Formel-1-Liveticker: Das Qualifying in Spa live!
Spa-Samstag in der Analyse: Nächste Pole für Antonelli und Mercedes
Live-Gesamtwertung
Bericht
Liveticker
Feierabend
Wir sind hier an dieser Stelle am Ende des Samstags angekommen. Für euch geht es jetzt aber wie versprochen noch weiter mit der Videoanalyse zum Qualifying auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.
Rennstart morgen in Spa ist um 15:00 Uhr und wir melden uns rechtzeitig mit einer neuen Tickerausgabe zurück. Habt noch einen schönen Abend, viel Spaß mit den Kollegen im Stream und bis dann!
Alpine enttäuscht: Gegner haben besseren Job gemacht
Bei Alpine ist man mit P12 und P13 heute nicht zufrieden. "Was unser Endergebnis angeht, so ist es sicherlich nicht das, was wir uns zum Ziel gesetzt hatten. Aber es spiegelt genau wider, wo die Leistung unseres Autos derzeit steht", gesteht Steve Nielsen.
"Racing Bulls und Audi haben in letzter Zeit deutlich bessere Arbeit geleistet, um die Leistung des Autos zu steigern und jene zusätzlichen Zehntelsekunden herauszuholen, die den Unterschied zwischen Q2 und Q3 ausmachen", erklärt er.
Immerhin: "Wir werden morgen von einigen Startplatzstrafen für andere Fahrzeuge profitieren und mit Pierre von P10 sowie mit Franco von P11 starten. Hoffentlich können wir so gleich zu Beginn Druck auf die vor uns liegenden Fahrzeuge ausüben."
Das Ziel sei es noch immer, mit beiden Autos zu punkten, so Nielsen. Leicht wird das aber nicht.
Wolff warnt vor dem Start
Mercedes hat eine gute Ausgangslage für das Rennen, doch Toto Wolff warnt: "Auch wenn die Poleposition und Platz drei hervorragende Startplätze sind, bedeutet die lange Kemmel-Gerade in der Regel, dass es in der ersten Runde zu zahlreichen Überholmanövern kommt."
Andrew Shovlin ergänzt: "Aufgrund der langen Geraden ist das Überholen auf dieser Strecke relativ einfach, daher wird die Rennpace entscheidend sein. Der Schlüssel dazu ist ein schonender Umgang mit den Reifen."
"Wir haben nicht so viele Daten aus Longruns, wie wir gerne hätten, aber normalerweise sind wir am Sonntag etwas stärker. Hoffentlich setzt sich dieser Trend fort und wir können ein gutes Ergebnis für das Team erzielen", so Shovlin.
"Gemischte Gefühle" bei Ferrari
Die Fahrer sind vorhin ja bereits zu Wort gekommen, nun erklärt Teamchef Frederic Vasseur: "Nach dieser Session haben wir etwas gemischte Gefühle, da wir schon vor dem Wochenende wussten, dass diese Strecke für uns ziemlich schwierig werden würde."
"Wenn man bedenkt, dass Verstappen vom Windschatten profitiert hat und Charles mit der Gelb-Situation zu kämpfen hatte, in der er wahrscheinlich einen Platz verloren hat, würde ich sagen, dass es für uns kein schlechtes Training war", betont Vasseur.
"Jetzt konzentrieren wir uns auf uns selbst, denn wir wissen, dass morgen ein langes Rennen vor uns liegt. Nach dem dritten Training haben wir einen guten Schritt nach vorne gemacht", verrät er.
Man sei auf jeden Fall bereit, morgen zu kämpfen, "da wir wissen, dass wir im Rennen immer etwas besser abschneiden", erinnert er.
Stella: Schritt nach vorne für McLaren
Lando Norris darf P3 wegen seiner Strafe zwar nicht behalten, doch Andrea Stella erklärt zufrieden: "Heute haben wir einen Schritt nach vorne gemacht. Lando ist während des gesamten Qualifyings außergewöhnlich gut gefahren."
