Formel-1-Liveticker: Barcelona-Trainings und Alpine-Urteil
Barcelona-Freitag in der Analyse: McLaren und Red Bull planen Protest!
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Bericht
Liveticker
Feierabend
Damit sind wir auch am Ende dieses Trainingsfreitags angekommen. Morgen geht es in Barcelona weiter mit dem dritten Training (12:30 Uhr) und dem Qualifying (16:00 Uhr)
Für euch steht heute um 22:00 Uhr noch die Videoanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de auf dem Plan. Viel Spaß damit, kommt gut ins Wochenende und bis dann!
Pirelli rechnet mit mindestens zwei Stopps
Über das Reifenmanagement haben wir ja eben schon gesprochen. Pirelli-Chefingenieur Simone Berra erklärt dazu: "Insgesamt weisen alle Reifenmischungen einen hohen thermischen Verschleiß auf."
Dieser trete "insbesondere vorne und hinten links" auf, "was auf die raue Asphaltoberfläche, die nur in Bahrain noch stärker ausgeprägt ist, die Streckencharakteristik und die hohen Streckentemperaturen zurückzuführen ist".
"Am Sonntag erwarten wir daher ein Rennen mit mindestens zwei Boxenstopps. Medium und Soft, die beiden Mischungen mit dem höchsten Grip, nutzen sich in ähnlichem Maße ab, auch wenn erste Daten darauf hindeuten, dass sich der gelbe Reifen besser an die Strecke in Barcelona anpasst."
Alpine: Schlechtester Freitag
Bei den Franzosen ist man überhaupt noch nicht zufrieden. Steve Nielsen verrät: "Was die Leistung und das Fahrgefühl der Fahrer angeht, ist dies wahrscheinlich der schlechteste Freitag, den wir in dieser Saison bisher hatten."
"Weder Pierre noch Franco waren mit der Balance zufrieden und haben darauf hingewiesen, dass es ihnen an Grip mangelt", berichtet er. Franco Colapinto bestätigt nach P15: "Es war kein guter Tag."
"Es ist sehr heiß, ganz anders als bei unserem letzten Besuch hier beim Shakedown im Januar. Ich weiß nicht, ob es speziell an der Hitze liegt oder an etwas anderem, aber ich fühle mich mit dem Auto irgendwie nicht ganz verbunden."
"Ich bin nicht besonders zufrieden damit, wie das Wochenende für uns begonnen hat - niemand im Team ist das -, aber wir müssen an unsere Leistungen aus den vergangenen Rennen anknüpfen und versuchen, das Blatt zu wenden", so der Argentinier.
Pierre Gasly landete sogar nur auf P16.
Reifenmanagement entscheidend?
Entscheiden die Reifen bei den heißen Temperaturen am Sonntag über Sieg und Niederlage? McLaren-Renndirektor Randeep Singh erklärt: "Der Schlüssel für das Rennen am Sonntag wird darin liegen, den Reifenverschleiß effektiv zu kontrollieren und über die gesamte Renndauer hinweg ein gutes, konstantes Tempo zu halten."
"An einem Freitag lässt sich das zwar nie mit Sicherheit sagen, aber die ersten Anzeichen sind positiv und verschaffen uns eine gute Ausgangsposition", glaubt er und erklärt: "Es ist zwar noch zu früh, um zu sagen, ob wir unsere Stärken im Reifenmanagement aus dem letzten Jahr wieder haben, aber wir sind optimistisch."
Haas: Die gleichen Probleme wie immer
P12 und P17 heute für das Ferrari-Kundenteam. Oliver Bearman erklärt: "Insgesamt war es ein ordentlicher Tag. Der Vormittag war schwierig, denn wir hatten mit denselben Einschränkungen zu kämpfen, die wir seit der Einführung dieses Upgrade-Pakets haben."
"Das Auto ist beim Einlenken ziemlich unruhig, was die Abstimmung erschwert", berichtet er. Für FT2 sei es dann aber gelungen, "die Balance etwas besser hinzubekommen", so Bearman, für den das Auto dann besser fahrbar gewesen sei.
