Eilmeldung

Formel 1 Spielberg

Sebastian Vettel: Bin "nicht dumm", aber "ein Optimist"

Während Charles Leclerc die WM-Hoffnung nicht aufgeben will, wirkt Sebastian Vettel vor Österreich realistisch, aber doch auch optimistisch

Christian Nimmervoll

Bearbeitet: 28.06.2019, 06:55

Link kopieren

Auf Facebook teilen

Auf Twitter teilen

Auf WhatsApp teilen

Auf Linkedin teilen

Auf Pinterest teilen

Auf Viber teilen

Als bevorzugte Quelle hinzufügen

Sebastian Vettel hat in der Formel 1 schon bessere Zeiten erlebt. Sein großes Vorbild Michael Schumacher wurde einst im fünften Anlauf mit Ferrari Weltmeister. 2019 ist auch Vettels fünftes Ferrari-Jahr. Aber dass das mit dem WM-Titel noch was wird, glaubt inzwischen kaum noch wer. Auch Experte Nico Rosberg hat kürzlich gesagt, dass bei Vettel derzeit "ein schlechter Tag auf den anderen" folge.

Eine Kritik, auf die sich Vettel gar nicht erst einlässt: "Belassen wir es dabei", lächelt er, von 'Motorsport.com' auf Rosbergs kritisches YouTube-Video angesprochen. Und: "Ich bin ja nicht dumm. Ich weiß, dass jedes Rennen, in dem wir nicht vor Mercedes sind, nicht hilft. Aber ich bin ein Optimist, ich freue mich aufs Rennfahren und glaube, dass am Sonntag alles möglich ist."

Beim Grand Prix von Frankreich hat Ferrari ein Update-Paket ausprobiert, das nur teilweise einen Fortschritt darstellt. Front-, Heckflügel und Bremsbelüftungen sind weiterhin im Einsatz. Der neue Unterboden wurde wieder verworfen. In Spielberg kommen weitere neue Teile: "Die probieren wir am Freitag aus", sagt Vettel.

Der Red-Bull-Ring sollte Ferrari eigentlich entgegenkommen. Es geht viel geradeaus. Aber Ferrari hat gerade die Entscheidung getroffen, in Richtung mehr Downforce zu entwickeln. Das konnte man schon in Le Castellet an den Topspeed-Messungen sehen. Zudem gibt es auch in Spielberg die eine oder andere Kurve.

"Es ist alles drin im Kurs, auch wenn er nicht so lang ist", sagt Vettel. "Die Geraden sollten uns mit dem Trend der letzten Rennen entgegenkommen. Es ist dann unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass uns die Kurven liegen, dass wir das Auto ins richtige Fenster bekommen und gut abstimmen. Dann lassen wir uns überraschen. Aber natürlich ist die Favoritenrolle nicht bei uns."

P5 in Le Castellet versetzt ihn nicht in Panik, aber Vettel ist realistisch, wenn er sagt: "Im Idealfall wäre ein dritter oder vierter Platz rausgesprungen. Wichtig wird sein, die Reifen ins richtige Fenster zu bekommen. Gerade auf eine Runde. Das fiel mir und uns teilweise doch schwer letztes Wochenende."

Ferraris großes Manko ist, dass der SF90 nicht so viel Anpressdruck generiert wie der Mercedes. Die Entscheidung, die Entwicklungsrichtung zu ändern, wird sich aber nicht von heute auf morgen auswirken. Schließlich hat Ferrari nicht die Flügel flach eingestellt - das könnte man jederzeit korrigieren.

Sondern es geht um das Grundkonzept des Autos, das eher auf Effizienz als auf Anpressdruck getrimmt ist: "Wenn überhaupt, hat uns Downforce gefehlt. Es stand nicht wirklich zur Wahl, etwas ans Auto zu packen. Denn das, was wir drauf hatten, war schon alles, was wir hatten."

