Ex-Teammanager beklagt mangelnde Leidenschaft bei McLaren

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Ex-Teammanager beklagt mangelnde Leidenschaft bei McLaren
Pablo Elizalde
Autor: Pablo Elizalde
Übersetzung: Mario Fritzsche
23.12.2016, 14:42

Jo Ramirez beobachtet die aktuellen Entwicklungen im Formel-1-Team McLaren mit Sorge und glaubt den Grund für ausbleibende Erfolge zu kennen. Er hat aber auch Hoffnung für die Zukunft.

Jo Ramirez
Fernando Alonso, McLaren
Jenson Button, McLaren MP4-31
Jost Capito, McLaren-Geschäftsführer
Ron Dennis, McLaren
Fernando Alonso, McLaren F1
Zak Brown, McLaren, Geschäftsführer

Neben 12 WM-Titeln in der Fahrerwertung und 8 WM-Titeln in der Konstrukteurswertung sind McLaren in der Formel 1 bis dato nicht weniger als 182 Grand-Prix-Siege gelungen. Doch seit dem Saisonfinale 2012 in Brasilien wartet das Team aus Woking auf einen weiteren Sieg. Der ehemalige McLaren-Teammanager glaubt den Grund für die Talfahrt zu kennen.

Fotos: McLaren in der Formel-1-Saison 2016

"Leider befindet sich McLaren in einer äußerst heiklen Situation, denn es gibt jede Menge Politik", beklagt Ramirez gegenüber dem spanischen Radiosender COPE. Der Mexikaner gibt ein Beispiel: "Jost Capito verlässt das Team. Dabei hatten die Leute bei McLaren große Hoffnungen in ihn gesetzt. Doch allein in den paar Monaten, in denen er dabei war, gab es so viel Politik, dass es ihm zu viel wurde."

Nach einem Mittagessen in London zusammen mit einem Freund, der nach wie vor für McLaren tätig ist, kommt Ramirez zum Schluss, dass in Reihen seines ehemaligen Arbeitgebers "wie verrückt gearbeitet wird, aber ohne Leidenschaft". Den Grund dafür sieht er im Umstand, dass der ehemalige Erfolgsteamchef Ron Dennis vor wenigen Wochen abgesägt wurde.

"Die Leute haben Jobs und sie verdienen damit ihr Geld. Die Leidenschaft ist aber nicht mehr die gleiche. Bei McLaren gibt es viele Leute, die Leute von Ron waren", so Ramirez, der für die Zukunft aber nicht gänzlich schwarz sieht: "Warten wir mal ab, ob das neue Management den großen Namen wiederaufleben lassen kann." Damit meint Ramirez nicht zuletzt den vor wenigen Wochen als Geschäftsführer ins Boot geholten Zak Brown.

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