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Jenson Button: "Ich würde DRS in der Formel 1 abschaffen"

Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Jenson Button stört sich an Überholmanövern mit DRS und dem Sound der Hybrid-Antriebe - Ansonsten gutes Zeugnis für Ross Brawn und Co.

Markierungstafel: DRS
Jenson Button, McLaren
Jenson Button, McLaren MCL32
Markierungstafel: DRS
Jenson Button, McLaren
1. Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, mit Jenson Button
3. Kimi Raikkonen, Ferrari, mit Jenson Button
Sahara Force India VJM10, Auspuff, Detail
Jenson Button, Team Mugen

Beim Grand Prix von Monaco im vergangenen Mai kletterte Jenson Button noch einmal ins Cockpit des McLaren-Honda-Renners, doch sein 306. Rennstart war gleichzeitig sein letzter. Der 37-Jährige hat sich eigenen Angaben zufolge von der Formel 1 "entliebt" und schließt ein Comeback als Pilot aus. Auch ein Engagement als TV-Experte kommt für den Briten nicht in Frage, lieber will er weiterhin als Rennfahrer in anderen Serien wie der japanischen Super-GT-Serie aktiv bleiben.

Doch nach insgesamt 17 Jahren in der Königsklasse lässt Button das Geschehen in der aktuellen Formel 1 nicht kalt, mit einem Auge verfolgt er noch immer, was seine Ex-Kollegen treiben. Gefragt ist auch nach wie vor seine Meinung. In einem Live-Videochat der 'BBC' auf Facebook lässt er jetzt am DRS-System der Formel-1-Boliden kein gutes Haar. "Als Rennfahrer würde ich das DRS gerne abgeschafft sehen", antwortet er auf die Frage eines Fans, welche Veränderungen er in der Rennserie vornehmen würde. "Denn niemand findet Überholmanöver mit DRS aufregend", ist er sich sicher.

Stattdessen würde der Weltmeister von 2009 lieber nach anderen Möglichkeiten suchen, die Überholvorgänge ermöglichen. "Wenn man um die Positionen kämpft und überholt, dann will man stolz auf sein Manöver sein", gibt er die Rennfahrersicht wider und verneint, dass sich Piloten über DRS-Manöver freuen. Doch neben dem aufklappbaren Heckflügel gibt es noch etwas, das Button an der aktuellen Formel 1 stört. "Der Sound der V6-Turbo-Hybrid-Antriebe ist einfach nicht schön", findet er.

"Ich erinnere mich gerne an die guten alten Zeiten mit den V10 und den V8-Motoren." Bis 2005 wurden in der Königsklasse noch die Zehnzylindermotoren eingesetzt - Button weiß also, wovon er spricht. "Der V10 war der aufregendste Motor, den ich je gefahren bin. Das waren wirklich die guten alten Zeiten", gibt er nostalgisch zu Protokoll. "Ich weiß schon, dass sich die Welt verändert hat, wir versuchen grüner zu sein und nutzen Hybrid-Antriebe - aber der Racer in mir sagt: Nichts geht über einen V10..."

Doch bei aller Kritik spart Button auch nicht mit Lob für die jüngsten Entwicklungen in der Formel 1. Den Verantwortlichen von Liberty Media stellt er ein gutes Zeugnis aus und sagt: "Vieles von dem, das ich in der Vergangenheit gerne verändert hätte, haben sie schon anders gemacht. Das neue Management hat viel bewegt, das ist toll zu sehen", so der Brite. Die Macher um Chase Carey, Ross Brawn und Co. hatten die Formel 1 zur neuen Saison von Ex-Zampano Bernie Ecclestone übernommen und vor allem in Sachen Fannähe und in den sozialen Netzwerken neu positioniert.

Daniel Halder

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