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Formel 1 2020: Ferrari besteht Crashtest

Ferrari hat als zweites Team den Crashtest für die anstehende Formel-1-Saison 2020 bestanden - Der Nachfolger des SF90 soll kürzer werden und mehr Stabilität bieten

Norman Fischer Roberto Chinchero

Bearbeitet: 13.01.2020, 13:01

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Ferrari hat die erste Hürde vor der neuen Formel-1-Saison 2020 gemeistert. Der neue Bolide von Sebastian Vettel und Charles Leclerc hat die 15 notwendigen Crashtests der FIA in Bollate nahe Mailand bestanden und damit die Grundvoraussetzung für einen Einsatz in der anstehenden Saison erfüllt.

Ferrari ist damit das zweite Team nach Racing Point, das einen erfolgreichen Crashtest für 2020 absolviert hat. Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass auch Alfa Romeo sein Chassis hatte testen lassen - allerdings fiel der Bolide durch und muss noch einmal überarbeitet werden.

Die Scuderia möchte ihren Boliden, der intern auf den Namen 671 hört, am 11. Februar in Maranello präsentieren.

Viel ist noch nicht über den Nachfolger des SF90 bekannt, doch aus Italien sickern erste Details des Fahrzeuges durch. Da das Reglement und die Reifen stabil bleiben, werden vor dem großen Umbruch 2021 keine Revolutionen an den Fahrzeugen erwartet. Es wird darum gehen, die Aerodynamik-Last zu erhöhen, ohne die aerodynamische Effizienz zu verschlechtern.

Ein Augenmerk liegt dabei auf dem Getriebegehäuse, das bei Ferrari kleiner und leichter werden soll - laut 'Corriere della Sera' geht es dabei um 30 Millimeter, die einen kürzeren Radstand zur Folge haben sollen und auch die Kundenteams Alfa Romeo und Haas betreffen dürften.

0. Meiste WM-Titel

Lewis Hamilton besitzt 2020 die große Chance, seinen siebten WM-Titel einzufahren. Damit würde er mit Michael Schumacher zum erfolgreichsten Fahrer aller Zeiten aufsteigen. Genau genommen bricht er den Rekord damit nicht, sondern stellt ihn nur ein, aber was wäre eine Rekordliste ohne diesen Fakt?

1. Meiste Siege

Auch hier ist "Schumis" Bestmarke stark in Gefahr. Der Mercedes-Pilot braucht nur sieben Siege, um die 91 Siege des Deutschen zu knacken - ein Rekord, der eigentlich für die Ewigkeit schien. Die Chancen für Hamilton stehen dabei sehr gut: In der Turboära holte er in einer Saison nie weniger als neun. Kleiner Trost für Schumacher-Fans: Rechnet man seine zweite Karriere bei Mercedes weg, benötigte er für die 91 Siege nur 248 Grands Prix. Hamilton geht schon mit 250 Rennstarts in die neue Formel-1-Saison. Das zeigt, wie dominant "Schumi" im Vergleich zum ebenfalls dominierenden Hamilton war ...

2. Meiste Podestplätze

Von diesem Rekord kann sich Schumacher wohl schon einmal verabschieden. 155 Mal stand er in seiner Formel-1-Karriere auf dem Podest, Hamilton steht bei 151. Es dürfte einem Wunder gleichkommen, sollte es der Brite 2020 nicht mindestens viermal unter die besten Drei schaffen.

3. Meiste Grand Slams

Pole-Position, Sieg, schnellste Rennrunde und jede Runde geführt - das perfekte Wochenende hat Lewis Hamilton in seiner Formel-1-Zeit schon sechsmal geschafft. Ein anderer Brite ist ihm dabei aber noch voraus: Jim Clark gelang das stolze achtmal - und zwar in lediglich 72 Grands Prix.