Und trotzdem: "Ich schaue nicht nach hinten, nur nach vorne", sagt Vettel. "Die letzten Rennen haben natürlich nicht gut ausgesehen. Das ist mir auch bewusst. Wir waren nicht schnell genug, wir hatten dies nicht, wir hatten jenes nicht. Aber so ticke ich nicht. Ich schaue nach vorne. Ich weiß, dass dieses Team stark ist. Und ich weiß, dass wir viele Ideen haben."

Noch aussichtsloser als für Vettel ist die Lage für Charles Leclerc. Er hat in der WM schon 100 Punkte Rückstand. Und trotzdem: "Wir wissen, dass der Abstand groß ist. Aber wir geben nicht auf, bis es rechnerisch unmöglich ist. Wir werden alles geben. Und bis zum Ende daran glauben", sagt der Ferrari-Neuzugang.

Mit Bildmaterial von LAT.

Wir wollen Deine Meinung!

Was würdest Du gerne auf Motorsport.com sehen?

An unserer 5-Minuten-Umfrage teilnehmen

- Das Motorsport.com-Team

Weiterlesen :

Diese Story teilen oder speichern

Link kopieren

Auf Facebook teilen

Auf Twitter teilen

Auf WhatsApp teilen

Auf Linkedin teilen

Auf Pinterest teilen

Auf Viber teilen

Vorheriger Artikel Reifenärger: Wäre eine Rückkehr zu den 2018er-Pneus wirklich besser?

Nächster Artikel Charles Leclerc: Wie er seine Qualifying-Performance verbessern will

Mehr von

Christian Nimmervoll



Jetzt abstimmen: Wer waren in Singapur die besten Fahrer?

Formel 1

Formel 1

Singapur

10 T.

Jetzt abstimmen: Wer waren in Singapur die besten Fahrer?



Formel 1 vor Rückkehr nach Afrika: Deal für Ruanda kurz vor Abschluss

Formel 1

Formel 1 14 T.

Formel 1 vor Rückkehr nach Afrika: Deal für Ruanda kurz vor Abschluss



Alonso plant nächsten Motorsport-Coup: Dakar-Comeback mit Aston Martin

Formel 1

Formel 1 14 T.

Alonso plant nächsten Motorsport-Coup: Dakar-Comeback mit Aston Martin

Mehr von

Sebastian Vettel



Neue Vettel-Doku: Was Sebastian Vettel über seine größte Furcht verrät

Formel 1

Formel 1 20 T.

Neue Vettel-Doku: Was Sebastian Vettel über seine größte Furcht verrät



Vettel zurück in die Formel 1? Das sagt er über ein mögliches Comeback

Formel 1

Formel 1 22 T.

Vettel zurück in die Formel 1? Das sagt er über ein mögliches Comeback



Vettel über Regeldebatte: "Wir müssen die Dinge verbinden, die wir lieben"

Formel 1

Formel 1

Monza

1 M.

Vettel über Regeldebatte: "Wir müssen die Dinge verbinden, die wir lieben"

Aktuelle News



FIA beschließt WRC-Reglement 2027: Duale Struktur für die Topklasse

Rallye-WM

WRC Rallye-WM 16 Min.

FIA beschließt WRC-Reglement 2027: Duale Struktur für die Topklasse



Die größten Formel-1-Flops: Diese 15 Rennwagen wurden zum Desaster

Formel 1

F1 Formel 1 1 h

Die größten Formel-1-Flops: Diese 15 Rennwagen wurden zum Desaster



Kritik an Charles Leclerc: "Macht irgendwelche sinnlosen Sachen"

Formel 1

F1 Formel 1 2 h

Kritik an Charles Leclerc: "Macht irgendwelche sinnlosen Sachen"



Warum Honda seine Formel-1-Ingenieure immer wieder austauscht

Formel 1

F1 Formel 1 3 h

Warum Honda seine Formel-1-Ingenieure immer wieder austauscht

Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!

Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.

Du hast 2 Optionen:

Jetzt registrieren Schon registriert? Dann hier einloggen!

Adblocker deaktiviert?
Dann versuche es mit Seite neu laden

Benachrichtigungs-Einstellungen

Registrieren