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Reaktion

Formel-1-Experte: Der neue Red Bull ist "eine Katastrophe"

Experte Ralf Schumacher spricht über die aktuellen Probleme von Red Bull und erinnert daran, dass man 2025 schon einmal in einer ganz ähnlichen Situation steckte

Formel-1-Experte: Der neue Red Bull ist "eine Katastrophe"

Red Bull wartet 2026 noch immer auf den ersten Podestplatz

Foto: LAT Images

"Da geht es ein bisschen drunter und drüber", urteilt Ralf Schumacher nach den ersten drei Rennen der Formel-1-Saison 2026 über Red Bull. Die Bullen liegen aktuell lediglich auf dem sechsten Rang in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft und damit noch hinter Haas und Alpine.

Im Podcast Backstage Boxengasse von Sky erklärt Schumacher, dass für diesen Fehlstart unter anderem Pierre Wache verantwortlich sei. "Aus meiner Sicht sind für ihn die Schuhe zu groß", so Schumacher über Wache, der seit dem Abschied von Adrian Newey für die Autos bei Red Bull verantwortlich ist.

"Ich würde jetzt nicht sagen, dass man ihn aus dem Team ganz ersetzen sollte", so Schumacher, doch es sei offensichtlich, dass Wache Unterstützung brauche. Denn bereits der RB21 aus der Saison 2025 sei teilweise "unfahrbar" gewesen, betont der Experte.

"Er hat das Projekt übernommen von Adrian Newey und hat dann entwickelt in seine Richtung", erklärt Schumacher und erinnert vor allem an den Mittelteil der Saison 2025, als Red Bull nicht mehr konkurrenzfähig war. Erst in der zweiten Saisonhälfte war man wieder vorne dabei.

Pierre Wache bei den Formel-1-Testfahrten in Barcelona 2026

Ist Pierre Wache mit seiner Aufgabe bei Red Bull überfordert?

Foto: Red Bull

Auch 2026 hat man laut Schumacher nun wieder ein Auto gebaut, das für die Fahrer kaum zu kontrollieren sei. "Offensichtlich ist das Auto ja eine Katastrophe. Ich meine, wie oft haben wir jetzt Max Verstappen neben der Rennstrecke gesehen? Das ist ja vorher nie passiert", so Schumacher.

Schumacher: Bei Red Bull fehlt auch Helmut Marko

Verstappens Teamkollege Isack Hadjar, der 2026 von den Racing Bulls zu Red Bull wechselte, erklärte jüngst in diesem Zusammenhang: "Der alte Bolide war zwar schwer zu fahren, aber er war schnell. Unser jetziges Auto ist schwer zu fahren und dazu noch langsam."

In dieser Hinsicht hat Hadjars Ex-Team "einen besseren Job gemacht", findet Schumacher. Schwesterrennstall Racing Bulls punktete 2026 bislang in jedem Rennen und liegt in der Weltmeisterschaft momentan lediglich zwei Zähler hinter dem A-Team.

Rookie Arvid Lindblad fuhr gleich in seinem Formel-1-Debüt in Melbourne als Achter in die Punkte. "Das zeigt ja, wie schwierig der Red Bull [im Vergleich] zu fahren sein muss", erklärt Schumacher, der betont: "Also ich bin der Meinung, da brennt im Hintergrund der Baum."

Das betreffe übrigens auch Aspekte abseits der Rennstrecke. So gebe es bei Red Bull aktuell "keine ordentliche Kommunikation nach außen", bemängelt der Sky-Experte, der erklärt: "Dr. Helmut Marko als Figur fehlt da auch, um eine Guideline zu geben, bin ich der Meinung."

Der Österreicher hatte Red Bull am Ende der Saison 2025 verlassen.

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