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Carlos Sainz nach P3: Unser Gegner heißt nicht Mercedes!

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Carlos Sainz nach P3: Unser Gegner heißt nicht Mercedes!
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McLaren geht nach der Qualifying-Sensation durch Carlos Sainz in Monza nicht davon aus, dass ein Podium ein Selbstläufer ist oder man sogar Mercedes angreifen kann

Carlos Sainz geht davon aus, dass es schwierig wird, den im Qualifying eroberten dritten Platz beim Grand Prix von Italien in Monza (Formel 1 2020 live im Ticker!) zu behaupten. "Verstappen", sagt er, "ist normalerweise das einzige Auto, das im Renntempo halbwegs mit den Mercedes mithalten kann. Für uns ist das unmöglich, denke ich."

Zumal der McLaren-Renault nicht den besten Topspeed hat. Sainz wurde am Samstag mit 338,0 km/h "geblitzt". Damit war er auf den Geraden nur 17. Auf Sergio Perez (4.) fehlen 10,4 km/h, auf Max Verstappen (5.) 0,6, auf Daniel Ricciardo (7.) 4,9. Er sei zwar in einer guten Ausgangsposition, sagt der Spanier. Aber: "Verstappen und die Renaults werden sehr, sehr schwer zu verteidigen sein."

"Der Red Bull erwacht im Renntempo normalerweise zu Leben. Wenn er so schnell ist wie sonst immer, wird es sehr schwierig, Verstappen hinter mir zu halten", fürchtet Sainz. "Ricciardo ist ein bisschen ein Fragezeichen, weil er weiter hinten startet. Aber der Renault hat in Spa und auch am Freitag hier sehr stark ausgesehen."

Und die Racing Points auf P4 und P8? "Ich weiß nicht", sagt Sainz. "Die Racing Points sind mit diesem Auto immer ein bisschen ein Fragezeichen. Wenn sie es richtig hinbekommen, dann fliegen sie. Aber wenn sie es nicht hinbekommen, haben sie manchmal Probleme. Die sind für uns ehrlich gesagt sehr schwierig einzuschätzen."

 

Sainz: Im Qualifying besser als das Auto?

Tatsache ist: Der McLaren-Pilot hat in seiner Qualifying-Runde über seiner eigentlichen Gewichtsklasse geboxt. Nach einem Fehler in der Lesmo riskierte er viel - und wurde dafür belohnt. "Hohes Risiko, hoher Lohn", jubelte er noch am Boxenfunk in seiner Out-Lap. "Was für ein Quali! Ehrlich. Eines der besten Qualis, das ich je mit euch gefahren bin."

Es gibt aber auch Grund für vorsichtigen Optimismus: "Es ist schon überraschend, dass wir vor dem Red Bull und dem Renault stehen. Am Freitag sah es bei den Longruns so aus, als hätten die das schnellere Auto." Aber: "Wir wissen, dass unser Auto [im Rennen] normalerweise immer besser wird, je weniger Benzin wir im Tank haben."

Sainz schätzt seinen Nachteil auf Verstappen und Ricciardo im Renntempo "definitiv auf mindestens zwei Zehntel. Das reicht in Monza, um jemanden zu überholen", erklärt er. "Ich werde aber alles probieren, um vor ihnen zu bleiben [...]. Monza ist ein langes Rennen. Zwei Zehntel auf mehr als 50 Runden ist eine Menge Holz. Schauen wir mal."

Ans Podium will der zukünftige Ferrari-Fahrer noch gar nicht denken: "Ich habe ein gutes Gefühl im Auto. Mal sehen, ob ich mir das bewahren und ein starkes Rennen fahren kann. Dann zählen wir am Ende zusammen. Ich möchte aber keine Erwartungshaltung entstehen lassen, weil es ein langes Rennen ist, in dem man durchaus überholen kann."

Teamchef Andreas Seidl legt Wert darauf, den Grand Prix von Italien trotz des sensationellen dritten Startplatzes "nicht anders anzugehen als jedes andere Rennen. Wir haben normalerweise gute Starts und versuchen in der ersten Runde immer, andere Autos zu überholen. Ich bin mir sicher, das werden wir hier auch versuchen."

 

Seidl: Kampf gegen Mercedes ergibt keinen Sinn

Aber: "Selbst wenn es uns gelingen sollte, am Start einen Mercedes zu überholen, müssen wir uns überlegen, ob es wirklich Sinn macht, gegen diese Jungs zu kämpfen und zu versuchen, sie hinter uns zu lassen - oder ob wir nicht vielleicht mehr damit verlieren, wenn wir versuchen, das Unmögliche möglich zu machen", analysiert der Deutsche.

"Carlos und Lando hatten am Freitag starke Longruns. Die Renaults und Max dürfen wir nie unterschätzen, auch mit der Power, die sie haben. Ich glaube: Wenn alles normal läuft, wird es sehr schwierig, Max hinter uns zu lassen. Aber wir werden von unserer Startposition aus versuchen, den Racing Points und Renaults einen guten Kampf zu liefern."

In der Hinsicht ist Monza für McLaren auch eine Chance, was die Konstrukteurs-WM betrifft. Aktuell liegt das Team an dritter Stelle, zwei Punkte vor Racing Point, sieben vor Ferrari und neun vor Renault. "Wir haben es selbst in der Hand, wieder gute Punkte zu sammeln. Und das ist unser Ziel", kündigt Seidl an.

"Letztendlich geht es im WM-Kampf darum, die einzelnen Rennwochenenden zu maximieren, die Qualifyings, aber auch die Sonntage, im Hinblick auf die Strategie, die Boxenstopps, die Leistung der Fahrer, den Start, die erste Runde", betont Seidl. Denn: "Die erste Runde ist hier in der ersten und zweiten Schikane auch eine Herausforderung ..."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Event Monza
Subevent Quali
Fahrer Carlos Sainz Jr.
Teams McLaren F1 Team
Urheber Christian Nimmervoll