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Formel-1-Liveticker: Das erste Qualifying des Jahres in Australien live!

Melbourne-Samstag in der Analyse: Erst Mercedes-Pole, dann Geldstrafe

Formel-1-Liveticker: Das erste Qualifying des Jahres in Australien live!

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Feierabend

In Melbourne ist längst die Sonne untergegangen, und damit sind wir auch am Ende unseres heutigen Tickertages angekommen. Rennstart morgen ist bereits um 05:00 Uhr MEZ, und wir melden uns hier natürlich rechtzeitig mit einer neuen Tickerausgabe zurück.

Heute geht es für euch wie gewohnt noch weiter auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de. Stefan Ehlen und Kevin Scheuren analysieren jetzt live für und mit euch das erste Formel-1-Qualifying der neuen Saison.

Viel Spaß mit den Kollegen, habt noch einen schönen Samstag und bis dann!

Ist Red Bull eigentlich näher an Mercedes dran?

Knapp 0,8 Sekunden fehlten Isack Hadjar heute auf P3 auf die Pole-Zeit von George Russell. Der Mercedes-Pilot selbst glaubt allerdings nicht, dass der eigene Vorsprung wirklich so groß ist.

"Der Red Bull sieht schnell aus, und wir wissen, was für ein unglaublicher Fahrer Max ist. Ich bin mir sicher, dass Isack großartige Arbeit geleistet hat, um in dieser Position zu sein", so Russell.

Aber: "Wer weiß, wo Max gewesen wäre?", fragt sich Russell. Denn wenn man davon ausgeht, dass Verstappen im Normalfall schneller als sein Teamkollege gewesen wäre, wäre auch der Vorsprung von Mercedes dementsprechend kleiner gewesen.

"Wir haben das von Anfang an gesagt: Sie scheinen eine der größten Bedrohungen zu sein", so Russell über Red Bull. Durch den Unfall von Verstappen hat man heute aber womöglich nicht den echten Abstand gesehen.

Startvorteil für Ferrari?

Beim Test in Bahrain zeigte Ferrari einige gute Probestarts. Charles Leclerc stellt jedoch klar, dass man das nicht überbewerten dürfe. "Ich glaube, es gibt falsche Erwartungen", sagt er im Hinblick auf den morgigen Start.

"Ich denke, dass unser Motor etwas leichter einen guten Start hinlegt", gesteht er zwar, "aber wenn Mercedes alles optimiert, wird es meiner Meinung nach keinen so großen Unterschied geben."

Zwar werde es für Mercedes "sicherlich etwas schwieriger sein, das richtige Fenster [beim Start] zu treffen", so Leclerc. Allerdings sollte man nicht unbedingt erwarten, dass er morgen von P4 aus ganz nach vorne schießt.

Antonelli: War kein großer Fehler

Der Italiener hätte fast gar nicht am Qualifying teilnehmen können. Über seinen heftigen Crash in FT3 sagt er: "Ich bin viel aggressiver in die Kurve gefahren, und als ich über den Randstein fuhr, reagierte das Auto etwas seltsam."

"Die Fahrhöhe war reduziert worden, ich bin mit dem Unterboden aufgesetzt, und als das Auto wieder nach oben kam, verlor ich das Heck. Ich sehe das nicht als großen Fehler an", stellt der Mercedes-Pilot klar.

"Ich habe etwas mehr von der Strecke genutzt, es war also eigentlich eine Fehleinschätzung. Es war ein kleiner Fehler, der sehr schwerwiegende Folgen hatte", so Antonelli.

Letztendlich hatte er Glück im Unglück und wird morgen von P2 starten.

Cadillac: "Es ist ein Anfang" 

P18 und P19 für Cadillac im ersten Formel-1-Qualifying. Faktisch belegte man damit die letzten beiden Plätze, weil dahinter Verstappen, Sainz und Stroll gar keine Rundenzeit setzten. Trotzdem ist man mit dem Ergebnis zufrieden.

Die Lücke nach vorne sei "groß", gesteht Valtteri Bottas, dem am Ende 3,7 Sekunden auf die Bestzeit fehlten. "Aber es ist ein Anfang", so der Finne. Teamkollege Sergio Perez fehlten knapp 3,1 Sekunden auf die Spitze.

