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Esteban Ocon sicher: Leclerc wird 2019 um die WM fahren
Esteban Ocon findet, dass Lewis Hamilton der würdigere Weltmeister 2018 ist, und glaubt, dass mit Leclerc und Gasly ab 2019 ein Generationswechsel beginnt
Christian Nimmervoll
Veröffentlicht: 19.10.2018, 11:54
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Esteban Ocon ist davon überzeugt, dass sein "halber" Landsmann Charles Leclerc (Ocon ist Franzose, Leclerc Monegasse) 2019 bei Ferrari auf Anhieb konkurrenzfähig sein wird: "Charles wird nächstes Jahr um den Titel kämpfen. Da bin ich mir sicher", sagt der Force-India-Fahrer und ergänzt: "Zumindest würde mich das nicht überraschen."
Ocon (22) und Leclerc (21) kennen einander schon seit Jahren. Es wäre keine große Überraschung, würden sie ab 2020 auf höchstem Niveau gegeneinander antreten: Ocon im Mercedes, Leclerc im Ferrari. "Ich kenne Charles ziemlich gut", sagt Ocon. "Unser erstes Rennen war 2005 bei den Mini-Karts. Da waren wir sieben oder acht Jahre alt."
Er erinnert sich: "Wir waren Erster und Zweiter. Ich war innen und wir kollidierten in der letzten Kurve der letzten Runde! Er kam nicht ins Ziel, ich wurde Sechster oder Siebter. Das war unsere erste Begegnung. Wir kämpfen schon unsere ganze Karriere lang gegeneinander. Ich habe vom ersten Tag an gewusst, dass er ein Riesentalent ist. Er ist einer der Schnellsten da draußen, und das wird er definitiv nächstes Jahr zeigen."
Während seine alten Rivalen Leclerc (Ferrari) und Pierre Gasly (Red Bull) 2019 in Topteams befördert werden, hat Ocon noch immer kein Stammcockpit gefunden. Seine wahrscheinlich letzte Chance ist das freie Williams-Cockpit neben George Russell, einem weiteren Mercedes-Junior. "Pierre und Charles", seufzt er, "werden um Siege und Podestplätze kämpfen."
"Vielleicht", hofft Ocon, "ändert das die Mentalität in der Formel 1 ein bisschen, wenn die Leute sehen, dass auch junge Fahrer den Job erledigen können. Das kann den jüngeren Fahrern, die neu reinkommen, nur helfen."
Was den WM-Titelkampf der "alten Hasen" Lewis Hamilton und Sebastian Vettel angeht, sieht Ocon Hamilton im Vorteil: "Lewis war die ganze Saison konstant, schnell und zuverlässig. Wie immer. Wenn er unter Druck steht, scheint ihm das nichts auszumachen. Seb hingegen hat ein paar Fehler gemacht. Für mich war Lewis der Stärkere der beiden."
"Selbst wenn er nicht das stärkste Auto hatte, hat er seine Punkte gemacht, und das ist letztendlich der Unterschied", lobt Ocon. "Mercedes und er verdienen all das, was sie gerade erreichen. Und ich schätze, dass sie den Titel vielleicht schon dieses Wochenende gewinnen."
Bei einem Sieg von Hamilton müsste Vettel mindestens Zweiter werden, um den Grand Prix der USA in Austin noch mit einer zumindest theoretischen WM-Chance zu verlassen.
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