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Williams: Weniger Aerodynamik-Tests kein großes Problem

Williams hat durch seinen Aufstieg in der WM 2022 weniger Entwicklungszeit als Haas und Alfa Romeo zur Verfügung, doch das akzeptiert man laut Dave Robson gerne

Norman Fischer Alex Kalinauckas

Bearbeitet: 03.01.2022, 18:14

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Williams konnte sich im abgelaufenen Formel-1-Jahr 2021 gleich um zwei Positionen in der Konstrukteursmeisterschaft verbessern und sich an Haas und Alfa Romeo vorbeischieben. Das bringt für das Team aber auch ein paar zusätzliche Einschränkungen mit sich: Denn dadurch hat der Rennstall 2022 weniger Aerodynamikentwicklung als die beiden Konkurrenten zur Verfügung.

Die Formel 1 hatte zur vergangenen Saison ein neues Handicap-System eingeführt, um schwächeren Teams die Möglichkeit zu geben, wieder auf seine Konkurrenz aufzuholen. Je nach Platzierung in der Konstrukteurs-WM stehen einem Team mehr oder weniger Tests zur Verfügung.

Williams durfte als schwächstes Team der Saison 2020 mehr Aerodynamik-Entwicklung mit Windkanal und CFD vornehmen als alle anderen Teams. Das hat sich mit dem achten Platz 2021 geändert.

In Zahlen ausgedrückt: Williams durfte 112,5 Prozent der festgelegen Referenz (100 Prozent bzw 40 Runs waren auf den WM-Fünften festgelegt) nutzen, was 45 Windkanal-Runs entspricht.

Für 2022 haben sich die Werte abgesehen von den beiden letzten Teams noch einmal verringert. Haas darf als Letzter nun sogar 115 Prozent nutzen, Alfa Romeo 110. Williams bekommt nun noch 105 Prozent, wobei die Referenz von 100 Prozent auf den Siebtplatzierten gewechselt ist.

"Natürlich hätte man gerne so viel Windkanal- und CFD-Zeit wie möglich", sagt Williams' Leiter für Fahrzeug-Performance, Dave Robson. "Aber das bedeutet einfach, dass du jetzt etwas smarter sein musste, wie du deine Zeit nutzt. Du musst effizienter Teile aussuchen, die du testen möchtest, und auch etwas smarter sein."

Das mag laut Robson zwar kurzfristig ein paar Kopfschmerzen verursachen, langfristig aber gut für den Sport sein. Denn dadurch gehe es wieder mehr um Effizienz und Design als darum, wer am meisten Ressourcen hat.

"Das müssen wir akzeptieren, und wir werden dadurch auch besser werden", kündigt er an. "Kurzfristig bringt das ein paar Schmerzen, aber es wird uns am Ende besser machen, glaube ich."

Zudem kann man es aus Williams' Sicht auch von der anderen Seite aus sehen. Zwar hat man bis zum nächsten Stichtag am 30. Juni weniger Entwicklungszeit als Alfa Romeo und Haas, dafür aber auch mehr Entwicklungszeit als alle anderen Teams.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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