"Das Qualifying verlief wirklich gut, was die Abläufe angeht und was die Maximierung des Potenzials unseres Autos betrifft. Mehr kann ich mir im Moment nicht wünschen", stellt auch der Mexikaner klar.

"Die Rundenzeiten zeigen ganz klar, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben", weiß er. Aber das war auch nicht anders zu erwarten.

Q2-Doppelaus: Auch Haas nicht zufrieden

Nicht nur bei Alpine hatte man sich im ersten Qualifying des Jahres mehr erhofft. "Ich bin ein bisschen enttäuscht", sagt auch Haas-Pilot Oliver Bearman nach P12. Ihm fehlte weniger als eine Zehntelsekunde zum Einzug in Q3.

Zumindest habe sich aber bestätigt, "dass wir eine solide Ausgangsbasis haben, und das ist positiv", betont er auch. Teamkollege Esteban Ocon landete eine Position dahinter und ist damit ebenfalls nicht zufrieden.

"Als ich aus dem Auto stieg, sagte mir das Team, dass möglicherweise Abtrieb am Heck verloren gegangen sei, was mit meinem Eindruck übereinstimmte, da ich beim letzten Run eine große Instabilität gespürt hatte", berichtet er.

"Hätten wir uns im letzten Run verbessert, hätten wir es wahrscheinlich gerade so in Q3 geschafft", ärgert er sich. Teamchef Ayao Komatsu spricht trotzdem von einem "soliden" Qualifying, auch wenn man nicht das Maximum herausgeholt habe.

Alpine: "Sind alle enttäuscht"

Während die Racing Bulls im Mittelfeld ganz vorne gelandet sind, kamen Pierre Gasly und Franco Colapinto nicht über P14 und P16 hinaus. "Wir sind alle vom heutigen Endergebnis enttäuscht und hatten sicherlich viel mehr erwartet", so der Franzose.

Zieht man Sorgenkind Aston Martin und Neuling Cadillac ab, konnte Alpine lediglich Williams schlagen. "Das Auto hat sich nicht so gut angefühlt wie in den Tests vor der Saison", berichtet Gasly.

"Daher ist es wichtig, dass wir verstehen, warum das so ist, und schnell Verbesserungen finden", betont er, und auch Steve Nielsen erklärt: "Es ist klar, dass dies nicht der Saisonstart ist, den wir uns gewünscht oder erwartet haben."

Er hofft trotzdem, dass morgen noch etwas in Richtung Top 10 gehen könnte.

Racing Bulls führen das Mittelfeld an

P8 und P9 heute für die Racing Bulls, die sich damit an der Spitze des Mittelfeldes einsortiert haben. "Wir kamen mit einem guten Verständnis für die optimale Abstimmung unseres Autos nach Melbourne", sagt Technikchef Tim Goss.

"Und dank einiger zusätzlicher aerodynamischer Verbesserungen konnten wir die Geschwindigkeit und Balance des Autos noch einmal verbessern", sagt Goss zufrieden und betont: "Von Anfang an befand sich das Auto im richtigen Fenster."

"Es war bisher ein wirklich gutes Wochenende", bestätigt Arvid Lindblad, der es bei seinem Formel-1-Debüt direkt in die Top 10 schaffte. "Dass es heute so gut gelaufen ist, übertrifft meine Erwartungen bei weitem", jubelt er.

Teamkollege Liam Lawson sortierte sich auf P8 noch eine Position davor ein.

Warum konnte Sainz nicht fahren?

Der Spanier war im Qualifying nicht mit dabei. Williams-Teamchef James Vowles erklärt: "Wir hatten überhaupt kein sauberes Wochenende, da aufgrund von Problemen mit der Zuverlässigkeit der Antriebseinheit nur ein Auto am Qualifying teilnehmen konnte."

"Wir wissen, dass wir im Rückstand sind und dass wir einen schwierigen Winter hinter uns haben. Aber wir wissen genau, wo wir uns verbessern müssen - und zwar schnell -, und es gibt bereits Programme, um diese Ziele zu erreichen", kündigt er an.

Alexander Albon wurde heute 15. und ist damit ebenfalls weit von den Punkten weg. "Unser Plan für morgen ist es, beide Autos ins Ziel zu bringen, damit wir auf den hier gewonnenen Erkenntnissen aufbauen und sie am kommenden Wochenende in Shanghai umsetzen können", so Vowles.

