Lewis Hamilton: Warum der Fluss plötzlich wieder da war

geteilte inhalte
kommentare
Lewis Hamilton: Warum der Fluss plötzlich wieder da war
Autor: Norman Fischer
Co-Autor: Adam Cooper
13.05.2018, 20:15

Lewis Hamilton hat das Gefühl zu seinem Auto wiedergefunden und betont, dass sich der Sieg immer noch wie beim ersten Mal anfühlt: Sein Fluss ist wieder da!

Lewis Hamilton, Mercedes-AMG F1
Race winner Lewis Hamilton, Mercedes-AMG F1 W09 crosses the line
Race winner Lewis Hamilton, Mercedes-AMG F1 W09 celebrates in parc ferme
Race winner Lewis Hamilton, Mercedes-AMG F1 celebrates on the podium
Race winner Lewis Hamilton, Mercedes-AMG F1 celebrates on the podium with the champagne
Race winner Lewis Hamilton, Mercedes-AMG F1 and Valtteri Bottas, Mercedes-AMG F1 celebrate with the team
Race winner Lewis Hamilton, Mercedes-AMG F1 celebrates on the podium with the trophy
Race winner Lewis Hamilton, Mercedes-AMG F1 W09 celebrates in parc ferme

Ferrari sollte sich in Acht nehmen, denn Lewis Hamilton ist wieder in seinem Element. Der Brite hat in Barcelona endlich (aus Mercedes-Sicht) wieder einen Sieg eingefahren, bei dem er von Anfang bis ins Ziel dominiert hat und wieder im Fluss war. Bislang war er mit seinem Dienstwagen in dieser Saison nicht eins gewesen, doch in Spanien fühlte sich Hamilton wieder wohl in seinem Fahrzeug.

"In Melbourne fühlte ich mich wohl im Auto, mit der Balance, aber seitdem hatte ich einfach nicht das Vertrauen, um zu attackieren, mich auf das Auto zu verlassen, das Heck dort zu haben, wo ich es wollte", erzählt er nach dem Rennen. Auch gestern sei es trotz der Pole-Position noch nicht gut gewesen. "Es war ein sehr nervöses Auto im Qualifying. Es war besser als in der Vergangenheit, aber trotzdem nicht großartig."

Für das Rennen heute konnte Hamilton sein Auto aber endlich wieder einmal in das richtige Fenster bringen und eine bessere Balance bekommen. "Ich fühlte mich viel wohler", so der Brite. Das habe er dann auch in den Zeiten sehen können. Die anderen konnten ihm im Rennen nicht folgen, zudem konnte der Mercedes-Pilot mehr auf seine Reifen aufpassen.

Am Ende hatte er mehr als 20 Sekunden Vorsprung auf seinen nächsten Verfolger. Seine Crew hatte keinen Zweifel am Sieg des viermaligen Weltmeisters, und auch Hamilton selbst war der Überzeugung, dass heute nichts schiefgehen konnte: "Zu keinem Zeitpunkt habe ich gedacht, dass ich verlieren könnte", sagt er. Trotzdem habe er es im Rennen nicht ruhig angehen lassen. "Ich habe in jeder einzelnen Runde gepusht." Bis zu Kurve 12 in der letzten Runde.

Fotos: Die Formel 1 in Barcelona

"Ich habe es als Test angesehen, um zu verstehen, was ich an der Balance mag, wie ich damit etwas mehr spielen kann, ob ich noch mehr herausquetschen kann", so Hamilton. "Wenn man dann das Debriefing macht, kann man ins Detail gehen, woran sie arbeiten sollen. Es gab ein paar Punkte, die ich herausgestellt habe: Arbeitet daran, macht das besser - und dann werde ich schneller sein!"

"Das Coole am Status eines Weltmeisters ist, dass das Team zuhört, was du sagst", meint er weiter. "Denn du erzählst keinen Stuss. Sie gehen und konzentrieren sich auf diese Bereiche, schauen auf die Daten, versuchen daran zu arbeiten - es ist einfach ein unglaublicher Prozess, den man gemeinsam durchlebt. Dann kommen sie wieder, und es funktioniert! Sie wussten aber natürlich, dass es das tun würde, weil du gesagt hast, dass es funktionieren würde ..."

Für Hamilton sei es einfach "das großartigste Gefühl", nach Barcelona zu kommen, diese Performance an den Tag zu legen und einen so überzeugenden Sieg herauszufahren. "Jeder, der gewinnt, möchte es auf diese Weise tun", lacht er. Denn nicht jeder Sieg fühle sich so großartig an - das kann man auch den Aussagen nach dem Sieg von Baku entnehmen. Doch heute - bei seinem 64. Erfolg - sei es immer noch wie beim ersten Mal.

"Dieses Gefühl bei einem Sieg noch zu haben, diese innere Freude und das Gefühl, dass ich heute wie ein Baby schlafen werde, weil ich weiß, dass ich meine Arbeit an diesem Wochenende maximal erfüllt habe und nichts liegengelassen habe ... Es gibt kein besseres Gefühl!"

Nächster Formel 1 Artikel