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Weltmeisterliches Finale: Porsche-Piloten kämpfen in Le Mans um den Titel

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Weltmeisterliches Finale: Porsche-Piloten kämpfen in Le Mans um den Titel
07.06.2019, 17:00

Estre/Christensen oder Bruni/Lietz werden bei den 24 Stunden von Le Mans den GT-Fahrertitel der WEC 2018/19 einfahren - Insgesamt zehn Porsche 911 RSR am Start

Die 24 Stunden von Le Mans am 15./16. Juni bilden den Saisonabschluss der Supersaison 2018/19 der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Nachdem Porsche den Herstellertitel in der GT-Kategorie bereits bei den 6 Stunden von Spa sicherstellen konnte, steht in Frankreich das Duell der Piloten um den Gewinn der Fahrerweltmeisterschaft im Fokus.

Kevin Estre und Michael Christensen im Porsche 911 RSR mit der Startnummer 92 oder Gianmaria Bruni und Richard Lietz im Schwesterauto mit der Startnummer 91 werden sich im 24-Stunden-Rennen den WM-Titel der Fahrer in der GT-Kategorie sichern. Insgesamt tritt Le-Mans-Vorjahressieger Porsche wie schon 2018 mit vier Werksautos in der GTE-Pro-Klasse an.

In der GTE-Am-Klasse bringen drei Kundenteams sechs weitere 911 RSR nach Le Mans. Somit sind insgesamt zehn dieser Fahrzeuge auf dem legendären Circuit des 24 Heures am Start.

Die Porsche-Stimmen vor dem Rennen

Gianmaria Bruni (Porsche 911 RSR #91): "Im vergangenen Jahr hat Porsche einen Doppelsieg gefeiert. So etwas ist ein Traum, der sich in Le Mans nur schwer wiederholen lässt. Wir im 911 RSR mit der Startnummer 91 haben noch theoretische Chancen auf den Fahrertitel. Wir werden alles versuchen, aber gleichzeitig auch niemals den Erfolg des gesamten Teams in Gefahr bringen. Wir wollen das Rennen genießen und schauen dann am Ende, wo wir in der Fahrer-WM stehen. Sicher ist, dass Porsche-Piloten den Titel holen werden. Das zählt."

Frederic Makowiecki, Gianmaria Bruni, Richard Lietz

Gianmaria Bruni und Richard Lietz können ihre Teamkollegen in der WM noch abfangen

Foto: Marc Fleury

Richard Lietz (Porsche 911 RSR #91): "Die Supersaison ist für Porsche super gelaufen - völlig unabhängig vom Resultat im Finale von Le Mans. Der Herstellertitel ist sicher, zwei Porsche-Crews machen die Fahrer-WM unter sich aus. Haben wir deswegen keine weiteren Ziele mehr? Im Gegenteil: Die 24 Stunden von Le Mans haben derart viel Prestige. Das Rennen will man einfach gewinnen."

Frederic Makowiecki (Porsche 911 RSR #91): "Le Mans ist das Highlight eines jeden Rennjahres. Das ist für alle Fahrer so, für mich als Franzosen aber noch mehr. Porsche tritt als Weltmeister an, somit haben wir etwas weniger Druck als sonst. Seit ich Rennen fahre versuche ich, die 24 Stunden von Le Mans endlich mal zu gewinnen. Ich glaube, dass die Voraussetzungen in diesem Jahr besonders gut sind, denn alle sind bester Stimmung und verhältnismäßig entspannt. So etwas wirkt sich im Wettbewerb oft positiv aus."

Kevin Estre (Porsche 911 RSR #92): "Ich bin ein wenig hin- und hergerissen. Auf der einen Seite wollen Michael und ich den Fahrertitel holen. Dafür müssen wir solide Punkte einfahren. Wir müssen nicht alles riskieren. Auf der anderen Seite ist Le Mans ein Rennen, das man unbedingt gewinnen will. Wie schön es ist, am Ende als Sieger auf dem Podest zu stehen, haben wir 2018 erleben dürfen. Davon kann man definitiv nie genug bekommen. Fahren wir also strategisch auf Titelgewinn oder mit viel Risiko auf Sieg? Noch wollen wir uns da nicht festlegen."

Michael Christensen (Porsche 911 RSR #92): "Meine Vorfreude ist riesig. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, als Vorjahressieger an den Schauplatz eines solchen Erfolges zurückzukehren. Wer einmal diese riesige Herausforderung bewältigt und ganz oben auf dem Podium gestanden hat, der will das immer wieder erleben. So ganz nebenbei würde uns ein erneuter Sieg den WM-Titel der Fahrer bescheren. Damit würde ein weiterer Traum in Erfüllung gehen."

