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Sebastian Vettel: "Mit Sicherheit ist nicht alles immer korrekt gelaufen"

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Sebastian Vettel: "Mit Sicherheit ist nicht alles immer korrekt gelaufen"
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Rennfahrer unter sich: Im 'Sky'-Interview mit Ralf Schumacher spricht Sebastian Vettel über seine derzeit schwierige Situation im Ferrari-Team

Sebastian Vettel möchte seine sechs Jahre bei Ferrari zu einem "versöhnlichen Ende" bringen. Das ist die Quintessenz eines Interviews des Ferrari-Piloten mit 'Sky'-Experte Ralf Schumacher. Und zwar trotz der atmosphärischen Unstimmigkeiten zwischen ihm und seinem Team, die die Öffentlichkeit zuletzt unter anderem am Boxenfunk live mitverfolgen konnte.

Vettel möchte die Querelen am Funk nicht überbewertet wissen: "Das ist ganz normal, dass man sich hie und da mal uneinig ist", relativiert er. "Generell stehe ich zu den Leuten, die mir über die Jahre so viel gegeben haben, und bin nicht daran interessiert, da abzulassen. Mit Sicherheit ist nicht alles immer korrekt gelaufen. Aber ich glaube, das kann man wahrscheinlich immer auf beiden Seiten so sehen."

Schumacher erzählt aus eigener Erfahrung, dass er früher schon mal gebeten wurde, Meetings früher als sein Teamkollege zu verlassen, als klar war, dass er nächstes Jahr woanders fahren würde. So weit sei es bei Ferrari noch nicht, entgegnet Vettel - und lacht: "Ich glaube, da setzt man aktuell noch darauf, dass man alles mitnimmt!"

"Natürlich ist die Situation nicht optimal", räumt er ein. "Aber letzten Endes schaue ich, dass ich mit meinem Team um mich herum - also die, die an meinem Fahrzeug beteiligt sind - das Beste aus der Situation mache. Für die andere Seite ist es in dem Sinne genauso komisch. Zusammen versuchen wir, das Beste rauszuholen."

"Wir haben ja sehr viele Möglichkeiten, was wir am Auto verstellen können und so weiter. Auch wenn uns das nicht immer gelingt, aber wir versuchen es zumindest, das möglichst nahe an meine Vorzüge zu bringen", sagt Vettel. Die Schwierigkeiten mit dem SF1000 habe er bisher aber "auch noch nicht ganz verstanden".

"Gerade heute ist das sehr transparent - man sieht ja alles, was der Teamkollege macht. In der Regel nähert man sich an. Aber die Chance blieb mir irgendwie verwehrt, beziehungsweise war es mir nicht möglich. Ich habe sehr viel probiert, sehr viel mit dem Auto gekämpft und getan, aber ..."

Schumacher spricht Vettel auch auf Gerüchte an, wonach es bereits vor Saisonende zur Trennung mit Ferrari kommen könnte - und führt als prominentes Beispiel Alain Prost an, der 1991 vor Vertragsablauf gefeuert wurde, weil er in einem Interview die Servolenkung des Ferrari kritisiert und mit einem LKW verglichen hatte. Das kam in Maranello gar nicht gut an.

Vettel gibt aber Entwarnung: "Bis jetzt hatten wir noch keine Probleme mit der Servolenkung. Ist noch alles gut", lacht er.

Dass Ferrari noch 2020 im Motorenbereich signifikante Fortschritte machen wird, erachtet er indes als "eher schwierig. So, wie das Reglement ist, kommt für dieses Jahr keine Überraschung mehr."

"Wir hatten leider einen Motorschaden in England. Je nachdem, wie viele Rennen es dieses Jahr noch gibt, wird sich zeigen, ob mich das wirklich trifft oder nicht. Der Motor ist nicht mehr einsatzfähig, auch nicht mehr für den Freitag. Das war sehr deutlich. Auf der Seite gibt es keine Hoffnung", erklärt Vettel.

Mit Bildmaterial von Ferrari.

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