Genf: Neues Formel-E-Auto im Fokus der Öffentlichkeit

FIA-Präsident Jean Todt und Formel-E-Boss Alejandro Agag enthüllen das erste reale Gen2-Auto für die Elektro-Rennserie: "So sieht die Zukunft aus"

Genf: Neues Formel-E-Auto im Fokus der Öffentlichkeit

Im Rahmen des Automobil Salons in Genf haben FIA-Präsident Jean Todt und Formel-E-Serienchef Alejandro Agag das erste reale Fahrzeug der zweiten Generation enthüllt. Das sogenannte Gen2-Auto ist mit einer 385 Kilogramm schweren Batterie ausgestattet, die ausreichend Energie für eine komplette ePrix-Renndistanz speichern kann. Somit wird der bisherige Fahrzeugwechsel im Rennen wegfallen - ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Formel E.

"Das Gen2-Auto sieht futuristisch aus, es ist schließlich auch ein Auto der Zukunft", kommentiert Jean Todt, der bei der Enthüllung des Fahrzeuges von einem Roboter des Serienpartners ABB unterstützt wurde. "Es ist unglaublich zu sehen, welche gewaltigen Fortschritte in den ersten vier Jahren der Serie bewältigt wurden. Dass nun die doppelte Strecke geschafft werden kann bei gleichzeitig höherer Leistung, ist ein tolles Resultat."

Das neue Fahrzeug, das zur kommenden Formel-E-Saison 2018/19 eingeführt wird, leistet bis zu 250 kW (340 PS). Im Rennbetrieb sollen konstant bis zu 200 kW (270 PS) abgerufen werden können. Das Gen2-Fahrzeug soll mit der neuen Antriebstechnik bis zu 280 km/h schnell fahren - vielleicht sogar mehr, meint der amtierende Formel-E-Champion Lucas di Grassi. Das Gesamtgewicht inklusive Fahrer liegt im Vergleich zum aktuellen Auto um 20 Kilogramm höher (nun 900 Kilogramm).

 

"Mit Beteiligung von derart vielen Herstellern wird es der Formel E gelingen, die Technologie von E-Antrieben weiter zu verbessern. Das neue Auto ist ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg", sagt FIA-Präsident Todt, der die Elektro-Rennserie mit aller Macht nach vorn treibt. "Ich möchte Jean Todt danken, dass er sich mit seinem Team beim Design des neuen Autos derart eingebracht hat", erklärt Serienboss Agag. "Das Auto sieht nicht nur futuristisch aus, sondern es ist einzigartig. Die Leute werden es sofort als Formel-E-Auto erkennen können."

"Dieses Auto ist eines, über das alle sprechen werden. Gleichzeitig haben wir bei diesem Fahrzeug all die technischen Ziele erreicht, die wir uns gesetzt hatten", meint FIA-Technikchef Gilles Simon. "Aus technischer Sicht ist die Formel E eine faszinierende Mission. Wir haben die Möglichkeit, mal etwas wirklich ganz Neues zu konzipieren und zu bauen." Die neue Generation Formel-E-Autos wird mit dem Halo-Sicherheitsbügel am Cockpit ausgestattet sein. LEDs an diesem Element sollen optisch den Betriebszustand des Autos darstellen.

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