Alfa-Romeo-Technikchef: Wintertest in Bahrain wird "sehr hektisch"

Alfa-Romeo-Technikchef Jan Monchaux prophezeit einen "hektischen" Wintertest in Bahrain - Nur drei Tage Zeit, um den C41 auf Herz und Nieren zu prüfen

Alfa-Romeo-Technikchef: Wintertest in Bahrain wird "sehr hektisch"

Alfa Romeo hat den neuen Boliden für die Saison 2021 in Warschau vorgestellt. Der C41 wird am Freitag in Barcelona im Rahmen eines Filmtages sein Debüt auf der Strecke feiern. Wenig später wird die Mannschaft aus der Schweiz an den Wintertests in Bahrain Mitte März teilnehmen. Technikchef Jan Monchaux ist ein wenig besorgt ob der verkürzten Testmöglichkeiten.

"Es wird hektisch werden", prophezeit der Technische Leiter von Alfa Romeo. "Drei Testtage sind recht wenig verglichen mit den Vorjahren. Am Auto sind aber sehr viele Teile vom Vorjahr verbaut, daher ist das Risiko einer bösen Überraschung bei den Tests geringer."

Um Kosten einzusparen, haben sich die Teams gemeinsam mit der Formel 1 und der FIA darauf geeinigt, nur drei Testtage vor dem Saisonstart abzuhalten - für die Piloten bedeutet das jeweils nur eineinhalb Tage Fahrzeit, um sich auf den neuen Boliden einzustellen.

"Ich erwarte, dass diese drei Tage sehr hektisch werden auf der Strecke, weil alle Teams so viele Kilometer wie möglich abspulen möchten", so Monchaux. In diesen drei Tagen wird seine Mannschaft eine lange Liste abarbeiten, um die Performance des C41 zu überprüfen, gleichzeitig muss die Zuverlässigkeit passen.

"Zumindest das Wetter soll mitspielen und ein wenig wärmer werden [in Bahrain] als normalerweise üblich zu dieser Jahreszeit in Barcelona." Ursprünglich hätten die Vorsaisontests wieder in Spanien stattfinden sollen, doch aus logistischen Gründen wurden die drei Tage nach Sachir verschoben (12. bis 14. März). Dort wird am 28. März der Saisonauftakt stattfinden.

Die Arbeit am neuen Boliden in Zusammenspiel mit den neuen Reifen von Pirelli werde durch die wärmeren Temperaturen "repräsentativer", glaubt der Alfa-Technikchef. Er betont außerdem, dass er den Saisonstart kaum noch erwarten könne, wie auch Teamchef Frederic Vasseur.

Alfa-Romeo-Ferrari C41
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Foto: Alfa Romeo

Der neue Alfa Romeo C41 ist da! Wir stellen den Neuwagen für Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi mit den ersten Fotos vor!
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Eines vorneweg: Das Auto hört deshalb auf die Bezeichnung C41, weil das neue Formel-1-Reglement von 2021 auf 2022 verschoben wurde - und die Entwicklung für 2021 war bereits angelaufen mit dem Projekt C40. Eben dieser C40 rutscht also raus aus der Chronologie und kommt erst 2022!
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Wie bisher wird der Alfa Romeo auch in diesem Jahr von einem Ferrari-Motor angetrieben. Das war in der Saison 2020 eine klare Schwachstelle des Pakets, genau wie bei den anderen Ferrari-Teams der Formel 1.
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Spannend ist der Blick auf die Frontpartie des Fahrzeugs: Hier hat Alfa Romeo seine Entwicklungstoken eingesetzt, um ein Update zu ermöglichen.
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Der Unterboden am Alfa Romeo C41 im Bereich vor den Hinterrädern sowie ...
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... der Diffusor unter dem Heckflügel wurden wie per Reglement vorgeschrieben leicht verkleinert.
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Das Farbschema mit Dunkelrot und Weiß ist geblieben, aber es präsentiert sich in diesem Jahr leicht verändert. Neu ist zum Beispiel die größtenteils weiße Motorhaube.
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Fahrerseitig bleibt alles beim Alten: Ex-Champion Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi haben die Stammcockpits inne, Robert Kubica tritt erneut als Test- und Entwicklungsfahrer an.

"Sicherlich war die Winterpause ein wenig kürzer als üblich, aber wie Jan schon sagte, haben wir einen Großteil des Autos vom Vorjahr in dieses Jahr mitgenommen. Das Wichtigste für mich ist, dass wir bald wieder auf der Strecke fahren. Auch wenn die Pause kürzer war als normal, für mich war sie zu lang", schmunzelt der Franzose.

Generell habe das ehemalige Sauber-Team "viele Teile" vom C39, dem Vorgängermodell, im Winter übernommen. Das Reglement sah vor, dass nur wenige Bereiche weiterentwickelt werden dürfen, weil 2021 allgemein als Übergangsjahr gilt.

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"Wir haben das Chassis, das Getriebe und viele andere Elemente, etwa das Kühlsystem, übernommen", schildert Monchaux. Die zwei Token für die Weiterentwicklung hat Alfa Romeo für eine neue Nase und neue Frontpartie eingelöst. "Das ist eine ungewohnte Situation, kein komplett neues Auto für eine neue Saison zu bauen, aber es macht natürlich Sinn unter den aktuellen Umständen."

Die Verschiebung des neuen Reglements auf 2022 habe sich auf Alfa Romeo "nicht wirklich" ausgewirkt, so Monchaux. Nachdem feststand, dass die neuen Regeln verschoben werden und 2021 große Teile des Vorjahres übernommen werden, habe sich das Team aus Hinwil auf die Weiterentwicklung des 2020er-Autos konzentriert. Damit belegte das Team am Ende WM-Platz acht.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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