Laurens Vanthoor (Porsche 911 RSR #92): "Porsche betreibt für den Start mit vier Werksautos in Le Mans einen enormen Aufwand. Die Vorbereitung ist umfangreich, der Einsatz von allen Seiten sehr intensiv. Solch ein Engagement hat Erfolg verdient. Im vergangenen Jahr hat es Le Mans sehr gut mit uns gemeint. Ich hoffe, dass es in diesem Jahr ähnlich sein wird. Nebenbei möchte ich meinen Kollegen im Auto mit der Startnummer 92 dabei helfen, die Fahrer-WM-Krone zu gewinnen."

Dennis Olsen, Earl Bamber, Nick Tandy, Patrick Pilet, Sven Müller

Neben den Autos der Titelanwärter setzt Porsche in der GTE-Pro zwei weitere ein

Foto: LAT

Earl Bamber (Porsche 911 RSR #93): "Le Mans ist das größte Rennen für uns. Porsche befindet sich seit einigen Wochen - nicht zuletzt durch unsere Siege in den USA - auf einem absoluten Höhenflug. Nun kommen wir mit vier Autos in tollen Designs nach Le Mans. Schon beim Vortest waren die Fans begeistert."

Patrick Pilet (Porsche 911 RSR #93): "Ich bin schon oft in Le Mans gefahren und kenne die Eigenheiten der Strecke und des gesamten Events sehr gut. Auch in diesem Jahr erwarte ich einen sehr intensiven Wettbewerb der 17 Autos von sechs verschiedenen Herstellern in der GTE-Pro-Klasse. Porsche hat 2018 in Le Mans gewonnen. Wir wissen also, wie es geht. Diesen Erfolg wollen wir wiederholen."

Nick Tandy (Porsche 911 RSR #93): "Für uns Fahrer macht es keinen Unterschied, ob es der erste Start ist oder man schon viele Male in Le Mans gefahren ist. Das Rennen ist immer etwas ganz Besonderes. Wir sind mit unseren Porsche 911 RSR aus der IMSA eigentlich Gaststarter, denn wir können keine Punkte in der WEC holen. Wir betrachten es demnach als Einzelevent, das wir nach unseren Erfolgen in diesem Jahr in Nordamerika unbedingt siegreich bestreiten möchten."

Sven Müller (Porsche 911 RSR #94): "Ein Jahr des Wartens ist endlich vorbei. Es geht wieder in das größte Autorennen der Welt - das absolute Highlight einer jeden Saison. Ich finde es großartig, dass wir als eine der jüngsten Fahrercrews zusammen antreten dürfen. Wir im 911 RSR mit der Startnummer 94 sind die Küken im Werksteam, aber Alter ist nur eine Zahl. Wir alle haben viel Erfahrung im Rennsport und dürfen uns Einiges ausrechnen. Das Werksteam aus den USA hat sich im vergangenen Jahr schnell auf die Besonderheiten in Le Mans eingestellt. Es kann losgehen."

Mathieu Jaminet (Porsche 911 RSR #94): "Als Franzose war es schon immer mein ganz großes Ziel, einmal an den 24 Stunden von Le Mans teilzunehmen. Endlich geht dieser Traum in Erfüllung. Wir sind innerhalb des Porsche-GT-Teams sicherlich die Underdogs, weil wir die geringste Erfahrung mitbringen. Nichtsdestotrotz sind die Erwartungen hoch. Wir werden ein tolles Auto zur Verfügung haben. Wenn wir konzentriert, sauber und konsequent arbeiten, ist für uns alles möglich. Ich möchte es rundherum genießen."

Dennis Olsen (Porsche 911 RSR #94): "Ich komme als Rookie nach Le Mans, gleichzeitig auch als einer der wenigen Norweger, die jemals dort gefahren sind. Hinzu kommt, dass ich erstmals im Porsche 911 RSR des Werksteams fahre. Der Start bei diesem Klassiker ist etwas ganz Besonderes für mich. Im Simulator habe ich mich auf Le Mans vorbereitet. Dort habe ich nicht nur die außergewöhnliche Strecke gut kennengelernt, sondern auch sehr viel über effizientes Fahren und das Schonen der Reifen erfahren. Das war spannend und sehr hilfreich."

Egidio Perfetti, Jörg Bergmeister, Patrick Lindsay

In der GTE-Am treten sechs Porsche an, darunter das Art-Car von Project 1

Foto: Project 1

Jörg Bergmeister (Porsche 911 RSR #56): "In Le Mans kann man Erfolg nicht planen. Es ist immer schon eine große Leistung, das Auto nach 24 Stunden überhaupt ins Ziel zu bringen. Unser Fokus liegt darauf, mit dem wunderschönen Art-Car das Rennen zu beenden. Wenn uns dies gelingt und wir eine solide Position behaupten, dann stehen unsere Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft gut. Genau darum geht es uns."

