Toto Wolff: Halo ist "nicht die beste Erfindung"

Toto Wolff kritisiert den Cockpitschutz "Halo", der kommende Saison in der Formel 1 zum Einsatz kommen wird – Es sei nicht die "beste Erfindung" aller Zeiten

Mercedes-Teamchef Toto Wolff ist nicht vom Cockpitschutz "Halo" überzeugt, der in der kommenden Formel-1-Saison erstmals in der Weltmeisterschaft zum Einsatz kommen wird. In den vergangenen Monaten hat sich die Vorrichtung beispielsweise gegen "Shield" durchgesetzt und wird deshalb im Jahr 2018 an die Cockpits angebracht, um den Kopf der Piloten zu schützen. Im Fahrerlager gibt es aber viele kritische Stimmen, die gegen die Einführung von Halo sind.

"Es ist nicht die beste Erfindung", erklärt Wolff gegenüber 'Sky Sports F1'. Ginge es nach dem Mercedes-Teamchef, würde der Cockpitschutz noch einmal überdacht werden. Dass sich der Automobil-Weltverband (FIA) davon überzeugen lässt, scheint hingegen aber sehr unwahrscheinlich. Mit dem Beschluss, Halo in der Saison 2018 einzusetzen, hat die FIA die Teams quasi vor vollendete Tatsachen gestellt.

Neben Wolff ist auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner ein bekennender Gegner von Halo. Er sagte, er würde die Vorrichtung hassen, da sie viele Probleme mit sich bringen würde. So würden die Piloten bei einem Boxenstopp beispielsweise nicht einmal die Lichtsignale sehen, auf die sie sich verlassen würden. Insgesamt seien es viele kleine Details, die den Rennställen das Leben schwer machen würden, wenn Halo am Fahrzeug angebracht ist. Sollte so jedoch die Sicherheit der Fahrer erhöht werden, glaubt Horner an die Daseinsberechtigung der Vorrichtung.

Bildergalerie: Halo in der Formel 1

Im Fahrerlager gibt es aber auch Piloten, die weniger Kritik gegenüber den Cockpitschutz äußern. Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo glauben beispielsweise, dass Halo keinen so dramatischen Einfluss haben wird, wie es bisher dargestellt wird. Die Zuschauer würden sich außerdem sicher schnell an das neue Aussehen der Fahrzeuge gewöhnen. Vettel betont jedoch, dass die aktuellen Autos schöner seien. Force-India-Fahrer Sergio Perez geht sogar noch einen Schritt weiter und spricht davon, stolz auf die neue Erfindung zu sein, sollte sie ihre Arbeit machen und die Sicherheit erhöhen.  

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