Keine leichte Zeit für Williams-Fans.

McLaren: Verlieren Zeit nicht nur auf den Geraden

McLaren hat den gleichen Motor wie das Mercedes-Werksteam. Der Antrieb alleine kann also nicht für den Rückstand verantwortlich sein. Das weiß auch McLaren-Teamchef Andrea Stella, der daher noch einen anderen Punkt nennt.

"Im Moment macht Mercedes einen besseren Job als wir, was die Nutzung der Antriebseinheit angeht, aber sie sind auch besser als wir, was den Grip in den Kurven angeht", erklärt er.

"Ich denke, das hängt insbesondere mit dem Abtriebsniveau zusammen. Für McLaren gibt es also zwei klare Ziele. Zum einen müssen wir gemeinsam mit unseren Partnern bei HPP daran arbeiten, mehr Leistung aus dem Antrieb herauszuholen."

"Zum anderen müssen wir aber auch die Aerodynamik des Autos verbessern, da wir auch in den Kurven schneller werden müssen", betont Stella, der zudem glaubt, dass die kühleren Temperaturen McLaren eher geschadet haben.

Geldstrafe für Alpine

Auch Alpine muss zahlen - kommt im Gegensatz zu Mercedes aber mit 5.000 Euro davon. Auch hier das Urteil der Rennkommissare im Wortlaut:

"Die Videoaufnahmen zeigten, dass sich beim Verlassen der Garage während der Qualifikations ein Bauteil von der linken Vorderrad-Baugruppe löste und durch die Fastlane rollte, bevor es in der inneren Spur der Boxengasse zum Stillstand kam."

"Der Teamvertreter erkannte den Fehler an und entschuldigte sich für das Versehen. Er erklärte, dass ein Mechaniker versehentlich das Bauteil während der Vorbereitung des Fahrzeugs nicht ordnungsgemäß gesichert hatte, was dazu führte, dass sich das Teil beim Verlassen der Garage löste."

"Er führte weiter aus, dass das Team logistischen Herausforderungen gegenüberstand, da nicht alle Teile rechtzeitig in Melbourne eingetroffen waren, wodurch das Team seine üblichen Vorbereitungsverfahren nicht vollständig durchführen konnte."

"Die Sportkommissare erkennen die logistischen Schwierigkeiten des Teams an. Die Verantwortung dafür, dass ein Fahrzeug in einem sicheren Zustand aus der Garage entlassen wird, liegt jedoch beim Teilnehmer."

"Da sich beim Verlassen der Garage ein Bestandteil der linken Vorderrad-Baugruppe löste, stellten die Kommissare fest, dass das Fahrzeug in einem unsicheren Zustand freigegeben wurde."

"Nach Prüfung früherer Entscheidungen bei vergleichbaren Verstößen während des Qualifyings kamen die Sportkommissare zu dem Schluss, dass eine finanzielle Sanktion angemessen ist. Dementsprechend verhängen sie eine Geldstrafe in Höhe von 5.000 Euro gegen den Teilnehmer."

Stroll darf am Rennen teilnehmen

Eine weitere Entscheidung der FIA ist da: Lance Stroll darf am Rennen teilnehmen. Aston Martin führte als Argument an, dass das Auto schnell genug sei, und dass auch Stroll selbst in der Vergangenheit bewiesen habe, dass er das nötige Tempo habe.

Die Rennkommissare folgten dieser Argumentation und stellten daher eine Sondergenehmigung aus. Die brauchen übrigens auch Max Verstappen und Carlos Sainz, weil beide im Qualifying ebenfalls keine Rundenzeit setzten.

Bei ihnen ist das aber ohnehin nur Formsache, weil sie im Training schnell genug waren.

Geldstrafe für Mercedes

Das Urteil ist da und Mercedes kommt mit einer Geldstrafe von 7.500 Euro relativ günstig davon. Hier die Begründung der Rennkommissare im Wortlaut:

"Wagen 12 (Antonelli) wurde während der Session aus der Garage gelassen, während sich noch ein Kühllüfter am rechten Seitenteil des Autos befand. Die Lüftereinheit löste sich beim Durchfahren von Kurve 1 vom Luftkanal des Fahrzeugs 12, zerbrach, und ein Teil davon prallte von der Strecke ins Kiesbett am Kurvenausgang."