"Als Team haben wir das Paket für Belgien optimiert, wobei unser neuer Flügel genau auf die Anforderungen dieser Rennstrecke hinsichtlich Luftwiderstand und Abtrieb abgestimmt ist", so der Teamchef.
"Mit Blick auf morgen bietet Spa Chancen für Racing und Überholmanöver, daher sind wir zuversichtlich, dass wir um wichtige Punkte kämpfen können. Strafen sind zwar frustrierend, aber bei einer fehlerfreien Leistung glauben wir, dass beide Autos nach vorne kommen und um die Spitzenplätze mitkämpfen können", betont Stella.
Haas: Zu langsam und bekannte Probleme
Für Haas gab es heute wieder einmal nichts zu holen. "Es war ein harter Tag, und wir waren nicht schnell genug, um um den Einzug ins Q3 mitzukämpfen", sagt Oliver Bearman nach P16.
Esteban Ocon hatte sogar noch größere Probleme und schied als 18. bereits in Q1 aus. Er erklärt, dass er alleine auf den Geraden im ersten Run fast fünf Zehntel verloren habe.
Seine Runde sei "gut" gewesen, betont er, doch das Auto habe nicht mehr zugelassen. Teramchef Ayao Komatsu erklärt: "Esteban war heute mit dem Auto nicht zufrieden."
"Im zweiten Training war er noch zufrieden damit, daher verstehen wir noch nicht, warum es dazu gekommen ist, und man sieht ja, wie weit er zurücklag", so der Teamchef.
"Das müssen wir also untersuchen. Wir hatten dieses Problem als Team schon einmal, und zwar bei beiden Fahrern. Wir werden der Sache also auf den Grund gehen", kündigt er an.
Die komplette Pole-Runde ...
... von Antonelli gibt es hier noch einmal im Video:
Pirelli rechnet mit einem Stopp
Bereits gestern haben wir von Pirelli erfahren, dass es im Normalfall morgen wohl nur einen Boxenstopp geben wird. Dieser Eindruck hat sich nach dem Samstag laut Dario Marrafuschi weiter verfestigt.
Der Pirelli-Motorsportchef erklärt: "Alles deutet darauf hin, dass das morgige Rennen mit nur einem Boxenstopp verlaufen wird, wobei die Strategie hauptsächlich von den neuen Reifensätzen abhängt, die jedem Team zur Verfügung stehen."
"Der erste Stint könnte entweder auf den Medium- oder den Soft-Reifen absolviert werden, je nachdem, welche neuen Sätze die Teams behalten haben", erklärt er.
Spannend: "Der Soft wurde in der ersten Stunde des Trainings ausgiebig getestet und scheint den Fahrern bei einigen Fahrzeugen ein besseres Feedback beim Bremsen zu geben."
"Aus diesem Grund könnte er bevorzugt werden, auch dank des Grip-Vorteils, den er bietet", erklärt der Italiener, der zudem verrät: "Strategien mit zwei Boxenstopps sind etwa acht bis zehn Sekunden langsamer."
Williams: Keine Chance auf Q3
Carlos Sainz berichtet nach P15 heute: "Bislang war es ein hartes Wochenende. Wir hatten in allen Trainings mit einem Problem zu kämpfen, daher war es eine Erleichterung, für das Qualifying eine Lösung zu finden und das Auto so zum Laufen zu bringen, wie es sollte."
Es sei "positiv", es in Q2 geschafft zu haben, doch dort war dann Feierabend. Alexander Albon schied sogar wieder einmal in Q1 aus und erklärt: "Es ist frustrierend, dass wir es heute nicht in Q2 geschafft haben, nachdem ich das ganze Wochenende über das Gefühl hatte, dass das Auto gut lag."
