Formel-1-Liveticker: Russell schreibt WM-Titel noch nicht ab
Formel-1-Liveticker: Russell schreibt WM-Titel noch nicht ab
Live-Gesamtwertung
Bericht
Liveticker
Feierabend
Wir sind am Ende unseres Montagstickers und damit am Ende des Monaco-Wochenendes angekommen. Die gute Nachricht: Die Formel 1 meldet sich bereits am kommenden Wochenende in Spanien zurück, und dann sind auch wir wieder mit einem täglichen Liveticker für euch da.
Habt bis dahin eine gute Zeit, kommt gut in die neue Woche und bis dann!
McLaren: Nachteil als Kundenteam
Bei McLaren gab es in diesem Jahr bereits mehrfach Probleme mit der Powerunit von Mercedes. Teamchef Andrea Stella betont: "Noch nie zuvor hatten wir das Gefühl, dass wir als Kundenteam im Nachteil waren."
Doch 2026 ist das offensichtlich anders. "Ich möchte mich hier ganz klar ausdrücken, um Missverständnisse zu vermeiden: Es liegt nicht daran, dass wir für HPP eine geringere Priorität haben", stellt er klar.
Doch als Kundenteam habe man einfach Nachteile, wenn es zum Beispiel um die Integration des Motors gehe. Und diese Dinge sind unter dem neuen Reglement in diesem Jahr besonders wichtig.
"Ich glaube, diese Zuverlässigkeitsprobleme sind erst 2026 in den Fokus gerückt, als es zu einer so umfassenden Änderung der technischen Vorschriften kam", so Stella.
Deswegen habe McLaren durch den Kundenstatus nun erstmals einen echten Nachteil.
Red Bull: Verstappen-Problem gefunden
Max Verstappen schied gestern direkt nach dem Rennstart aus. "Wir haben das Problem identifiziert", verrät Laurent Mekies und erklärt: "Das Problem trat schon in der Einführungsrunde auf und ließ ihm oder uns keine Chance."
Ins Details geht der Teamchef allerdings nicht. Er verrät nur: "Wie ihr vielleicht wisst, war es auch die allererste PU von Max in dieser Saison, die nach Monaco ausgetauscht werden sollte."
Heißt: In Barcelona hätte Verstappen sowieso einen neuen Motor bekommen. Das kommt nun allerdings ein Rennen zu spät ...
Die Noten sind da!
Auch an diesem Wochenende haben wir als Redaktion und unser Experte Marc Surer die Fahrer wieder für ihre Leistung bewertet. Was dabei herausgekommen ist, das erfahrt ihr jetzt hier:
Fotostrecke: Monaco: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
Foto: circuitpics.de
Lance Stroll (Marc Surer: 6) - "Aufgefallen ist er durch das Abkürzen in der Schikane und den Crash."Alonso: Der Aston Martin hat keine Stärken
Gestern holte man den ersten Punkt des Jahres, doch happy ist Fernando Alonso trotzdem nicht. "Dieses Wochenende gab es keine positiven Dinge", stellt der zweimalige Weltmeister klar.
"Wir sind dieses Jahr bisher auf sehr unterschiedlichen Rennstrecken gefahren, und auf jeder davon wurden uns einige unserer Schwächen deutlich vor Augen geführt", erklärt Alonso.
"In Australien haben wir festgestellt, dass unser Motor sehr schwach war, in China, dass unsere Energie sehr schlecht war, in Monaco, dass unser Chassis Schwächen zeigte, und in Kanada, dass unser Getriebe sehr schlecht war."
"Ich glaube, jede Rennstrecke hat einige der Schwächen unseres Autos offenbart", so Alonso. Oder anders gesagt: Stärken hat das Paket aktuell nicht.
Williams: Mittelfeldspitze im Visier
Alpine führt das Mittelfeld aktuell auf P5 in der Weltmeisterschaft an. Doch Williams punktete gestern auch schon im dritten Rennen in Serie, weshalb Teamchef James Vowles angriffslustig ist.