"Ein weiteres Teil der Lüftereinheit fiel in Kurve 2 auf die Strecke und wurde später vom Frontflügel und Reifen eines anderen Fahrzeugs getroffen. Dadurch wurden Trümmerteile über die Strecke verteilt und der Frontflügel des anderen Fahrzeugs beschädigt, weshalb die Session mit einer roten Flagge unterbrochen werden musste, um die Trümmer zu entfernen."

"Das Team erklärte, dass ein Zwischenfall in einer früheren Session, bei dem Fahrzeug 12 erheblichen Schaden erlitten hatte, eine Umverteilung der Aufgaben innerhalb des Teams erforderlich machte, um die Reparaturen in kurzer Zeit durchzuführen. Normalerweise ist ein separates Teammitglied dafür verantwortlich, jeden Lüfter einzusetzen und zu entfernen."

"Aufgrund der noch abzuarbeitenden Probleme aus dem früheren Zwischenfall war das Teammitglied, das für den Lüfter auf dieser Seite des Autos zuständig war, jedoch mit einer anderen Aufgabe beschäftigt, wodurch das Entfernen des Lüfters vor dem Verlassen der Garage übersehen wurde."

"Das Team (und der Fahrer) waren sich nicht bewusst, dass der Lüfter nicht entfernt worden war, bis der Vorfall von der Rennleitung bemerkt wurde."

"Die Sportkommissare stellten fest, dass Fahrzeug 12 die Garage mit weiter angebrachter Ausrüstung verlassen hatte und daher in einem unsicheren Zustand auf die Strecke ging. Entsprechend verhängten die Kommissare eine Geldstrafe gegen den Teilnehmer."

Pirelli rechnet mit Einstopprennen

Wir haben ja schon darüber gesprochen, dass es morgen nicht regnen soll. Pirelli rechnet daher damit, dass die meisten Piloten im Normalfall mit nur einem Boxenstopp durchfahren werden.

"Wir glauben, dass ein Einstopper für die Teams machbar ist, wobei die Kombination Medium-Hart auf dem Papier die schnellste ist", so Pirellis neuer Motorsportchef Dario Marrafuschi.

Ein Wechsel würde demnach zwischen Runde 20 und 26 erfolgen. Auch einen Start auf weichen Reifen will man bei Pirelli nicht ausschließen, weil das zu Rennbeginn ein kleiner Vorteil sein könnte.

Auch eine Zweistoppstrategie ist aber nicht unmöglich, denn die Safety-Car-Wahrscheinlichkeit ist in Melbourne historisch gesehen hoch. Das könnte dann neue strategische Optionen bieten.

Darf Stroll morgen starten?

Dazu gibt es von der FIA bislang noch keine Information. Der Kanadier hat am gesamten Wochenende keine Zeit innerhalb der 107-Prozent-Grenze gesetzt, auch nicht in den drei Trainings vor dem Qualifying.

"Ich glaube, wir können aus der Boxengasse starten. Das habe ich gehört", so Stroll selbst. Teamchef Adrian Newey betont: "Es ist klar, dass der AMR26 das Tempo hat, um mithalten zu können."

"Deshalb werden wir heute Abend mit der FIA unsere Optionen für den Einsatz von Lance morgen besprechen", so Newey. In der Tat setzte Fernando Alonso heute konkurrenzfähige Rundenzeiten und schaffte sogar fast den Sprung in Q2.

Norris: Man schaut fast nur aufs Lenkrad

Wir warten noch immer auf das Mercedes-Urteil. Lando Norris war der Leidtragende des Fehlers, denn er fuhr über den Kühler, den Antonelli verlor. Das passierte laut Norris aber auch wegen der neuen Regeln.

Er habe das Teil auf der Ideallinie deswegen nicht gesehen, weil er permanent auf sein Lenkrad schauen müsse, "weil ich auf die Geschwindigkeit achten muss, die ich am Ende der Geraden erreichen werde".

Er müsse wissen, "ob ich 30 Meter früher oder zehn Meter später bremsen muss", sagt er und erklärt: "Das ist auch das Problem. Man muss alle drei Sekunden auf das Lenkrad schauen, um zu sehen, was passieren wird."

