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Juan Manuel Correa: Formel-3-Comeback das Ergebnis "harter Reha-Arbeit"

Juan Manuel Correa wird im Jahr 2021 sein Formel-3-Comeback mit ART feiern - Der Ecuadorianer verletzte sich im Jahr 2019 in Spa bei einem Crash schwer

Juan Manuel Correa: Formel-3-Comeback das Ergebnis "harter Reha-Arbeit"

Die Bilder sind noch immer sehr präsent: Juan Manuel Correa trifft im Formel-2-Rennen von Spa-Francorchamps im Jahr 2019 das havarierte Auto von Anthoine Hubert. Während der Ecuadorianer den Unfall schwerverletzt überlebt, kommt für Hubert jede Hilfe zu spät. Nach dem dramatischen Crash musste sich Correa vielen Operationen und einer harten Rehabilitation unterziehen. Nur zwei Jahre nach dem Unfall kehrt er mit ART in die Formel 3 zurück.

"Das sind einfach großartige Neuigkeiten, denn niemand hat nach einer so kurzen Zeit nach dem Unfall in Spa mit meiner Rückkehr gerechnet", sagt Correa im 'Interview mit Motorsport.com Italien'. "Das war alles nur wegen meiner harten Reha-Arbeit möglich, die ich die vergangenen 1,5 Jahre gemacht habe. Mein Ziel war es immer, so schnell es geht wieder in den Rennsport zurückzukehren."

Der Schlüssel zum Erfolg war, dass Correa härter an seiner Genesung gearbeitet hat, als die Ärzte ihm aufgetragen hatten. "So ging alles viel schneller", sagt der 21-Jährige. "Ich bin stolz darauf, das geschafft zu haben. Dieses Comeback bedeutet mir mental wirklich eine Menge. Ich habe das für mich getan und natürlich auch für Anthoine. Es ging darum, dieses Kapitel meines Lebens zu beenden."

Der Weg bis zum Rennsport-Comeback war ein langer mit vielen Komplikationen und Hürden. Als Correa ins Krankenhaus gebracht wurde, ging es für ihn erst einmal darum, "zu überleben". Er erinnert sich: "Als ich das geschafft hatte, war der nächste Schritt, mein Bein zu retten. Dann vergingen die Monate und ich habe darüber nachgedacht, wie sich mein Leben psychisch sowie physisch verändern wird."

Das Comeback die große Motivation

"Ich habe permanente Verletzungen erlitten, die meine Karriere beenden hätten können", erklärt der junge Rennfahrer. "Es gab niemanden, der daran geglaubt hat, dass ich wieder in ein Auto steigen werde - weder meine Familie, noch die Ärzte. Ich habe mich gefragt, was ich mit dem Rest meines Lebens anstellen möchte und der Rennsport ist das, was ich am meisten liebe."

Die Alternative: zur Universität gehen und ein "normales" Leben leben. Doch diese Option war für Correa nie eine realistische: "Ich hätte dann niemals dasselbe Gefühl gehabt, das mir der Rennsport gibt." Deshalb hat der Ecuadorianer hart daran gearbeitet, es wieder zurück in ein Cockpit zu schaffen.

Juan Manuel Correa

Correa hat in seiner Reha hart für seine Rückkehr gearbeitet

Foto: LAT

"Einige Monate nach dem Unfall habe ich mich dann dazu entschieden, wieder Rennsport betreiben zu wollen", so Correa. "Ich habe diese Entscheidung als Motivation genutzt, um die Schwierigkeiten nach den Operationen hinter mich zu lassen - den Schmerz, das Leiden, dass ich einen meiner besten Freunde verloren habe, und das Risiko, ein Bein zu verlieren."

Die Welt des 21-Jährigen habe sich damals in Spa "in wenigen Sekunden" komplett verändert, da er plötzlich in einem Rollstuhl saß. Das zu psychisch zu verpacken, war keine einfache Aufgabe für das aufstrebende Talent. "Obwohl mir alle gesagt haben, dass ich verrückt bin, habe ich die Motivation gefunden, mich da durchzukämpfen. Alle hielten es für unmöglich, nach so kurzer Zeit wieder in den Rennsport zurückzukehren. Ich habe nie auf diese negativen Gedanken gehört und mir selbst eingeredet, dass ich das schaffen werde."