"Wir haben zwischen dem dritten Training und dem Qualifying einige Änderungen am Set-up vorgenommen, aber diese waren einfach zu aggressiv", ärgert er sich nach P17. Damit ist klar, dass Williams auch morgen im Normalfall wieder keine Chance auf Zähler haben wird.
Sainz weiß: "Wir brauchen ein bisschen Chaos, um in die Nähe der Punkte zu kommen."
Verstappen: Wie im Formel-3-Auto
Auch der Niederländer hat das aktuelle Reglement heute noch einmal kritisiert und erklärt: "Im größten Teil von Sektor zwei fährt man nur mit dem [Verbrennungs-]Motor. Wie viel sind das? 450, 500 PS in etwa."
"Das entspricht wohl mehr oder weniger der Leistung eines Formel-3-Autos, aber dann mit dem Abtrieb der Formel 1", so Verstappen, der erklärt: "Man kann sich also vorstellen, dass das natürlich nicht besonders aufregend zu fahren ist."
Immerhin nimmt er die Sache mit Humor und ergänzt noch: "Ehrlich gesagt, ich will nicht wieder hier sitzen und mich beschweren, denn wahrscheinlich wird mich draußen vor der Tür jemand erschießen ..."
"Ich könnte auch zu Hause sitzen und gar nicht Auto fahren, aber das bringt auch nichts. Also gebe ich einfach mein Bestes", so Verstappen, der sich mit der Situation laut eigener Aussage abfinden muss.
Sainz legt bei Regelkritik nach
Carlos Sainz gehört zu den größten Kritikern des 2026er-Reglements. Nach dem heutigen Qualifying hat er noch einmal nachgelegt. "Ich glaube, niemand da draußen hat so viel Spaß an der Qualifikationsrunde wie im vergangenen Jahr", sagt er.
Das werde vor allem in Spa deutlich. Sainz betont zwar, er wolle "meinen eigenen Sport nicht ständig schlechtreden, denn das bringt nichts. Ich denke, wir alle wissen, dass das nicht gut genug ist."
"Aber ich meine: Wer auch immer diese Simulationen in den Jahren 2022 und 2023 gesehen hat und sich das ansieht, wird sich fragen: Wie können wir das überhaupt akzeptieren?"
Man müsse den ganzen Prozess hinterfragen, "denn das hätte niemals passieren dürfen", sagt Sainz über die neuen Regeln.
Lindblad: Bestes Qualifying des Jahres
Nicht nur Lando Norris ist happy mit seinem Qualifying. Rookie Arvid Lindblad sagt nach P8 bei Sky: "Ich glaube, das war definitiv unser bestes Qualifying in diesem Jahr bisher." Und damit sein bislang bestes Formel-1-Qualifying.
Seine Q3-Runde bewertet er auf einer Skala bis 10 mit einer 9. "Es war alles ziemlich gut", so Lindblad, der erklärt, dass nur noch minimal mehr drin gewesen sei.
"Ich glaube, ich hätte in der letzten Schikane noch einen Bruchteil später bremsen können. Vielleicht hätte das ein halbes Zehntel oder ein Zehntel ausgemacht", grübelt er.
Weiter nach vorne hätte ihn das aber auch nicht gebracht. "Ich denke also, dass wir das Maximum aus der Session herausgeholt haben", sagt er zufrieden.
Norris: Eine meiner besten Runden
Während Piastri mit dem Samstag nicht zufrieden ist, sagt Lando Norris nach P3 bei Sky: "Ich war ziemlich zufrieden mit meiner Runde. Es war wahrscheinlich eine der besten Runden, die ich je im Qualifying gefahren bin."
"Ich freue mich sehr über den dritten Platz. Es ist schade, dass das für morgen keine Rolle spielt, da ich nun von Platz 13 starte, aber angesichts unseres Pakets ist der dritte Platz wirklich beeindruckend", betont er.
Über den Rückstand auf Kimi Antonelli sagt der Weltmeister zudem: "Ich weiß nicht, warum sich irgendjemand darüber wundert, dass der Mercedes mit vier Zehnteln Vorsprung auf der Pole steht. So war es die ganze Saison über ..."