Eine weitere Folge des neuen Reglements.

Hamilton wundert sich über Mercedes-Vorsprung

Der Rekordweltmeister kann nicht so ganz verstehen, warum sein Ex-Team heute so weit vorne war. "Ich verstehe das nicht ganz", grübelt er und erklärt, Mercedes habe "diese zusätzlichen PS von irgendwoher".

"Ich hoffe, es liegt nicht an diesem Verdichtungsverhältnis, sondern einfach an der reinen Leistung", so Hamilton. "Wenn es jedoch am Verdichtungsverhältnis liegt, bin ich enttäuscht, dass die FIA dies zugelassen hat", betont er.

Man müsse daher genau herausfinden, warum Mercedes so stark gewesen sei.

Verstappen: Macht alles keinen Spaß

In einer weiteren Medienrunde mit unseren niederländischen Kollegen hat Verstappen noch einmal klare Worte für das neue Reglement gefunden - und erklärt, dass ihm "alles" daran nicht gefalle.

"Man kann einfach nicht natürlich fahren. Im Grunde muss man überall so wenig wie möglich Gas geben, um die Batterie zu schonen. Bestimmte Kurven muss man anders angehen, damit man beim Herausfahren Batterie sparen kann."

"Für mich hat das sehr wenig mit Rennfahren zu tun", betont er und stellt klar, es mache "überhaupt" keinen Spaß. Von daher wäre er laut eigener Aussage auch nicht besser gelaunt, wenn er sich weiter vorne qualifiziert hätte.

Er sei "emotional und gefühlsmäßig" komplett leer, sagt er.

Ferrari: Probleme mit dem Deployment

P4 und P7 für Charles Leclerc und Lewis Hamilton, und beide Ferrari-Piloten berichten von Problemen mit dem Deployment. "Ich hatte erwartet, dass wir auf dem gleichen Niveau wie McLaren und Red Bull liegen würden, daher war es keine große Überraschung", sagt Leclerc über das Ergebnis.

"In Q2 hatten wir Probleme mit dem Deployment beider Autos", verrät er. Dadurch habe dann auch in Q3 der Rhythmus gefehlt. "Wir waren also sicherlich nicht optimal für Q3 aufgestellt, aber am Ende haben sie einen besseren Job gemacht", sagt er über die Konkurrenz.

Teamkollege Hamilton bestätigt, dass er sich bis Q2 "gut" im Auto gefühlt habe. Doch nach den Problemen mit dem Deployment habe er dann nicht mehr das Maximum aus dem Boliden herausholen können. Er glaubt daher, dass er ohne das Problem weiter vorne gelandet wäre.

Piastri: Mercedes morgen noch weiter weg

Der Australier sagt bei Sky über Mercedes: "Es war schon eine kleine Überraschung, wie weit sie voraus sind." Im Rennen morgen erwartet er die Silberpfeile dann sogar noch weiter weg.

"Niemand hat [am Freitag] solche Longruns wie Mercedes hingelegt, und sie sahen sogar noch schneller aus als heute", warnt er. Seine Hoffnung ist daher, die Mercedes-Fahrer vielleicht beim Start angreifen zu können.

"Es herrscht große Unsicherheit hinsichtlich der Starts, wie wettbewerbsfähig jeder ist. Daher ist die Qualifikation derzeit vielleicht entscheidend", hofft er.

Norris rechnet mit neuen Regeln ab

Nach Max Verstappen hat nun auch Lando Norris das neue Reglement kritisiert - und zwar überraschend deutlich. "Wir sind von den besten Autos, die jemals in der Formel 1 gebaut wurden und die am angenehmsten zu fahren waren, zu den wahrscheinlich schlechtesten gekommen", so Norris.

"Dieses Auto ist einfach seltsam", winkt der Weltmeister ab und erklärt: "Man muss sich daran gewöhnen, überall vom Gas zu gehen, um schneller zu fahren, und in Gänge zu schalten, in die man eigentlich nicht schalten möchte." Das Auto fühlt sich also komplett unnatürlich an.

"Als Fahrer fühlt sich das nicht gut an", betont Norris. Als Ausrede möchte er das nach P6 aber nicht verwenden. Man müsse einfach das Beste aus dem vorhandenen Reglement herausholen, so Norris. Und das habe Mercedes aktuell einfach am besten geschafft.

