Interview
Formel 1
McLaren und Honda: 2017 wieder nur heiße Luft oder endlich der Durchbruch?
McLaren-Renndirektor Eric Boullier geht davon aus, dass sein Team im kommenden Jahr „sehr nah“ an Mercedes dran sein wird. Motorenpartner Honda plant für die kommende Saison eine umfangreiche Überarbeitung des Motors.

Petra Wiesmayer
Bearbeitet: 28.06.2016, 09:56
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„Wir haben unsere Erwartungen heruntergeschraubt – und wenn ich sage herunter, dann meine ich im Vergleich mit der Vergangenheit, denn wir wollen gewinnen“, erklärte McLaren-Teamchef Eric Boullier bezüglich der vollmundigen Versprechen von großen Erfolgen mit Honda. „Ron [Dennis] und ich sind Racer, also sind wir nicht gerne Zehnter. Ganz und gar nicht.“
Bisher war das erwartete glorreiche Comeback des einstigen Erfolgsduos McLaren-Honda nämlich eher ein Schlag ins Wasser. Am Ende der Saison 2015 standen für McLaren gerade mal 27 WM-Pünktchen und der vorletzte Platz in der Konstrukteurswertung zu Buche. Nur Marussia war noch schlechter.
Nach einem Misserfolg nach dem anderen blieben am Ende nur die Versprechen aus der Zeit übrig, bevor das erste Rennen 2015 gestartet war, dass man „bald“ wieder um Siege und den Titel mitfahren werde.
In diesem Jahr läuft es schon etwas besser und 2017, im dritten Jahr der Jahr der Zusammenarbeit von McLaren und Honda soll der Aufwärtstrend der aktuellen Saison nicht nur fortgesetzt werden, sondern die Arbeit auch endlich wieder mit Platzierungen auf dem Podium belohnt werden.
Erneut nur Pfeifen im Wald, oder kann das britisch-japanische Gespann seine Versprechen endlich halten?
Bildergalerie: McLaren in der Formel 1
Auf die Frage, ob sein Team auf Augenhöhe mit Mercedes sein wird, blieb Boullier aber vorsichtig. „Ich glaube, dass wir näher herankommen. Ich weiß nicht, ob wir genauso gut sein werden, aber wir werden sehr nah dran sein.“
Honda habe bisher zwar klar nicht das abgeliefert, was man erwartet hatte, gab Boullier zu, andererseits sähe es nach außen hin aber schlimmer aus, als es tatsächlich sei.
„Mercedes hat vier Jahre gebraucht, einen Motor zu bauen, bevor sie auf die Strecke gegangen sind und keiner weiß, was sie vorher gemacht haben. Sie sind aufgetaucht und haben einen guten Job gemacht.“
„Für uns sind es erst drei Jahre, aber zwei davon unter den Augen der Öffentlichkeit“, betonte der Franzose. „Also sagen alle ,was macht ihr denn?‘ Wir machen aber nur das Gleiche, gehen den gleichen Weg. Das dauert.“
Das Gespräch führte Jacobo Vega
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