Piastri: Nicht das leichteste Wochenende
Während der Teamkollege nach dem ersten Q3-Run sogar auf P1 lag, wurde der Australier am Ende nur Siebter. Er berichtet: "Es war wirklich den ganzen Tag über hart. In Q1 und Q2 war es sehr anstrengend."
"Da wir in Q2 einen neuen Reifensatz zur Hälfte verwenden mussten, hatte ich für Q3 nur noch einen [neuen] Satz zur Verfügung. Die letzte Runde lief definitiv viel besser", berichtet Piastri zwar.
"Aber den ganzen Tag lang zu versuchen, das Auto so zum Laufen zu bringen, wie ich es wollte, und es bis an die Grenzen zu bringen, war echt hart. Es war also bisher nicht gerade das einfachste Wochenende", gesteht er.
Hülkenberg: Auto schon in Q2 kaputt
Der Deutsche landete nur auf P14, während es der Teamkollege in Q3 schaffte. Dafür gab es allerdings Gründe, denn Hülkenberg verrät, dass sein bereits Auto kaputt war, bevor er es auf der Inlap am Ende von Q2 mit einem Hydraulikleck abstellen musste.
"Ich wusste schon zu Beginn von Q2, dass etwas nicht stimmte", berichtet er und erklärt, dass sich die Schaltvorgänge zu hart angefühlt hätten. Er habe daher gewusst, dass etwas "nicht richtig" sei.
Davon abgesehen habe es aber zumindest "einige positive Zeichen" an diesem Wochenende gegeben. "Die Leistung, um im Mittelfeld mitzuhalten, ist definitiv vorhanden", betont er.
Das könnte heute aber nur der Teamkollege umsetzen.
Russell: Verliere immer mehrere Zehntel
Der Brite hat sich inzwischen auch selbst zu seinem großen Rückstand geäußert und bei Sky betont, dass auch er sich nicht erklären könne, woran es liege. Denn inzwischen habe man "alles" am Auto verändert.
"In Q3 waren es vier Zehntel [Rückstand] auf den Geraden", berichtet er und ergänzt: "Im gestrigen FT2 waren es sieben Zehntel. Das Team arbeitet mit Hochdruck daran, die Ursache dafür zu finden."
Doch bislang sei das noch nicht gelungen. Er habe auch schon gedacht, dass es an seinem Fahrstil liege, so Russell. Doch auch das sei nicht der Fall.
Leclerc von gelber Flagge irritiert
Auch der zweite Ferrari hätte weiter vorne landen können. Charles Leclerc verrät nach P5 bei Sky: "Mit der ersten Runde in Q3 war ich sehr zufrieden. Bei der zweiten Runde in Q3 dachte ich, dass in den letzten beiden Kurven eine gelbe Flagge geschwenkt wurde."
"In der Boxengasse stand ein Streckenposten, der eine gelbe Flagge schwenkte. Anscheinend galt das aber für Isack [Hadjar] in der Boxengasse und nicht für die Rennstrecke", ärgert sich der Monegasse.
Denn wegen der Flagge sei er etwas vom Gas gegangen und habe dadurch Zeit verschenkt. Er glaubt, dass er ohne den Vorfall vor Russell und damit einen Platz weiter vorne gelandet wäre.
Hamilton: Crash in FT3 war teuer
Der Rekordweltmeister landete nur auf P6 - und blieb damit laut eigener Aussage unter seinen Möglichkeiten. Er erklärt nämlich, dass sich das Auto bis zu seinem Crash in FT3 eigentlich gut angefühlt habe.
Doch nach dem Unfall sei es dann nicht mehr "das gleiche Auto" gewesen. Nach der Reparatur habe sich die Balance anders angefühlt, berichtet er und erklärt: "Ich denke, wir hätten um die Top 3 kämpfen können, wenn ich dieses Problem in FT3 nicht gehabt hätte."