Der Deal mit ART

In der Saison 2021 wird Correa für ART in der Formel 3 an den Start gehen. Ersten Kontakt mit dem Team hatte der 21-Jährige im September 2020. "Als ich das Team über meine Pläne in Kenntnis gesetzt habe, dachten alle, dass ich über das Jahr 2022 spreche. Ich habe dann aber erklärt, dass ich bereits 2021 zurückkehren möchte. Sie haben mich für einen Idioten gehalten."

Immerhin saß Correa zu diesem Zeitpunkt noch im Rollstuhl und er konnte sich nur mit Krücken zu Fuß fortbewegen. Er hat das Team dann aber mit seinem Plan und den medizinischen Dokumenten sowie Einschätzungen von sich überzeugt. "Wir haben uns einige Tage später in Paris getroffen und sie haben sich alles angeschaut. Sie fanden meine Motivation und meinen Biss gut."

Nur wenige Tage später saß Correa erstmals in einem Simulator, in dem er ausgerechnet Runden in Spa-Francorchamps drehte. "Ich habe Spa ausgewählt, um zu zeigen, dass ich keine Angst habe", erklärt er. "Ich wollte meine mentale Stärke zeigen. Das schwierigste am Unfall war, zu akzeptieren, was da passiert ist. Das hätte aber auf jeder Strecke so passieren können. Ich wollte zeigen, dass ich auf der Strecke wieder stark sein kann, auch wenn es nur im Simulator war."

Im Februar 2021 stieg Correa dann erstmals wieder in ein echtes Rennauto. Auf dem Circuit Paul Ricard im französischen Le Castellet drehte er einige Runden in einem GP3-Boliden. "Der Test lief gut", so das Fazit. "Ich muss physisch noch etwas an meiner Vorbereitung arbeiten, insbesondere was die Beinmuskulatur angeht. Ich hatte Schmerzen, aber ich war überrascht, dass ich voll auf das Gas treten konnte, ohne das etwas am Auto verändert werden musste."

Der Test auf einer echten Strecke in einem echten Rennauto war für Correa eine große Herausforderung. Deshalb erwartet er auch, dass er in der Saison viele verschiedene Hürden nehmen muss, um wieder mithalten zu können. "Ich habe mich für die Formel 3 entschieden, weil die Meisterschaft im Mai startet und ich so die Chance habe, für die erste Runde physisch fit zu sein."

Nur hinten rumfahren keine Option

Correa hat das hohe Ziel, von Beginn an wettbewerbsfähig zu sein. Die erste Saisonhälfte nur hinten rumfahren, ist für ihn keine Alternative. "Es wird natürlich dennoch ein Übergangsjahr sein, denn ich muss weiterhin an meiner Reha arbeiten, um meine Lebensqualität zu steigern. Ich hoffe, schon bald ohne Krücken wieder laufen zu können."

Das erste Rennen des Jahres ohne große Probleme zu beenden, sei für Correa schon "ein Sieg". Auf die klare Formulierung eines Ziels möchte Correa erst einmal verzichten, aber als Rennfahrer hofft er natürlich "auf Pole-Positions und Rennsiege".

Doch wird das neue System in der Formel 3 dem Ecuadorianer einen Strich durch die Rechnung machen? Immerhin muss er an einem Rennwochenende drei Läufe bestreiten. Er sagt: "Ich glaube nicht, dass es ein Problem sein wird. Ich habe in Paul Ricard deutlich mehr Kilometer abgespult als an einem Rennwochenende und ich hatte keine großen Probleme."

 

Die große Frage ist, wie es für Correa in der Zukunft weitergeht. Immerhin war er bereits in der Formel 2 aktiv und muss jetzt nach dem Crash wieder in der Formel 3 Aufbauarbeit leisten. "Ich habe in meinem Formel-2-Rookiejahr zwei Podiums geholt", so Correa. "Ich konzentriere mich aber jetzt auf die neue Saison und schaue, was ich leisten kann. Ich schaue auch, wie es sich mit der Genesung meines Beines verhält."

Die Saison 2021 sieht Correa als Vorbereitung für das Jahr 2022 an, weshalb er eine Rückkehr in die Formel 2 nicht ausschließt. Wie jeder Rennfahrer braucht der 21-Jährige die "wirtschaftliche Unterstützung" seitens der Sponsoren, denn billig ist die Formel 2 für einen Rennfahrer nicht. "Du weiß aber nie, was passieren wird", so der motivierte Rennfahrer.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 3
Urheber André Wiegold