Matt Campbell (Porsche 911 RSR #77): "Im vergangenen Jahr haben wir die GTE-Am-Klasse in Le Mans gewonnen. Das war ein riesiger Erfolg, den wir gern wiederholen würden. In Le Mans spielen über 24 Stunden aber enorm viele Faktoren eine Rolle, die man teilweise nicht selbst beeinflussen kann. Wir werden ein schnelles Auto haben und versuchen, auch in diesem Jahr das Maximale aus unseren Möglichkeiten herauszuholen."

Louis Prette (Porsche 911 RSR #78): "Wir drei Fahrer mit der Startnummer 78 sind allesamt Rookies in Le Mans. Wir werden unser erstes Rennen an diesem historischen Schauplatz genießen. Beim Vortest haben wir den 911 RSR kennengelernt. Das Auto ist einfach eine Wucht. Unsere Erwartungen für das Rennen sind aufgrund der mangelnden Erfahrung nicht allzu hoch, aber Le Mans ist immer für eine Überraschung gut. Wenn wir sauber durchfahren, gelingt uns vielleicht eine solche."

Thomas Preining (Porsche 911 RSR #86): "Ich kann es kaum erwarten, erstmals bei den 24 Stunden von Le Mans zu starten. Die Vorfreude ist nach meinen Runden im Rahmen des Vortests noch erheblich angestiegen. Die Strecke ist einzigartig und bietet alles, was Fahrer sich wünschen. Die schnellen Passagen - vor allem die legendären Porsche-Kurven - machen mit unserem gut ausbalancierten Auto extrem viel Spaß. Ich rechne mir für das Rennen gute Chancen aus."

Matteo Cairoli (Porsche 911 RSR #88): "Ich stehe vor meinem dritten Start bei den 24 Stunden von Le Mans. Es gibt einfach kein vergleichbares Rennen auf der ganzen Welt. Ich habe in diesem Jahr einen extrem vollen Rennkalender, bin ständig unterwegs und im Einsatz. Aber wenn man auf einen Event niemals verzichten wollte, dann ist es der Klassiker in Le Mans. 24 Stunden Vollgas auf dieser ganz besonderen Strecke -etwas Schöneres kann ich mir nicht vorstellen."

Patrick Long (Porsche 911 RSR #99): "Es wird mein 16. Start in Le Mans in Folge. Eine solche Serie hat vor mir noch kein US-Amerikaner geschafft. Darauf bin ich enorm stolz. Ich persönlich habe eine besondere Beziehung zu Le Mans, denn ich habe 1999 als junger Fahrer dort gewohnt und viel über den Motorsport gelernt. In diesem Jahr teile ich mir erstmals mit Tracy Krohn und Niclas Jönsson ein Auto. Gegen die beiden habe ich schon zahlreiche Rennen bestritten. Nun bilden wir endlich mal ein Team. Das wird sehr interessant."

Fritz Enzinger (Porsche-Motorsportchef): "Den Herstellertitel haben wir bereits sicher, zudem wird eines unserer Pilotenduos aus der WEC die Fahrermeisterschaft gewinnen. Viel besser könnte die Situation vor dem Saisonfinale gar nicht sein. Dennoch haben wir hohe Ziele. Wir möchten die 24 Stunden von Le Mans erneut gewinnen. In der aktuellen Ära der Sportwagen-Weltmeisterschaft ist es bislang noch keinem Hersteller in der hart umkämpften GTE-Pro-Klasse gelungen, zweimal in Folge beim Klassiker in Frankreich zu siegen. Porsche soll der erste sein, dem dies gelingt. Vielleicht bringt uns ja Porsche-Legende Hurley Haywood, der in diesem Jahr das Ehrenamt des Grand-Marshals ausübt, eine Extraportion Glück."

Pascal Zurlinden (Projektleiter Porsche-GT-Programm): "In der WEC haben wir eine beispiellos erfolgreiche Saison erlebt. Auch unser amerikanisches Porsche-GT-Team ist nach drei Siegen in Folge auf einem absoluten Höhepunkt. Alle Fahrer, beide Einsatzmannschaften und alle Verantwortlichen gehen dementsprechend selbstsicher und motiviert in das größte Rennen des Jahres. Besser kann es vor einer solchen Herausforderung kaum sein."

Mit Bildmaterial von LAT.

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