Neuer Citroën C4 Cactus im Test

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Neuer Citroën C4 Cactus im Test
16.02.2018, 12:46

Mehr nobel, weniger crazy. Macht das den Cactus kaputt?

Steckt der Citroën C4 Cactus in der Identitätskrise? Jetzt, wo die frisch geliftete Version so direkt und leibhaftig vor mir steht, möchte ich fast zustimmen. Nur zur Erinnerung: 2014 brachte Citroën dieses kleine, völlig abgefahrene Kompakt-Crossover-Ding auf den Markt und die Kritiker waren hingerissen. Erstaunlich viele Kritiker, wohlgemerkt. Es war supersimpel, superleicht, superkomfortabel und supergünstig. Und es hatte Airbumps. Genau, diese gummigen Dinger an den Türen, die aussehen wie ein Mix aus Lego und einer sehr langen Tafel Ritter Sport. Zur Vermeidung von Parkremplern. Sehr praktisch das Ganze. Der 2018er C4 Cactus hat auch Airbumps, allerdings sind sie so stark geschrumpft, dass man sie kaum noch sieht. Sie stehen sinnbildlich für das, was gerade mit dem einst so schrägen Cactus passiert. Er soll nämlich konventioneller, gefälliger werden. Und Citroën möchte ihn höher positionieren.

Warum und gegen wen?

Nun, Citroën sah im Cactus auch vorher schon eine Art Hatchback. Ich finde zwar, Kompakt-Crossover (und crossoveriger als der Cactus kann ein Auto ja kaum sein, oder?) trifft es deutlich besser, aber gut. Tatsache ist: Der normale C4 haucht langsam sein Leben aus, kriegt keinen direkten Nachfolger und von unten drückt das neue, urban-trendige SUV-Van-Gemisch C3 Aircross. Das bedeutet: Der Cactus wird nach oben befördert, soll künftig eher klassischen Kompakten wie Golf, Focus oder Astra Kundschaft abjagen. Deswegen hat man ihm einige seiner verqueren (aber wunderbaren) Design-Eigenheiten genommen, ihm mehr Mainstream eingehaucht. Na gut, was heißt bei Citroën schon Mainstream? Sein Gesicht sieht immer noch aus wie pure Science-Fiction. Jetzt sieht es aber eben auch aus wie bei jedem anderen Citroën. Und das wunderbar kautzige Heck? Ist glatter, aber eben auch beliebiger geworden. Nicht falsch verstehen, hier steht noch immer ein verrückter, erfrischend nonkonformer Hund. Zumindest für dieses Paar Augen wirkte der Vorgänger aber irgendwie interessanter.

Und innen?


Innen fällt noch immer auf, dass der Cactus nicht auf der C4-Plattform steht, sondern kleinere Brötchen bäckt. Mit 4,17 Meter ist er auch ein ganzes Eck kürzer als die selbstgewählte Konkurrenz um Golf und Co. Sie merken es vorne an der eher kuscheligen Nähe zum Beifahrer, vor allem aber im Fond, wo der Cactus deutlich mehr zwickt als ein klassisches C-Segment-Schrägheck. Wenn ein 1,85-Meter-Mann hinter einem 1,85-Meter-Mann sitzt, wird er das vermutlich nicht sehr lange tun wollen. Wegen der Knie, aber auch wegen der extrem steilen Rückenlehne. Ein bisschen auch wegen der Kopffreiheit, vor allem, wenn das neue XXL-Glasdach an Bord ist (nichts gegen das Glasdach übrigens, es ist großartig). Immerhin: Beim Kofferraum spielt der Cactus auf Kompaktklassen-Augenhöhe. Wie bisher gibt es 358 bis ... weiterlesen bei Motor1 Deutschland: Neuer Citroën C4 Cactus im Test

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