiß auch Frederic Vasseur. "Ich finde, das Tempo an diesem Wochenende war gut, zumindest in beiden Rennen", erklärt der Teamchef.

Allerdings sei man im Qualifying nicht schnell genug gewesen, und dann sei auch die Ausführung des Rennens "nicht gut" gewesen. Darüber beschwerte sich ja auch Hamilton selbst schon.

"Wenn wir aus diesem Wochenende etwas lernen müssen, dann ist es, dass es nicht um das reine Potenzial geht. Ich denke, es geht an diesen beiden Tagen eher um die Umsetzung", betont Vasseur.

"In einigen Phasen des Wochenendes konnten wir leistungsmäßig mithalten, aber das müssen wir immer tun", so der Teamchef. Denn ansonsten wird es schwierig, Mercedes an der Spitze noch abzufangen.

Goedemorgen!

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Formel-1-Livetickers. Der Große Preis der Niederlande ist Geschichte, aber wir sind auch heute noch einmal für euch am Start, um einige Themen aus Zandvoort aufzuarbeiten.

Ruben Zimmermann begleitet euch an dieser Stelle durch den Tag und bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden könnt ihr unser Kontaktformular verwenden. Außerdem findet ihr uns auf Facebook, X, Instagram und YouTube.

Hier gibt es unseren gestrigen Liveticker noch einmal zum Nachlesen.

Von: Ruben Zimmermann

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