Glock erwartet "Spazierfahrt" für Mercedes

Anders als 2025 dürfte es in Melbourne morgen keinen Regen geben. Es sollte daher ein "normales" Rennen werden, und in einem solchen sieht Experte Timo Glock Mercedes eindeutig vorne.

"Grundlegend bin ich mir sicher, dass es eine Spazierfahrt wird für Mercedes vorneweg", so Glock bei Sky. Weiter hinten im Feld rechnet er währenddessen mit zahlreichen Ausfällen der neuen Autos.

Wenn man die Zielflagge sehe, dann habe man "fast einen sicheren Platz in den Punkten", prophezeit er, "weil ich glaube schon, dass wir da übers Rennen hinweg den ein und anderen Ausfall sehen werden."

Verstappen: Mercedes-Vorsprung "keine Überraschung"

Der Niederländer hat eben auch über den Vorsprung von Mercedes gesprochen und erinnert: "Das habe ich bereits in Bahrain gesagt: Warten wir ab, wie es in Melbourne läuft. Dann wird man sehen, wie schnell sie sind."

"Für mich ist das also keine Überraschung", sagt er. Zudem hat er auch noch einmal seine Kritik an den neuen Regeln bekräftigt. "Die Formel ist nicht korrekt", so der viermalige Weltmeister.

Über mögliche Anpassungen der Regeln sagt er, dass man nicht viel Spielraum habe. Natürlich könne man die Regeln für die Energie anpassen, aber das würde die Autos letztendlich nur langsamer machen.

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Foto: Sky

Verstappen gibt Entwarnung

Max Verstappen schien nach seinem Crash Schmerzen in den Händen zu haben. Mittlerweile hat er aber Entwarnung gegeben und erklärt: "Ich musste nur ein paar Röntgenaufnahmen machen lassen, um zu sehen, ob meine Hände in Ordnung sind. Aber nichts ist gebrochen."

Zum Unfall selbst sagt er: "Ich habe einfach das Pedal getreten und die gesamte Hinterachse hat komplett blockiert, was insbesondere bei diesen Formel-1-Autos sehr seltsam ist. Das habe ich in meinem ganzen Leben noch nie erlebt."

Wie es dazu gekommen sei, könne er aktuell noch nicht sagen.

Untersuchung gegen Mercedes

Bei allem Jubel bei Mercedes darf man nicht vergessen, dass noch eine Untersuchung gegen das Team läuft, weil man das Antonelli-Auto in Q3 in einem unsicheren Zustand auf die Strecke geschickt hat.

Das dürfte eine saftige Geldstrafe geben, auch eine sportliche Strafe kann aber nicht komplett ausgeschlossen werden - wobei das eher unwahrscheinlich ist.

Auch gegen Alpine läuft aus einem ähnlichen Grund noch eine Untersuchung. Beides behalten wir hier in den kommenden Stunden natürlich im Auge.

Antonelli: Ohne Verstappen-Crash raus in Q1?

P2 für den Italiener am Ende, doch ohne den Crash von Max Verstappen und die rote Flagge hätte es Mercedes womöglich gar nicht geschafft, ihn in Q1 überhaupt rechtzeitig auf die Strecke zu schicken.

"Max' Abflug hat uns wahrscheinlich geholfen, [...] dass wir das Auto überhaupt rauskriegen", gesteht Toto Wolff bei Sky und betont, dass die Mechaniker heute vielleicht das größte Lob verdient hätten.

"Das war wirklich eine unglaubliche Mannschaftsleistung", freut sich der Teamchef, der zudem erklärt, das Auto sein "einfach im richtigen Fenster" gewesen. "Ich glaube, es ist nicht die Batterie. Ich glaube, es ist der Reifen", so Wolff.

Heißt: Mercedes wird womöglich nicht überall so stark sein.

Russell: Bedingungen haben uns gelegen

Marschiert Mercedes nach dieser eindrucksvollen Leistung jetzt durch zum WM-Titel? George Russell ist natürlich bemüht, die Erwartungen etwas einzubremsen. "Es war ein großartiger Tag", sagt er.