Teamchef Ayao Komatsu ergänzt: "Wir müssen aber noch ein bisschen mehr finden. Was den Energieeinsatz angeht, war es ziemlich schwierig, da es hier einige Schwankungen gab. Daher müssen wir auch dieses Problem in den Griff bekommen."
Ferrari: Noch einige Fragezeichen
Charles Leclerc wurde heute Vierter, Lewis Hamilton sogar nur Neunter mit 1,2 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit. Der Rekordweltmeister erklärt: "Wir hatten ein Problem mit dem Frontflügel, was die Sache etwas komplizierter machte."
Zudem sei er ohnehin "etwas im Hintertreffen" gewesen, weil er zuvor FT1 auslassen musste. "Es gibt noch einiges zu tun, aber wir haben nützliche Daten gesammelt und werden uns darauf konzentrieren, über Nacht die richtigen Verbesserungen vorzunehmen", so Hamilton.
Leclerc spricht von einem "interessanten" Tag und erklärt im Hinblick auf das größere Updatepaket am Ferrari: "Wir haben ein paar Neuerungen am Auto vorgenommen und sind einen Schritt weitergekommen."
"Was die Wettbewerbsfähigkeit angeht, ist es noch zu früh, um etwas dazu zu sagen", so Leclerc. Er vermute aber, "unsere Konkurrenten liegen noch ein gutes Stück vor uns".
Williams: Strecke liegt uns nicht
Klingt fast unglaublich, aber Williams hat in Barcelona seit zehn Jahren nicht mehr gepunktet. Zuletzt gelang das 2016 mit Valtteri Bottas und Felipe Massa am Steuer. Und auch 2026 sieht es wieder nicht gut aus.
"Ein sehr schwieriger Freitag", berichtet Carlos Sainz nach P14 und erklärt: "Wir wissen, dass diese Strecke die Schwächen unseres Autos offenbart, und über eine Runde liegt unser Tempo in etwa dort, wo wir es im Vergleich zum Mittelfeld erwartet hatten."
"Bei Longruns mit viel Sprit liegen wir deutlich hinter der Pace zurück", stellt er zudem klar. Klingt nicht gerade vielversprechend. Teamkollege Alexander Albon wurde sogar nur 19. - noch hinter Bottas im Cadillac.
Gasly: Den Moment bekommen wir nicht zurück
Pierre Gasly freut sich natürlich über den nachträglichen dritten Platz in Monaco. Gleichzeitig ist er aber auch etwas traurig, denn P3 bekommt er lediglich "auf dem Papier". Auf dem Podium durfte er am Sonntag nicht dabei sein.
"Das bringt mir nicht zurück, was ich verloren habe", sagt er bei Sky und erklärt: "Das habe ich bereits akzeptiert. So sehr ich mir auch gewünscht hätte, zu sehen, wie es aussieht, [...] mit dem Prinzen auf dem Podium zu stehen und mit den Jungs zu feiern."
"Es sind diese Momente, die eine Karriere so besonders machen. Es wird nicht passieren, es ist nicht passiert, so ist es nun mal. Wir müssen es ein anderes Mal versuchen", zuckt der Franzose die Schultern.
"Aber im Moment bin ich einfach sehr stolz darauf, wie das Team mit der Situation umgegangen ist", betont er auch. Daher sei er trotzdem insgesamt "einfach glücklich".
Red Bull: Barcelona als "Realitätscheck"
Bei Red Bull ging heute nicht viel. Max Verstappen war mit dem Auto nicht zufrieden und hatte auf P6 rund neun Zehntel Rückstand auf die Bestzeit. Laurent Mekies erklärt bei Sky: "Wir wussten, dass Barcelona eine Art Realitätscheck werden würde."
"Längere Geraden, Hochgeschwindigkeitskurven - all das gab es letzte Woche in Monaco nicht, und wir wissen, dass die hohen Geschwindigkeit in der ersten Saisonhälfte eine Schwäche von uns waren", erinnert der Teamchef.
Barcelona sei daher "eine Möglichkeit für uns zu sehen, wie viel Fortschritt wir gemacht haben. Aber wir wussten schon vor der Anreise, dass dieser Bereich am Auto noch nicht vollständig behoben war."
