Zak Brown: "Liberty Media ist der Käufer, den die Formel 1 gebraucht hat"

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Zak Brown:
Charles Bradley
Autor: Charles Bradley
Übersetzung: Petra Wiesmayer
09.09.2016, 09:36

Sponsoring- und Marketing-Guru Zak Brown glaubt, dass der Wunsch der künftigen Besitzer der Formel 1, den Sport zu verbessern und nicht nur Profit herauszuschlagen, eine gute Nachricht für die Fans ist.

Bernie Ecclestone und Zak Brown, Just Marketing International
Zak Brown, Just Marketing International, und Günther Steiner, Haas F1 Team
Marcus Ericsson, Sauber C35
Romain Grosjean, Haas F1 Team VF-16; Pascal Wehrlein, Manor Racing MRT05
Max Verstappen, Red Bull Racing RB12
Podium: 2. Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1; Sieger Nico Rosberg, Mercedes AMG F1; 3. Sebastian Vette
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 bei der Fahrerparade
Max Verstappen, Red Bull Racing RB12
Felipe Massa, Williams FW38 Mercedes; Fernando Alonso, McLaren MP4-31 Honda; Nico Hülkenberg, Force

"Liberty Media ist einer der besten strategischen Käufer, die man haben kann", sagte Zak Brown, der Geschäftsführer von CSM Sports & Entertainment und Gründer von Just Marketing International.

"Das bedeutet, dass sie einen sehr langfristigen Blick auf den Sport haben, im Gegensatz zu einer außerbörslichen Gruppe wie CVC, die taten, was sie tun mussten, nämlich den Besitz zehn Jahre lang zu verwalten und für sich und ihre Anteilseigner eine fantastische Rendite zu erwirtschaften."

"Ein strategischer Käufer könnte sich mehr auf strategisches Wachstum konzentrieren und schließlich auch auf die Fans. So lange es viele glückliche Fans gibt, junge Fans, mehr Fans, solange funktioniert alles. Die Teams sind glücklich, ebenso wie die Sponsoren und Fernsehanstalten."

"Ich glaube, dass wir einen großen Fokus auf die Fangemeinde sehen werden, der die Balance des Sports dann sehr ausgeglichen machen wird. Je gesünder der Sport, desto gesünder die Teams."

"Wenn der Sport besser ist, ist es einfacher Sponsoren zu finden und dann sind mehr Sponsoren gewillt zu bezahlen. Das wird für alle gut sein."

Hilfe für die kleinen Teams

Ein Punkt, den Brown in der vergangenen Jahren heftig kritisiert hat, ist die Art, wie die kleinen Teams im Vergleich zu den großen Teams behandelt wurden, wenn es um die Finanzen ging.

"Es gibt Verträge mit den Teams bis 2020, aber es besteht kein Zweifel, dass das Ökosystem der Formel 1, auch über die Teams hinaus, nicht so ausbalanciert ist, wie es sein sollte", sagte Brown. "Ich glaube, dass das Ökosystem in jedem Geschäft gesund sein muss, um wirklich zukunftsfähig zu sein."

"Ich denke, dass es für 2021 neue Vereinbarungen geben wird und, dass Liberty darüber nachdenken wird, was am gesündesten für den Sport ist. Wir stimmen alle darin überein, dass gesunde Teams besser sind als welche, die in Schulden stecken."

"Ich schlage kein Franchise vor, wenn man sich aber die meisten Sportteams der Welt anschaut, die in einem Franchise sind, wie die LA Clippers, die 2014 für zwei Milliarden Dollar [ca. 1,8 Milliarden Euro] verkauft wurden, steigt deren Wert an."

"Das Ende des Starterfelds der Formel 1 ist im Wert nicht gestiegen. Und darum muss man sich kümmern. Und ich glaube, das werden sie – wie sie das tun, wird nur die Zeit zeigen."

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Rennserie Formel 1
Fahrer Zak Brown
Urheber Charles Bradley
Artikelsorte News