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Haas-Cockpit 2021: Was geht da mit Masepin?
Laut Günther Steiner befindet sich Nikita Masepin für 2021 auf der Fahrerliste von Haas: In Sotschi gab es bereits Gespräche mit Vater Dimitri - auch über mehr?
Norman Fischer Oleg Karpow
Bearbeitet: 13.10.2020, 13:00
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Wer darf 2021 für Haas in der Formel 1 fahren? Diese Frage ist immer noch nicht entschieden. Die Stammpiloten Romain Grosjean und Kevin Magnussen stehen auf der Abschussliste, dafür werden Kandidaten wie Sergio Perez, Nico Hülkenberg und die Ferrari-Junioren aus der Formel 2 als mögliche Piloten genannt. Auf die Liste hat sich nun ein neuer Name gesellt: Nikita Masepin.
Der Russe fährt aktuell für Hitech in der Formel 2 und liegt mit zwei Saisonsiegen auf dem sechsten Gesamtrang. Sein größtes Argument ist jedoch sein Vater Dimitri, der seinem Sohn unbedingt ein Cockpit verschaffen möchte und dank seines Unternehmens Uralkali finanziell gut aufgestellt ist.
Bekannt wurde er vor allem dadurch, dass er erfolglos versuchte, das insolvente Force-India-Team zu kaufen und gegen den Insolvenzverwalter klagte, weil er ein besseres Angebot abgegeben haben soll als Lawrence Stroll und dessen Konsortium.
Nun könnte der nächste Anlauf bei Haas folgen. Die Zukunft des Teams lag lange im Unklaren, weil Teameigner Gene Haas möglicherweise keine Lust mehr auf die Formel 1 haben könnte. Der Rennstall bestätigte zwar mit dem neuen Concorde-Agreement die weitere Teilnahme, einen Verkauf des Teams schließt das jedoch nicht aus.
Steiner bestätigt: Nikita Masepin ein Kandidat
Am Donnerstag bestätigte Teamchef Günther Steiner, dass es in Sotschi Gespräche mit Masepin sen. gab. Gerüchten zufolge soll Masepin ein gutes Angebot vorgelegt haben, doch Steiner betont aktuell: "Wir stehen nicht zum Verkauf."

Masepin konnte in der aktuellen Formel-2-Saison zwei Siege für Hitech holen
Foto: Motorsport Images
Trotzdem bestätigt er, dass Formel-2-Pilot Nikita Masepin ein Kandidat auf ein Cockpit 2021 ist: "Die Formel 2 scheint in diesem Jahr ziemlich konkurrenzfähig zu sein. Es gibt viele Leute, aus denen man auswählen kann", sagt der Südtiroler. "Masepin ist mit Sicherheit einer von ihnen. Er ist aktuell Sechster und sehr nah an der Spitze dran. Und er hat Rennen in diesem Jahr gewonnen."
Aktuell sei das Team aber nicht in Eile, um einen Fahrer für die kommende Saison zu verpflichten. Erst müsse man entscheiden, in welche Richtung man mit dem Team gehen möchte. "Die Liste ist ziemlich lang, und es gibt da draußen viele Talente. Ich bin daher nicht in Eile."
"Müssen nicht Formel-2-Finale abwarten"
Und das Beispiel Nico Hülkenberg habe Steiner gezeigt, dass es im Notfall auch kurzfristig gute Lösungen zu finden gibt.
Allzu lange muss die Entscheidung aber auch nicht auf sich warten lassen. Die Formel 2 fährt zwar erst Ende November in Bahrain wieder, doch sollte er sich für einen Formel-2-Piloten entscheiden, muss Steiner nicht unbedingt noch das Finale abwarten.

Günther Steiner hat noch nicht über sein neues Fahrerduo entschieden
Foto: Motorsport Images
"Wir haben bisher ziemlich klar gesehen, wer gut ist und wer nicht. Das kleine Detail werden dann nicht die ein oder zwei Rennen sein", sagt er.
Im Fall von Masepin könnte es jedoch abzuwarten gelten, ob der Russe die notwendigen Superlizenzpunkte zusammenbekommt. Der siebte Platz würde ihm dafür in der Meisterschaft bereits reichen. Sein Vorsprung auf Platz acht beträgt aktuell 20,5 Punkte.
Mit Bildmaterial von Sutton.
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