"Der Rückstand ist also sicherlich etwas größer als in Monaco", gesteht er. "Aber das Wochenende ist noch lang. Wir werden hart daran arbeiten, diesen Rückstand aufzuholen", kündigt Mekies an.
Antonelli nach Longrun zuversichtlich
Der WM-Leader musste FT1 auslassen und landete eben dann nur auf auf P4. Fast sechs Zehntel fehlten auf die Bestzeit. Bei Sky erklärt er: "Eine einzelne Runde war etwas knifflig. Das Fenster ist so klein, dass die Reifen ziemlich stark überhitzen."
Daher könne man mit einem Reifensatz lediglich eine schnelle Runde fahren, was es kompliziert mache. "Ich glaube, insgesamt gibt es noch einiges zu tun. Aber ich blicke zuversichtlich auf den morgigen Tag", sagt er dennoch.
"Der Longrun im Training ist gut gelaufen, das ist also positiv. Ich freue mich auf morgen und auf die Änderungen, die wir vornehmen werden", so Antonelli.
Norris zufrieden: Besser als zuletzt
Der schnellste Mann des Tages erklärt nach seiner Bestzeit bei Sky: "Ich finde, es war ein ganz passabler Freitag. Aber es gibt wohl noch einiges zu verbessern. Es war nicht gerade umwerfend und alles war super."
"Aber es ist heiß, und ich glaube nicht, dass da draußen irgendjemand so richtig glücklich sein kann. Der Wind und die Bedingungen machen es einem schwer", erklärt der Weltmeister.
Trotzdem scheine es "besser zu laufen als in den letzten Wochen, was ein gutes Zeichen ist", so Norris. Zwar wisse man natürlich nicht, wie sehr die Konkurrenz den Motor bereits aufgedreht habe.
Es sei aber klar, dass das Auto besser als zuletzt funktioniere.
Verwarnung für Alonso
Der Spanier hat von den Rennkommissaren eine Verwarnung kassiert, weil er in FT2 einmal die weiße Linie am Boxenausgang überfahren hat. Zudem muss Cadillac 100 Euro zahlen, weil Bottas in der Boxengasse einmal mit 80,5 statt der erlaubten 80 km/h geblitzt wurde.
Hoffentlich ist die Messung an diesem Wochenende korrekt ...
Übersicht FT2
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt dann auch das zweite Training in Barcelona und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal wieder in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende des Trainings geht es an dieser Stelle wie üblich weiter mit den Stimmen zum Freitag.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Formel 2: Pole für Ferrari-Junior
Der Name Rafael Camara ist in unserem Ticker in diesem Jahr inzwischen bereits häufiger aufgetaucht. Gerade hat sich der Ferrari-Junior die Poleposition in der Formel 2 in Barcelona gesichert. Oliver Goethe landete nur auf dem 15. Platz.
Zuvor in der Formel 3 ging die Pole an Theophile Nael. Der Franzose sicherte sich bei allen drei bisherigen Formel-3-Rennen in diesem Jahr den besten Startplatz. Ein deutscher Pilot fährt 2026 nicht in dieser Klasse.
Feierabend
Damit endet die heutige PK auch. Neben ADUO ging es am Ende zum Beispiel auch noch einmal um das Thema B-Teams. In knapp einer Stunde geht es auf der Strecke dann weiter mit dem zweiten Training.
ADUO: Braucht es eine andere Lösung?
Noch einmal geht es um ADUO. Da sorgte die Feststellung, dass Red Bull den besten Verbrennungsmotor hat, für etwas Verwunderung. Wolff stellt allerdings klar, dass diese Entscheidung komplett datenbasiert sei.
Auch Binotto betont, dass die Daten klar seien. Allerdings dürfe man durchaus die Frage stellen, ob die Messmethode richtig sei. Denn der elektrische Teil des Motors spielt bei der Messung keine Rolle.
Und hier stimmt Binotto zu, dass man für die Zukunft womöglich eine andere Lösung finden müsse.
