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Max Verstappen: Mir ist egal, was andere über mich denken

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Max Verstappen: Mir ist egal, was andere über mich denken
Autor:
12.03.2020, 18:35

Ist Max Verstappen der einsame Wolf der Formel 1, dem die Meinung anderer gar nicht interessiert? Er gibt sich introvertiert und nur auf sich selbst fokussiert

Seine aggressive Fahrweise und frühen Erfolge haben Max Verstappen schnell in seiner Karriere in Richtung Spitze der Formel 1 katapultiert. Der Red-Bull-Fahrer gilt als mutig, aber auch rücksichtslos, verrückt und vor allem furchtlos. Doch ist das wirklich der Mensch unter dem Helm, der Wochenende für Wochenende um den Sieg kämpft?

Verstappen selbst hat darauf eine klare Antwort: nein! Der Niederländer bemüht sich, seine Persönlichkeit nur mit wenigen Menschen, denen er vertraut, zu teilen. Auf die Meinung der anderen Menschen im Formel-1-Zirkus scheint der 22-Jährige zu pfeifen. Er ist rein auf sich selbst fokussiert und hat nur eines im Sinn: den Sieg.

Niemand kennt den echten Max

"Niemand weiß, wie ich denke und arbeite", so Verstappen gegenüber 'ABtalks'. "Niemand war nahe an mir dran. Nur wenige Leute wissen, wie ich bin. Es ist natürlich sehr einfach, mich zu beurteilen. Ich denke, man sollte da nicht hinhören. Jeder hat seine eigene Meinung, für mich ist das okay. Für mich ist es nur wichtig, dass ich mich auf mich selbst fokussiere und dass ich immer das Beste aus mir herauskriege."

Deshalb schließt Verstappen auch nur die Menschen ein, zu denen er ein gutes Verhältnis hat. Alle anderen prallen einfach an der zurückhaltenden Persönlichkeit des Niederländers ab. Was von manchen Menschen für Arroganz und Überheblichkeit gehalten werden kann, scheint hingegen nur ein Schutzmechanismus zu sein, um niemanden an sich heran zu lassen.

Auf die Frage, ob es ein Vorteil sei, dass ihm die Meinung anderer egal ist, antwortet Verstappen: "Es kümmert mich nicht. Man muss sich einfach auf sich selbst fokussieren und den Leuten vertrauen, die dich wirklich kennen. Das ist das Einzige, was zählt. Was auch immer andere über dich denken, ist okay, weil jeder seine Meinung haben kann, aber du solltest dich davon nicht ablenken lassen."

Weil in der Formel 1 schnell ein Urteil über eine Person gefällt wird, vertraut Verstappen nur wenigen Menschen in seinem Umfeld.

Er sagt: "Man kann nicht einfach einer fremden Person vertrauen, die reinkommt. Man braucht immer ein wenig Zeit, um zu sehen, wie sich diese Person verhält. Aber schon von Beginn an hat man seine Freunde und Familie um sich und man erlebt sehr viele Sachen gemeinsam, daher weißt du genau, wem du vertrauen kannst und wem nicht."

Verstappen hatte nie Vorbilder

Das Denken, das Verstappen Kraft und Motivation bringt, hat sich bereits in seiner Kindheit manifestiert. Anstatt Helden des Sports nachzueifern, hat sich der Niederländer immer auf sich selbst konzentriert.

Er erklärt: "Ich möchte einfach nicht wie jemand anders sein. Ich hatte nie ein Vorbild. Ich verstehe auch nie, warum die Leute ein Autogramm oder ein Bild wollen. Sie sind sehr nett und sie fragen mich darum, aber ich hatte das nie als Kind."

"Ich hatte nie ein Poster auf der Wand", fügt er hinzu. "Ich schätze den Erfolg anderer, aber ich muss nicht wie jemand anders sein. Ich hatte nie diesen Wunsch und habe auch nie gesagt: 'Ich will unbedingt wie er sein!' Nein, ich möchte ich sein. Ich will meinen eigenen Erfolg haben."

Bei der Entwicklung seiner Persönlichkeit war sein Vater, Jos Verstappen, der ebenfalls in der Formel 1 an den Start gegangen ist, eine große Hilfe. "Man wird wohl immer ein bisschen wie der Vater oder die Mutter, das ist natürlich", meint Verstappen. "Aber ich möchte dennoch ich sein und ich will mein Leben so leben, wie ich will. Ich habe nie ein Beispiel davon gesehen, wie ich es leben möchte."

Die große Frage: verfügt Verstappen über zu viel Selbstbewusst? Der Niederländer glaubt, dass seine Eltern den richtigen Weg gegangen sind, als sie ihm bei seiner Entwicklung geholfen haben: "Wenn du selbst kein Selbstbewusstsein hast, dann suchst du dir jemanden, der dir ein gutes Gefühl gibt. Aber zum Glück brauchte ich das nie und wollte ich auch nie. Ich wollte einfach die Welt kennenlernen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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