Trotzdem hofft er darauf, morgen noch um das Podium mitkämpfen zu können.
Größter Vorsprung
Antonelli lag im Qualifying 0,317 Sekunden vor dem Rest der Welt. Klingt eigentlich gar nicht nach so viel, ist aber tatsächlich der größte Vorsprung eines Polesitters in dieser Saison bislang.
Für Antonelli war es die sechste Pole seiner noch sehr jungen Karriere. Damit hat er in dieser Statistik unter anderem gleichgezogen mit Phil Hill, Alan Jones und Emerson Fittipaldi.
Mercedes rätselt über Russell-Rückstand
Eine halbe Sekunde fehlte dem Briten eben auf seinen Teamkollegen. Toto Wolff erklärt bei Sky: "George verliert in den Kurven zweieinhalb Zehntel und verliert auf den Graden zweieinhalb Zehntel."
"Das ist so komplex mit den Powerunits, dass wir nicht genau erklären können, wo das Defizit auf den Graden herkommt. Die ganzen Tage sind wir am Analysieren", grübelt der Teamchef.
Eine mögliche Erklärung sei, dass Russell noch mit einem alten Motor fährt, während Antonelli hier einen neuen bekommen hat. Das ist allerdings aktuell nur eine Theorie.
Livestream
Schnell noch ein Hinweis in eigener Sache: Am Abend sind wir wieder mit einem Livestream auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de für euch am Start. Kevin Scheuren und Stefan Ehlen melden sich um 21:00 Uhr mit der Analyse zum Samstag.
Verstappen: Windschatten war entscheidend
Der Niederländer bedankt sich nach P2 bei seinem Teamkollegen. "[Der Windschatten] hat mir auf jeden Fall geholfen, sonst würde ich jetzt nicht hier stehen. Sonst wäre ich wohl auf P6 oder so gelandet", so Verstappen.
"Er hat mir im letzten Sektor wirklich einen guten Windschatten gegeben", betont der viermalige Weltmeister, der allerdings auch weiß, dass Hadjar ihm im Rennen morgen nicht helfen kann.
"Morgen werde ich wohl in meine Rückspiegel schauen und die Leute um mich herum im Auge behalten. Aber zumindest heute haben wir ein wirklich gutes Ergebnis erzielt", sagt er zufrieden.
Übersicht Qualifying
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt das Qualifying in Spa und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal wieder in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende der Qualifikation geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Samstag.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr das Belgien-Rennen am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Brundle: Antonelli ist Favorit
Das dürfte nicht nur er so sehen, doch Experte Martin Brundle erklärt bei Sky vor dem Qualifying: "Antonelli hat viel Selbstbewusstsein. Ihm gefällt die Balance des Autos, und das gibt ihm Vertrauen."
"Er scheint der Favorit zu sein, aber am Ende des letzten Trainings lag nicht viel zwischen den Fahrern", so Brundle. Doch wir haben von Toto Wolff ja schon gehört, dass Antonelli durchaus noch Luft nach oben hatte.
Hamilton-Auto bereit
Die Kollegen von Sky melden, dass Lewis Hamilton gleich am Qualifying teilnehmen kann. Ferrari habe nach dem Crash in FT3 die Aufhängung, den Unterboden und den Heckflügel getauscht.
Zudem habe Hamilton als Vorsichtsmaßnahme auch ein neues Getriebe bekommen. Das Auto ist nun wieder einsatzbereit, heißt es.
Auch Alonso mit Gridstrafe
Kleine Randnotiz: Wir wussten ja bereits, dass Norris, Hadjar und Stroll an diesem Wochenende eine Gridstrafe haben. Inzwischen ist auch noch Fernando Alonso dazugekommen.
Der Spanier hat ebenfalls neue Motorenteile bekommen und muss wie Hadjar morgen ans Ende der Startaufstellung zurück. Für Norris und Stroll geht es jeweils zehn Plätze zurück.
