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Nyck de Vries: IndyCar definitiv eine Option!
Formel-E-Champion Nyck de Vries kann sich einen Wechsel in die US-amerikanische IndyCar-Serie vorstellen - Sein Fokus liegt aktuell aber auf Europa
André Wiegold Jake Boxall-Legge
Bearbeitet: 24.05.2022, 18:30
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Die IndyCar-Serie zieht immer wieder Topfahrer aus Europa und der ganzen Welt an. Der aktuelle Formel-E-Champion Nyck de Vries liebäugelt ebenfalls mit einem Wechsel in die US-amerikanische Formelserie, doch aktuell würde sein Fokus voll aus sein Engagement in Europa liegen. Sollte sich das ändern, könnte die IndyCar-Serie für ihn jedoch eine heiße Option werden.
Der Niederländer hat bereits Erfahrungen am Steuer eines IndyCar-Boliden gesammelt. Er durfte am Steuer des Meyer-Shank-Hondas Platz nehmen und einige Runden drehen, als er im vergangenen Dezember beim Testtag in Sebring teilnahm. De Vries war damals vor Callum Illot im Juncos-Hollinger-Chevrolet, Stoffel Vandoorne im McLaren-SP-Chevrolet und Jack Aitken im Ed-Carpenter-Chevrolet der schnellste Fahrer.
Gegenüber 'Motorsport.com' fasst de Vries seine Erfahrungen in der Serie zusammen: "Meyer-Shank hat tolle Leute im Team und es ist etwas völlig anderes, in den USA zu fahren. Es ist eher mit der Formel 2 vergleichbar, da jeder eigentlich das gleiche Auto hat. Natürlich gibt es in der IndyCar verschiedene Motorenhersteller."
Laut de Vries machen in der IndyCar-Serie die Teams den Unterschied, wenn es darum geht, sich mit dem Fahrzeug einen Vorteil auf der Strecke zu schaffen. Außerdem lobt er die Atmosphäre: "Ich habe mich gleich Zuhause gefühlt, auch wenn es sehr anstrengend war. Es sind Amerikaner, sie lieben die Show und den Rennsport. Es ist dort so pur, was manchmal sehr erfrischend ist."
Der Niederländer, der aktuell für Mercedes in der Formel E an den Start geht, lobt gleichzeitig die Professionalität in der IndyCar-Serie und die technische Komponente der Autos. Laut de Vries haben alle Meisterschaften, auch die Formel 1, die Hypercars im Langstreckensport und auch die Formel E ihren Charme. Eines ist sicher: IndyCar hat den 27-Jährigen angefixt.

De Vries hat bereits IndyCar-Erfahrung gesammelt
Foto: Meyer Shank Racing
"Ich habe das damals gemacht, um mir die Bedingungen anzuschauen und herauszufinden, ob sie in Zukunft eine Option für mich sein könnte. Ich denke, das ist sie, aber ich bin momentan mit der Formel E in Europa und auch Teil von Toyota in der WEC [Langstrecken-WM]. Ich schaue mir an, wie sich die kommenden Monate entwickeln, und dann werde ich wissen, wie meine Zukunft zumindest mittelfristig aussehen wird."
De Vries hat damals den IndyCar-Teambesitzer Michael Shank überzeugt. Er sagte damals gegenüber 'Motorsport.com': "Er war beeindruckend. Sein Feedback war sehr gut und man merkt, dass er in den vergangenen vier bis fünf Jahren in professionellen Organisationen gearbeitet hat. Er ist selbstbewusst und versteht die Terminologie, die wir nutzen, und kann es umsetzen."
Weitere Co-Autoren: David Malsher-Lopez. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.
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