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Formel 1
Helmut Marko: De Vries wird 2023 Teamleader bei AlphaTauri
Wegen seiner großen Erfahrung außerhalb der Formel 1, sagt Helmut Marko, dass Nyck de Vries 2023 bei AlphaTauri die Führungsrolle übernehmen wird

Ronald Vording
Bearbeitet: 20.10.2022, 08:13
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Helmut Marko von Red Bull glaubt, dass Nyck de Vries, der von AlphaTauri angeheuert wurde, trotz seines Rookie-Status gleich zu Beginn seines Formel-1-Debüts 2023 die Führung des Teams übernehmen wird.
Nachdem er nach seinem FIA-Formel-2-Titel 2019 den Sprung in die Formel 1 verpasst hatte, wechselte de Vries in die Formel E und gewann die Meisterschaft in der Saison 2020/2021 mit Mercedes. Der Niederländer hat mit seinen 27 Jahren also schon einiges an Erfahrung auf dem Buckel.
Dank seines Weltmeistertitels und seiner Aufgaben als Test- und Reservefahrer bei Mercedes blieb er im Gespräch für einen verspäteten Wechsel in die Formel 1. Nach einem herausragenden Auftritt für Williams beim Großen Preis von Italien im vergangenen Monat holte AlphaTauri de Vries als Ersatz für den ab 2023 an Alpine gebundenen Pierre Gasly.
Marko: Seine Mercedes-Erfahrung wird uns helfen
Obwohl er ein Formel-1-Rookie ist und an der Seite von Yuki Tsunoda eingesetzt wird, der bereits zwei volle Saisons auf dem Buckel hat, glaubt Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko, dass de Vries aufgrund seiner großen Erfahrung in verschiedenen Disziplinen von Anfang an der De-facto-Leader des Teams sein wird.
"Natürlich. Yuki ist jung und hat nicht diese Erfahrung und diesen Hintergrund, also sollte [Nyck] das Team führen", sagt Marko. "Wir werden sehen, wie es nächstes Jahr läuft, aber aufgrund seiner Erfahrung und seiner Persönlichkeit sollte er das Team anführen."
Marko räumt ein, dass de Vries' Erfahrung als Fahrer für Mercedes-angetriebene Teams, zu denen neben Mercedes selbst auch Williams und Aston Martin gehören, für AlphaTauri hilfreich sein wird.
"Natürlich wird das Team davon profitieren", fügt er hinzu. "Er ist Reservefahrer für fast alle Mercedes-Teams in der Startaufstellung und er war in verschiedenen Simulatoren, und wir bekommen diese Art von Erfahrung an Bord."
De Vries will Teamleader-Rolle annehmen
Auf die Kommentare von Marko angesprochen, bedankt sich de Vries für das "Kompliment" und sagt, er sei zuversichtlich, dass er die Erwartungen an die Führungsrolle erfüllen könne: "Ich nehme es als Kompliment", antwortet er.
"Ich glaube nicht, dass man unbedingt Formel-1-Erfahrung braucht, um eine Führungspersönlichkeit zu sein, das kommt auf den Charakter, die Persönlichkeit und die Art und Weise an, wie man ist. Auch wenn ich noch keine Saison absolviert habe, weiß ich, was ich vom Auto, dem Paket und den Leuten um mich herum brauche, um gemeinsam etwas zu erreichen. Da bin ich zuversichtlich."
Mit de Vries bald zwei Niederländer im Red-Bull-Team?
Auf de Vries' Chancen, eines Tages bei Red Bull Racing ein niederländisches Duo mit dem zweimaligen Formel-1-Weltmeister Max Verstappen zu bilden, der bei dem Österreicher ein gutes Wort für seinen Landsmann eingelegt hatte, um ihn in die Red Bull-Familie zu holen, hält sich Marko bedeckt. Stattdessen konzentriere man sich lieber auf den De-Vries-Einsatz bei AlphaTauri im Jahr 2023.
"Wie immer geht es bei uns um Leistung", erklärt Marko. "Und wenn die Leute Leistung bringen, dann weiß man, wie es läuft. Aber wir planen nicht für 2028 oder ob Nyck eines Tages bei Red Bull Racing sein wird, es geht nur um Leistung."
Mit Bildmaterial von Motorsport Images.
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