Wolff: Monaco-Situation "unglücklich"
Jetzt geht es um Monaco und das ganze Chaos rund um die Zeitstrafen. Toto Wolff erklärt, dass es "unglücklich" gelaufen sei, weil bereits vor dem Rennen bekannt gewesen sei, dass es ein Problem geben könnte.
Nun könne man nichts mehr daran ändern, denn die Russell-Strafe lässt sich (anders als die von Gasly) nicht zurücknehmen. Wolff ärgert sich daher am meisten darüber, dass die Probleme nicht vor dem Rennen adressiert wurden.
Binotto: ADUO kein Gamechanger
Zu Beginn der PK geht es um ADUO. Mattia Binotto erklärt, dass Audi bereits erwartet hatte, nachbessern zu dürfen. Das sei auch wichtig, denn den größten Rückstand habe man eben beim Motor.
Gleichzeitig stellt er aber auch klar, dass man durch ADUO keine Wunder erwarten dürfe. Langfristig werde es helfen, aber man werde nicht gleich beim nächsten Rennen einen Leistungssprung hinlegen.
Denn Änderungen am Motor brauchen trotzdem Zeit.
Teamchef-PK
In Barcelona beginnt in wenigen Minuten die obligatorische Pressekonferenz der Teamchefs. Folgende Teilnehmer sind heute dabei:
Mattia Binotto (Audi)
Ayao Komatsu (Haas)
Toto Wolff (Mercedes)
Sollte es dort spannende Aussagen geben, lest ihr die natürlich bei uns.
FOM-Statement
Die Formel 1 hat ebenfalls ein Statement zur Situation in Monaco veröffentlicht. Dort heißt es: "Im Rahmen des Überprüfungsverfahrens bezüglich Monaco haben wir die FIA proaktiv dabei unterstützt, alle relevanten Informationen zusammenzutragen, um die Beurteilungen der Rennkommissare zu untermauern."
"Wir haben die relevanten Bereiche in der Boxengasse identisch wie bei der Veranstaltung 2025 vermessen und die Verfahren wie gewohnt befolgt. Im Rahmen dieses Prozesses wurde jedoch eine Messabweichung festgestellt."
"Wie alle in diesem Sport streben wir nach den besten Ergebnissen, und wie immer werden alle Verbesserungen oder Verfeinerungen, die angesichts dieser Situation als erforderlich erkannt werden, umgesetzt."
Das ist doch ...
Eine witzige Randgeschichte aus FT1: Kimi Antonelli musste sein Auto bekanntlich Frederik Vesti überlassen. Der WM-Leader hat die Gelegenheit daher genutzt, sich das Training von der Tribüne aus anzusehen.
Um dort seine Ruhe zu haben, trug der Italiener dabei eine Maske. Die TV-Kameras haben ihn aber trotzdem erwischt:
Hintergrund
Zur Erklärung: Die Formel-1-Teams haben lediglich eine Stunde Zeit, um gegen eine Entscheidung der Rennkommissare einen Protest anzukündigen. Deswegen mussten McLaren und Red Bull schnell handeln.
Nun haben beide Teams 96 Stunden Zeit, um zu entscheiden, ob sie den Protest auch wirklich durchziehen. Heißt: Die Sache könnte sich noch bis in die nächste Woche ziehen.
McLaren und Red Bull planen Protest
Es geht heute drunter und drüber. Jetzt haben McLaren und Red Bull angekündigt, womöglich gegen das Urteil der Rennkommissare in Sachen Alpine zu protestieren.
Konkret handelt es sich im ersten Schritt um eine "intention to appeal", man hat bei der FIA also lediglich die Absicht angekündigt, Protest einzulegen.
Offiziell hat man diesen noch nicht eingelegt. Durch die Absichtserklärung hat man sich zunächst einmal etwas Zeit verschafft, um keine Frist zu verpassen.
Jetzt Session-Ticker öffnen!
Damit richten wir unseren Fokus wieder auf das Sportliche an diesem Wochenende, denn in zehn Minuten beginnt das erste Training in Barcelona. Wir verlagern das Geschehen also erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende des Trainings geht es an dieser Stelle ganz regulär weiter.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Gasly-Statement
Pierre Gasly hat sich in den sozialen Medien inzwischen auch zu seinem nachträglichen dritten Platz geäußert. "Es wird uns den Moment [auf dem Podium] nicht zurückgeben, aber zumindest haben wir die Punkte", so der Franzose.
