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Greens bester Auftakt seit 2017: "Hätte gewinnen können"

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Greens bester Auftakt seit 2017: "Hätte gewinnen können"
Autor:
Co-Autor: Sven Haidinger
02.08.2020, 17:13

Rosberg-Audi-Pilot Jamie Green will nach zwei starken Rennen in Spa weiter angreifen - Längerer DTM-Verbleib trotz Audi-Rückzugs Ende 2020?

Auf dem Papier ist Jamie Green ganz klar die Nummer 2 im Audi-Team Rosberg. Doch am Auftaktwochenende der DTM-Saison 2020 fuhr der mittlerweile 38-Jährige in beiden Rennen in die Top 4. Dies ist abgesehen von Green nur Nico Müller (Abt-Audi) gelungen. Greens Teamkollege Rene Rast - dank zweier Titel aus drei Jahren die erklärte Nummer 1 im Rosberg-Team - tat sich vor allem im Samstagsrennen schwer.

Green kämpfte sich in Rennen 1 am Samstag mit einer beherzten Fahrt vom elften Startplatz durch das Feld und wurde Zweiter hinter Sieger Müller. In Rennen 2 am Sonntag fuhr der erfahrene Brite vom achten Startplatz auf den vierten Platz und verpasste das Podium um weniger als eine Sekunde. In der DTM-Gesamtwertung 2020 liegt Green nach dem Auftaktwochenende an dritter Stelle.

Fotos: Jamie Green beim DTM-Auftakt 2020 in Spa

"Mein Start war heute gar nicht mal so gut", bekennt Green nach dem Sonntagsrennen. "Ich habe direkt eine Position verloren und war somit in der ersten Runde nur Neunter. Dass ich trotzdem noch Vierter geworden bin, zeigt, dass es wieder ein ganz ordentliches Rennen mit vielen Überholmanövern war." Im ersten Stint musste der Audi-Fahrer "vier BMW überholen, was nicht einfach war", wie er sagt.

"Mit einem sauberen Qualifying hätte ich aus der zweiten Reihe starten können", ärgert sich Green darüber, dass ihm bei der Zeitenjagd am Sonntagvormittag aufgrund von Überschreitung der Track-Limits eine Rundenzeit gestrichen wurde. "Wenn ich vom vierten Platz hätte losfahren können, dann hätte ich gewinnen können. Das Tempo dafür hatte ich", ist der Teamkollege von Sonntagssieger Rast überzeugt.

Erfahrung zahlt sich aus

Seine Fahrt durch das Feld im ersten Rennen hatte Green am Samstag gegenüber 'ran' so kommentiert: "P11 im Qualifying war natürlich nicht so schön. Aber mein Rennen war ganz stark. Mein Auto war sehr gut und ich habe viele Überholmanöver gemacht. Das war ein Spaß. Vom elften auf den zweiten Platz nach vorne zu fahren, war natürlich geil."

Die Plätze zwei und vier bedeuten für Green den besten Auftakt in eine DTM-Saison seit 2017. Damals war der Brite in Hockenheim mit einem Sieg und einem zweiten Platz in die Saison gestartet. "Ich weiß aus Erfahrung, dass es immer gut, wenn man früh in der Saison gut punktet. Natürlich stehen noch viele Rennen an, aber die Saison mit einem zweiten und einem vierten Platz begonnen zu haben, ist auf jeden Fall gut", meint der Routinier.

Jamie Green

Als einziger aktueller DTM-Fahrer war Green schon 2005 in Spa dabei

Foto: ITR

Dass Green ausgerechnet in Spa so stark in die neue Saison gestartet ist, liegt nicht zuletzt auch daran, dass er der einzige Fahrer im aktuellen Feld ist, der schon beim Spa-Debüt der DTM im Jahr 2005 dabei gewesen war. Als Rookie fuhr er damals für Persson-Mercedes und schloss die Gesamtwertung am Jahresende auf Anhieb als starker Sechster ab.

Greens Plan für Lausitz-Doppel: Bessere Qualifyings

Die nächste Station im DTM-Kalender 2020 ist der Lausitzring. Dort wird sowohl am 15./16. August als auch am 22./23. August gefahren. Was nimmt sich Green für die beiden Lausitz-Wochenenden vor?

"Ich muss mich einfach weiter vorne im Feld qualifizieren. Wenn mir das beim nächsten Mal gelingt, dann kann ich wohl um den Sieg mitfahren", ist der Rosberg-Pilot überzeugt und will sich nicht damit abfinden, dass er bei Audi schon ein bisschen zum Auslaufmodell degradiert wurde.

Jamie Green

Mit seinem Rosberg-Audi ist Green nach Spa starker Dritter der Gesamtwertung

Foto: Audi

Fakt ist, dass Green als einziger Audi-Fahrer zwischen dem Saisonfinale 2019 in Hockenheim und dem ITR-Test auf dem Nürburgring als Vorbereitung auf die Saison 2020 nicht im Auto saß. Beim Dream-Race im November 2019 in Fuji fuhr Loic Duval anstelle von Green. Bei den Herstellertests in Winter beschränkte sich Audi auf Rast, Müller und Mike Rockenfeller.

2020 als letzte Titelchance? "Zumindest mit Audi", sagt Green

Für Audi wird die Saison 2020 nach aktuellem Stand der Dinge die letzte in der DTM sein. Macht diese Perspektive für Green, der seit 2005 in der DTM aktiv ist, bislang aber nie den Titel errungen hat, einen Unterschied?

"Es ändert vielleicht ein bisschen was, aber letzten Endes ist es doch das Gleiche. Man muss es zusammenbekommen und fokussiert bleiben. Deshalb werde ich alles genauso angehen, wie ich es immer getan habe - eine Session nach der anderen angehen", sagt der Routinier.

"Im Inneren ist man sich natürlich bewusst, dass es die letzte Chance sein könnte, einen DTM-Titel zu holen", gibt Green zu, schiebt aber sofort hinterher: "Zumindest die letzte Chance mit Audi. Das drückt mir ein wenig auf die Seele. So ist das aber nun mal im Leben. Die Dinge ändern sich und man muss sich daran anpassen."

Das klingt nicht nach einem, der vorhat, im Alter von 38 Jahren seine letzte DTM-Saison zu bestreiten. Im Gegenteil: "Ich hatte schon 2005 von Beginn an das Ziel, Meister zu werden. Ich war damals auch schon schnell genug und habe Pole-Postions und Podestplätze eingefahren. Jetzt habe ich natürlich schon hunderte Rennen und einige Siege vorzuweisen. Ich bin vielleicht ein anderer Mensch, aber tief im Inneren bin ich noch derselbe Jamie."

Jamie Green

Wird 2020 Greens letzte DTM-Saison bleiben oder nur die letzte mit Audi?

Foto: Audi AG

Mit Bildmaterial von Audi.

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Artikel-Info

Rennserie DTM
Event Spa
Subevent R2
Fahrer Jamie Green
Teams Team Rosberg
Urheber Mario Fritzsche