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Formel 1
Formel-1-Motor: Wird die Entwicklung nach 2021 eingefroren?
Die vier Motorenhersteller sind sich einig: Die Performance der Antriebseinheiten wird sich immer mehr annähern - Kosten könnten dramatisch gesenkt werden
Maria Reyer
Bearbeitet: 30.11.2019, 11:27
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2021 hält die Formel 1 an der aktuellen Motorenphilosophie fest. Die Hersteller erwarten deshalb, dass sich die Leistungen der Antriebseinheiten weiter annähern werden. Besonders da die Regelhüter planen, nach 2021 einige Entwicklungselemente einzufrieren.
Seit 2014 fährt die Königsklasse mit dem V6-Turbo-Hybrid, der auch nach der großen Regelrevolution 2021 bestehen bleiben wird. Die vier Motorenhersteller (Mercedes, Ferrari, Honda und Renault) konnten außerdem erfolgreich verhindern, dass die MGU-H-Einheit fallen gelassen wird.
Ferrari-Teamchef Mattia Binotto zeigt sich überzeugt davon, dass eine weitere Annäherung der Motorleistung geschehen werde. Da die Regularien immer weiter ausgereizt werden, glaubt Ferrari, "dass es nicht mehr notwendig sein wird, so zu entwickeln, wie wir das heute tun".
Honda: "Wir würden die Motoren gerne einfrieren"
Binotto spricht sogar davon, dass es die Möglichkeit gibt, Teile "einzufrieren". Das wäre ein Zeichen dafür, dass nur noch geringe Zuwächse an Leistung in der weiteren Entwicklung zu holen sein würden. "Das wäre auch gut für die Nachhaltigkeit, wenn wir Teile einfrieren und so die Aktivitäten auf den Prüfständen reduzieren würden."
Die Hersteller seien davon überzeugt, dass es so zu einer noch weiteren Konvergenz kommen werde. "Schon jetzt rücken wir näher zusammen. In der nächsten Periode wird das ganz sicher passieren." So könnten die Hersteller auch Kosten senken.
Das wäre besonders im Interesse von Honda. Der japanische Konzern hat bereits bekannt gegeben, dass ein weiteres Engagement von den Kosten abhängen werde. Mittlerweile hat man sich zumindest auch für 2021 verpflichtet.
Helmut Marko hat bereits bestätigt, dass Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit 2022 geführt werden. Für Honda entscheidend: " Von der FIA sind Ansätze und Intentionen zu erkennen, dass ab 2021 die Motoren eingefroren werden - das heißt, dass die Weiterentwicklung praktisch stagniert. Dann würden die Kosten noch einmal drastisch heruntergehen."
Toyoharu Tanabe, Honda-Technikchef hat das gegenüber 'Motorsport-Total.com' bestätigt: "Wir würden die Motoren gerne einfrieren." Allerdings hat der vierte Hersteller einen Startnachteil: Während Mercedes, Ferrari und Renault bereits seit 2014 entwickeln, stieg Honda erst 2015 ein.
"Ihre Entwicklungskurve ist wohl flacher, daher kann Mattia auch so etwas sagen. Aber wir lernen und verbessern uns immer noch." Gleichzeitig wünscht man sich eine Kostenreduktion: "Honda und alle anderen Hersteller geben sehr viel Geld aus. Wir versuchen es, günstiger zu machen."
Mercedes und Renault nicht einig
Mercedes und Renault glauben ebenso daran, dass sich die Hersteller angleichen werden. Allerdings sind sich die beiden Konkurrenten nicht einig, wie sehr Unterschiede bestehen bleiben. "Man kann langfristig sehen, dass der Trend in der Motorenperformance dahingeht, dass es sich stabilisiert."
Die Vorteile werden schrumpfen, die Entwicklungsschritte werden kleiner werden, prophezeit Toto Wolff. Cyril Abiteboul hingegen glaubt, dass weiterhin Spielraum für einen "Durchbruch" gegeben sein wird, der durch neue Prozesse oder Materialien herbeigeführt werden könnte.
"Es gibt so viel Innovation. Leider können wir darüber nur nicht sprechen, aufgrund all der Geheimnisse und des geistigen Eigentums." Seine Ingenieure würden weiterhin großartige Ideen haben, die durch das Einfrieren der Entwicklung nicht umgesetzt werden könnten.
Mit Bildmaterial von LAT.
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