"Wir wussten, dass das Auto viel Potenzial hat, aber bis zum ersten Samstag der Saison kann man nie wissen, wie es laufen wird", betont er und erklärt, dass die kühleren Bedingungen Mercedes in die Karten gespielt hätten.

Das alleine ist aber sicher nicht der Grund für den großen Vorsprung ...

Jetzt Session-Ticker öffnen!

In zehn Minuten beginnt das erste Qualifying des Jahres und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende der Qualifikation geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Samstag.

Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr den Saisonauftakt am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!

Chaos im Qualifying?

Wird das erste Qualifying unter dem neuen Formel-1-Reglement komplett chaotisch? Ausgerechnet Melbourne gehört zu den Kursen im Kalender, die das Laden der Batterie zu einer echten Mammutaufgabe machen.

Warum das im Qualifying für Chaos sorgen könnte, das erfahrt ihr hier.

Antonelli-Update

Kann der Mercedes-Pilot am Qualifying teilnehmen oder nicht? Sky zitiert einen Mercedes-Sprecher mit den Worten: "Das Chassis und der Antrieb sehen bei näherer Betrachtung in Ordnung aus, daher arbeitet die Garage mit Hochdruck daran, sein Auto startklar zu machen."

"Es gibt keine Garantie, dass es rechtzeitig fertig wird, da noch viel zu tun ist. Aber das Team gibt sein Bestes, um ihn an den Start zu bringen", heißt es. Viel Zeit bleibt nicht mehr.

Pünktlicher Start

Obwohl das dritte Training mit 20 Minuten Verspätung begann und der Zeitplan etwas durcheinandergebracht wurde, sieht es aktuell danach aus, dass Q1 pünktlich um 06:00 Uhr MEZ beginnen kann.

Zur Erinnerung: Weil in diesem Jahr 22 Autos dabei sind, ändert sich der Modus etwas. In Q1 und Q2 scheiden jetzt jeweils die langsamsten sechs Fahrer aus. Die Top 10 kämpfen dann in Q3 wie gewohnt um die Pole.

Gutes Omen

Wer sich gleich die Poleposition sichert, der hat statistisch gesehen gute Chancen, am Ende des Jahres auch Weltmeister zu werden. Denn in den vergangenen neun Jahren gewann der Melbourne-Polesetter am Ende nur ein einziges Mal nicht den WM-Titel.

Von 2017 bis 2019 stand Lewis Hamilton im Albert Park jeweils auf Pole und wurde am Ende Weltmeister. 2023 und 2024 gelang es Max Verstappen und 2025 schließlich Lando Norris. 2020 und 2021 konnte das Rennen wegen Corona nicht stattfinden.

Einzige Ausnahme: 2022 stand Charles Leclerc im Albert Park auf Pole, Weltmeister wurde am Ende aber Verstappen.

Williams: Nicht mit Problemen gerechnet

Nachdem Williams bereits gestern Probleme hatte, verlor Carlos Sainz eben fast das komplette dritte Training. Teamchef James Vowles sagt dazu bei Sky: "Wir haben versucht, das Auto bei den Tests kaputtzumachen."

Man habe dadurch ganz bewusst versucht, mögliche Probleme zu finden, "aber es ist uns nicht gelungen", so Vowles. Trotzdem habe man nun in Melbourne "eine Reihe kleinerer Probleme" gehabt.

"Bislang konnten wir diese Probleme innerhalb weniger Minuten beheben, indem wir die Software oder andere Dinge angepasst haben. Aber hier scheinen sich die Probleme zu häufen", so der Teamchef.

Zumindest geht er aber nicht davon aus, dass es am Sainz-Auto einen größeren Defekt gibt. Der Spanier sollte also in rund einer Stunde am Qualifying teilnehmen können.

Sperrstunde gebrochen

Red Bull hat in der vergangenen Nacht die Sperrstunde gebrochen. Diese wurde in den Nächten vor dem ersten Training für diesen Grand Prix bekanntlich aufgehoben, heute hat sie aber wieder ganz regulär gegriffen.

Eine Strafe gibt es für Red Bull allerdings nicht, denn jedes Team hat pro Saison vier Joker für diesen Zeitraum zur Verfügung. Den ersten davon haben die Bullen nun gezogen.

Von: Ruben Zimmermann

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