Niki Lauda: „Rosberg momentan stärker als Hamilton“

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Niki Lauda: „Rosberg momentan stärker als Hamilton“
Andrew van Leeuwen
Autor: Andrew van Leeuwen
17.11.2015, 10:07

Bei Mercedes steht Nico Rosberg nach seinen Siegen in Mexiko und Brasilien hoch im Kurs. Niki Lauda lobt den Deutschen, er sei zur Zeit besser als Lewis Hamilton, Toto Wolff meint, er zeige jetzt klar seine Klasse.

Nico Rosberg, Mercedes AMG F1 W06
Nico Rosberg, Mercedes AMG F1, in der FIA-Pressekonferenz
Niki Lauda, Mercedes
Nico Rosberg, Mercedes AMG F1, vor Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1
Start: Nico Rosberg, Mercedes AMG F1, undLewis Hamilton, Mercedes AMG F1, in Führung
Podium: 1. Nico Rosberg, Mercedes AMG F1; 2. Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1; 3. Sebastian Vettel, F
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, und Nico Rosberg, Mercedes AMG F1, in der FIA-Pressekonferenz
Nico Rosberg, Mercedes AMG F1 W06, vor Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W06
1. Nico Rosberg, Mercedes AMG F1, feiert auf dem Podium

In Interlagos stand Nico Rosberg zum fünften Mal in Folge auf der Pole-Position, zum zweiten Mal in Folge konnte er diesen Startplatz auch in einen Sieg ummünzen. Plötzlich scheint bei dem 30-Jährigen der Knoten geplatzt zu sein, allerdings erst, nachdem sein Teamkollege Lewis Hamilton zum zweiten Mal hintereinander Weltmeister geworden ist.

„Diese Dinge passieren bei Fahrern. Manchmal kämpfst du gegen dich selbst, dann hast du plötzlich den Kopf frei und es klappt alles. Er ist nämlich genauso schnell wie Lewis,“ sagte Lauda nach dem Grand Prix von Brasilien.

„Hamilton kämpft aber auch immer noch weiter. Das kann man in jeder Runde sehen. Momentan ist Nico aber besser.“

Während Rosberg selbst keine Erklärung für das plötzliche Formhoch hat, „keine Ahnung, aber ich will, dass es so weitergeht,“ glaubt sein Chef, Toto Wolff, den Grund gefunden zu haben: der verlorene Kampf gegen Hamilton in der ersten Kurve in Austin.

„Vielleicht ist das der Grund, das ist meine Vermutung. Vielleicht hat er einen anderen, offensiveren Ansatz. Ich weiß es auch nicht,“ so Wolff.

„Im Grunde war es aber Rosbergs reine Pace, die das Rennen entschieden hat, sowohl in Austin als auch in Mexiko und Brasilien. Und am Ende entscheidet die Stoppuhr. Wenn du da draußen der Schnellere bist, stehst du auf der Pole und gewinnst das Rennen.“

Mit Wut im Bauch

In erst Linie habe Rosberg aber gelernt, sich von Hamilton nicht unterbuttern zu lassen, glaubt der Österreicher. „Ich glaube, er ist mit Wut im Bauch gefahren. Ich weiß nicht, ob es stimmt, ich könnte mich auch täuschen.“

„Nico ist als Rennfahrer noch immer in einer Entwicklungsphase und all diese Vorfälle in Kurve 1 waren recht ähnlich. Es kommt darauf an, wo du dich positionierst. Wenn du außen bist, musst du nachgeben, das zeigt sich immer wieder.“

Eine Klasse für sich

Eine Erklärung dafür, wieso Hamilton in den letzten beiden Rennen nicht zurückschlagen konnte, hat Wolff nicht.

„Man könnte sagen, dass Lewis schon alles gewonnen und sein Ziel erreicht hat. Vielleicht ist das Adrenalin nicht mehr so hoch wie zuvor und Nico fährt ohne Druck. Ich glaube, dass sie das selbst nicht wissen.“

„Über den Winter werden beide darüber nachdenken. Wichtig ist aber, dass man Rosbergs Klasse nun sehen kann. Wir haben immer gesagt, dass Nicos Klasse und Performance wichtig ist, damit Lewis seine Leistung bringt.“

„Mexiko und Brasilien waren gute Beispiele für diese Klasse.“

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