ADAC GT Masters Zandvoort 2021: Audi-Pole und Lambo-Kollision

Ricardo Feller beschert Land-Motorsport die erste Poleposition der Saison 2021 im ADAC GT Masters - Bei Grasser fährt man sich ins Auto - Dreimal Rot

ADAC GT Masters Zandvoort 2021: Audi-Pole und Lambo-Kollision

Land-Motorsport hat wieder einmal seine spezielle Form in Zandvoort unter Beweis gestellt. Ricardo Feller fuhr mit dem Land-Audi #29 (Mies/Feller; 1.) in 1:33.043 Minuten auf die Poleposition für das Samstagsrennen des ADAC GT Masters in Zandvoort.

Ergebnisse ADAC GT Masters Zandvoort 2021

Das Qualifying war eine hakelige Angelegenheit mit drei Roten Flaggen, weshalb es für die Fahrer schwer war, in einen Rhythmus zu kommen. Feller meisterte die 4,259 Kilometer nach dem zweiten Restart am besten und entriss Mirko Bortolotti im Grasser-Lamborghini #63 (Bortolotti/Costa; 2.) die Bestzeit zwei Minuten vor Schluss.

Grasser steht noch unter Beobachtung der Sportkommissare, weil Bortolotti und Rolf Ineichen im Grasser-Lamborghini #19 (Perera/Ineichen; 19.) eine teaminterne Kollision hatten, die die erste Unterbrechung auslösten. Carbonteile blieben auf Höhe der Strafrunde nach dem Audi-S liegen. Ernstzunehmende Zeiten waren zu dem Zeitpunkt noch nicht gesetzt, aber sechs Minuten Trainingszeit waren schon einmal weg.

Update 12:55 Uhr: Der Grasser-Lamborghini #19 (Perera/Ineichen) wurde von den Sportkommissaren wegen eines vermeidbaren Kontakts verwarnt.

 

Es folgte ein schneller Schlagabtausch. Bortolotti markierte die Bestzeit kurz nach dem ersten Restart, gefolgt von Maro Engel im Toksport-Mercedes #22 (Engel/Stolz; 3.). Beide sollten nur noch von Feller geschlagen werden und belegen damit die Startplätze zwei und drei.

Die Zeitenjagd wurde wieder unterbrochen, als sich Maximilian Paul im T3-Lamborghini #71 (Paul/Sasse) in den Kies von Kurve 2 (Gerlachbocht; in manchen Zählungen auch Kurve 3) drehte. Nun musste die Uhr angehalten werden, weil zwölf Autos noch keine ernstzunehmende Zeit gesetzt hatten.

SSR-Porsche nur auf Startplatz acht

Auch der letzte Sprint musste abgekürzt werden, weil sich Maximilian Hackländer im MRS-Porsche #14 (Hackländer/Wishofer) in der Renaultbocht in den Kies drehte. Wie Paul schlug auch er nicht ein. Die Session war damit vorbei, netto gab es nur rund zehn Minuten Fahrzeit.

Von der vierten Startposition geht der Herberth-Porsche #99 (Renauer/Müller) ins Rennen. Sven Müller gehörte wie Feller zu den Spätzündern - er markierte die Zeit erst kurz vor der letzten Roten Flagge. Klaus Bachler rundete im Herberth-Porsche #7 (Bachler/de Silvestro; 6.) ein gutes Qualifying für Herberth Motorsport ab. Die #7 wird nach den Ereignissen vom Freitag aber noch um drei Plätze rückversetzt.

Dazwischen fuhr sich noch Charles Weerts im WRT-Audi #32 (Vanthoor/Weerts; 5.). Seine Zeit war vor dem zweiten Abbruch Platz drei wert, doch Feller und Müller schoben sich noch vor ihn.

 

Die vierte Startreihe hätten der Joos-Porsche #91 (Holzer/Jahn; 7.) und der Schubert-BMW #10 (Yelloly/Krohn; 8.) gebildet, die aber jeweils eine Position aufrücken.

Erst dahinter gehen die Tabellenführer im SSR-Porsche #92 (Ammermüller/Jaminet; 9.) ins Rennen. Mathieu Jaminet hatte beim zweiten Abbruch noch keine Rundenzeit zu Buche stehen und stand daher mit nicht mehr optimalen Reifen unter Zeitdruck. Wegen der Strafe gegen die #7 wird es noch Startplatz acht.

Die Top 10 komplettiert der Aust-Audi #3 (Asch/Keilwitz; 10.), der seine mit Abstand beste Saisonleistung zeigte. Daniel Keilwitz zeichnete sich für die Zeit verantwortlich, die bei ihrer Aufstellung noch ziemlich zu Beginn sogar Platz vier wert gewesen war.

Nicht zufriedenstellend lief das Qualifying für den Landgraf-Mercedes #70 (Buhk/Marciello; 11.), den Zakspeed-Mercedes #13 (Walilko/Gounon; 13.), den Rutronik-Audi #33 (Marschall/Schramm; 17.) und die beiden Bernhard-Porsches mit den Positionen 14 und 25. Auch hier gibt es noch Änderungen an der Startreihenfolge wegen der FCY-Vergehen am Freitag.

Start zum Rennen ist um 16:30 Uhr.

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.

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