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"Viel besser als erwartet": Piloten wünschen sich F1-Rückkehr nach Mugello

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"Viel besser als erwartet": Piloten wünschen sich F1-Rückkehr nach Mugello
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper

Die meisten Formel-1-Piloten blicken zufrieden auf die Premiere in Mugello zurück und würde gerne wiederkommen - Sollte man an der Strecke etwas ändern?

Die Formel-1-Premiere in Mugello am vergangenen Sonntag verlief ziemlich chaotisch und deswegen recht unterhaltsam. Fans und Fahrer, die mit einem eher langweiligen Rennen gerechnet hatten, wurden positiv überrascht. "Wir alle hatten die Angst, dass wir es im Qualifying lieben, im Rennen aber hassen würden", erinnert Renault-Pilot Daniel Ricciardo.

Hintergrund: Viele befürchteten, dass man in Mugello kaum bis gar nicht überholen könne. Doch Ricciardo urteilt: "Es war ein viel besseres Rennen, als man erwartet hatte. Es war eines der aufregendsten Rennen des Jahres und nicht einmal ansatzweise langweilig. Als Fahrer würde ich gerne zurückkommen. Ich danke, das geht vielen Fahrern so."

"Natürlich haben wir Monza als italienisches Rennen, was wir auch alle lieben. Daher möchte ich nicht, dass es auf Kosten von Monza kommt. Aber es wäre schön, wenn wir es zusätzlich haben könnten", so der Australier. Ähnlich sieht es Charles Leclerc, der verrät: "Ehrlich gesagt war ich vor dem Rennen etwas skeptisch, wie viel wir auf dieser Strecke überholen können."

"Aber nach dem Rennen muss ich sagen, dass es ziemlich viele Überholmanöver gab. In der Hinsicht war es überraschend gut. Und die Strecke ist großartig, ich würde gerne wiederkommen", so der Monegasse. Dieser Meinung schließen sich viele Fahrer an. "Ich persönlich liebe es", sagt zum Beispiel Lewis Hamilton, der Mugello für einen "fantastischen Kurs" hält.

Teamkollege Valtteri Bottas hätte die Strecke am liebsten "jedes Jahr im Kalender", und auch Sebastian Vettel spricht von einer "großartigen Strecke", auf der er gerne häufiger fahren würde. Kritiker sagen zwar, dass Mugello für die moderne Formel 1 zu gefährlich sei. Die Fahrer stimmen jedoch nicht zu. "Motorsport ist eben gefährlich", zuckt Bottas die Schultern.

Eine Herausforderung, aber nicht zu gefährlich

"Ich denke nicht, dass es zu gefährlich war", sagt auch Hamilton, der hofft, dass an der Strecke in Zukunft nichts verändert wird - obwohl das Rennen am Sonntag zweimal mit einer roten Flagge unterbrochen werden musste. "Ich denke nicht, dass das Rennen [...] mit drei Starts und roten Flaggen eine Konsequenz der Strecke war", ergänzt Vettel.

Die Piloten erklären, dass sie Mugello gerade deshalb mögen, weil es fahrerisch durch Kiesbetten und Co. eine größere Herausforderung sei. "Hier wird man etwas mehr bestraft", erklärt Alexander Albon, und Leclerc ergänzt, dass auch er Strecken mit Kiesbetten bevorzuge. Er erklärt: "Vielleicht ist es manchmal ganz gut, 50 Zentimeter Gras zu haben."

"So bringt man nicht jedes Mal einen Haufen Kies auf die Strecke, sobald man einmal ein kleines bisschen zu weit rauskommt. Vielleicht kann man daraus lernen, aber insgesamt ziehe ich das den großen Auslaufzonen vor", betont er. Vettel erklärt ebenfalls, dass man als Fahrer für Fehler bestraft werden wolle. Auch er glaubt aber, dass Kies alleine nicht die Lösung sei.

"Wenn man einen Fehler macht, dann bremst der Kies das Auto nicht wirklich ein. Vielleicht können wir eine Mischlösung haben", so Vettel, der vorschlägt, erst einen Kiesstreifen und danach Asphalt zu verwenden. Grundsätzlich ist er mit dem Layout in Mugello aber ebenfalls sehr zufrieden. "Als Fahrer genießt man das Auf und Ab und die schnellen Kurven", verrät er.

Fahrer loben Layout der Strecke

"Als Fahrer mag man überhöhte Kurven und hasst nach außen abfallende", erklärt er. Kurven mit Banking bieten "mehr Grip", so Vettel. "Das macht es aufregender", findet der viermalige Weltmeister. Auch Carlos Sainz hatte im Laufe des Wochenendes bereits erklärt, dass die überhöhten Kurven in Mugello "für eine bessere Show und besseres Racing" sorgen.

Zudem mögen viele Fahrer die körperliche Herausforderung. Laut Hamilton ist Mugello eine der härteten Strecken im Kalender. Trotzdem sei es laut Albon "überraschend okay" gewesen. Er verrät: "Ich hatte es schlimmer erwartet. Aber wir hatten zwei rote Flaggen, was geholfen hat. Es ist brutal, besonders in den High-Speed-Kurven in Sektor 2, das spürt man."

Lob gibt es von Rennleiter Michael Masi auch für die Organisatoren. "Die Einrichtungen und das Management auf allen Ebenen der Strecke waren brillant", so Masi. Man habe "in kurzer Zeit" große Anstrengungen unternommen, um den Sicherheitsanforderungen der Formel 1 zu genügen. Doch gibt es auch etwas, was der Rennleiter für die Zukunft ändern würde?

"Es wäre vielleicht schön, eine weitere echte Überholstelle zu haben", grübelt er. "Aber wollen wir 20 bis 22 Kurse pro Jahr, die alle exakt gleich sind? Nein. Es gehört zu einer Weltmeisterschaft dazu, dass es Vielfalt gibt", erinnert er. Und in dieser Hinsicht bietet Mugello in diesem Jahr definitiv einen Mehrwert für die Formel 1.

Weitere Co-Autoren: Luke Smith. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Event Mugello
Urheber Ruben Zimmermann