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Bernie Ecclestone: Mit Adolf Hitler "ging eindeutig was weiter"

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Bernie Ecclestone: Mit Adolf Hitler "ging eindeutig was weiter"
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Wenn der ehemalige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone längere Interviews gibt, kann man sich fast sicher sein, dass dabei kontroverse Schlagzeilen herauskommen ...

Wenn Bernie Ecclestone ein Interview gibt, ergeben sich daraus fast immer kontroverse Schlagzeilen, die anschließend die Runde machen. So auch kürzlich, als er mit dem Magazin 'Autocar' gesprochen hat. Vom Gerichtsprozess in München über Donald Trump bis hin zu Adolf Hitler hat der 89-Jährige in dem Gespräch wieder einmal kein Fettnäpfchen ausgelassen.

Hitler, hat Ecclestone einmal gesagt, habe zumindest Dinge geregelt bekommen. Bewunderung sei das nicht gewesen, stellt der ehemalige Formel-1-Chef jetzt klar. Aber er ergänzt: "Als er in den 1930ern übernommen hat, ging eindeutig was weiter, was beeindruckend war. Krankenhäuser, Züge und so weiter. Was er sonst noch getan hat, war aber offensichtlich verrückt und falsch."

Ecclestone hat schon immer damit provoziert, dass er Sympathien für umstrittene politische Figuren übrighatte. Hitler ist da kein Einzelfall. Auch im angesprochenen Interview verteilt er wieder Lob an US-Präsident Donald Trump ("macht einen super Job, hat Ideen und setzt sie um"), den russischen Präsidenten Wladimir Putin ("verdient seine Reputation als schwierig nicht") und den britischen Premierminister Boris Johnson ("geradlinig").

Zudem outet sich Ecclestone erneut als Brexit-Befürworter: "Die EU muss die Dinge endlich auf die Reihe kriegen, wenn sie überleben will. Die ursprüngliche Idee war fantastisch, aber es wurde zu demokratisch. Ich glaube nicht, dass Großbritannien in Europa sein muss. Ich finde, wir müssen weiterhin Business mit Europa machen und umgekehrt, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das auch so weitergeht."

Aus deutscher Sicht interessant wird das Interview an dem Punkt, an dem Ecclestone über seinen Münchner Gerichtsprozess spricht. 2013 wurde er wegen Bestechung und Anstiftung zur Untreue angeklagt. Der damalige Formel-1-Chef soll Gerhard Gribkowsky, einen Vorstand der Bayerischen Landesbank, bestochen haben, um den Verkauf der Formel 1 (an der die BayernLB damals beteiligt war) nach seinen Vorstellungen zu gestalten.

Im August 2014 wurde das Verfahren gegen Zahlung von 100 Millionen US-Dollar eingestellt - was in vielen Medien scharf kritisiert wurde und Vorwürfe laut werden ließ, dass es sich die Reichen mit ihrem Geld schon richten können, wenn es hart auf hart kommt.

Heute sagt Ecclestone darüber: "Ich hatte ihn [Gribkowsky] nicht bestochen, konnte es aber nicht beweisen, weil er im Gefängnis war. Das Geld zu überweisen, war keine schlechte Lösung. Ist wie wenn du ins Casino gehst und mit deinen Chips spielst: Du hast nie das Gefühl, dass du dabei Geld verlierst. Der Staatsanwalt war eigentlich ein netter Kerl. Sie hätten mich zehn Jahre einsperren können. Da schien mir das ein vernünftiger Preis zu sein."

Aber auch zu bunteren Themen hat Ecclestone kontroverse Antworten parat. So versteht er zum Beispiel nicht, dass die Grid-Girls in der Formel 1 abgeschafft wurden: "Die Mädchen hätten gute Karrieren gemacht, die ihnen jetzt weggenommen wurden." Und sein alter "Gag", als er Frauen einmal als Küchengeräte bezeichnet hat, sei "ein großer Witz" gewesen, den er nicht bereut. Die Medien hätten bei dem Thema halt keinen Spaß verstanden.

Darüber hinaus streitet Ecclestone einmal mehr ab, dass er beim großen Postzugraub im Jahr 1963 mit von der Partie gewesen sein soll: "Ich war nicht dabei", sagt er über die Diebesbande, unter der er später einige Freunde, wie zum Beispiel Roy James, hatte. Ecclestones Begründung, warum er nicht mitgemacht hat: "Da war mir nicht genug Geld zu holen ..."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber Christian Nimmervoll