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Lewis Hamilton vor Ungarn selbstkritisch: "Bin nicht perfekt!"

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Lewis Hamilton vor Ungarn selbstkritisch: "Bin nicht perfekt!"
Autor:
Co-Autor: Edd Straw
26.07.2018, 18:57

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton sieht sich in Ungarn nicht in der Favoritenrolle - Er philosophiert über den immensen Druck und den intensiven Titelkampf

Mit 17 Punkten Vorsprung in der Weltmeisterschaft und dem Deutschland-Sieg im Gepäck reist Lewis Hamilton zum letzten Stopp vor der Formel-1-Sommerpause. (Formel 1 2018 live im Ticker!) Der Brite könnte demnach ruhigen Gewissens ans Werk gehen. Doch der Weltmeister gibt sich am Mediendonnerstag selbstkritisch. Der selbsternannte Perfektionist ist unsicher, ob Mercedes die Konkurrenz von Ferrari und Red Bull auch in Budapest abfangen kann. Die Voraussetzungen stehen ungünstig, wobei Hamilton seinen Ungarn-Rekord fortsetzen könnte.

"Schon im Vorjahr war der Druck zeitweise immens hoch. In diesem Jahr ist das Feld allerdings noch enger beisammen. Das bedeutet auch, dass jeder kleine Fehler noch mehr kostet. Und dadurch erhöht sich der Druck", philosophiert Hamilton über das diesjährige WM-Duell gegen Sebastian Vettel. Zuletzt hat der Deutsche mit einem Fahrfehler den Sieg in seinem Heimrennen verschenkt. Aber auch Hamilton blieb bislang nicht frei von Fehlern.

Der Weltmeister spricht vom bislang "intensivsten Duell", dass er jemals erlebt hat. "Wir fahren praktisch gegen ein Team, das in diesem Jahr schneller ist als wir." 2017 sei die Sachlage noch ausgeglichener gewesen. Abhängig von der Rennstrecke war entweder Mercedes oder Ferrari stärker, doch in diesem Jahr verspürt der Brite eine Veränderung. "In diesem Jahr schwingt das Pendel mehr in ihre Richtung aus." Wobei sowohl Hamilton als auch Vettel derzeit bei vier Siegen stehen.

"Teilweise ist meine Leistung in diesem Jahr nicht perfekt"

Dennoch betont er: "Wir müssen jedes Wochenende also überperformen und aus Wochenenden, an denen wir nicht schnell genug sind, mehr herausholen. Der Druck ist definitiv höher, aus jedem Millimeter noch etwas herauszukitzeln, wenn ich die Nummer 1 sein will."

Der 66-fache Grand-Prix-Sieger betont, dass auch er in diesem WM-Kampf über seine Grenzen gehen muss, um "Wunder" zu vollbringen. Und er gesteht: "Teilweise ist meine Leistung in diesem Jahr nicht perfekt." Im Vorjahr sei er vor allem im Qualifying und bei den Starts besser gewesen. Die Datenbank zeigt: 2017 konnte Hamilton in den ersten elf Saisonrennen sechs Pole-Positionen einfahren, 2018 waren es bislang vier.

"Ich bin stolz darauf, ein Perfektionist zu sein und Fehler nicht zu wiederholen, aber niemand ist perfekt." Der Druck veranlasst den 33-Jährigen dazu, sich physisch und mental noch härter vorzubereiten, um ebendiesen standzuhalten - "sodass ich der Letzte bin, der einbricht". Zuletzt in Hockenheim haben seine Nerven gehalten. Nachdem er nur von Position 14 starten konnte (Hydraulik-Defekt im Qualifying), siegte er am Ende. Der Sieg habe ihm allerdings nicht mehr Selbstvertrauen gegeben. Schließlich gäbe es noch genügend Bereiche, die er mit seinem Team verbessern müsse.

Thema Zuverlässigkeit: "Noch lange nicht bei 100 Prozent"

Nicht nur die Qualifying- und Start-Performance spricht er in diesem Zusammenhang an. "Wir müssen außerdem an unserer Kommunikation arbeiten, damit wir wissen, wie wir unsere Strategie ausführen wollen." Denn nachdem der Regen in Deutschland eingesetzt hatte, herrschte am Teamfunk Chaos. Hamilton bog zunächst in die Boxengasse ab, fuhr dann aber über einen Grünstreifen wieder zurück auf die Strecke. Kommunikation war außerdem bereits zu Saisonbeginn ein Thema.

"Auch die Zuverlässigkeit ist ein Bereich, an dem wir arbeiten müssen, denn da sind wir noch lange nicht bei 100 Prozent", merkt Hamilton an. Besonders bitter traf die Silberpfeile der Doppelausfall in Österreich. "Darauf waren wir in der Vergangenheit sehr stolz, unsere Zuverlässigkeit war außergewöhnlich gut, da ist es schwierig, dieses Level zu halten. Da sind wir ein wenig abgerutscht, mehr als wir erhofft hatten."

Das kommende Rennwochenende begeht der WM-Führende dennoch mit Optimismus. In Ungarn ist Hamilton mit fünf Siegen bereits alleiniger Rekordhalter. Interessant: Er konnte allerdings noch nie in einem seiner Weltmeisterjahre gewinnen (Siege: 2007, 2009, 2012, 2013 und 2016). Holt er am Wochenende seinen sechsten Sieg? "Das ist schwierig zu sagen. Ich habe keine Ahnung. Vielleicht setze ich mich morgen ins Auto und die Pace wird toll sein. Aber diese Strecke ist sehr schwierig für uns", weiß er.

"Ferraris werden wieder die Schnellsten sein"

Die Temperaturen werden in luftige Höhen klettern, außerdem liegt dem Mercedes das schmale Layout mit den mittelschnellen und langsamen Kurven weniger gut. "Dieses Wochenende wird die gleiche Herausforderung werden wie auch in jedem Jahr davor. Das ist keine Power-Strecke und die Red Bull sind näher dran", prophezeit er. "Die Ferraris waren im Vorjahr die Schnellsten. So wird es auch an diesem Wochenende wieder sein", ist er sich außerdem sicher. Immerhin habe Ferrari bereits in Monaco gut abgeschnitten.

Auf dem Kurs nahe Budapest ist Überholen kaum möglich, weshalb sich Hamilton vornimmt: "Ich muss mich in der ersten Startreihe qualifizieren, am besten auf der Pole. Das ist mein Ziel. Im Qualifying haben die Ferraris einen großen Schritt vorwärts gemacht. Aber eigentlich war ich im Vorjahr im Rennen der Schnellste." Hamilton wurde allerdings nur Vierter, nachdem er Teamkollegen Valtteri Bottas wieder passieren ließ. Ferrari fuhr einen Doppelsieg ein.

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