Formel 2: Sieg für Mercedes-Fahrer
Das Qualifying der Formel 1 steht an, aber vorher war gerade erst einmal noch die Formel 2 auf der Strecke. Dort hat Mercedes-Entwicklungsfahrer Joshua Dürksen das Sprintrennen gewonnen.
Damit riss die Siegesserie von Red Bulls Nikola Tsolov, der zuvor drei Formel-2-Rennen in Folge gewonnen hatte. Er wurde dieses Mal "nur" Vierter. Oliver Goethe holte auf P8 ebenfalls einen Punkt.
Noch Luft nach oben bei Mercedes
Kimi Antonelli geht nach den Trainings gleich als Favorit ins Qualifying. Und laut Toto Wolff bei Sky hätte er in FT3 noch weiter vorne sein können. Denn seine zweite schnelle Runde konnte der Italiener vorhin nicht beenden.
"Wir haben gehört, er konnte den ersten Gang nicht einlegen beim Anbremsen in Kurve 1 und musste dann die Runde abbrechen", so Wolff, der erklärt: "Ich glaube, er hat es einfach zu sehr gepusht, denn die Gänge nicht mehr reingekriegt am Eingang."
Sonst wäre sein Vorsprung wohl noch größer gewesen. Bei Teamkollege George Russell ist ebenfalls noch Luft nach oben. Dort habe es man in FT3 "einen kleinen Energiefehler gehabt", verrät Wolff.
Ansonsten wäre auch Russells Zeit "viel besser gewesen", ist sich der Teamchef sicher.
Hamilton-Crash
Der Rekordweltmeister ist am Ende von FT3 abgeflogen. Sein Crash war fast eine Kopie des Unfalls, den Pierre Gasly gestern an genau der gleichen Stelle hatte.
Bei Ferrari drängt die Zeit jetzt etwas, denn um 16:00 Uhr beginnt bereits das Qualifying in Spa und das Auto muss jetzt erst einmal repariert werden.
Den Unfall gibt es hier noch einmal im Video:
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt das dritte und letzte Training in Spa. Wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende des Trainings geht es an dieser Stelle ganz regulär weiter.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Belgien-Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Aufholjagd möglich
Weil wir vorhin schon über die Gridstrafen an diesem Wochenende gesprochen haben: In Spa ist es durchaus möglich, ein Rennen auch von außerhalb der Top 10 sogar noch zu gewinnen. Die Traditionsstrecke taucht in dieser Fotostrecke gleich doppelt auf:
Fotostrecke: Die gröÃten Aufholjagden der Formel-1-Geschichte
Foto: LAT
Alan Jones - Startplatz 14 (Ãsterreich 1977)Formel 3: Crash der Meisterschaftsführenden
In der Formel 3 ist an diesem Wochenende einiges los! Gestern gab es bereits Chaos im Qualifying, im Sprintrennen eben kam es nun auch noch zu einer Kollision der beiden Meisterschaftsführenden Ugo Ugochukwu und Audi-Junior Freddie Slater.
Den Sieg schnappte sich am Ende Jin Nakamura. Für den Japaner war es der erste Triumph in der Formel 3.
Gridstrafen
Zur Erinnerung im Hinblick auf das Qualifying am Nachmittag: Wir wissen bereits, dass Lando Norris, Isack Hadjar und Lance Stroll morgen eine Gridstrafe bekommen werden, weil sie an diesem Wochenende neue Motorenteile verwenden.
Norris muss morgen zehn Plätze nach hinten, Hadjar muss sogar vom Ende der Startaufstellung ins Rennen gehen. Vor allem für den Red-Bull-Fahrer spielt das Qualifying nachher daher faktisch kein Rolle.
Bottas: Riesige Unterschiede durch Batterie
Unter dem neuen Formel-1-Reglement kommt es in Spa laut Valtteri Bottas massiv auf den richtigen Einsatz der Batterie an. "Es ist anders als alles, was wir bisher erlebt haben", berichtet der Cadillac-Pilot.
