Marc Surer: Was Verstappen besser kann als Hamilton

Video-Interview mit Formel-1-Experte Marc Surer: Warum Max Verstappen ein verdienter Weltmeister ist und was er besser kann als Lewis Hamilton

Marc Surer: Was Verstappen besser kann als Hamilton

Marc Surer hat schon viel erlebt. Als Formel-1-Fahrer, später dann als Kommentator. Aber das WM-Finale in Abu Dhabi, das sei selbst für einen alten Hasen wie ihn "Wahnsinn" gewesen: "Ich konnte nicht glauben, was wir gerade gesehen hatten. Das war ja wie im Film! Und wenn du so einen Film siehst, mit so einem Ende, würdest du sagen: 'Ach, Blödsinn - das ist wieder typisch Hollywood!' Aber das war Hollywood in Abu Dhabi."

Surer vergleicht Abu Dhabi 2021 mit den ganz großen WM-Finali der Geschichte: Jerez 1997, Brasilien 2008. Darüber spricht er in einem aktuellen Video auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de, das nur dort in voller Länge (14 Minuten) gesehen werden kann.

Im Gespräch mit Chefredakteur Christian Nimmervoll (Hier geht's zu seiner Facebook-Seite!) geht Surer auch auf die Frage ein, ob Verstappen ein verdienter Weltmeister ist - und der Experte bejaht dies, denn: "Weil er mehr Pech hatte. Denken wir dran: Baku, Reifenschaden. Denken wir an die Kollision in Ungarn, wo er abgeschossen wurde und sicher ein Podium herausgeholt hätte."

"Silverstone will ich nicht einmal nehmen, aber umgekehrt das Glück eines Lewis Hamilton, der in Imola von der Strecke rodelt, im Kies praktisch steckenbleibt, eine Runde verliert. Dann wird das Rennen unterbrochen, Neustart, er kriegt seine Runde zurück und fährt noch aufs Podium. Der eine hatte Glück, und der andere nur Pech."

Dass Verstappen in Abu Dhabi im Chaos der letzten eineinhalb Runden auch riesengroßes Glück hatte, das stellt Surer gar nicht in Abrede. Aber auf den Verlauf der ganzen Saison betrachtet habe er sich das "verdient, würde ich sagen".

Zumal Surer auch eine Fähigkeit identifiziert hat, die Verstappen seiner Meinung nach besser beherrscht als Hamilton, nämlich "mit einem unterlegenen Auto übers Limit gehen. Das ist er gewohnt, weil der Red Bull ja in der Regel unterlegen war in der Vergangenheit."

"Auch jetzt, in der zweiten Saisonhälfte, hatte man das Gefühl, dass Mercedes wieder die Oberhand hat. Also musste Verstappen übers Limit gehen, und er ist einer, der damit klarkommt. Das heißt, er kann auf dieser schmalen Balance das Auto im Griff halten", analysiert der ehemalige Formel-1-Pilot.

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Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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