"Wir haben Fortschritte gemacht - von Japan über Miami und Montreal bis hierher", betont er und erklärt selbstbewusst: "Wir können nun an den meisten Wochenenden um Punkte mitkämpfen."
"Wir müssen weitere Schritte unternehmen, um Alpine und VCARB zu überholen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir das Zeug dazu haben", sagt er und betont, dass man "den Schwung" mit nach Barcelona nehmen müsse.
In der WM liegt Williams mit elf Punkten auf P8, inzwischen deutlich vor Audi (2 Punkte), Aston Martin (1) und Cadillac (0).
Wolff: Keine Zweifel an Russell
Der Mercedes-Teamchef stellt klar, dass er auch nach Monaco keine Zweifel am Speed von George Russell hat. "Ich glaube, in Monaco muss man - noch mehr als auf vielen anderen Rennstrecken - eins mit dem Auto sein."
"Wenn man dieses Selbstvertrauen einmal verloren hat, ist es sehr schwer, hier schnell zu sein", so Wolff, der vermutet, dass Russell genau das passiert ist. Das habe aber nichts mit seiner grundsätzlichen Geschwindigkeit zu tun.
Der Teamchef erinnert: "Er hat [in Kanada] das Sprintrennen gewonnen, er lag im Haupt-Grand-Prix in Führung, von mangelnder Geschwindigkeit war keine Rede. Das war vor zwei Wochen. Wir müssen also auf dem Boden bleiben."
"Ich habe keinen Zweifel daran, dass George wieder ganz stark zurückkommen wird", so Wolff.
Schumacher rät Mercedes von Verstappen ab
Seit Jahren halten sich inzwischen die Gerüchte, dass Max Verstappen irgendwann zu Mercedes wechseln könnte. Experte Ralf Schumacher rät dem Team aktuell allerdings von einem solchen Schritt ab.
"Toto Wolff hat seinen Ziehsohn [Kimi Antonelli], der jetzt um die WM fahren kann. Wenn der das umsetzen kann, wäre Toto Wolff verrückt, wenn er sich jemanden ins Team holt, der so stark ist und noch mehr Druck reinbringt", warnt er bei Sky.
Schumacher erinnert: "Das hatte er schon mal mit Hamilton und Rosberg, das macht keinen Sinn. Eine klare Nummer 2, zu der George Russell sich gerade entwickelt, wäre perfekt."
Das dürfte George Russell natürlich nicht so gerne hören ...
Honda: P10 nicht aus eigener Kraft
Aston-Martin-Honda holte gestern P10 und damit den ersten Punkt. Shintaro Orihara von Honda weiß jedoch: "P10 ist für uns das bisher beste Ergebnis in diesem Jahr, aber das liegt an den besonderen Umständen in Monaco."
Gemeint sind die zahlreichen Strafen und Ausfälle, die Fernando Alonso gestern auf P10 gespült haben. Die Platzierung sei daher "nicht repräsentativ für die Leistung unseres Antriebsstrangs", gesteht er.
"Dennoch spiegelt diese Platzierung die harte Arbeit wider, die gemeinsam mit dem Team und den Fahrern an diesem Wochenende geleistet wurde", stellt Orihara auch klar.
Heißt: Man darf den Punktgewinn gerne als Belohnung für die harte Arbeit sehen - sollte sich davon aber gleichzeitig nicht blenden lassen.
Schlecht geschlafen?
George Russell dürfte nach seiner erneuten Nullnummer sicher keine angenehme Nacht gehabt haben. Christian Nimmervoll hat sich in unserer beliebten Montagskolumne heute allerdings für einen anderen "Protagonisten" entschieden. Diese und unser großes Video zum Rennen findet ihr hier:
Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat: Charles Leclerc
Wer letzte Nacht am besten geschlafen hat: Isack Hadjar
Video: Wer soll Kimi Antonelli aufhalten?
