Formel 1 Mexiko 2018: Tech-Probleme bei Red Bull & Mercedes

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Formel 1 Mexiko 2018: Tech-Probleme bei Red Bull & Mercedes
27.10.2018, 16:08

Max Verstappen sichert sich die Bestzeit im Abschlusstraining, bleibt aber nicht vor Problemen verschont - Valtteri Bottas droht ein Motorwechsel

Drittes Freies Training, dritte Bestzeit für Max Verstappen beim Grand Prix von Mexiko: Der Red-Bull-Pilot umrundete die Strecke im Autodromo Hermanos Rodriguez am Samstagmorgen in 1:16.284 Minuten und setzte sich damit erneut an die Spitze. Allerdings war sein Vorsprung empfindlich kleiner als noch am Freitag.

Das Training in Zahlen:

Die drei Topteams lagen diesmal innerhalb von drei Zehntelsekunden, wobei die beiden WM-Rivalen Lewis Hamilton (2./Mercedes) und Sebastian Vettel (3./Ferrari) Verstappens erste Verfolger waren. Und doch lief es bei Red Bull nicht ganz rund. Praktisch mit Fallen der Zielflagge sorgte ein Funkspruch für Unruhe: "Meine Batterie lädt nicht", ärgerte sich Verstappen.

Teamchef Christian Horner sagt, dass Verstappen und Daniel Ricciardo (4./+0,744 mit Bestzeit im Mittelsektor) gestern trotz der überlegenen Zeiten nicht zufrieden waren: "Als ich gehört habe, was unsere Fahrer im Briefing zu sagen hatten, dachte ich, wir müssen irgendwo im Bereich von McLaren liegen!"

Aber alle haben die gleichen Probleme, und Red Bull scheint mit der Höhenlage (2.285 Meter über Meeresspiegel) immer noch am besten zurechtzukommen.

Übrigens: Verstappens gestriger Hydraulikdefekt wird keinen Motorwechsel nach sich ziehen. "Wir haben die Ursache gefunden", berichtet Horner. Zwei Kabel hatten sich ineinander verwickelt. Das löste einen Kurzschluss aus, und der wiederum führte zu einer undichten Stelle in einer Hydraulikpumpe.

Horner: "Wahrscheinlich ist er über einen Randstein gefahren. Also haben wir die nötigen Vorkehrungen getroffen, damit so etwas nicht mehr vorkommen kann."

 

Auch bei Valtteri Bottas (19./+2,555) trat eine Viertelstunde vor Ende von FT3 ein Hydraulikdefekt auf. "Wir müssen vielleicht den Motor wechseln", befürchtet Teamchef Toto Wolff. "Der Motor ist einfach ausgegangen", seufzt Bottas. "Das ist nichts, was du so kurz vor dem Qualifying brauchst", hält Formel-1-Experte Johnny Herbert fest.

Dass Hamilton die Session als Zweiter beendet hat, ist ein Fortschritt. Aber als Pole-Favorit sieht man sich bei Mercedes nicht: "Die Fahrer sind nicht zufrieden. Das Auto rutscht", kritisiert Wolff. "Wir haben den Motor noch nicht ganz aufgedreht. Aber trotzdem sind wir im Rückstand."

Auch beim Renault-Werksteam wurde am Freitag bis tief in die Nacht hinein gearbeitet. So lange, dass Renault einen von zwei Jokern für ein Überziehen der FIA-"Sperrstunde" einsetzen musste. Der Grund war banal: Die Mechaniker arbeiteten am Set-up der Hinterradaufhängung von Nico Hülkenbergs Fahrzeug.

Renault Sport F1 Team R.S. 18 Rear Detail

Renault Sport F1 Team R.S. 18 Rear Detail

Foto: Giorgio Piola

Hülkenberg belegte letztendlich den zehnten Platz, 1,339 Sekunden hinter Verstappens Bestzeit und 0,564 Sekunden hinter Charles Leclerc, der mit dem Sauber auf abtrocknender Strecke zwischendurch sogar auf P1 lag. In den ersten 30 Minuten wurde bei feuchten Bedingungen nur wenig gefahren. Erst die zweite halbe Stunde war dann höher frequentiert.

Und sonst? Kevin Magnussen (20./Haas) konnte nur eine Installationsrunde drehen. Bei ihm musste der Ladeluftkühler getauscht werden. Pierre Gasly (8./Toro Rosso/+1,241) ließ über Nacht das Getriebe wechseln und startet damit so oder so vom letzten Platz ins Rennen. Und Romain Grosjean (13./Haas/+1,861) geht wegen der Kollision mit Leclerc in Austin mit einer Plus-3-Strafe ins Qualifying.

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