Das komplette Video findet ihr hier:
Rennsieger am grünen Tisch
Bei Alpine ging es heute zwar "nur" um ein Podium. Aber diese Fotostrecke zeigt, dass nicht zum ersten Mal ein Ergebnis nachträglich korrigiert wurde:
Fotostrecke: Kontrovers: Zehn Rennsieger am grünen Tisch
Foto: LAT
Im Motorsport gewinnt in der Regel der Pilot, der als Erster die Zielflagge sieht - allerdings nicht immer! Auch in der Formel 1 ist es bereits mehr als einmal vorgekommen, dass ein Ergebnis nachträglich noch geändert wurde. Wir blicken auf zehn Piloten, die ihren Sieg nicht auf der Strecke, sondern erst am grünen Tisch feiern durften.Alpine-Statement
In einem Alpine-Statement zu der Entscheidung heißt es: "Wir begrüßen die Entscheidung der FIA, unser "Right of Review" nach der endgültigen Wertung des Grand Prix von Monaco am vergangenen Wochenende für zulässig zu erklären."
"Infolgedessen haben die Rennkommissare die beiden gegen das Auto Nr. 10 verhängten Fünf-Sekunden-Strafen aufgehoben, wodurch der dritte Platz des Teams wiederhergestellt wird."
"Wir möchten FIA und Formula One Management für ihre Transparenz und Zusammenarbeit während des gesamten Einspruchsverfahrens sowie für diese Entscheidung danken."
"Der Fokus des Teams liegt nun voll und ganz auf dem Grand Prix von Barcelona-Catalunya an diesem Wochenende und darauf, mit beiden Fahrzeugen das bestmögliche Ergebnis zu erzielen."
Nur Gasly-Strafe gestrichen
Wichtig: Lediglich die Strafe von Pierre Gasly wird zurückgenommen. Sonst ändert sich nichts am Ergebnis. Weil Fahrer wie Oscar Piastri oder George Russell ihre Strafe bereits während des Rennens abgesessen haben, gibt es keine möglich, diese nachträglich noch zu korrigieren.
Das aktualisierte Ergebnis findet ihr hier.
Begründung
Das Urteil der Rennkommissare umfasst insgesamt sieben Seiten und 49 Punkte. Entscheidend ist Punkt 43, in dem es wörtlich heißt:
"In diesem Fall besteht die einzige Aufgabe der Rennkommissare nach der Annahme der Beschwerde [...] darin, zu prüfen, ob das Fahrzeug Nr. 10 die Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h in der Boxengasse überschritten hat. Wir stellen fest, dass dies nicht der Fall war."
Heißt: Gasly war in der Boxengasse nicht zu schnell. Deswegen werden beide Strafen zurückgenommen und der Franzose bekommt seinen dritten Platz zurück.
Alpine bekommt Podium zurück!
Das Urteil der Rennkommissare ist da: Pierre Gasly bekommt seinen dritten Platz in Monaco tatsächlich zurück! Mehr gleich bei uns.
Piastri: "Sollte in der Formel 1 nicht vorkommen"
Wir warten weiter auf das Alpine-Urteil. Oscar Piastri sagt zu dem Umstand, dass vermutlich mehrere Strafen in Monaco zu Unrecht ausgesprochen worden sind: "So etwas sollte in der Formel 1 nicht vorkommen."
"Im Rennen war es meiner Meinung nach ziemlich offensichtlich, dass da etwas Seltsames vor sich ging", so der McLaren-Pilot.
"Normalerweise gibt es vielleicht ein oder zwei Autos im selben Rennen, die eine Strafe wegen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse bekommen - aber nicht sieben oder acht oder wie viele es auch immer waren."
Auch Piastri selbst gehörte zu den bestraften Piloten.