4. Jüngster Weltmeister

Eine Chance haben Max Verstappen und Charles Leclerc noch, um Sebastian Vettel vom Thron zu stoßen, der 2010 im Alter von 23 Jahren und 134 Tagen der jüngste Formel-1-Weltmeister aller Zeiten wurde. Aktuell sind beide 22 Jahre alt - und holen sie 2020 nicht den Titel, ist dieser Rekord auf jeden Fall futsch.

5. Meiste Grand-Prix-Teilnahmen

Zwischen 1993 und 2011 nahm Rubens Barrichello offiziell an 322 Grands Prix teil, doch der Senior wird 2020 ein anderer. Sollte Kimi Räikkönen nicht spontan seine Karriere beenden, wird er die zehn fehlenden Rennstarts absolvieren und die Bestmarke nach oben schrauben. 2001 fuhr er sein erstes F1-Rennen.

6. Meiste Rennen in den Punkten

Auch diese Bestmarke könnte der "Iceman" theoretisch holen. Achtmal muss er in die Top 10 fahren, um Michael Schumachers Wert von 221 Punkteankünften einzuholen. Wahrscheinlicher ist aber, dass ein anderer den Rekord nach 2020 inne hat: Lewis Hamilton liegt derzeit nämlich mit Räikkönen gleichauf.

7. Meiste Zielankünfte

Ja, es gibt einen Rekord, den Fernando Alonso hält - aber nicht mehr für lange. 254 Mal kam der Spanier in seiner Karriere ins Ziel, so oft wie kein anderer Pilot. Doch Kimi Räikkönen (251) wird in dieser Kategorie vorbeiziehen - außer Alfa Romeo ist so unzuverlässig, dass der Finne 19 Mal ausscheidet.

8. Pole-Positions bei einem Rennen

Sollte Lewis Hamilton beim Auftakt in Australien seine siebte Pole in Folge in Melbourne holen, hätte er damit bereits neun im Albert Park gesammelt - das wäre eine mehr als Michael Schumacher in Suzuka. Kurios: Trotz seiner bisher acht Poles gewann Hamilton in Australien nur zweimal.

9. Podestplätze ohne Sieg

Nick Heidfeld stand in seiner Formel-1-Karriere 13-mal auf dem Podium - aber nie auf der obersten Stufe. Theoretisch haben mehrere Fahrer die Chance, ihm diesen zweifelhaften Rekord abzunehmen. Ganz oben stehen Romain Grosjean und Sergio Perez mit aktuell 10 beziehungsweise 8 Podestplätzen ohne Sieg.

10. Meiste Konstrukteurstitel in Folge

Sechsmal hat Mercedes jetzt alle Titel abgeräumt, ein siebter Konstrukteurs-Titel wäre Rekord. 2004 holte Ferrari seine sechste Meisterschaft in Folge, seitdem kamen aber nur noch zwei weitere dazu. Ein siebter Fahrertitel wäre für einen Motoren-Hersteller ebenfalls Bestmarke. Man würde zu Ford aufschließen, deren Antriebe von 1968 bis 1974 immer den Weltmeister stellten: Dreimal Jackie Stewart, zweimal Emerson Fittipaldi und je einmal Graham Hill und Jochen Rindt.

11

Die Hydraulik-Kontrolle der Aufhängung soll die Aerodynamik in langsamen Kurven verbessern und das Auto stabiler machen. Der SF90 aus dem Vorjahr hatte häufig mit einer Instabilität beim Anbremsen zu kämpfen, was Untersteuern und dadurch Probleme mit den Vorderreifen verursacht hat.

Das Heck beim Anbremsen stabiler zu haben, kommt dem Fahrstil von Sebastian Vettel entgegen, Charles Leclerc dürfte hingegen durch einen geringeren Reifenverschleiß konstantere Rennstints fahren können.

Die Wahrheit liegt aber wie immer auf der Strecke.

Weiterer Co-Autor: Franco Nugnes, Giorgio Piola. Mit Bildmaterial von LAT.

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