Über das Deployment sagt er, dieses könne "einen großen Unterschied machen", denn: "In einem Sektor kann man leicht mehr als eine halbe Sekunde gewinnen oder verlieren. Das ist eine ganze Menge."
So könnte ein Fahrer im ersten Sektor beispielsweise sehr schnell sein - die dort gewonnene Zeit auf dem Rest der Runde aber wieder verlieren, weil ihm dann die Batterie ausgeht.
Audi: Spa passt nicht zu uns
Audi punktete zuletzt in Silverstone endlich wieder, in Spa dürfte es aber schwierig werden, das zu wiederholen. Allan McNish verrät: "Die Eigenschaften dieser Rennstrecke kommen uns nicht unbedingt so entgegen wie vielleicht einige der anderen Strecken, auf denen wir in letzter Zeit gefahren sind."
"Aus dieser Perspektive versuchen wir sicherzustellen, dass wir das Maximum aus dem Auto herausholen und dass die Fahrer dann ebenfalls das Maximum daraus herausholen können. Denn hier braucht man viel Selbstvertrauen", erklärt McNish.
"Ich denke, wir müssen hier realistisch sein und einsehen, dass es etwas schwieriger werden könnte als in Silverstone, Österreich und Monaco", so der Renndirektor. Gestern waren es lediglich P13 und P17 für Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg.
Heute vor 50 Jahren ...
... gewann Niki Lauda den Großen Preis von Großbritannien 1976 in Brands Hatch. Wobei das so nicht ganz stimmt, denn eigentlich fuhr Laudas Titelrivale James Hunt damals als erster Fahrer über die Ziellinie.
Lauda bekam den Sieg erst Monate später nachträglich zugesprochen. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen und in dieser Fotostrecke:
Foto: LAT
Im Motorsport gewinnt in der Regel der Pilot, der als Erster die Zielflagge sieht - allerdings nicht immer! Auch in der Formel 1 ist es bereits mehr als einmal vorgekommen, dass ein Ergebnis nachträglich noch geändert wurde. Wir blicken auf zehn Piloten, die ihren Sieg nicht auf der Strecke, sondern erst am grünen Tisch feiern durften.Williams: Auto "marginal" besser in Spa
P15 und P16 gestern für Williams. Es sieht also wieder einmal nicht nach Punkten aus. Alexander Albon berichtet: "Das Auto fühlt sich an diesem Wochenende im Vergleich zu Silverstone marginal besser an. Es ist also ein Schritt in die richtige Richtung."
Doch dieser Schritt ist wohl noch nicht groß genug. "Wir haben noch einen langen Weg bis zum Mittelfeld vor uns", weiß auch Albon. Heute gehe es daher "vor allem darum, das Beste aus dem zu machen, was uns zur Verfügung steht."
Teamkollege Carlos Sainz spricht von einem durchwachsenen Freitag und erklärt: "Im ersten Training gab es ein Problem mit meinem Auto, sodass die Session nicht repräsentativ war, da wir die gewünschten Set-up-Arbeiten nicht durchführen konnten."
"Im zweiten Training haben wir gute Fortschritte gemacht und das Auto in ein besseres Fenster gebracht, obwohl ich mir irgendwo einen Schaden eingehandelt habe und es auch keine reibungslose Session war", so Sainz.
Wetter
Wir werfen zu Beginn des Tages den obligatorischen Blick zum Himmel. Nachdem es gestern etwas Regen in Spa gab, wenn auch nur außerhalb der Formel-1-Sessions, sieht es heute nicht nach weiterem Niederschlag aus.
Die Regenwahrscheinlichkeit ist für den gesamten Samstag sehr gering. Sollte es dennoch nass werden, erfahrt ihr das natürlich bei uns.
Von: Ruben Zimmermann