Wetter
Zu Beginn des Wochenendes werfen wir einen schnellen Blick auf das Wetter. Die Betonung liegt dieses Mal in der Tat auf "schnell", denn Regen ist an den kommenden Tagen nicht in Sicht. Wir sollten einen Grand Prix komplett im Trockenen erleben.
Unsere detaillierte Wetterprognose findet ihr hier.
Verstappen: Verstehe die Politik dahinter
Max Verstappen hat sich in Barcelona zu den Regeländerungen ab 2027 geäußert und erklärt: "Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass das nächste Jahr schon so wäre, wie es 2028 sein wird."
"Aber ich verstehe auch, dass dabei manchmal politische Aspekte eine Rolle spielen", betont Verstappen, der ergänzt: "Zumindest gehen die Änderungen, die sie vornehmen, in die richtige Richtung."
"Das ist eine gute Sache", so der viermalige Weltmeister, der einer der größten Kritiker der 2026er-Regeln ist. Mit den Änderungen für 2027 kann er nun aber zumindest leben.
Barcelona-GP
Kleine Randnotiz an diesem Wochenende: Der Große Preis von Spanien zieht 2026 nach Madrid um. Daher wird das Rennen in Barcelona ab diesem Jahr offiziell als Großer Preis vom Barcelona-Katalonien ausgetragen.
Mehr "interessante" Grand-Prix-Bezeichnungen findet ihr in dieser Fotostrecke:
Foto: Motorsport Images
Not macht erfinderisch: Das Coronavirus-bedingt zweite Österreich-Rennen der Formel 1 2020 in Spielberg heißt offiziell "Steiermark-Grand-Prix". Doch die Formel 1 ist seit 1950 schon mehrfach von ihrer traditionellen Länderbezeichnung der einzelnen Rennen abgewichen. Unsere Fotostrecke zeigt die außergewöhnlichsten Grand-Prix-Namen!Updates
Die FIA hat eben wie am Freitag üblich die Liste mit allen Updates an diesem Wochenende veröffentlicht. Das größte Paket hat dieses Mal Ferrari mit satten acht Neuerungen angemeldet. Bei den anderen Topteams sind es lediglich kleinere Upgrades.
Die komplette Liste findet ihr hier.
Heute vor 15 Jahren ...
... gewann Jenson Button das längste Rennen in der Formel-1-Geschichte. Der damalige McLaren-Pilot siegte beim Großen Preis von Kanada 2011, der (inklusive Unterbrechung) mehr als vier Stunden dauerte!
Mehr dazu hier und in dieser Fotostrecke:
Foto: Motorsport Images
Die beste Podestquote - Michael Schumacher stand 2002 bei allen 17 Saisonrennen auf dem Podium. Und weil es unmöglich ist, eine Podestquote von mehr als 100 Prozent zu erreichen, hat "Schumi" diesen Rekord für immer sicher. Max Verstappen hätte 2023 mit 21 Podestplätzen in 22 Rennen aber zumindest fast gleichgezogen ...Sonderdesigns
Seit gestern läuft die Fußball-Weltmeisterschaft, und die Racing Bulls haben das zum Anlass genommen, den VCARB 03 in Barcelona mit einer Sonderlackierung an den Start zu schicken. Auch McLaren setzt erneut auf das Sonderdesign, das bereits in Monaco zum Einsatz kam.
Mehr dazu in dieser Fotostrecke:
Foto: Red Bull Content Pool
Barcelona: Die Racing Bulls sind im Fußballfieber und präsentieren pünktlich zum Eröffnungsspiel der Fußball-WM 2026 ein Spezialdesign mit Fußballthematik.Freitagsfahrer
Gleich sieben Stammpiloten lassen FT1 nachher aus - darunter Weltmeister Lando Norris, WM-Leader Kimi Antonelli, Lewis Hamilton und Nico Hülkenberg. Dafür sind heute die folgenden sieben Nachwuchsfahrer am Start:
Leonardo Fornaroli (McLaren)
Frederik Vesti (Mercedes)
Ayumu Iwasa (Red Bull)
Dino Beganovic (Ferrari)
Luke Browning (Williams)
Paul Aron (Audi)
Colton Herta (Cadillac)
Die komplette Übersicht findet ihr hier.
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