Warum Dovizioso in Jerez ohne Aero-Verkleidung fährt
Im Gegensatz zu seinen Ducati-Kollegen sieht MotoGP-Tabellenführer Andrea Dovizioso in der GP18 ohne Winglets Vorteile für Jerez.
Beim zurückliegenden MotoGP-Rennen in Austin war Ducati-Werkspilot Andrea Dovizioso entgegen seiner Gewohnheit mit der wuchtigen Aero-Verkleidung an der Desmosedici GP18 unterwegs. An diesem Wochenende in Jerez fährt "Dovi" lieber ohne die Zusatzflügel, wohingegen sowohl seine Markenkollegen als auch diverse Piloten anderer Hersteller mit Aero-Verkleidung fahren.
Bildergalerie: MotoGP in Jerez
"Eine richtige Antwort habe ich nicht. Es ist einfach mein Gefühl, aber die Bikes von Ducati, Honda, Suzuki und Yamaha haben ohnehin komplette unterschiedliche Charakteristika", betont Dovizioso. "Manche Bikes brauchen etwas, während andere etwas anderes brauchen", so der Italiener, der die MotoGP-Gesamtwertung 2018 aktuell anführt.
"Unser Bike ist beim Anbremsen und beim Beschleunigen richtig stark, in der Mitte der Kurve aber nicht so", bemerkt Dovizioso und fügt hinzu: "Mit der Verkleidung kann es in der Kurve noch schlimmer sein. Es hängt von der Strecke ab, aber meistens tun wir uns damit schwerer."
Dass er vor zwei Wochen auf dem Circuit of The Americas dennoch mit der Verkleidung fuhr, erklärt "Dovi" wie folgt: "In Austin war es die richtige Entscheidung, die Verkleidung einzusetzen, weil es dort sehr viele Bodenwellen gibt. Außerdem war es windig und es ist generell eine schwierige Strecke, die nicht allzu viel Grip bietet. Die Winglets beruhigen das Bike normalerweise ein bisschen. Diese positive Seite war dort größer als die negative Seite."
Während Dovizioso in Jerez nun ohne die Aero-Verkleidung fährt, waren am Freitag sowohl Teamkollege Jorge Lorenzo als auch die Pramac-Piloten Danilo Petrucci und Jack Miller mit der wuchtigen Variante unterwegs. Lorenzo hat bereits angekündigt, diese am gesamten Wochenende einsetzen zu wollen.
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