Aero-Verkleidungen 2018: Technikdirektor erklärt die Regeln

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Aero-Verkleidungen 2018: Technikdirektor erklärt die Regeln
Sebastian Fränzschky
Autor: Sebastian Fränzschky
08.03.2018, 10:27

Das MotoGP-Regelwerk wurde für die Saison 2018 leicht überarbeitet: MotoGP-Technikdirektor Danny Aldridge gibt Auskunft über die Details.

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing fairing
Dani Pedrosa, Repsol Honda Team fairing
Jorge Lorenzo, Ducati Team fairing
Alex Rins, Team Suzuki MotoGP wing fairing
Johann Zarco, Monster Yamaha Tech 3 fairing
Alvaro Bautista, Angel Nieto Team fairing
Fairing detail on the bike of Alex Rins, Team Suzuki MotoGP
Jack Miller, Pramac Racing fairing
Yamaha Factory Racing M1 fairing

Die Hersteller in der MotoGP schenken dem Thema Aerodynamik auch in der neuen Saison sehr viel Aufmerksamkeit. Bei den Wintertests sah man viele verschiedene Verkleidungen, die das Vorderrad auf den Boden pressen und die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten verbessern sollen. Offiziell sind Winglets seit 2017 verboten. Die Hersteller kompensierten das Verbot aber mit futuristischen Aero-Verkleidungen, die stark an die bis Ende 2016 verwendeten Winglets erinnern.

Im Vorjahr mussten sich die Teams daran gewöhnen, dass sie ihre Verkleidungen nicht von Rennen zu Rennen modifizieren können. Nur zwei verschiedene Versionen waren erlaubt. Die eingesetzten Verkleidungen mussten vor ihrer Verwendung abgenommen werden. MotoGP-Technikdirektor Danny Aldridge entschied darüber, ob die Verkleidungen dem Regelwerk entsprechen oder nicht. Aldridge betreut dieses Amt auch 2018.

"Im vergangenen Jahr konnten die Teams beim Saisonstart mit der 2016er-Verkleidung und mit einer neuen Verkleidung für 2017 fahren. Im Laufe der Saison durften die Hersteller ein Upgrade homologieren lassen. Sobald sie die Upgrade-Verkleidung verwendeten, mussten sie aber auf eine der beiden bisher verwendeten Versionen verzichten. Sie konnten die 2016er-Verkleidung aus dem Sortiment nehmen oder die 2017er-Version vom Saisonauftakt", erklärt Aldridge gegenüber 'MotoGP.com'.

"Für 2018 haben wir die Regeln minimal modifiziert. Die Teams starten mit einer Verkleidungs-Version in die Saison – der 2018er-Verkleidung. Diese Verkleidung wird hier beim ersten Rennen abgenommen. Sie können diese Verkleidung über die gesamte Saison verwenden", bemerkt Aldridge. "Zudem ist ein weiteres Upgrade erlaubt, das präsentiert werden darf, wann immer die Teams das möchten."

"Sobald die Hersteller das Upgrade präsentiert haben, können sie auf diese beiden Verkleidungen zurückgreifen. Das war es dann", hält der MotoGP-Technikdirektor fest und fügt hinzu: "Solange das Update innerhalb der Regeln ist, darf es sich komplett von der ersten Version unterscheiden. Es dürfen keine Elemente, die als Winglets eingestuft werden, verwendet werden. Zudem darf die Verkleidung nicht die Sicherheit gefährden. Ich muss die Verkleidung abnehmen. Danach darf sie verwendet werden."

Ducatis Aero-Verkleidung erlaubt, einzelne Elemente herauszunehmen, um die Wirkung an die jeweilige Strecke anzupassen. Entspricht diese Vorgehensweise dem Reglement? "Es ist erlaubt, Material zu entfernen. Auf Phillip Island zum Beispiel machen die Teams Löcher in die Verkleidung, um bei windigen Bedingungen den Druck zu reduzieren. Das ist gestattet", erklärt Aldridge.

"Viele der aktuellen Verkleidungen bestehen aus mehreren Teilen. Bestimmte Anbauten werden auf einigen Strecken nicht nötig sein. Sie können diese Teile abbauen. Das grundlegende Design darf aber nicht verändert werden", betont der MotoGP-Technikdirektor.

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Rennserie MotoGP
Urheber Sebastian Fränzschky
Artikelsorte News