ADUO: Red Bull hat den besten Motor
Das ist eine kleine Überraschung: Nicht Mercedes hat den besten Verbrennungsmotor im Feld - sondern Red Bull. Offiziell ist das noch nicht, aber Lewis Hamilton hat bei Sky bereits verraten, was die ADUO-Auswertung der FIA ergeben hat.
Wir haben uns einmal umgehört, und in der Tat ist es wohl so, dass Red Bull den besten Verbrennungsmotor gebaut hat. Alle anderen Hersteller dürfen also dank ADUO nachrüsten.
Mercedes wird ein Upgrade erhalten, Ferrari wohl sogar zwei. Und Audi und Honda liegen noch einmal weiter zurück. Offiziell dürfte die FIA das heute oder in den kommenden Tagen verkünden.
Mercedes wundert sich über eigene Pace
Vor dem Wochenende sahen viele Experten Ferrari in der Favoritenrolle für Monaco. Tatsächlich war die Scuderia aber vor allem am Rennsonntag komplett chancenlos gegen Kimi Antonelli im Mercedes.
"Wir waren selbst überrascht von diesem Speed", gesteht Toto Wolff und sagt über Antonelli: "Er fuhr Rundenzeiten, die zwei Sekunden schneller waren als die der McLarens und gut eine Sekunde schneller als die von Ferrari."
"Warum das auf einer Strecke so war, die wir vor dem Wochenende nicht als unsere Stärke angesehen hätten, weiß ich nicht", zuckt er die Schultern. Letztendlich bleibt Mercedes in diesem Jahr weiterhin ungeschlagen.
Grand Slam
Antonelli holte sich am Monaco-Wochenende den "Grand Slam", also die Pole, die schnellste Runde und den Rennsieg, ohne auch nur ein einziges Mal die Führung abzugeben.
Damit ist Antonelli der mit Abstand jüngste Formel-1-Fahrer, dem das bislang gelungen ist. Den bisherigen Rekord hielt Max Verstappen, der 2021 in Spielberg 23 Jahre, 9 Monate und 4 Tage alt war.
Antonelli war nun fast exakt vier Jahre jünger! Seine schnellste Runde gibt es hier noch einmal im Video:
Russell schreibt WM-Titel noch nicht ab
In der Weltmeisterschaft hat der Brite seit gestern 68 Punkte Rückstand auf seinen Teamkollegen Kimi Antonelli. So ein großer Rückstand wurde in der Geschichte der Königsklasse bislang noch nie aufgeholt.
Trotzdem stellt Russell auf Nachfrage klar, dass noch alles drin sei. "Schaut euch Verstappen vergangenes Jahr an", erinnert er. In der Tat holte der Niederländer damals zwar einen großen Rückstand auf - wurde am Ende aber eben nicht Weltmeister.
Mut macht Russell, dass er nicht durch eigene Fehler so weit zurückliege. "So eine Pechsträhne habe ich noch nie erlebt", sagt er und gesteht: "Es tut sehr weh, aber es liegt noch eine langer Weg vor uns."
"Ich glaube nach wie vor fest an mich", stellt er klar. Er brauche einfach nur saubere Wochenenden. "Ich glaube, ich hätte dann mindestens zwei Siege mehr auf meinem Konto", so Russell.
Doch in der Praxis hilft ihm das aktuell nicht weiter.
Double-Header
Guten Morgen und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Formel-1-Livetickers. Der Große Preis von Monaco liegt hinter uns und die Königsklasse macht sich direkt auf den Weg zum nächsten Rennen in Barcelona.
Wir wollen den heutigen Tag nutzen, um hier im Ticker noch einige Themen vom Monaco-Wochenende aufzuarbeiten und auch schon einen Blick voraus auf den Spanien-Grand-Prix zu werfen.
Ruben Zimmermann begleitet euch an dieser Stelle durch den Tag und bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden könnt ihr unser Kontaktformular verwenden. Außerdem findet ihr uns auf Facebook, X, Instagram und YouTube.
Hier gibt es unseren gestrigen Liveticker noch einmal zum Nachlesen.
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